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Teil 1

 

„Du bist lang genug hier um zu wissen, dass du dich früher oder später entscheiden musst.“

 

Spike streckte sich in dem warmen Sand aus, sein Körper genoss die wundervolle Wärme der Sonne, die ihm über Jahrzehnte hinweg gefehlt hatte.

 

Tief seufzend drehte er sich um und sah seine Begleiterin an.

 

„Sieh mal Liebes, ich habe es dir schon tausend Mal gesagt ... ich gehe verdammt noch mal nicht zurück. Warum sollte ich? Mir gefällt es hier sehr gut.“

 

Er zeigte mit einer Hand auf die schöne Landschaft um ihn herum Das Meer vor ihm, der Wald hinter ihm und der unberührte weiße Sand unter ihm.

 

„Hast du überhaupt eine Ahnung, wann ich das letzte Mal am Tag am Strand gesessen habe? Nun, ich werde es dir sagen ... niemals. Ich habe niemals während des Tages am Strand gesessen. Nicht ein Mal in meinem verfluchten Leben.“

 

Er verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und schloss seine Augen. „Und jetzt sei eine brave kleine Himmelshelferin und schieb ab. Ich versuche etwas Bräune zu bekommen.“

 

Melisande stand auf, stützte die Hände in ihre Hüften und sah ihn wütend an. „Und DA gibt es noch Sache ... du SOLLTEST dir etwas anziehen! Es gab schon Beschwerden.“

 

Spike lachte leise. „Lügnerin.“

 

„ENTSCHULDIGE bitte!“ Die Begleiterin richtete sich zu ihrer vollen Größe von 1,30m auf und sah ihn beleidigt an. „In meinem ganzen Leben habe ich niemals gelogen! DU allerdings…“

 

„Ja, ja, ich weiß. Du hast mir meine schlechten Angewohnheiten bereits erzählt, als ich hier angekommen bin. Mach mal eine Pause. Könntest du das tun, Liebes?“

 

Sie war für genau dreißig Sekunden ruhig.

 

„Ich sollte sie aber noch mal erwähnen. Das ist schließlich mein Job“

 

„ARRGGH!“ Spike sprang auf und ging zum Wasser hinunter. „Ich habe es dir bereits gesagt ... dass ich NICHT zurückgehen werde! Warum könnt ihr alle „Geh zur Hölle“ nicht als Antwort akzeptieren?“

 

Melisande schlug ihre Hände über die Ohren. „Ich habe es dir bereits schon öfters  gesagt ... dass du hier das H-Wort nicht benutzen sollst! Wir reagieren sehr empfindlich darauf.“

 

Spike beugte sich nach vorne, nahm eine Handvoll Sand und beobachtete die kleine Krabbe, die nun auf seiner Handfläche herumirrte. „Tut mir Leid“, murmelte er.

 

„Was?“

 

Er verdrehte seine Augen und zog die Hände seiner Begleiterin von deren Ohren. „Ich sagte ...tut mir leid.“

 

„Oh ... also gut.“ Nur leicht zufrieden wischte sie sich den nassen Sand von den Ohren. „Nun ... lass uns wieder zum Thema zurückkommen. Wie du dich sicher erinnern kannst, habe ich dir bei deiner Ankunft gesagt, dass dein Fall noch gründlich untersucht werden muss.“

 

„Mm-hmm.“ Er starrte auf das ruhige Wasser und beobachtete erfreut, wie ein Delfinschwarm im Meer herumtollte. „Und?“

 

„Und ... ich dachte du freust dich zu erfahren, dass sie dir, weil du mehr als deine Pflicht getan hast, eine „Du kommst aus der Hölle frei“-Karte anbieten. Du kannst zurückgehen und versuchen, diesmal alles richtig zu machen.“

 

Spike zuckte mit den Achseln und starrte auf seine Füße, während er eine Muschel ins Wasser schoss. „Habe keinen Grund zurückzugehen.“

 

Melisande grinste, ihre silbernen Augen tanzten vor Freude. „Was ist mit ihr?“

 

„Ihr? Wen meinst du?“ fragte Spike und quetschte den Sand durch seine Zehen.

 

„Du weißt ganz genau wen ich meine... die Jägerin.“

 

Er lachte rau. „Oh, ja ... die Jägerin. Sie ist ein wirklich guter Grund um zurückzugehen.“

 

„Nun, warum nicht?“

 

Warum nicht? Es gab Millionen Gründe warum nicht, aber es gab nur einen Grund, warum er es nicht konnte.

 

„Sie liebt mich nicht.“ Er schüttelte seinen Kopf. „Ich kann das nicht noch einmal durchmachen, Liebes.“

 

Melisande seufzte mit ihm gemeinsam. „Du weißt, dass du nicht zu IHR gehen musst. Die Welt ist groß. Man kann sich auf ihr verlieren.“

 

Spike lachte wieder. „Nein ... dazu wäre ich nicht fähig. Habe es bereits versucht ... konnte es nicht lange aushalten. Solange sie lebt, werde ich früher oder später zu ihr gehen.“ Er kniete sich in den nassen Sand und begann ein Loch zu graben. „Die Jägerin ... ich bin wie eine verfluchte Brieftaube, wenn es um sie geht.“

 

Die Begleiterin ließ sich neben ihn fallen. „Sieh mal, William ... Spike ... ganz egal welchen Namen du im Moment benutzt, du hast ihr am Ende nicht wirklich eine Chance gegeben und das weißt du. Sie hat dir endlich gesagt, dass sie dich liebt und du ...“

 

Spike schnitt ihr mit einer scharfen Bewegung seiner Hand das Wort ab.

 

„Du hast es noch immer nicht kapiert oder, Glöckchen ...?“

 

„Nenn mich nicht Glöckchen. Ich bin keine ...“

 

„... Der Punkt ist ... unter all diesem etwas eisigen und manchmal regelrechten Mistsückgehabe... HAT Buffy ein Herz.“ Er runzelte die Stirn, während er weitergrub. „Sie hat nur ... versucht, dass ich mich besser fühle bei dem, was mit mir geschehen ist.“

 

„Nun?“ Melisande streckte ihre Hände aus. „Sie machte sich Sorgen.“

 

„Ich habe niemals gesagt, dass sie sich keine Sorgen machte,“ erwiderte Spike und bemühte sich, so geduldig wie William zu sein. „Ich weiß dass sie besorgt war. Es war nur nicht genug.“

 

„Ich bin nicht die weltklügste Begleiterin auf dieser astralen Ebene, aber selbst ich denke, dass du damit falsch liegst. Ich beobachte die Erde jetzt schon sehr lange, weißt du?“ Sie stand auf und klopfte sich den Sand von ihrem Rock. „Das Mädchen liebt dich, du dickköpfiger Ochse und Spike… wenn du mit diesem Sand nach mir wirfst, werde ich dafür sorgen, dass du dein nächstes Leben als Hauskatze verbringst,“ warnte sie ihn als sie sah, dass er einen Ball aus Sand formte.

