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„Also…wie sieht er aus?“
Buffy lächelte ihre Schwester an, die ganz oben auf der Aluleiter stand, die sie ein paar Stunden zuvor aus der Garage geholt hatte.
Die Jägerin ging ein paar Schritte zurück und betrachtete den enormen Tannenbaum in ihrem Wohnzimmer mit einen kritischen Auge. „Der Stern ist zu weit rechts. Schiebe ihn etwas mehr nach links…zu weit…perfekt.“
Sie zuckte zusammen als Dawn, ohne sich an den Sprossen festzuhalten, von der Leiter sprang. Sie wollte gerade anfangen zu meckern, als das Mädchen sich ihr um den Hals warf und sie ganz fest drückte.
Buffy erwiderte die liebevolle Umarmung ihrer Schwester. Es war schwer, lange auf Dawn sauer zu sein. Sie war so lieb und gutherzig, dass man nicht anders konnte. Besonders seit…
Sie schob den traurigen Gedanken zur Seite. Es war das erste Weihnachten ohne ihre Mutter. Es war schon schwer genug und es würde mit Sicherheit nicht besser werden, wenn sie anfangen würde zu weinen.
„Also, sag schon“, fragte Dawn noch einmal. „Wie sieht der Baum aus?“
„Ich denke“, sagte Buffy ehrlich, „dass es der schönste Baum ist, den wir jemals hatten. Nicht zu vergessen dass es auch der größte ist.“
Die Douglas Tanne, die Xander am Morgen ins Haus geschleppt hatte, war fast zwei Meter groß. Sie überragte die Summers Mädchen wie ein Mammutbaum Liliputaner.
Buffy machte das Licht aus und ließ nur die bunte Lichterkette den Raum erhellen.
Sie gesellte sich zu ihrer Schwester aufs Sofa, legte Dawn einen Arm um die Schultern und zog sie zu sich. Die Mädchen kuschelten sich aneinander in einer selbstzufriedenen Stille und beobachteten das blinkende Licht.
Die Stille im Raum wurde mit einem Mal jäh zerstört, als die Haustür aufgerissen wurde.
„Wo zur Hölle kommt DAS denn her?“
Die beiden auf dem Sofa drehten gleichzeitig ihren Kopf, als Spike ins Zimmer gestürzt kam. Mit seinen Händen in den Hosen blieb er vor dem Baum stehen.
„Xander hat ihn gebracht“, antwortete Dawn. „Ist der nicht wunderschön?“
Spike sah den Baum von oben bis unten an. „Das würde ich nicht sagen.“ Er zog seine Jacke aus und warf sie auf den Sessel.
Dawn rutschte auf dem Sofa etwas zur Seite und machte zwischen sich und Buffy Platz, welche ihn misstrauisch ansah, als er sich setzte. „Nun, was WÜRDEST du denn dazu sagen?“ fragte sie sauer.
„Ich würde sagen…überladen. Durcheinander und…“ Er legte den Kopf leicht zur Seite, „der Stern ist schief. Er müsste etwas mehr nach links“, sagte er mit einem Grinsen und griff nach ihrer Hand. „Soll ich weitermachen, Luv?“
Buffy rutschte von ihm weg und stemmte ihren Fuß gegen seinen Bauch, während sie dies tat. „Nein“, erwiderte sie und balancierte auf der Armlehne. „Und fass mich nicht an“, fügte sie noch hinzu und trat nach seiner Hand, die er ihr entgegen streckte.
„Hey“, protestierte er und zog seine Hand zurück. „Ist das die Art und Weise, wie du den Mann behandelst, der dich liebt?“
Die Jägerin drehte ihm den Rücken zu und warf beleidigt den Kopf in den Nacken. „Du liebst mich nicht.“
Spike rutschte zur Armlehne des Sofas. „Doch das tue ich.“
„Tust du NICHT!“
„Oh DOCH!“
„Pff!“ Sie verschränkte ihre Arme über der Brust. „Ja sicher!“
Als sie seine Hand auf ihrem Haar spürte, sprang sie vom Sofa auf und begann an dem Baumschmuck herumzufummeln.
Seufzend sah Spike Dawn an und gestikulierte mit dem Kopf zur Treppe und gab ihr damit ein unmissverständliches Zeichen.
Nachdem sie versucht hatte seinem Blick auszuweichen, sah sie ihn mit einem `Ich verstehe schon´ Blick an und ging die Treppe hinauf. Sie nahm zwei Stufen auf einmal.
