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Buffys
Schritte hallten durch die alte Kirche. Sie mochte das
Geräusch ihrer Schuhe
nicht, das unheimlich durch die staubige Luft trieb. Genauso wenig
mochte sie
dieses kribbelnde Gefühl das ihr sagte, dass ein Vampir in der
Nähe war. Es
war dieses Kribbeln, das nur Spike bei ihr auslöste, schon
allein deswegen
konnte sie es nicht besonders leiden.
Ein
widerlicher Geruch stieg ihr in die Nase. Eine Mischung aus
längst verwelkten
Rosen und dem Gestank von richtig alten Gesangsbüchern kam ihr
entgegen. Es war
der Gestank des Todes. Nicht der Geruch einen neuen Todes; nein, es
roch nach
altem Tod. Das alles erinnerte Buffy an das Begräbnis ihrer
Mutter, als die
Blumen verwelkt waren und der letzte Rest des Essens seinen Weg in den
Abfalleimer gefunden hatte, es war dieser Geruch, der noch tagelang wie
ein
Mantel über dem Wohnzimmer gelegen hatte.
„Es
war nicht gut“, sagte Spike plötzlich hinter ihr und
sie erschrak so sehr,
dass sie sich schnell zu ihm umdrehte. Er stellte sich vor sie und
Buffys Haut
begann durch seine Nähe an zu kribbeln.
„Was
zum Teufel?“, begann sie und hatte eigentlich keine Ahnung,
was sie ihn fragen
wollte, also war es ganz gut, dass er sie unterbrach und ihr das blaue
Longsleeve zeigte.
„War
nicht gut. Die Kostümierung war sinnlos. Es ist
sichtbar.“
Sie
starrte auf das Kleidungsstück, das er eisern in seiner
bleichen Hand
festhielt. Ihre Augen waren zu lange auf seiner Hand fixiert. Auf die
Finger,
die vor nicht allzu langer Zeit in ihren Haaren vergraben gewesen
waren, ihren Rücken
hinuntergewandert waren und sich zwischen ihre Schenkeln geschoben
hatten. Sie
schüttelte den Kopf und zuckte zusammen, als er den Pullover
zur Seite warf.
„Keine
Psychospielchen mehr, Spike“, sagte sie mit einen standhaften
Ton in ihrer
Stimme. Aber war wirklich
er
derjenige, der die Spielchen spielte? *Sicher Buffy, deswegen sieht er
auch so
verletzt aus und du kannst an nichts anderes denken, als daran, wie es
sich anfühlen
würde, wenn er seine Hand unter deinen Rock schieben
würde.*
„Keine
Psychospielchen mehr. Kein Verstand mehr.“
Sie
hasste den Ton seiner Stimme. So leer und tot. Es war schon auf eine
Art witzig,
wenn man bedachte, dass es sich hierbei um einen Vampir handelte. Diese
Stimme
gehörte nicht zu ihm; sie vermisste den kehligen, rauen Ton in
seiner Stimme.
Denjenigen, der ihren Namen so klingen ließ, als ob sie die
Sünde höchstpersönlich
wäre. Obwohl es nicht unbedingt ihr Name sein musste, mein
Gott, er hätte auch
einen Burger bestellen können und sie wäre dahin
geschmolzen.
Ihre
Augen konzentrierten sich auf seinen Oberkörper, an die
Stelle, wo seine
Brustmuskeln einen Schatten auf sein Fleisch warfen. Die Erinnerung
daran, wie
diese seidenweiche Haut sich angefühlt hatte, schoss durch
ihren Kopf, doch die
grauenvoll aussehenden Kratzer auf seiner Brust brachten sie auf andere
Gedanken, die nicht weniger unbehaglicher waren als die letzten. Buffy
hob ihre
Hand und ihre Fingerspitzen brannten darauf, ihn zu berühren.