 

Spike sah sie wütend an. „Das würdest du nicht wagen.“

 

„Versuch´s doch!“

 

„Das könntest du nicht.“

 

„Ich kann und ich werde!“ Melisande strich ihr Haar glatt und drehte sich um. „Ich denke ich gehe wieder hinein ...“

 

„Gut!“

 

„... aber bevor ich das tue, muss ich dich noch etwas fragen.“

 

Spike sah sie mißtrauisch an. „Und das wäre ...“

 

Die zierliche Führerin lächelte ihn an. „Bist du ein Spieler?“

 

Er zögerte. Was zur Hölle hatte DAS zu bedeuten?

 

„Ich hab ein oder zwei Mal gewettet,“ gab er zu. „Wenn der Einsatz stimmt. Warum?“

 

Ihre Arme vor der Brust verschränkend, wurde Melisandes Lächeln noch breiter. „Ich wette mit dir, dass sie dich wirklich liebt ... genau so, wie du es gern hättest, dass sie dich liebt und wenn ich Recht habe ...“

 

„Du bist noch weit davon entfernt, mit deiner Äußerung Recht zu haben.“

 

„WENN ICH RECHT HABE,“ wiederholte sie energischer, „packst du deine Sachen und verschwindest von hier für die nächsten fünfzig oder sechzig Jahre.“

 

Spike verdrehte seine Augen. „Und wenn du NICHT Recht hast, Miss Vorlaut?“

 

Es entstand eine kurze Pause. „Ich bin mir jetzt noch nicht sicher“,  sagte sie nach einer Weile. „Ich weiß nicht genau, was ich dir anbieten kann, aber es wird auf jeden Fall etwas Gutes sein ... vertrau mir.“

 

Er kniff seine Augen zusammen. „Etwas Gutes, häh?“

 

„Natürlich, was Gutes,“ schmollte sie. „Ich bin nicht in dem Gewerbe, um etwas Schlechtes zu tun, du Blödmann!“

 

Sie drehte sich herum und stolzierte davon und Spike blieb ihr auf den Fersen. Dieser stolperte bei dem Versuch seine Hosen anzuziehen, ohne mit seinem Hintern in den Sand zu fallen

 

„Oh! Wie wär’s denn wenn du mit den Beschimpfungen aufhören würdest, Elfenhirn? Das wäre doch mal was!“

 

„Schwachkopf!“

 

„Zänkisches Weib!“

 

„Dickköpfiger Trottel!“

 

„Fliegender Affe!“

 

Sie wirbelte herum, ihre silbrigen Augen sprühten vor Wut. „ICH BIN KEIN FLIEGENDER AFFE!“ schrie sie ihn an.

 

Spike drehte sich auf dem Absatz herum und rannte weg, den Strand hinunter, dicht gefolgt von Melisande.

 

„NUR WEIL ICH FLÜGEL HABE, MACHT MICH DAS NOCH LANGE NICHT ZU EINEM FLIEGENDEN AFFEN! KOMM SOFORT ZURÜCK, DU FEIGLING!!“

 

Sie jagte ihn den ganzen Strand entlang und ließ ihn genau wissen was passieren würde, wenn sie ihn einholte.

 

Spike hatte einen Vorsprung von sechs Metern und lachte in der warmen Nachmittagssonne.

Teil 2

An dem Tisch im Speisesaal, an dem sonst achtundvierzig Mann Platz nahmen, saßen an diesem Abend nur zwei Personen.

Melisandes Lippen kräuselten sich als sie sah, wie ihr Schützling seinen Teller abkratzte. Sein Stuhl war auf zwei Beine nach hinten gekippt und seine Füße lagen auf der schneeweißen Leinentischdecke.

„Du weißt dass es in der Küche noch mehr zu essen gibt“, sagte sie. „Du brauchst den Teller nicht mit diesem entsetzlichen Geräusch abzukratzen.“ Sie zuckte zusammen als er mit seinem Löffel quietschend über das Porzellan fuhr.

„Verschwende niemals heiße Schokolade“, sagte Spike und leckte einen Tropfen von seinem Finger. „Es ist eins von Gottes schönsten Geschenken.“

Melisande starrte ihn an. „Gott hat nichts mit der heißen Schokolade zu tun“, sagte sie. „Er erschuf die Früchte und das Gemüse. Er stellte den Menschen das Weidenvieh zur Verfügung. Ich glaube nicht, dass du dort unten einen Schokoladenbaum gesehen hast.“

Spike stellte den Teller auf den Tisch. „Wie auch immer.“ Er ignorierte ihren bösen Blick, stand auf und lächelte sie an. „So, nun zu dieser Wette, die du erwähnt hast…“

„Ich denke es wäre besser, wenn wir das ganze doch nicht machen. Das könnte dir vielleicht eine Lehre sein.“

Er zwinkerte ihr zu. „Darauf würde ich mich nicht verlassen.“

Melisande atmete tief ein und bat um Stärke und Weisheit.

„Okay“, sagte sie. „So ist der Deal: Du gehst zurück und hängst dort ein wenig herum. Du wirst das hören, was du hören willst und wirst danach nicht imstande sein zu behaupten, dass sie es nur gesagt hat, um nett zu dir zu sein, weil du dich für die Welt geopfert hast.“

Spike sah sie ungläubig an. „Und woher willst du das wissen?“

„Weil“, sagte sie und sah Spike mit ihrem `Jetzt hab ich dich´ Blick an, „sie nicht mit dir sprechen kann. Sie wird noch nicht einmal wissen, dass du da bist.“

NUN begann die ganze Sache interessant zu werden. Er würde imstande sein, Buffy zu sehen…und ihre Stimme zu hören, ohne dass sie ihn sehen konnte.

Das hörte sich nach einer Menge Spaß an. Einem Spaß, den er schon lange nicht mehr gehabt hatte.

„Und wenn du dann bereit bist zuzugeben, dass du verloren hast“, setzte sein winziger Begleiter seinen Vorschlag fort, „dann brauchst du mir nur Bescheid zu geben und ich mache deine Papiere fertig.“

„Und was passiert dann?“

„Bevor du dich versiehst, bist du wieder auf der guten alten Erde und was danach passiert…“, sagte sie schulterzuckend. „…liegt ganz allein bei dir.“

Spike schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „Also dann“, sagte er und sprang erneut auf. „Worauf warten wir noch? Lass uns loslegen, Elfengesicht.“

Melisande warf ihre Arme verzweifelt in die Höhe. „Oh, nun hat er es eilig.“ Sie stand auf und zog einen großen Messingschlüssel aus ihrem Umhang. „Komm mit.“

Spike schnappte sich seinen Mantel und folgte ihr durch den Speisesaal zu einer massiven Eichentür. Er sah zu, wie sie den Schlüssel ins Schlüsselloch steckte und ihn einmal umdrehte.