Er wartete bis er hörte, dass Dawn ihre Schlafzimmer Tür geschlossen hatte und stand dann auf. „Jetzt“, sagte er und folgte Buffy, als diese den Baum umrundete. „Erzähl mir mal bitte, warum du behauptest, dass ich dich nicht liebe. Ich weiß ganz genau dass es nicht so ist…aber warum hast du es gesagt?“
„Weil, wenn du mich lieben würdest, hättest du meinem Weihnachtsbaum nicht beleidigt.“ Sie drehte sich um und stemmte ihre Hände in die Seiten. „ Ich mag Weihnachtsbäume und…und Weihnachtskarten…und Rudolph!“
„Rudolph?“ Spike runzelte die Stirn. „Wer zur Hölle ist Rudolph?“
„Rudolph“, erklärte Buffy. „Ist das rotnasige Rentier. Das fliegt durch die Luft und … so weiter.“
Spike schnippte mit dem Finger. „Oh, DER Rudolph“, sagte er grinsend. „Derjenige, der ganz vorne die anderen Rentiere auf deren jährlicher Spritztour um die Welt leitet.“
Buffy nickte. „Er führt Santas Schlitten durch den nebligen Weihnachtsabend.“
Er sah sie völlig verzückt an. „Wie alt bist du noch mal?“
„Wenn es sich um Weihnachten handelt?“ Buffy sah in ihn an. „Ungefähr sechseinhalb.“
„Ist das nicht süß?“ sagte er und beobachtete sie, wie sie mit dem Baum kämpfte. „So, ähm…was wünscht DU dir zu Weihnachten, Kleines?“ fragte er leise und kam näher.
°*°*°*°*°*°
Sie schniefte und wich ihm aus. „Einen Freund, der mich liebt.“
„Oh, Pech gehabt, Süße“, sagte er bedauernd. „Der Platz ist bereits vergeben. Wie wäre es mit einem Haustier?“
Buffy hielt inne in ihrer Bewegung. „Was für ein Haustier?“
Spike stellte sich direkt hinter sie und schlang beide Arme um ihre Taille. „Was möchtest du denn für eins haben?“ fragte er und küsste ihren Nacken.
Sie spürte wie ihr überall sehr warm wurde, während er mit seiner Nase an ihrem Nacken entlang stich. „Nun, ich wollte schon immer ein…warte mal ne Sekunde, nein!“ Sie schüttelte ihren Kopf, um klar zu werden und schob ihn von sich. „Lass das und hau ab!“
„Ach, Baby“, sagte er zärtlich. „Du weißt ganz genau, dass du das nicht so meinst.“
Nein, das tat sie nicht. Aber…
„Und ob ich das so meine“, sagte sie standhaft. „Ich…ich mache Schluss…und ich will dich nie wieder sehen, also…mach dich vom Acker!“
Er hielt ihr klagend seine Hände entgegen. „Aber, Baby…erzähl mir wenigstens warum.“
Buffy drehte sich um und zuckte mit den Schultern. „Weil wir nichts gemeinsam haben“, schimpfte sie und fummelte weiter an der Lichterkette und dem Weihnachtsschmuck herum.
„Buffy.“ Spike schüttelte langsam den Kopf. „Du weißt, dass das nicht wahr ist. Gib mir einen vernünftigen Grund, warum du denkst dass es so ist.“
„Du bist ein Vampir…und ich nicht“, sagte sie nach einer Pause.
„Das ist Fakt, kein Grund“, sagte er und folgte ihr um den Baum herum.
„Okay. Du bist ein Vampir und ich bin die Jägerin.“
Spike nickte zustimmend. „Das stimmt“, sagte er und fing sie auf, als sie über das Verlängerungskabel stolperte. „Was noch?“
Sie versuchte nachzudenken, als sich seine Arme um sie schlangen. „Ich bin am Tag wach und du bist ein Nachtmensch.“
Er lächelte nur. „Du bist auch ein Nachtmensch, du dummes kleines Mädchen.“
„Ich“, sagte sie entscheidend, „bin ein Weihnachtsliebender Mensch und DU bist wie der Grinch.“ Sie ließ sich verzweifelt auf das Sofa fallen „Es ist hoffnungslos.“
Spike setzte sich neben sie. „Oh, ich weiß nicht. Ich denke doch, dass wir ein paar Dinge gemeinsam haben.“
Buffy runzelte die Stirn und zeigte mit dem Finger auf ihn. „Sag nichts Versautes in Gegenwart des Weihnachtsbaums.“
Er sah ihr in die Augen und versuchte das Lachen zu unterdrücken. „Du kannst total wütend und unheimlich aufreizend zur gleichen Zeit sein. Wie machst du das?“
„Das ist ein Teil meines Charmes“, antwortete sie. „Das kann ich nicht erklären.“
„Hmm.“ Er zog sie auf seinen Schoß und war etwas überrascht, dass sie es so einfach in ihrem Gemütszustand zuließ. „Ich spreche nicht davon, was wir im Bett machen…oder auch außerhalb, wenn du das denkst.“
Sie sah ihn skeptisch an. „Oh, echt nicht?“
„Nein“, sagte er standhaft. „ Und um ehrlich zu sein…tut es mir weh, dass du so von mir denkst. Das Bett ist nicht alles was wir gemeinsam haben.“
Buffy verschränkte erneut ihre Arme über der Brust. „Ja dann schieß mal los.“
Er dachte einen Moment nach. „Wir mögen beide Schokolade.“
Sie setzte sich gerade auf seinem Schoß auf. „Du magst keine Schokolade!“
„Natürlich“, gab er zu. „ich mochte schon immer…!