Spike
wich zurück und Buffy verspürte einen Schmerz, der
sich wie ein Messerstich in
ihrem Herzen anfühlte... Über tausende Male hatte sie
sich seinen Tritten,
Schlägen und verbalen Attacken entgegengestellt, aber dieses
erschreckende Zurückweichen
tat ihr weh.
„Sag
mir was mit dir los ist“, sagte sie, kurz bevor er
zurückwich.
„Hey,
hey, hey! Nicht anfassen“, schrie er und obwohl sie noch eine
Armeslänge von
ihm entfernt war, legte er seinen Arm schützend über
seine Brust und zog sich
ein Stück zurück. Buffys Magen drehte sich um und ihr
Hals schnürte sich zu,
als ob sie mit einer Achterbahn fahren würde, denn irgendetwas
sagte ihr, dass,
was auch immer mit ihm los war, es etwas schlimmes sein musste.
„Sag,
bin ich Fleisch? Bin ich nur Fleisch für dich? Du willst nur
Fleisch. Mein
Fleisch. Sonst nichts, denn da ist kein Funke.“
Er
stand immer noch genau vor ihr und wiegte sich hin und her wie ein
Panther, den
man in einen Käfig gesperrt hatte. Etwas Kaltes glitt durch
ihren
rebellierenden Magen und eine leise Stimme sagte ihr, dass dieses Kalte
das Gefühl
von Schuld war.
„Gut,
bitte. Fleisch kriegst du. Hartes Fleisch“, er griff nach
seinem Reißverschluss
und nun war sie diejenige, die zurückwich. „Gleich
ist er hart und der Frau
zu Diensten.“
Erschrocken
schlug sie seine Hand beiseite „Du sollst
aufhören!“
*Warum
hast du die Hand weggeschlagen, Buffy? Weil es dich vielleicht an den
Abend in
deinem Badezimmer erinnert? Oder erinnert es dich daran, wie er deinen
Namen
gesagt hat? An die Nacht, als er ihn leise vor sich
hingeflüstert hat und seine
Augen so sanft und zärtlich gewesen waren, während du
ihm den Pflock an die
Rippen gepresst hast? Erinnert es dich, wie du ihn unbarmherzig gefickt
hast
oder an seine versuchte Vergewaltigung? Was darf es denn diesmal sein?*
Seine
Hand lag um ihren Hals, noch bevor sie es wahrnahm. Ihre Reflexe warfen
ihn quer
über den Boden. Er landete mit einem lauten Krach in den
Sitzbänken der
Kirche. Sie duckte sich als diese in tausende Stücke
zerbarsten. Doch sie
dachte sich, dass es niemanden interessieren würde, denn
niemand mochte
Beerdigungen und sie glaubte auch nicht daran, dass in dieser Kirche
jemand
heiraten würde.
„Gut.
Die Frau will meine Dienste nicht, weil da kein Funke ist. Sind wir
denn hier
nicht in einem Räderwerk?“
*Was
hat das denn schon wieder zu bedeuten? Und warum wandert dieses
komische Gefühl
in ihrem Magen ihre Kehle hinauf?*
„Spike,
hast du völlig den Verstand verloren?“ fragte sie
und ging auf die Trümmer
zu, in denen er lag. Er sah ziemlich entspannt aus, wie er so da lag,
nur auf
seine Ellenbogen gestützt, obwohl mindestens ein dutzend
Holzstücke um ihn
herumlagen, die ihn sehr schnell zu Staub verwandeln konnten.
„Ja
klar. Hast du das etwa nicht geschnallt?“
Für
einen kurzen Augenblick war er wieder der alte Spike. Mit seinen
glänzenden
Augen und seiner scharfen Zunge. Sie dachte, dass dies alles ein Witz
war, sie
hoffte es zumindest, denn wenn es so wäre, dann wäre
Spike, der echte Spike,
immer noch da. Irgendwo. Und wenn er da war, dann verarschte er sie
nur. Sie hob
verachtend ihr Kinn. Diese Geste hatte sie schon so oft gemacht, sie
sollte sie
sich patentieren lassen.