Als das Schloss aufschnappe, konnte man das Quietschen der Scharniere hören. Die Tür sprang auf und Spike wollte an Melisande vorbei, doch sie hielt ihn am Arm fest.

„Warte noch einen Moment, Heißsporn“, sagte sie und sah ihn streng an. „Wirst du ein lieber Junge sein und mich stolz machen, oder wirst du dich wieder wie ein hoffnungsloser Idiot aufführen?“

Er dachte einen Moment darüber nach. „Gibt es auch noch eine dritte Auswahl, Schätzchen? Irgendetwas dazwischen?“ fragte er sie mit einem teuflischen Grinsen.

„Okay, das reicht! Mach dass du wegkommst.“

Ohne ein weiters Wort drückte sie beide Hände auf Spikes Rücken, schubste ihn durch die Tür und schlug diese hinter ihm zu. Sie lehnte sich dagegen und versuchte sich zu beruhigen.

„HEY!“ erklang es von der anderen Seite der Tür. „Ein bisschen Hilfe wäre nicht schlecht…wohin muss ich gehen?“

„Du wirst es schon herausfinden“, schrie sie zurück.

„Danke vielmals, Liebes!“ sagte Spike sarkastisch nach einer kurzen Pause.

Melisande wartete so lange bis sie sich sicher sein konnte, dass er unterwegs war, faltete dann die Hände und schloss ihre Augen.

„Himmlische Vater…Erschaffer des Lichts und der Dunkelheit…Ernährer des Lebens und Segen der Menschheit…ich bitte dich, Herr…Ich brauche eine Pause. Bitte gebe dem Mädchen einen Tritt in den Allerwertesten und sieh zu, dass sie diesmal ausspricht, was in ihrem Herzen ist und nicht das, was sie denkt. Denn…um die Wahrheit zu sagen…Herr…ihr Schädel ist genauso dick wie seiner…Amen.“

*** *** ***

Spike stand vor Buffys Haus und sah sich alles genau an.

Die Bäume, den Rasen, die Rosenbüsche…all die Dinge kamen ihm so bekannt vor, waren ihm aber dennoch fremd. Es sah fast genauso aus wie das kleine Haus in Sunnydale…eine Stadt, die nicht mehr existierte.

Dieses Haus stand auch in Nordkalifornien, etwas südlich von Monterrey.

Als er so dastand und alles auf sich wirken ließ, sah er, dass Buffy am Wohnzimmerfenster vorbeiging und sich aufs Sofa setzte.

„Buffy“, flüsterte er. „Ich habe dich vermisst, Liebes.“

Er wollte noch mehr von ihr sehen und ohne weiter darüber nachzudenken, ging er durch die verschlossene Haustür und von dort aus ins Wohnzimmer des kleinen Hauses.

„Hi Baby“, sagte er sanft und setzte sich in einen Sessel, der auf der gegenüberliegenden Seite des Sofas stand. „Wie geht es denn meinem `kleinem Biest´ ohne mich?“

Er lehnte sich nach vorn und sah sie genauer an. „Du siehst müde aus, Liebes. Bekommst du nicht genug Schlaf?“

Müde oder nicht. Sie war das einzige, was er sich auf dieser Welt ansehen wollte. Ihm wurde in dem Moment klar, wie sehr er sie vermisst hatte.

„Hey, rate mal?“ sagte er und legte seine Füße auf den Couchtisch. „Kannst du dich noch daran erinnern, dass ich gestorben bin? Ich bin nicht in die Hölle gekommen! Kannst du dir das vorstellen? Ich habe all die ganzen Jahre so viel angestellt und ich lande im Himmel…nun, eigentlich mehr so ein Zwischending zwischen hier und da.“

Buffy zog ihre Schuhe aus und ließ diese zu Boden fallen.

„Sie…ähm…sagen, dass ich wieder zurück gehen könnte, wenn ich wollte. Doch ich glaube, dass ich hier schon alles gesehen habe. Ich wollte nur…du weißt schon…nach dir und dem Krümel sehen.“

Sie rieb sich die Füße. Als er das sah, wollte er nichts anderes, als es für sie tun

Er hatte ihr schon öfter die Füße massiert nach einem langen Arbeitstag im Doublemeat Palace. Sie war dann zu ihm in die Gruft gekommen, hatte ihre Schuhe und Socken ausgezogen, damit er ihr die Verspannungen aus den Füßen massieren konnte. Er hatte ihr zugehört, wenn sie ihren Arbeitstag beschrieben hatte und mit ihr gelacht, wenn sie die mürrischen Kunden imitiert hatte.

„Also…ich hab da so ein Ding, das sich `spiritueller Begleiter´ nennt. Sie sind diejenigen, die dich von einer Ebene zur anderen begleiten.“ Er lachte leise. „Ihr Name ist Melisande und sie kann manchmal richtig nerven…genauso wie du.“

Er beobachtete sie wie sie sich aufs Sofa legte und an die Decke starrte.

„Obwohl sie nicht ganz so schlau ist“, sagte er weiter. „Sie hat ganz komische und absurde Ideen…DAS kann ich dir sogar schriftlich geben. Zum Beispiel…glaubt sie, dass du mich liebst. Das ist doch lächerlich, oder?“

Spike starrte einen Moment auf seine Hände. Ihm war wirklich nicht zum Lachen zumute. Es tat weh…tief ihn ihm…ein ständigen Ziehen in seinem Herzen, als ob es immer hin und her gerissen würde.

„Weißt du“, sagte er leise. „Ich würde alles darum geben, wenn es wahr wäre. Wenn ich genau wüsste, dass dieser silberäugige Teufel wirklich weiß, wovon sie spricht…aber ich…“

Er hörte auf zu sprechen, als die Haustür sich öffnete und Willow hereinkam. „Oh wundervoll“, murmelte er. „Was hast du getan, Liebes? Hast du die ganze Meute mitgenommen? Bitte sag mir, dass Xander nicht hier ist. Das ist alles, was ich jetzt hören möchte.“

„Hey, wie war die Arbeit?“ fragte Buffy, setzte sich wieder hin und wartete das Willow ihre Jacke auszog und an die Garderobe hing.