„Warte mal!“ Sie hob eine Hand und unterbrach ihn. „Als ich Brownies für Dawns Schulverkauf gebacken hab…sagtest du mir, dass du Schokolade hasst…dass dir davon schlecht wird.“
„Richtig.“ Spike sah verschämt aus. „Das habe ich gesagt, oder? Nun…eigentlich…“
Buffy keuchte und ihre Augen wurden riesengroß. „Was! Du Ratte! Du dreckige…RATTE!“
„Hör mal Baby…“
„Fang jetzt nicht mit „Hör mal Baby“ an!“ Sie fuchtelte mit ihrem Zeigefinger herum und piekste ihn in die Brust mit ihrem Fingernagel. „Hasst also keine Schokolade! Du wolltest nur nicht das essen, was ich gebacken hab!“
„Tut mir leid“, versuchte er zu erklären. „Ich wollte deine Gefühle nicht verletzten.“ Er hob seine Hand und wollte sie berühren.
Sie schlug sie beiseite. „Aber du wolltest sie noch nicht mal probieren!“
„Au!“ Er zog seine Hand zurück. „Sieh mal, ich brauchte sie nicht probieren“, sagte er verteidigend. „Selbst ich weiß, dass man ein Blech Brownies nicht zwei Stunden lang im Backofen lassen muss.“
„Ich habe sie nicht zwei Stunden lang gebacken!“
„Buffy…der Rauchmelder ist angesprungen.“
„Ich…aber du…“ stotterte sie. „Ach halt den Mund!“ Sie schmollte erst einmal für eine Weile. „Weißt du was“, sagte sie schlussendlich. „ Das beweist mir, dass du mich nicht liebst.“
„WAS?“ Er starrte sie ungläubig an. „Wie zur Hölle kommst du denn darauf?“
Sie piekste ihn erneut mit dem Finger in die Brust, genau da, wo der Pflock hingehören würde. „Weil, WENN du mich wirklich liebst, würdest du…hättest du…“
„Sie heruntergewürgt?“ brachte er hervor.
„Genau!“ nickte sie nachdrücklich. „Genau das würden Menschen tun, die sich gegenseitig lieben!“
Spike machte sich für einen Gegenschlag bereit und verfestigte seinen Griff um ihre Hüften. „Also verstehe ich das richtig. Du willst mir also erzählen, dass wenn wir das nächste Mal zusammen essen gehen und ich mir… ein sehr rohes Steak bestelle…dass du es probieren würdest?“
Buffy sah ihn an und versuchte, nicht zu lächeln. „So lange es nicht mehr „Muh“ sagen kann.“
Er lächelte entzückt von ihrem Humor zurück. „Siehst du, das meine ich. Total wütend und unheimlich aufreizend.“ Er legte eine Hand an ihren Hinterkopf und zog sie zu sich. „Nun küss mich und sag mir, dass du mich liebst.“
Sie erlaubte seinen Lippen ihre fast zu berühren, dann drehte sie ihr Gesicht weg. „Das werde ich nicht.“
„Hey, das ist aber nicht nett“, sagte er und rutschte mit ihr etwas tiefer in die Couchkissen. Sie befreite eine Hand und schlug ihm in den Magen. „Das ist aber nicht gerade weihnachtlich, mein Liebes.“
„Was kümmert DICH das?“ fragte sie und schlug die Hand weg, die sich unter ihr Oberteil schieben wollte. „Du magst doch Weihnachten sowieso nicht. Du“, stöhnte sie und versuchte sich von ihn wegzustoßen. „Bist ein sehr…böser…Mann!“
„Ja“, erwiderte er. „Und genauso liebst du deinen Mann, ist es nicht so, Jägerin?“
Sie benutzte ihre ganze Kraft und schubste ihn so hart wie sie konnte. Spike aber hielt fest und sie beiden rollten vom Sofa und landeten mit einem lauten `Rums´ auf dem Boden.