„Hast
du wirklich gedacht, du könntest wieder…mit mir
zusammen sein?“
„Für
alles gibt es ein erstes Mal.“
Das
machte sie richtig wütend. Er spielte mit ihr und sie hatte
keine Lust, sein
Spielzeug zu sein. Nicht nachdem, was im Bad passiert war, und wo wir
gerade
davon sprechen, wie konnte er es wagen?! *Und inwiefern ist das etwas
anderes,
als ihn zu ficken, während man ihm einen Pflock an die Brust
hält?*
*Hm,
dafür hab ich auch keine Antwort*
„Ich
werde nur eins tun“, sagte sie ausdruckslos. Sie war sauer
auf ihn und auf
sich selbst. „Ich werde dir zuhören“,
begann sie wütend, aber weil sie
ihre Schultern nach unten fallen ließ, wurde ihre Stimmlage
doch etwas weicher.
„Sag mir was passiert ist.“
„Ich…ich
hab versucht ihn zu finden“, sagte er und drehte den Kopf
schüchtern zur
Seite.
„Was
zu finden?“
„Den
Funken. Das fehlende…das fehlende Stück, das
passt“, Spike brach ab, seine
Stimme klang verzweifelt und war voller Schmerz. Er drehte seinen Kopf
hin und
her. Seine Augen sahen sich überall um, doch er sah sie nicht
an. „Damit ich
zu dir passe. Denn du wolltest ja nicht mit…“
Sie
sah seine Tränen. Sie glitzerten wie Diamanten auf seinen
Wangen und brannten
wie ein Feuer in ihrem Bauch.
„Ach
Gott, ich kann nicht…nicht wenn du zusiehst“,
sagte er und stand auf.
Sie
sah, wie er in der Dunkelheit der Kirche verschwand. Sie wusste, dass
sie ihn
aufhalten sollte, aber ihre Hände waren schweißnass
und mit einem Mal fühlte
sich ihr Hals trocken an. Dieses ganze wirre Gerede machte sie
verrückt.
„Ich
habe davon geträumt dich zu töten“, sagte
er, war kurz zu sehen, um dann
wieder in der Dunkelheit zu verschwinden. Buffys Augen folgten ihm,
sahen nur
kurz zu Boden, um etwas Spitzes Hölzernes aufzuheben. Sie
würde ihn nicht pfählen,
das wusste sie, denn sie hatte schon viel zu oft die Chance dazu
gehabt. Sie
fragte sich was passieren musste, damit sie ihn wirklich in Staub
verwandeln würde.
Ach egal, das zersplitterte Holz stach in ihre Handfläche,
aber sie fühlte
sich dadurch besser und stärker.
„Ich
glaub das waren Träume. So schwach. Hast du mich so schwach
gemacht? Ich hab an
dich gedacht. Mich selbst verleugnet und kübelweise nutzlose
Tränen
vergossen…über dein Ende? Angel…er
hätte mich warnen sollen.“
Buffys
Herz setzte ein paar Schläge aus, als sie dies hörte.
Als er den Namen ihres
Ex-Freundes erwähnte, fühlte sie etwas tief in sich.
Etwas Unbeschreibliches
und Unbekanntes. Das Kribbeln in ihrem Magen wurde stärker und
ihr
Adrenalinspiegel schoss in die Höhe, während sie den
Atem anhielt.
„Angel
ist ein Meister im Verdrängen, aber er ist da, die ganze Zeit
schon, in mir.
Der Funke.“
Er
kam wieder näher und so auch der Grund. Die Erklärung
für all das. Sie konnte
es spüren, wie die Wahrheit wie ein Blitz einschlug und sie
eiskalt erwischte.
Sie wollte dies alles gar nicht wissen. Buffy holte tief Luft und
wollte ihn
eigentlich anschreien, aber sie konnte es nicht.
„Ich
wollte dir geben was du verdienst und jetzt hab ich ihn“,
sagte er, als er
sich ihr langsam näherte.
Buffy
drehte sich nicht zu ihm um. Sie war so verstört wie ein Reh,
kurz bevor es von
einem Auto überfahren wird.