„Arbeit! Es war einfach zuviel Arbeit“, stöhnte das rothaarige Mädchen. „Der Buchladen hatte heute und morgen Autogrammstunden und das bedeutet fünf Millionen kreischender Weiber die versuchen, fünftausend Bücher zu ergattern.“

Sie setzte sich auf das andere Ende des Sofas und legte ihre Füße unter sich. „Was hast du heute gemacht?“

Buffy zuckte mit den Schultern. „Ein bisschen Training…war danach im Supermarkt…hab etwas für den Welthunger gespendet…das übliche halt.“

Der Rotschopf grinste. „Ein typische Tag, wenn man NICHT am Höllenschlund wohnt.“

Die Jägerin lächelte. „Das ist wahr. Das macht viel aus, wenn man von dort weg ist. Weg von den ganzen…Erinnerungen.“

Spike war überrascht, als ihre Stimme ins Stocken kam und als er sie ansah hätte er schwören können, dass sie Tränen in den Augen hatte. „Was ist los, Baby?“

„Buffy“, sagte Willow leise. „Du musst ihn endlich loslassen. Deines Seelenfriedens zuliebe.“

Spike spitze die Ohren. „WEN soll sie loslassen?“

Buffy schaute Willow mit ihren grünen, tränengefüllten Augen an. „Ich…ich glaube nicht, dass ich das kann.“

Willow ergriff ihre Hand und tätschelte sie leicht. „Er würde es nicht wollen, dass du ihm so nachtrauerst.“

„Ich weiß…ich weiß das“, sagte Buffy und wischte sich eine Träne von der Wange. „Aber ich weiß nicht wie.“

„Indem du das tust, was du immer getan hast“, sagte Willow standhaft. „Du musst dein Leben weiterleben, Buffy. Er selbst hat dir das gesagt.“

„Okay! Nun wartet MAL EINE SEKUNDE“, schrie Spike, stand auf und hielt eine Hand in die Höhe. „Wartet mal!“ Er drehte sich zu Buffy um. „Um wen trauerst du, Jägerin?“

„Ich weiß“, sagte Buffy und ihre Stimme bebte. „Es ist…nur so schwer, denn ich muss immer daran denken, dass ich alles vermasselt habe.“

„Oh Buffy…bitte nicht weinen“, bettelte Willow.

Spike fiel sofort neben dem Sofa auf die Knie. „Sie hat Recht, Baby. Nicht weinen…nicht um mich. Ich bin keine einzige Träne wert.“

Buffy wischte sich  mit den Händen die Tränen fort. „Manchmal“, sagte sie, „ist es am schlimmsten, weil alle denken, dass ich nicht über ihn reden möchte. Ihr denkt alle, wenn wir nicht über ihn reden, würde ich es vergessen, dass er jemals ein Teil von meinem Leben gewesen ist.“ Sie holte zitternd Luft. „Er hat es so sehr versucht, Will. Das hat er wirklich. Wir sind uns in dem letzten Jahr so nahe gekommen, wir hätten alles wieder gut …alles richtig machen können.“

„Oh Baby“, sagte Spike und verging bei dem Verlangen, sie berühren zu können, um sie zu trösten. „Wir können es immer noch wieder gut machen…es ist noch nicht zu spät.“

Willow kramte eine Handvoll Kleenex aus ihrer Handtasche und gab sie Buffy. „Wir haben nur nicht über ihn gesprochen, weil wir wussten, dass es für dich immer noch schmerzhaft ist. Aber…wenn du über ihn reden möchtest, bin ich für dich da. Das weißt du doch, oder?“

„Ja“, nickte Buffy und schluckte schwer. „Das weiß ich.“

Lächelnd lehnte sich Willow ins Sofa zurück. „Ich frage mich manchmal, ob es ihm hier in Pacific Grove gefallen hätte?“ sagte sie. „Mochte er den Ozean?“

„Ich weiß es nicht“, sagte Buffy nach einer kurzen Pause. „Er mochte die Städte, den Lärm, die Musik und die Lichter.“

„Die Menschen“, sagte Willow neckisch. „Seine Happy Meals.“

Buffy lächelte. „Ja, das auch.“

„Ich MAG den Ozean, Liebes. Ich lebe direkt neben einem, seit ich dich verlassen musste. Und ich kann auch in die Sonne gehen. Das ist das schönste daran.“ Spike lächelte, als sie es auch tat. „Da ist das wunderschöne Lächeln“, murmelte er.

„Buffy…?“ Willow machte eine kurze Pause. „Du hast ihn geliebt, nicht wahr? Und nicht nur zum Ende hin…du hast ihn schon vorher geliebt.“ Es war nicht als Frage gemeint.

Spike hielt seinen nicht vorhandenen Atem an und wartete auf die Antwort.

Sie zögerte nicht. „Ich habe ihn geliebt“, gab sie zu. „Schon so lange, dass ich gar nicht mehr weiß, wann es angefangen hat.“

„VERDAMMT, MÄDCHEN!“ er fuchtelte frustriert mit seinen Händen in der Luft herum. „Warum zur HÖLLE hast du deinen Mund nicht schon viel eher aufgemacht. Du…stures, wütend machendes…irritierendes WEIBSSTÜCK!“

„Ich vermisse alles an ihm“, schniefte Buffy und versuchte, nicht wieder zu weinen. „Die Art wie er geredet hat…die schmutzigen Witze, die er mir erzählte…die Art wie er mich angesehen hat, nachdem wir uns geliebt haben. Seine Augen waren…so sanft, als ob ich das wertvollste wäre, was er je gesehen hätte.“ Sie holte tief Luft. „Gott Willow…ich will dass er zurückkommt.“

Spike sprang auf. „Okay!“ schrie er und richtete seinen Blick an die Decke. „Du hast gewonnen! Hey Sandy! Komm schon und hol mich ab, wir müssen miteinander reden, Liebes. Ich bin hier fertig, also lass uns dies…“

„Und am meisten vermisse ich den Sex.“

„…warte noch ne Minute.“ Spike sah Buffy an. „Ich habe dir ja gesagt, dass du es vermissen würdest. Hab ich doch? Oder nicht?“

„War er SO gut?“ fragte Willow mit einem wissbegierigen Blick.

„Gut?“ Buffy lehnte sich zurück und lächelte, als sie an etwas ganz Bestimmtes dachte. „ Das beschreibt es nicht ganz. Er war der Beste. Er hat Dinge mit mir gemacht, die ich immer noch nicht glauben kann.“ Sie seufzte. „Der Gedanke daran…dass ich niemals wieder so etwas fühlen werde…“

Es tat Spike in seinem Herzen weh, sie so zu sehen. Seine wunderschöne, leidenschaftliche Jägerin. Fast ein Jahr war es her und sie hatte nichts und niemanden, der ihr heißes Blut abkühlen könnte.

„Nun, da werde ich Abhilfe schaffen können, Baby“, versprach er ihr. „Du brauchst nur hier sitzen bleiben und bald wird dein Spike wieder da sein und du kannst das Haus wieder in Grund und Boden schreien.“

*** *** ***

Mit schwerem Herzen verließ er das Haus und wunderte sich, warum die kleine Nervensäge so lange brauchte. Er war es eigentlich gewohnt, dass wenn er etwas anstellte, sie schon hinter ihm stand. Doch wenn man sie wirklich BRAUCHTE, war sie nirgends zu sehen.

„SANDY!“ schrie er. „Du hast die verdammte Wette gewonnen, okay? Komm schon, lass uns weitermachen. Mein Mädchen braucht mich, verdammt noch mal.“

Es kam keine Antwort.

„Sieh mal…ich verspreche auch, dass ich dich nie wieder einen fliegenden Affen nennen werde, okay? Sandy?“

Er schrie so lange, bis er heiser war, aber sie tauchte nicht auf.