Oben öffnete sich eine Tür. „Was war DAS?“ rief Dawn.
„Nichts“, antwortete das Paar auf dem Boden zusammen.
Dawn war damit nicht zufrieden. „Streitet ihr beiden euch?“
„Nein!“ rief Buffy. „Geh ins Bett!“
„Ohh“, sagte Dawn nach einer längeren Pause und es hörte sich so an, als wüsste sie ganz genau, was da unten abging und schloss ihre Tür.
Im Wohnzimmer starrte Buffy den Vampir, der ausgestreckt unter ihr lag, an. „Gibst du auf?“
Spike überlegte. „Ich könnte.“
Sie drückt ihn noch weiter hinunter. „Zwing mich nicht, dir weh zu tun.“
Er lachte, griff nach ihr und tat so, als ob er sie beißen wollte. „Aber Baby, es ist immer so schön, wenn du mir Schmerzen zufügst.“
Buffy schenkte ihm ihr verführerischstes Lächeln, das sie aufbringen konnte. Lehnte sich herunter und wartete darauf, dass er seinen Griff lockerte und sprang dann auf ihre Füße.
Sie stellte einen ihrer kleinen Füße auf seinen Brustkorb und hielt ihn damit auf dem Boden. „Weißt du was?“ fragte sie mit einem Grinsen. „Irgendetwas ist verführerisch an dir in dieser Position. Flach auf dem Boden. Geschlagen. Unter meinem…HEY!“
Ihre Stimme wurde schrill, als er seine Finger um ihren Fuß legte, sie von ihren Beinen zog und sie sich auf dem Boden wieder fand. „Netter Versuch, Baby.“
Mit einem festen Griff begann er, sie ohne Gnade zu kitzeln.
„Nein, Stop…hör auf…“ lachte sie lauthals.
Spike wusste ganz genau, an welchen Stellen sie kitzelig war und nahm diese in Angriff. „Um es mit den Worten einer bekannten Jägerin zu sagen…Ich DENK gar nicht dran.“
„Aber ich…Ich bekomme keine Luft mehr…ich…mache keine Witze…“ keuchte sie.
Er lies sie los und beobachtete mit einem breiten Lächeln, wie sie sich weg rollte und ihre Rippen festhielt, während sie wieder auf das Sofa kletterte.
„Das war so was von unfair“, sagte sie atemlos.
Spike stand auf und steckte sein Shirt wieder in die Hose. „Du bist wirklich tough und ich muss meine Chancen nutzen, wenn ich sie bekomme.“ Er schob seine Hände in die Hosentaschen und lehnte sich gegen die Wand.
Als ihr Körper sich beruhigte, starrte Buffy in Gedanken versunken den Weihnachtsbaum an und schien durch das farbigen Glänzen und Leuchten der Lampen wie hypnotisiert.
°*°*°*°*°*°
Spike war der erste, der die Stille unterbrach. „Das wird dir noch leid tun, dass du so gemein zu mir warst.“ Er ging hinter das Sofa und stellte sich genau hinter sie und zog ein kleines Samtkästchen aus seiner rechten Hosentasche.
Buffy starrte immer noch den Weihnachtsbaum an, bis ein herzförmiger Anhänger am Ende einer dünnen goldenen Kette vor ihrem Auge auftauchte und ihr stockte der Atem.
„Spike…?“
Er lehnte sich herunter und flüsterte: „ Frohe Weihnachten, Schatz“, und küsste sie auf ihre Wange. „Gefällt sie dir?“
„Sie ist…oh, sie ist einfach…“ Buffy nahm den Anhänger in ihre Finger. Am Ende des Herzens hing ein ungefähr ein Zentimeter langes Kettchen, an dessen Ende sich ein herzförmiger Rubin befand.
„Dreh es um“, schlug Spike vor.
Buffy tat es und sah die eingravierten Worte auf der Rückseite des Anhängers. `Together forever´ stand dort in einer wunderschönen Schrift.
Er nahm die Kette und öffnete den Verschluss. „Halte das Haar hoch“, sagte er und küsste leicht ihren Nackenansatz, als sie ihm gehorchte, was ihr eine Gänsehaut bescherte und er legte ihr die Kette um.
Buffy sprang auf. „Ich will sie sehen!“ sagte sie und rannte zu dem Spiegel neben der Haustür.
Nach einem Moment drehte sie sich um und sprang so fest in Spikes wartende Arme, dass die beiden beinahe wieder zu Boden gestürzt wären.