„Sie
haben den Funken in mich gesenkt, doch es tut nur weh…ich
brenne“, sagte er.
„Deine
Seele“, sagte sie und war erstaunt, dass sie es
überhaupt fertig brachte
etwas zu sagen.
„Im
Moment noch etwas eingerostet“, er lachte bitter hinter ihrem
Rücken.
Schließlich
drehte sie sich zu ihm um. Sie fühlte wie alles über
ihr zusammenbrach. Auf
seinem Gesicht spiegelte sich das Blau des Mondes und seine
Wangenknochen warfen
Schatten auf seine Haut.
„Du
hast deine Seele wieder“, sagte sie mit zitternder Stimme.
„Wie geht das?“
„Das
wolltest du doch immer, nicht?“
*Für
sie? Nein. Nein. Nein. Er hat es für sie getan?*
Seine
Augen blickten zur Decke und er sagte etwas lauter. „Das
wolltest DU doch
immer, nicht?“
Buffy
dachte darüber nach, einfach fortzulaufen. Ihr war schlecht
und sie überlegte,
ob es vielleicht besser wäre, ihn zu pfählen, denn
dann bräuchte sie sich
keine Gedanken darüber zu machen, warum alles so kompliziert
geworden war. Aber
sie konnte ihn nicht töten. Nein, sie hatte nie den Mumm dazu,
also tat sie gar
nichts.
Er
ging ganz nah an ihr vorbei zum Mittelgang und Buffy beobachtete ihn.
Ihre Augen
folgten seinem bleichen Rücken, als er auf den Altar
zusteuerte. Sein Haar
leuchtete weiß in der der Dunkelheit.
„Und…jetzt
sind alle hier oben drin und reden durcheinander. Alles was ich getan
habe,
jeden den ich…und er…und es…das
andere. Das Geschöpf aus der Tiefe…es
ist auch da…alle sind da und sagen mir `Verschwinde
– Fahr zur Hölle´.“
Spike
blieb einige Schritte vor dem Kreuz stehen und sah wie ein reuiger
Sünder aus.
Die Ironie dieses Anblickes machte sie schwindelig. Wie sollte sie all
dies
verstehen? Und selbst wenn sie es verstehen würde, was sollte
sie damit
anfangen? Mit einem anscheinend völlig verwirrten Vampir, der
etwas derart
Unglaubliches getan hatte, weil er dachte, dass sie es von ihm verlangt
hätte.
„Wieso?
Warum tust du nur so was?“, sagte sie laut, weil es sich
verrückt anhörte.
Er ist verrückt! Wie konnte er nur so etwas tun? Wie konnte er
es nur wagen,
alles nur noch komplizierter zu machen?
„Buffy,
schäm dich“, sagte er und drehte seinen Kopf zu ihr
herum und das Mondlicht
schien auf seinen traurigen Gesichtsausdruck. „Wieso tut ein
Mann etwas
Verbotenes? Für sie…um ihr zu
gehören.“
Oh
Gott, diese Worte taten weh. Sie brannten wie ein Feuer und versengten
Teile
ihres Herzens und ihrer Seele. Sie hatte nicht gewusst, dass der
Schmerz so tief
reichen konnte. Sie fühlte die Tränen kommen. Nicht
in ihrem Hals oder ihren
Augen…nein, von ganz tief in ihr, von einem sehr dunklen und
geheimen Ort.
„Um
der Mann zu werden, der ihr niem…“, er schaute weg
und seine Stimme erstarb.
„Um ein Mensch zu werden.“
Die
Tränen kamen immer näher. Sie konnte sie in ihren
Adern spüren, wie sie auf
ihrer Haut tanzten. Ihr Gesicht war heiß und ihre Knie gaben
nach, als sie ihn
beobachtete. Spikes Blick war auf das Kruzifix gerichtet.