Spike setzte sich auf den Bordstein und fuhr sich frustriert mit einer Hand durch sein Haar. „Verdammt …abscheuliche kleine Hexe…sie ist verdammt noch mal niemals da, wenn ich sie verdammt noch mal brauche…“

„Flüche werden dir nichts als Ärger einhandeln, mein Freund.“

Es war Melisandes Stimme, aber er konnte sie nirgends entdecken.

„Wo bist du?“ wollte er wissen. „Hast du mich denn nicht gehört? Du hast die Wette gewonnen. Du hattest Recht.“

„Oh, ich habe dich gehört“, erwiderte sie. „Und ich wusste, dass ich die Wette gewinnen werde, für mich ist es also keine Überraschung.“

„Schön“, sagte Spike und stand auf. „Dann lass uns das schnell hinter uns bringen und dann bist du mich auch ganz schnell los, okay?“

Es gab eine lange Pause.

„Sandy? Wo zur Hölle bist du?“ fragte er wieder.

„Ich bin immer noch hier…wie haben da ein kleines Problem mit dem Portal…es steckt sozusagen…fest und außerdem ist das Ausrufungssystem ausgefallen.“

„Wie…steckt fest?“ Er schüttelte ungläubig den Kopf. „Nun, dann löst das Problem. Komm schon…Ich muss doch zurück, um dann wieder hierher zurück zu kommen. So schnell es geht.“

„Tut mir leid mein Freund, da kann ich nichts machen. Das fällt nicht in meinen Aufgabenbereich.“

Spike war drauf und dran, ihr ihren kleinen Kopf abzureißen. „Dann finde jemanden, der das kann. Wo ist denn Petrus?“

„Ich habe dir doch gerade gesagt, dass das Ausrufungssystem kaputt ist. Aber wir arbeiten daran. Jeder sucht schon nach ihm und sobald wir ihn gefunden haben, werden wir das Portal reparieren und dich zurückholen.“

„Oh…verdammt!“ brüllte er frustriert.

„Hey! Ich bin auch nicht glücklich darüber“, schnauzte Melisande. „Ich habe dein Zimmer  sauber gemacht und das letzte was ich gebrauchen kann, ist dass du zurückkommst und den ganzen Sand wieder hinein schleppst.“

Spike holte mit einem Bein aus und trat nach einer Mülltonne, die neben ihm stand. Sein Fuß glitt genau hindurch und er landete auf seinem Hintern.

„Obwohl“, gab sie zu, „ich die Unterhaltung vermissen werde.“

Er starrte in den Himmel und suchte nach dem bisschen Würde, das er noch besaß. „Wann glaubst du…dass es…fertig ist?“ fragte er sie.

 

„Sehhhhr baaald“, versicherte sie ihm. „Mach dir bloß nicht ins Hemd.“

Spike rollte sich zur Seite und stand dann auf. „Du verstehst das nicht. Buffy braucht mich. Sie braucht mich sofort.“

„Wofür?“ fragte Malisande. „Was ist so wichtig, dass es nicht noch ein paar Minuten Zeit hat…oder vielleicht eine Stunde…höchstens zwei?“

Er klopfte sich den Staub von seinen Sachen. „Sie vermisst mich verdammt noch mal“, keifte er. „WEISST du eigentlich, was das bedeutet?“

Wieder entstand eine längere Pause und er fragte sich, ob sie schon wieder verschwunden war.

„Ohhh“, sagte sie. „Sie VERMISST dich. Du meinst im fleischlichen Sinne, verstehe.“

„Sandy“, flehte er sie an. „Hilf mir, der alten Zeiten wegen. Bitte…ich brauche deine Hilfe.“

Einen Moment später hörte er ein Seufzen und das Laub des Baumes, unter dem er stand, bewegte sich.

„Warum kann ich dir nichts abschlagen?“ wunderte sie sich.

Spike zuckte mit dem Schultern und grinste. „Weil du verrückt nach mir bist.“

„Okay, ich bin verrückt“, murrte sie. „Also…ich verrate dir ein Geheimnis, aber wenn du etwas verrätst, kannst du unseren Deal vergessen!“ warnte sie ihn. „Dann nehme ich dich so schnell wieder mit zurück, dass du noch nicht einmal Zeit hast zu blinzeln!“

„Ich werde nichts verraten. Großes Indianerehrenwort“, versprach er.

Obwohl du keinen Körper hast“, flüsterte sie. „Gibt es Dinge, die du für sie tun kannst.“

„Was?“ Spike sah sich verwirrt um. „Was für Dinge?“

„Wenn du wirklich glaubst, dass ich dir das bis ins kleinste Detail erkläre, dann hast du dich aber geschnitten.“ Informierte sie ihn. „Außerdem weißt du besser, welche Sachen sie mag.“

„Oh“, sagte er. „Diese Art von Sachen…jetzt verstehen ich.“

„Ein blindes Huhn…“ sagte sie sarkastisch.

„Aber warte mal ´ne Sekunde“, sagte er schnell. „Ich kann doch nichts anfassen. Wie kann ich dann etwas tun, was ihr gefällt?“ Er kicherte und dachte an ein besonderes Erlebnis. „Glaub mir, die Sachen, die sie mag, beinhalten sehr viele Berührungen. Das eine Mal haben sie und ich…“

„HEY!“ schrie sie. „Erspar mir deine Schritt –für- Schritt -Erklärungen, wenn es dir nichts ausmacht.“

Spike konnte sie praktisch vor sich sehen, wie sie ihre Hände in die Hüften gestemmt hatte und ihn anmeckerte. „Tut mir leid, Liebes. Ich habe deine delikate Sensibilität vergessen.“

„Also, pass auf!“ erwiderte sie. „Nun…du bist jetzt schon lange genug da, dass einige deiner sterblichen Fähigkeiten sich regeneriert haben. Sehr bald wirst du die Möglichkeit haben, wirklich etwas anfassen zu können und sie wird deine Anwesenheit spüren. Wenn das erst einmal passiert ist, kann sie dich bald hören…natürlich zuerst unbewusst.“

„Okay“, nickte er. „Hab verstanden.“

„Experimentiere ein bisschen und schau was passiert. Aber treib es nicht zu weit, Casanova, oder du wirst sie zu Tode erschrecken.“

Spike richtete seine Sachen und vergaß dabei, dass Buffy ihn überhaupt nicht sehen konnte.

„Ich behalte dich im Auge“, sagte Melisande. „Sobald das Portal wieder funktioniert, komme ich und sehe zu, dass du alles so schnell wie möglich hinter dir hast.“

Er ging auf die Tür zu, bleib aber noch einmal stehen und schaute in den Himmel. „Sandy?“

„Was denn jetzt noch?“

„Dank dir, Liebes.“

Die Stille der Nacht war für einen Moment alles, was er hörte, als dann plötzlich ein leises Lachen zu hören war. „Geh und hol sie dir, Romeo.“

Spike schritt wieder durch die Tür.