„Sie ist wunderschön…Danke“, sagte sie und übersäte ihn mit liebevollen Küssen. „Ich liebe sie…und ich liebe dich.“ Sie grinste. „Vielleicht nicht unbedingt in der Reihenfolge.“
„Gern geschehen“, sagte er und nahm sie fester in den Arm. „Und ich liebe dich auch.“
Er hob sie auf seinen Arm, trug sie zurück zum Sofa und setzte sich mit ihr auf dem Schoß darauf. „Bequem?“
„Sehr“, nickte sie.
„Dann kannst du ja anfangen, dich bei mir zu bedanken.“
°*°*°*°*°*°
Buffy lächelte und schlang ihre Arme um seinen Hals.
„Danke“, sagte sie zärtlich, küsste zart seine Lippen und legte ihren Kopf auf seine Schulter. „Das ist das schönst Weihnachtsgeschenk, was ich je bekommen habe.“
Im Raum wurde es für einen Moment sehr ruhig, bis Buffy auf einmal von Spikes Schoß kletterte. „Ich bin sofort wieder da.“
Er griff nach ihrer Hand. „Wo gehst du hin?“
Aber sie entzog sich seiner Berührung. „Ich habe etwas für dich in der Küche“, erklärte sie und ihre Augen leuchteten schon mit Vorfreude.
„In der Küche?“ wiederholte er. „Was ist in der…“ Seine Worte wurden leiser als ihm klar wurde, worum es sich handelte. „Du hast doch wohl nicht…das würdest du nicht…nicht schon wieder.“
„Oh, was würde ich nicht?“
Spike starrte sie einen Moment lang an, dann sprang er auf einmal auf. „Mir ist gerade eingefallen, dass ich noch etwas…“
„Hinsetzten!“ Buffy legte eine Hand auf seine Brust und drückte ihn aufs Sofa zurück. „DENK nicht einmal daran, dieses Sofa zu verlassen, denn sonst werde ich dich daran festnageln.“
Er sah wie sie sich in die Küche verzog und sah seine Chance zu verschwinden. Langsam stand er auf und hoffte, dass sie das Knarren der Sofafedern nicht hören würde.
„SETZ DICH HIN!“ ertönte ihre Stimme aus der Küche.
Mit einem langen Seufzen tat Spike das, was sie von ihm verlangte und versuchte nicht daran zu denken, welche Art von ungenießbaren Köstlichkeiten sie ihm bringen würde.
„Was man nicht alles aus Liebe macht“, knurrte er.
Buffy kam aus der Küche und brachte einen riesigen Teller von dem mit, was er befürchtet hatte…Brownies.
„Für dich“, sagte sie und hielt ihm den Teller so hin wie in einem fünf Sterne Restaurant.
Spike sah sich den Teller mit mangelnder Begeisterung an.
„Muss ich wirklich?“
„Du liebst mich.“ Ihre Augen wurden schmal. „Oder?“
„Leidenschaftlich“, gab er zu. „Aber ich lasse mich lieber pfählen, als einen von den Dingern zu essen.“
„Mach ruhig so weiter und genau das wird dir zustoßen.“ Als er sich immer noch zierte, sagte sie: „Oh, komm schon…es ist ja nicht so, dass du daran sterben wirst.“
„Das sagst DU.“ Er versuchte er hinauszuzögern. „Wie kommt es, dass du diese…Dinger…gebacken hast, obwohl du geglaubt hast, dass ich keine Schokolade mag?“
Buffy zuckte mit den Schultern. „Ich habe das Rezept abgeändert.“
Er sah, dass sie ihn nicht aus den Augen ließ, also konnte er keins von den Dingern unten den Sofa Kissen verschwinden lassen, also nahm er den kleinsten Brownie, den er finden konnte und hob ihn langsam zu seinem Mund.
Buffy seufzte ungeduldig und trat von einem Fuß auf den anderen. „Wenn du solange brauchst, um sie alle zu essen, dann bist du zum jüngsten Gericht noch nicht fertig!“
„Was meinst du mit Alle?“ Er sah ängstlich aus. „Warum muss ich alle davon essen?“
Buffy hatte keine Lust mehr, weiter zu argumentieren. „ISS JETZT!“ schrie sie ihn an.
„ICH ESSE JA!“ schrie er zurück. Er biss ein kleines Stück ab und sah sie ehrlich überrascht an. „Das ist gar nicht mal so schlecht.“
Buffy lächelte übers ganze Gesicht. „Ha!“ sagte sie und streckte die Zunge raus.