„Und
sie wird ihn einst anblicken, voller Vergebung“, sagte er und
ging immer
weiter auf das Kreuz zu. „Und alle werden einander vergeben
und lieben und er
wird geliebt werden.“
Buffy
starrte auf die starken Muskeln seiner Schultern und kämpfte
mit den Tränen,
die in ihren Augen brannten, währen sich ihr Atem
bescheunigte. Durch die Tränen,
die nun in ihren Augen standen, sah sie verschwommen, wie er nur noch
eine Armlänge
vom dem Kreuz entfernt war, das heilige Zeichen für der Liebe
größtes Opfer.
*soviel zur Symbolik*
Sie
wollte für die Sachen, die sie ihm angetan hatte, sterben. Sie
hatte ihn ein
Monster genannt. Ein Schwein. Ein Dämon. Ein Ding. Aber sie
kannte die
Wahrheit. Dieses Ding kannte mehr über die Liebe als jeder
andere. Dieses Ding
hatte sie mehr geliebt als alles andere. Und das hatte sie gewusst.
Sie
hätte blind sein müssen, um es nicht zu sehen. Es war
schon immer da gewesen.
In dem schnellen, unnötigen Luftholen, bevor sie ihn in der
Gasse hinterm
Bronze geküsst hatte. In dem Zittern seiner Hände an
der Treppe. In dem ungläubigen
Gesichtsausdruck, damals in dem verlassenen Haus, als sie ganz langsam
auf ihn
gesunken war, zum allerersten Mal.
Seine
Liebe war so stark, dass er Berge versetzen würde, oder seine
Langzeitgeliebte
pfählen würde, oder seine hundert Jahre alte Seele
zurückholte. Das musste
sie zuerst verarbeiten und das war nicht gerade einfach.
„Dann
ist also alles in Ordnung, nicht wahr?“, seufzte er und stand
nun so nah vor
dem Kreuz, dass er es fast berührte und ehe sie sich versah,
tat er es. Er
schlang seine Arme darum und sein Körper lehnte dagegen. Rauch
stieg auf und
sie begann zu weinen.
Sie
hatte ihm dies angetan. Sie hatte dies jemandem angetan, der sie mehr
als jeder
andere zuvor geliebt hatte. Es war eine wahnsinnige Liebe, was konnte
man denn
sonst von Spike erwarten? Aber sie konnte es nicht leugnen, dass es
wahre Liebe
war. Es war jetzt so real, dass sie es nicht mehr leugnen konnte.
„Können
wir jetzt nicht ruhen? Buffy…können wir ruhen?
Die
Tränen liefen ihre Wangen hinunter. Kübelweise
nutzlose Tränen. So hatte er
es genannt und so fühlte sie sich auch. Unnütz.
Hilflos. Verloren angesichts
einer Liebe, die so unfassbar stark war, dass sie es kaum fassen
konnte. Hatte
Angel sie jemals so geliebt? Überhaupt jemand? *Oh bitte, denk
nicht daran*
Der
Rauch stieg immer noch auf und erfüllte den Raum mit dem
widerlichen Geruch von
verbranntem Fleisch. Sie roch es und schreckte zusammen, auf eine Art
erschreckte sie der Geruch mehr als der Anblick. Der Gestank durchbrach
ihre
Gedanken und sie handelte. Die Heldin in ihr riss ihn mit zitternden
Armen vom
Kruzifix, während die Frau, die nun die Brandwunden sah, sich
wünschte,
schneller gehandelt zu haben.
Sein
Körper qualmte immer noch, als sie zusammen zu Boden fielen.
Seine Kraft und
sein Bewusstsein verließen ihn, als er in ihren Armen lag.
Buffy lag unter ihm,
sein Körper befand sich seitlich zwischen ihren Beinen, mit
seiner Hüfte gegen
ihren Schambereich, und seine langen Arme lagen um ihre Hüfte.
Sie
dachte in dem Moment nicht an die Szene in ihrem Bad, als sie ihn
zwischen ihren
Beinen gespürt hatte. Sie dachte nicht an das verlassenen Haus
oder ihren
eigenen Vorgarten. Sie dachte nur an eine ganz bestimmte Nacht.