Melisande seufzte erleichtert. Bald würde das ganze Durcheinander wieder gerichtet sein. Ihr Schützling wäre wieder da, wo er hingehörte.

„Viel Glück, William“, flüsterte sie und machte sich auf die Suche nach dem verschwundenen Handwerker.

Teil 3

Spike setzte sich ganz dicht neben Buffy auf das Sofa und wartete, während sie und Willow sich noch weiter unterhielten. Hier und da probierte er seinen Tastsinn an einem Kissen aus und als dies unter seinem Finger etwas nachgab, beschloss er dass er Zeit wäre, Buffy wissen zu lassen, dass er schon bald wieder mit ihr zusammen sein würde.

Er rutschte noch näher zu ihr, lehnte sich etwas zu ihr herüber und flüsterte in ihr Ohr. „Wirst du langsam müde, Schatz? Du hattest einen langen Tag, denkst du nicht dass es Zeit ist, ins Bett zu gehen?“

Zu seiner Überraschung gähnte Buffy, reckte sich und sagte zu Willow, dass sie ins Bett gehen würde.

Willow stand mit ihr auf und umarmte sie. „Falls du irgendetwas brauchst, weißt du ja, wo du mich findest.“

„Ja, danke. Du auch, okay?“, lächelte Buffy. „Gute Nacht.“

In freudiger Erwartung rieb Spike sich die Hände und folgte der Jägerin die Treppe hinauf in ihr Schlafzimmer. Er stand an der Tür und beobachtete, wie sie in ihrem Kleiderschrank nach einem Nachthemd suchte. Dann ging sie ins Badezimmer und ließ das Wasser in der Dusche laufen.

Er stellte fest, dass es nicht das war, was er wollte. Er folgte ihr also ins Bad, setzte sich auf den Schrank und sah zu, wie sie sich auszog.

„Gott, Baby…du bist immer noch das Schönste, was ich jemals gesehen habe. Weißt du das eigentlich? Hab ich dir eigentlich jemals gesagt, wie wunderschön du bist? So klein und zierlich. Du siehst so aus, als ob dich eine leichte Brise ins Wunderland pusten könnte.“ Er lächelte, als sie sich die Zähne putzte. „Hast immer noch ein Faible für Mundhygiene, wie ich sehe. Nun, ich kann es dir nicht verdenken. Das würde ich auch, wenn ich Dawns Zahnarztrechnungen bezahlen müsste.“

Sie steckte ihr Haar hoch und holte ein paar saubere Handtücher aus dem Schrank, der neben dem Waschbecken stand.

„Dein Haar ist wieder länger, Liebes. Hast du es für mich wachsen lassen...? Weil du weißt, wie sehr ich es liebe, wenn es lang ist?“

Buffy schon den Duschvorhang zur Seite.

„Nein, Baby“, sagte Spike. „Nimm ein Bad. Du musst dich in heißes Wasser legen, damit du dich entspannen kannst. Komm schon…mach die Dusche aus und steck den Stöpsel in den Abfluss.“ Er lehnte sich so nah herüber, dass er fast ihr Ohr berührte. „Nimm ein Bad, Schatz.“

Erfreut sah er zu, wie ein entschlossener Blick über ihr Gesicht huschte, dann zuckte sie mit den Schultern und tat das, was er ihr gesagt hatte.

„Jesus…wenn ich gewusst hätte, dass das so gut klappt, wäre ich schon vor JAHREN gestorben.“

Buffy griff noch einmal in den Schrank und holte Badeöl heraus.

„Lavendel“, sagte er zustimmend. „Mein Lieblingsduft. Du weißt es noch.“

Der Duft erfüllte den Raum und machte ihn leicht schwindelig. Vielleicht ein weiteres Anzeichen dafür, dass er seinem Ziel näher kam.

„Vorsichtig“, murmelte er, als sie in die Badewanne stieg. Sie hatten einmal zusammen gebadet und als sie ihren Fuß in die Wanne gestellt hatte, war sie auf dem Badeöl ausgerutscht und war in die Wanne geplumpst, was zur Folge gehabt hatte, dass literweise Wasser auf den Boden geschwappt war. Sie hatten sich in der Wanne geliebt und der Rest des Wassers hatte sich dann schließlich auch auf dem Boden befunden.

Buffy legte sich ein Badewannenkissen hinter ihren Kopf, lehnte sich zurück, schloss die Augen und sank ins Wasser. „Hmmm“, stöhnte sie leise.

Dieser Ton wanderte schnurstracks hinunter in seine Lendengegend.

Er kniete sich neben die Wanne und berührte die Wasseroberfläche. Kleine Ringe, die kaum von irgendjemandem wahrnehmbar waren, bildeten sich im Wasser.

„Erinnerst du dich an den Abend, als wir zusammen gebadet haben? Dawn war bei ihrer Freundin und die beiden Hexen waren mit dem Hexenzirkel irgendwo im Wald. Wir hatten das ganze Haus für uns.“

Buffy seufzte und leckte sich über ihre Lippen.

„Ich schüttete etwas von dem Schaumbad auf den rosafarbenen Schwamm, den du so gern mochtest, schäumte ihn auf und verteilte es und wusch dich dann damit, es machte dich ganz feucht und glitschig, während ich mit meinen Händen über deinen seidenweichen Körper glitt..“

Sie murmelte etwas, das er nicht verstehen konnte.

„Die meiste Zeit widmete ich deinen Brüsten…erinnerst du dich? Ich versuchte nach einer Weile, dich woanders zu streicheln, doch du hast meine Hand immer wieder zurück zu deinem Busen geschoben. Du bist in dem Wasser untergetaucht und als du wieder hochkamst, hast du das Gefühl der kühlen Luft genossen, denn sie verhärtete deine Nippel noch mehr. Du drehtest dich um und hast wie ein Kätzchen gewimmert.“

Buffy setzte sich auf und griff nach dem Schwamm, diesmal war es ein blauer.

„Ich legte meine Hände unter sie…drückte sie zusammen, während ich immer noch mit den Nippeln spielte. Ich drückte sie zärtlich und zog leicht daran. Ich wollte sie so gern in den Mund nehmen“, flüsterte er. „Du hast es geliebt, wenn ich es gemacht habe. Erinnerst du dich, Baby?“

Ein großer Klecks Schaumbad befand sich nun auf dem blauen Schwamm und sie begann sich zu waschen. Sie begann im Nacken und glitt dann langsam herunter.

„Nun schieb ihn über deine Brüste. Mit sehr viel Schaum. Mach deine Nippel hart…ich will sehen, wie du sie hart machst.“

Sein Schwanz wurde steinhart und er musste sich anders hinknien, um den Druck etwas zu verlagern.

„Ich bin so heiß auf dich. Ich bin verdammt noch mal tot und du turnst mich immer noch so an wie keine andere. Nur du! Du bist meine Traumfrau. Die schönsten Träume meines Lebens waren die, in denen du vorkamst. Und ich meine nicht nur die feuchten Träume. Ich habe oft davon geträumt, dass wir reale Menschen wären.“

Er setzte sich hin und lehnte sich mit dem Rücken an die Wanne.