„Pack das Ding wieder zurück in deinen Mund, wenn du sie noch gebrauchen willst“, sagte Spike automatisch. Er biss noch einmal von dem Brownie ab und plötzlich wurden seine Augen groß, als er einen sehr bekannten Geschmack in seinem Mund fühlte. „Du hast BLUT rein getan. Damit hast du das Rezept abgeändert.“
„Uh-huh“, nickte sie und war mit sich selbst zufrieden. „Magst du sie?“
„Sehr“, sagte er und lächelte sie an. „Mein kleines kluges Mädchen.“
Nachdem sie den Teller auf dem Wohnzimmertisch abgestellt hatte, nahm sie ihren Platz auf Spikes Schoß wieder ein. Sie nahm einen der Brownies, fütterte ihn damit und lachte, wenn er ihre Finger anknabberte.
„Du solltest sie irgendwie markieren“, sagte er. „Sonst wird irgendjemand sie aus Versehen essen.“
„Zu spät“, sang sie.
Spike sah, wie ihre Augen vor Vergnügen aufleuchteten. „Erzähl.“
„Nun“, sagte Buffy und zeigte auf den Tisch. „Dies ist mein zweites Blech. Ich habe das erste heute Morgen gebacken und…du erinnerst dich als Dawn sagte, wer den Baum gebracht hat?“
Er ahnte schon, was kommen würde. „Ja.“
Sie nickte. „Also das war so…Xander kann an keinem Stück Schokolade vorbeigehen und bevor ich ihn aufhalten konnte…“
„Hat er einen gegessen?“ fragte Spike und versuchte, nicht laut los zu lachen…
Buffy schüttelte den Kopf. „Er hat drei gegessen.“
…und versagte kläglich.
Als das laute Lachen in ein leises Kichern abgeebbt war, versuchte Spike sich unter Kontrolle zu bringen.
„Hast du…es ihm gesagt?“
„Nun, natürlich.“ Sie sag ihn ernst an. „NICHT!“
„Lass mich das machen“, flehte er sie an und drückte sie liebevoll. „Bitte.“
Buffy schüttelte ihren Kopf. „Mit Sicherheit nicht.“
„Aber warum?“ schmollte er.
„Weil du es zu sehr genießen würdest“, sagte sie.
„Werd ich nicht“, sagte er aufrichtig. „Ich schwöre bei dem Grab meiner Mutter.“
„Ja sicher“, spottete sie. „Du kannst mir viel erzählen.“
Spike gab nicht auf. „Und was ist, wenn ich es verspreche?“
„Du wirst dieses Versprechen in einer Million Jahren nicht halten können“, sagte sie. „Und das weißt du.“
Er gab eine längere Pause.
„Und wenn ich verspreche, es zu versuchen?“
Buffy präsentierte ihm ihre schokoladenverschmierten Finger und grinste, als er sie ableckte. „Lass es sein, Süßer.“
Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und seufzte zufrieden als sie spürte, wie er ihr Haar streichelte.
Sie blieben eine ganze Weile so sitzen und Buffy wurde schläfrig. Sie schloss ihre Augen und schlief schon fast, als Spike sie vorsichtig schüttelte.
„Hey, es ist schon nach Mitternacht“, sagte er. „Schöne Weihnachten, Liebes.“
„FROHE Weihnachten“, berichtigte sie ihn und hob müde ihren Kopf. „Ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch.“ Er schenkte ihr den Kuss, auf den sie schon gewartet hatte.
„Mmmm…wundervoll“, murmelte sie.
Er schob seine Arme unter sie und stand auf. „Es wird noch besser.“
Ihr Kopf fiel zurück auf seine Schulter, als ob er plötzlich zu schwer geworden wäre und sie nicht die Kraft hätte, ihn hoch zu halten.
„Nun“, sagte er zu ihr „ist es an der Zeit, dass alle lieben Mädchen ins Bett gehen.“
„Wirklich?“ fragte sie, ohne ihre Augen zu öffnen. „Und wo gehen die bösen Mädchen hin?“
„Überall da hin, wo es ihnen gefällt.“ Er trug sie die Treppe hinauf und legte sie auf die Mitte des Bettes. Er setzte sich hin, zog seine Stiefel aus, krabbelte über sie und legte sich auf sie, wobei er sein Gewicht auf seine Unterarme verlagerte.
Sie gab ihm einige lange und intensive Küsse, als sie ihn plötzlich mit einer Hand an seiner Brust von sich schob. „Steh auf.“
Spike war durcheinander. „Was ist los? Tue ich dir weh?“
„Nein“, sagte sie. „Ich habe da nur etwas, dass ich dir zeigen wollte, bevor wir…“
Er lächelte verrucht. „Bevor wir…?
„Geh einfach runter“, sagte sie und schob ihn etwas fester von sich.
Spike rollte sich von ihr und sah zu, wie sie nach etwas unter dem Bett griff.
Sie wühlte herum und zog einen mitgenommenen Turnschuh hervor. „Ach da bist DU“, sagte sie und warf ihn zur Seite.