„Sag
mir, das du mich liebst“, hatte sie gefordert.
Ihr
Erinnerungsvermögen betrachtete nur seine Augen, auf den
Hoffungsschimmer, der
in seinen Augen getanzt hatte.
„Ich
liebe dich“, hatte er gesagt. „Das weißt
du.“
Mit
ihren nassen Wimpern versuchte sie neue Tränen und die
Erinnerung
wegzublinzeln, was sie wieder in die Kirche zurückbrachte. Sie
benutze einen
Arm, um seine Schultern näher zu sich zu ziehen. Ihre freie
Hand legte sie an
seine Wange und schob sein Kinn so, dass sie sein Gesicht sehen konnte.
Seine
Lippen bewegten sich, aber ihr wurde klar, dass er nicht ansprechbar
war. Buffy
konnte es nicht verstehen, also lehnte sie sich etwas zu ihm herunter.
Ein Flüstern,
nur ein Hauch…sie hatte sich schon mal gefragt, wie Vampire
überhaupt
sprechen konnten…ihr wisst schon, untot und all das. Aber
das war ist in dem
Moment völlig egal.
Sie
wollte wissen was er sagte. Es waren immer wieder die selben Worte. Sie
bekam
jedes Wort nur sehr schwach mit und versuchte herauszufinden, was er
sagte…bis
alles einen Sinne ergab und sie ihn verstand.
„Um
ihr zu gehören…um ihr zu
gehören…um ihr zu gehören.“
Ein
kummervoller Ton und ein wehklagendes Jammern erfüllte den
Raum und Buffy
vergrub ihre Zähne in der Unterlippe als ihr klar wurde, dass
sie es war, die
diese Geräusche von sich gab, und die Gewissheit machte es nur
noch schlimmer.
Sie vergrub ihr Gesicht in seiner bleichen Halsbeuge und vergrub ihre
Finger in
seinem fast weißen Haar. Das Schluchzen ließ ihren
Oberkörper erzittern, während
sie den Vampir wie ein Baby hin und her wiegte.
Den
Feind, den sie bekämpft, gehasst, gefickt und geliebt hat.
Ja,
geliebt.
Irgendwie
hatte Spikes Geplapper ihr die Augen geöffnet. Es war nicht
so, wie sie Angel
geliebt hatte oder Riley. Auch nicht wie man seine Familie liebte. Dies
war
etwas ganz anderes. Es war so eine Art von Liebe, die sich hinter den
Kulissen
abspielte, aber wirklich real war. Für ihn war es das schon
immer gewesen und
nun begriff sie es auch.
In
ihren Armen beruhigte er sich langsam, aber sie wiegte ihn trotzdem
weiter, drückte
immer wieder Küsse auf sein Haar und streichelte mit ihrer
Hand über die kühle,
seidige Haut seines Rückens. Sie schob die Gedanken, wie sie
sich in der
Zukunft verhalten sollte, beiseite. Sie wusste nicht was sie tun
sollte, jetzt
noch nicht, aber sie würde es herausfinden.
„Keine
Psychospielchen mehr“, sagte sie erneut und dieses Mal
fühlte sich der Satz
anders an. Alles fühlte sich richtig an.
„Um
zu ihr gehören“, sagte Spike wieder und diesmal war
es etwas lauter.
Und
irgendwie fühlte sich auch das anders an, selbst wenn er es
schon seit einer
guten Stunde immer wieder vor sich hin gebrabbelt hatte. Alles war neu.
Alles
war real. Spike war kein seelenloses Ding mehr. Um die Wahrheit zu
sagen, war er
niemals ein Ding gewesen. Er war schon immer ein Mann…ein
Mensch gewesen.
*Aber das war es doch, was er immer gewollt hatte, richtig?*
„Um
ihr zu gehören“, sagte er noch einmal.
„Ja“,
begann Buffy. „Um mir zu gehören.“
The
End!