„Du warst ein ganz normales Mädchen“, er lachte laut auf. „Nun…nicht so normal. Ich denke, du kannst gar nicht normal sein, Liebes. Aber du warst nicht die Jägerin und ich war kein Vampir. Ich war ein Mann, der dich liebt. Ein Mann, der jeden Tag seiner Arbeit nachging und dann Abends zu dir nach Hause kam.“ Er drehte sich um und sah sie an. „Und wir waren glücklich.“

Der Schwamm war immer noch in Bewegung.

„Genau so“, sagte er. „Stell dir vor, dass ich es bin, Buffy. Dass ich den Schwamm halte…und mit ihm über deine Brüste, deinen Bauch und zwischen deine Schenkel fahre.“

Er lehnte sich näher. „Leg deine Hand zwischen deine Beine“, wies er sie an und wollte, dass sie es tat. „Fass dich an…reib mit deinem Finger gegen deine Pussy…schieb einen Finger hinein…“

Sie tat alles, was er sagte, als ob sie seine Anweisungen hören könnte.

„Leg den Schwamm weg, Buffy.“

Mit einen `Plop´ fiel dieser ins Wasser.

„Jetzt bring auch deine andere Hand ins Spiel…und such deinen Kitzler. Du kannst…oh!“ Er lächelte, als sie für einen kurzen Moment den Atem anhielt. „Sieht so aus, als ob du ihn gefunden hast, oder?“

Buffy atmete tief aus und lehnte ihren Kopf zurück. „Spike“, stöhnte sie ganz leise, dass man es fast nicht verstand. „Oh…ja…mehr.“

Verdammt! Sie tat es wirklich! Sie dachte dabei an ihn!

„Ich bin hier, Baby. Du bist nicht allein. Bald werde ich derjenige sein, der dich so berührt. Ich werde alles wieder gut machen, Liebes. Jede Minute, die du allein verbringen musstest. Jede Träne, die du geweint hast. Jedes Mal, wenn du mich gebraucht hättest…“, er schluckte schwer. „…und ich nicht da war.“

Er schüttelte den Kopf und verdrängte damit auch die melancholischen Gedanken.

„Schneller, Baby…beweg deinen Finger rein und raus…komm schon, tu es. Das ist mein Mädchen“, flüsterte er. „Meine kleine, unersättliche Jägerin mit ihrem wilden Herzen, das für mich wie geschaffen ist.“

„Spike“, wimmerte sie leise. „Mein…“

„Ja“, sagte er schnell. „Dein. Alles ist dein, Baby. Ich werde es immer sein.“

Buffy hielt ihre Augen geschlossen und konzentrierte sich auf das, was sie machte.

Spike lehnte sich noch etwas näher. „Tu es, Baby. Komm für mich. Stelle dir vor, dass es mein Schwanz wäre, der in dich hinein und heraus gleitet…sich in dich rammt…in dich stößt…hart und schnell. Kannst du es fühlen? Fühlst du ihn in dir, Buffy? So hart…für dich. Nur für dich.“

Ihr Gesicht verzog sich und sie biss sich auf die Unterlippe.

„Er ist tief in dir, nicht wahr? Ganz tief in dir. Füllt deine kleine Pussy aus. Zieh die Muskeln um ihn enger zusammen, Baby…lass mich wissen, dass du ihn in dir haben willst und ihn am liebsten nie wieder gehen lassen möchtest…enger…“

Buffy bog ihren Rücken durch, als ihre Finger sich schneller bewegten und sie quälend streichelten. Sie rieb sie hart gegen das Nervenbündel, das er schon so oft geleckt hatte und ihr einen Orgasmus nach dem anderen beschert hatte.

Selbst jetzt konnte er ihren Geschmack auf seiner Zunge schmecken. Süß und saftig wie eine Südfrucht. Er würde ihren Kitzler mit seiner Zunge umschlängeln, immer wieder und wenn er spüren würde, dass sie ihrem Höhepunkt entgegen eilte, würde er seinen Mund darum verschließen und hart daran saugen, während er seinen Mittelfinger immer wieder in sie hinein schieben würde.

Und sie würde schreien!

So laut schreien, dass ihm die Ohren klingeln würden.

Er hatte es schon so lange nicht mehr gehört und er wünschte sich nichts sehnlicher, als es wieder zu hören.

Er wollte hören dass sie ihm sagte, dass sie ihn liebte. Dass sie ihre Liebe zu ihm herausschrie und natürlich wollte er es auch hören, wenn sie danach eng aneinander gekuschelt im Bett zusammen lagen.

Aber dieser Wunsch konnte ihm jetzt noch nicht erfüllt werden. Nicht, wenn noch jemand im Haus war, der angerannt kommen würde, wenn Buffy anfing zu schreien.

Nein, das musste wohl oder übel warten.

Buffys ganzer Körper war angespannt, um sich endlich Erleichterung zu verschaffen. Ihre Hüften stießen nach oben gegen ihre eigene Hand.

„…Oh…Oh…Ja…“ leises Gestöhne kam aus ihrem Hals.

„Ja, Baby“, ermunterte er sie. „Das ist es, was du brauchst. Lass dich fallen…los, tu es…“

Als er sah, dass sie kurz davor stand, das zu erlangen, nach dem sie suchte, flüsterte er ihr ins Ohr.

„Denk an mich, Buffy“, raunte er. „Sieh MICH.“

Das war alles was sie brauchte, um zum Orgasmus zu kommen. Sie genoss ihn und biss sich dabei fest in die Unterlippe.

Spike beobachtete sie fasziniert, als sie sich ins Wasser zurücklehnte.

„Buffy“, sagte er leise. „Ich hatte Recht. Du bist erstaunlich.“

Plötzlich setzte sie sich auf, öffnete ihre Augen und schaute sich im Raum um.

Er blieb ganz still sitzen. Es schien, als ob sie ihn genau ansehen würde und er fragte sich, ob etwas ganz tief in ihr ihn wirklich sehen konnte, wirklich wusste, dass er da war.

Aber das Gefühl dauerte nur einen Momentlang an. Sie schüttelte den Kopf, zog dann den Stöpsel heraus und kletterte aus der Wanne.

Sie wickelte sich ein Handtuch um ihren Körper, schaltete das Badezimmerlicht aus und ging zurück in ihr Schlafzimmer.

Spike lächelte. „Zeit für Runde zwei!“  

Teil 4

Spike setzte sich auf Buffys Bett. Er sah ihr dabei zu wie sich abtrocknete und sich ihr Nachthemd anzog.

Er grinste wie ein Idiot, während er sie von Kopf bis Fuß betrachtete. Sie hatte sein Lieblingsnachthemd angezogen. Es war aus rosafarbener Seide, reichte ihr bis zu den Knien und es hatte kleine Samtbändchen an jeder Seite. Der tiefe Ausschnitt ermöglichte ihm einen perfekten Ausblick auf ihr Dekoltée, wenn sie sich nach vorne beugte.