Sie griff erneut unter das Bett und brachte einen Pflock zum Vorschein. „Das ist es auch nicht“, murmelte sie sich in ihren nichtvorhandenen Bart.
„Jesus, das HOFFE ich doch!“ Er sah wie sie sich noch mehr über die Bettkante lehnte und hielt sie an den Hüften fest, damit sie nicht vornüber vom Bett fiel.
„Aha!“ Sie kam wieder hoch und hielt eine Plastiktüte in ihrer Hand. „Bin gleich wieder da.“ Sie sprang aus dem Bett und verschwand mit der Tüte im Bad. „Schließe deine Augen.“
Spike wollte noch etwas sagen, seufzte dann und legte sich mit den Armen hinter dem Kopf zurück in die Kissen und schloss die Augen.
„Du kannst die Augen jetzt wieder aufmachen.“
Er tat es und fühlte sich, als ob sein Herz ausgesetzt hätte bei dem, was er da sah.
„Gefällt es dir?“ Buffy stand mit jeder Hand an einer Seite im Türrahmen und posierte für ihn.
Spike hatte Probleme, klar zu denken. „Ja“, brachte er dann schließlich hervor. „Was sollte mir daran denn nicht gefallen?“
„Schwarz ist immer noch deine Lieblingsfarbe…oder?“
„Nein“, sagte er und beobachtete sie ganz genau. „Die Farben deiner Augen ist meine Lieblingsfarbe, dicht gefolgt von der Farbe seines Haares.“
Sie war sehr geschmeichelt von seinen Komplimenten und lächelte ihn an.
„Obwohl“, sagte er weiter, „du mit schwarz nie falsch liegst. Besonders“, fügte er schwer schluckend hinzu, „wenn es sich um schwarze Seide handelt.“
„Ich dachte mir, dass du das so siehst.“ Sie schlich um das Bett und versuchte, nicht in seine Reichweite zu kommen. „Ich habe an dich gedacht, als ich es gekauft habe.“
„Ist das wahr?“ sagte er mit einem leichten Grinsen auf seinem Gesicht. „Nun, danke.“
Buffy kam einen Schritt näher und sah ihn mit gesenkten Augen aufreizend an.
Das Mieder ihres Nachthemdes, welches sie angezogen hatte, bestand aus eng anliegender Spitze, mit einem Ausschnitt, der ihr bis fast zu Nabel ging. Die eingearbeitete Unterstützung hob ihre Brüste an und drückte sie leicht zusammen, wodurch sich ein wunderschönes Dekoltee bildete.
Spikes Augen blieben an ihren Kurven hängen und er wunderte sich, wie so ein bisschen Stoff ihre Brüste festhalten konnte. Sie sahen so aus, als ob sie jeden Moment aus ihrem seidenen Gefängnis entschlüpfen wollten und er würde sehr gern seine Hilfe bei diesem Vorhaben anbieten.
Der untere Teil des Negligees war ein langer Rock aus schwarzem Satin mit einer seidenen Borde. Er fiel fliesend zu Boden und machte ein raschelndes Geräusch, wenn sie ging.
„Also, ähm…Bist du mein Geschenk?“ fragte Spike und beobachtete jede Bewegung, die sie machte. „Du sagst mir jetzt aber nicht, dass ich bis morgen früh warten muss, um dich auszupacken, oder Luv?“
Er kroch auf seinen Händen und Knien zum Bettende und runzelte die Stirn, als sie zurückwich.
Die ungeduldige Mine auf seinem Gesicht ließ sie lächeln. „Sag mir, dass du mich liebst“, sagte sie.
Spike seufzte und schüttelte seinen Kopf. Er war bereit…MEHR als bereit…um mit ihr zu schlafen, aber anscheinend wollte sein Baby spielen und er wusste ganz genau, welche Rolle er zu spielen hatte. „Ich liebe dich.“
Buffy stemmte ihre Hände in die Seiten. „Wie sehr?“
„Mehr als IRGENDJEMANDEN,“ er machte eine effektive Pause, „den ich geliebt habe oder jemals lieben werde.“
Sie neigte ihren Kopf zur Seite. „Aber liebst du mich mehr, als du jemals jemanden anderen geliebt hast?"
„Du weißt, dass es so ist.“
„JEMAND bestimmten?“
Spike presste seinen Kiefer zusammen. „Ja! Mehr als jemand bestimmten!“ sagte er und streckte ihr eine Hand entgegen.
Diese Antwort wollte sie hören. Er hatte ihr schon tausend Mal gesagt, dass er sie mehr liebte, als er jemals Drusilla geliebt hatte, aber Buffy konnte es nicht oft genug hören.
Sie legte ihre Hand leicht in seine. „Denkst du, dass ich hübsch bin?“ fragte sie.
„Nein“, erwiderte er und zog leicht an ihrer Hand, um die er seine Finger besitzergreifend gelegt hatte, und sah, dass sie schmollte. „Ich denke, dass du die schönste Frau bist, die ich je gesehen habe.“
„Bin ich sexy?“ Sie fuhr mit ihrer freien Hand ihren Schenkel hinunter, sammelte eine handvoll von dem schwarzen Satin und zog ihn langsam hoch.
Spike beobachtete, wie sie ihre gebräunte, pfirsichzarte Haut ihres Schenkels entblößte. „Unglaublich sexy, Luv“, erwiderte er und sah sie mit seinen vor Verlangen dunkler gewordenen Augen an.
Er kniete sich hin, zog an ihrer Hand und zog sie näher.
Buffy leckte sich verlockend über die Lippen. „Bin ich gut im Bett?“
Sie ließ ihr Nachthemd wieder zu Boden gleiten und legte ihre Hände an seine Wangen, wobei ihr Daumen über seinen Wangenknochen strich.
Automatisch drehte er seinen Kopf und drückte einen leidenschaftlichen Kuss auf ihre Handfläche. „Du bist wunderbar im Bett“, sagte er und sah ihr tief in die Augen.
Sie begann sein Hemd aufzuknöpfen. „Besser als all die anderen?“
„Gott…JA.“ Sexuelle Erregung ließ seine Stimme dunkler erklingen. Er legte seine Hände an ihre Taille und zog ihren Oberköper gegen seinen. „Niemand kann mit dir mithalten, Baby.“
Bei dieser Aussage lief Buffy ein Schauer über den Rücken und sie holte scharf Luft, als sie spürte, das er sich an ihren Hals kuschelte und diesen küsste.
„Worauf wartest
du?“
flüsterte sie. „Pack mich aus.“
°*°*°*°*°*°
Das ließ sich Spike
nicht zweimal sagen. Er festigte seinen Griff, drehte sie in seinen
Armen um und legte sie aufs Bett. Nachdem sie auf der Matratze etwas
höher gerutscht war, griff er nach einem der Träger
ihres Negligees.
„Fühlt sich da gut an, Baby?“ fragte er
und auf seinem gutaussehendem Gesicht spielte ein
unverschämtes Grinsen.
Buffy
lächelte. „Ja“, erwiderte sie, schob ihm
sein Hemd über die Schultern und warf es zur Seite und machte
das gleiche bei ihm an seiner Brust. Sie befeuchtete ihren Zeigefinger
und umkreiste seine Brustwarzen, bis diese genauso hart waren wie ihre.
„Wie ist das?“
Während
sie sich küssten, schob
Buffy ihre Finger seitlich in seine Jeans und begann diese langsam
über seine schmalen Hüften zu
ziehen.
Spike ließ einen Finger tief in sie gleiten und rieb ihren
Kitzler mit seinem Daumen. „Ist das besser?“
Buffys
ganzer Körper zuckte mit dem ersten sensationellen Sturm, der
sie durchfuhr. Langsam begann sie ihre Hüften anzuheben und zu
senken, um ihn mit zartem Stöhnen und Keuchen in seinen
Aktionen zu unterstützen.
Die
beiden waren zu erregt, um es langsam angehen zu lassen, also tat Spike
dies auch nicht. Er begann tief und hart in sie zu stoßen.
Ihre Köper verschmolzen und trennten sich mit einem feucht
klingenden Klatschen.
„Santa
hat mir gestern doch schon etwas gebracht.“ Sie
lächelte ihn schelmisch an. „Und er hat mir
außerdem diese wunderschöne Halskette zukommen
lassen.“
Aber
ihr
Blick richtete sich auf den Kaminsims. Ein großer roter
Samtsocken hing in der Mitte, ein Socken, den sie noch nie zuvor
gesehen hatte und dort drin befand sich…
„Oh,
komm schon, Jägerin“, grinste er. „Jedes
Mädchen will ein Haustier.“
„Sehr
witzig“, sagte sie und schubste ihn an. Das Hündchen
tapste an ihr vorbei und sie hob es mit einer Hand zu ihrer Wange hoch.
Sie lachte, als die kleine rosafarbene Zunge ihr einen Hundekuss gab.
„Du brauchst wirklich einen Namen, oder? Hmm? Was meinst du
denn?“
„Schön“,
sagte Spike. „Lass die Festlichkeiten beginnen.“ Er
griff nach ihrer Hand, als sie aufstehen wollte. „Denk dran,
dass ich noch ein „Geschenk“ für dich habe
und falls du es vor den anderen auspackst, könnte es peinlich
werden.“