„Gott, ich könnte schwören dass du spürst, dass ich hier bin, Liebes. Zuerst das Lavendelöl und nun noch das Nachthemd. Du weiß dass ich es an dir liebe.“

Buffy setzte sich in einen Stuhl, der am Fenster stand und zog die Spangen aus ihrem Haar. Spike sah entzückt zu, wie ihr honigblondes Haar ihren Rücken hinunterlief. Weiche Locken, die durch den Wasserdampf im Bad entstanden waren, umrahmten ihr Gesicht.

Als sie ihr Haar kämmte, starrte sie zum Fenster hinaus, das leicht geöffnet war, um die kühle Abendluft hineinzulassen. Er konnte den leichten Geruch des Ozeans riechen, der sich ein wenig salzig im Raum verteilte.

Als er seinen Blick wieder auf Buffy richtete, sah er, dass sie ihr Haar fertig gekämmt hatte und nun zu den Sternen hinaufsah. Ihr süßes Gesicht sah traurig aus. Es tat ihm im Herzen weh, sie so zu sehen, aber er tröstete sich mit dem Gedanken, dass er sehr bald wieder bei ihr sein würde und alles in seiner Macht stehende tun würde, um sie nie wieder so traurig zu sehen.

„Komm ins Bett, Baby“, sagte er leise.

Mit einem tiefen Seufzer stand Buffy auf und knipste das Licht auf ihrem Nachttisch aus. Dann zog sie die Decke beiseite und krabbelte darunter. Er wartete bis sie sich zum Schlafen hingelegt hatte und legte sich neben sie.

„Buffy“, flüsterte er. „Ich liebe dich, Baby. Ich versuche alles mögliche, um zu dir zurückzukehren. Aber…falls ich es nicht schaffen sollte, denk bitte immer daran, wie sehr ich dich liebe und sei bitte nicht mehr traurig. Ich weiß, dass du mich auch geliebt hast.“

Sie drehte sich zur Seite und umarmte ihr Kissen. Spike konnte nicht anders, er musste lächeln. Sie schlief immer wie ein kleines Kind auf ihrem Bauch und hatte ein Bein angewinkelt. Der einzige Unterschied war, dass sie ihre Arme um das Kissen legte anstatt um einen Teddybären.

Er sah sich in ihrem Zimmer um und sah, dass sie nicht sehr viele Dinge aus Sunnydale hatte retten können. Er erkannte ein paar Dinge, einige Bilder und andere Kleinigkeiten, die sie über die Jahre gesammelt hatte. Er konnte ihr Fotoalbum sehen, das direkt neben ihrem Highschool Jahrbuch stand.

Es gab nicht sehr viel, was sie an ihre Kindheit hätte erinnern können. Dies war das Zimmer einer erwachsenen Frau, während ihr altes Zimmer immer einen leichten Touch von Kinderzimmer gehabt hatte.

Es hingen keine Poster von irgendwelchen Popbands an den Wänden, stattdessen hingen gerahmte Bilder von einigen bekannten Künstlern an der Wand.

Der Spiegel über ihrem Schminktisch war nicht mehr länger mit den Fotos von ihren Freunden und Highschool Bällen behangen.

Alles was ihr noch von der Armee von Stofftieren geblieben war, war ihr kleines Schwein. Er war glücklich zu sehen, dass es dem Schicksal entgehen konnte, das all seinen Kollegen zum Verhängnis geworden war. „Sieh an…Mr. Gordo. Wie ich sehe hast du es auch geschafft. Hast du denn gut auf unser Mädchen aufgepasst?“

Er zuckte zusammen, als Buffy plötzlich ihren Kopf bewegte und ihn direkt ansah. Sie rollte sich auf ihren Rücken und setzte sich auf. Dann steckte sie sich einen Finger in ihr Ohr und schüttelte leicht den Kopf…so als ob sie Wasser im Ohr hatte.

„Leg dich hin, Süße“, sagte er zärtlich. Ohne einen Augenblick zu zögern tat sie es.

Spike grinste breit. Wenn sie ihre Folgsamkeit auch noch beibehalten würde, wenn er wieder ganz und gar bei ihr war, könnte er es zu seinem Vorteil nutzen.

Es wäre für eine kurze Zeit garantiert sehr amüsant, doch er liebte Buffys Geist und ihre freche Art. Selbst nachdem sie ihre psychische Beziehung angefangen hatten, hatte sie so tun können, als ob sie schwer zu haben sei. Und er hatte es immer sehr aufregend gefunden, ihren Willen zu brechen.

Manchmal hatte sie ihm die kalte Schulter gezeigt und sich von ihm abgewandt. Ein anderes Mal hatte sie so getan, als ob sie schwer zu haben wäre und war vor ihm weggerannt, als ob der Teufel hinter ihr her gewesen wäre. Er war meistens lachend hinter ihr her gerannt und hatte versucht sie einzuholen. Das hatte öfter als einmal damit geendet, dass sie sich im nassen Gras gewälzt hatten

Nur die Erinnerungen an diese Zeit bescherte ihm sofort wieder eine Erektion.

Neben ihn liegend seufzte Buffy ruhelos. Sie trat die Decke beiseite, als ob es darunter zu heiß wäre.

„Vielleicht“, flüsterte Spike und lehnte sich zu ihr herüber, „solltest du dein Nachthemd ausziehen und nackt schlafen. So wie wir es immer gemacht haben…erinnerst du dich, Liebes? Wir haben im Bett niemals etwas angehabt, denn wir wollten nicht, dass uns etwas im Weg stand, wenn einer von uns seiner Lust nachgeben wollte.“

Buffy war immer sehr nachgiebig gewesen, wenn ihm dies passiert war. Es war so als ob sie genau gewusst hatte, dass er nichts dagegen machen konnte, dass er manchmal einfach wach wurde und einen Drang verspürte, sich in ihr zu vergraben.

Die meisten Mädchen würden zur Furie werden, wenn man sie in ihrem Schönheitsschlaf störte. Sie würden ihn selbstgefällig und egoistisch nennen. Da hätte er sich auch gleich einen Strick nehmen können, falls er nicht die Frau lieben konnte, ohne die er nicht mehr leben wollte.

Aber so schwierig Buffy auch sein mochte, sie hatte ihn nie abgewiesen und er konnte sich nichts Schöneres vorstellen, als ihren Körper unter sich liegen zu haben.

Er erinnerte sich an eine Gelegenheit, bei der er sie ganz früh morgens geweckt hatte. Sie war noch total kaputt von der Patrouille und war noch nicht mal völlig wach gewesen, als er sich auf sie gelegt hatte.

Sie hatte ihn gewarnt, dass sie zu müde war, um sich dem Spaß und Spielen zu widmen, aber er war in sie hinein geglitten und hatte begonnen,  sich langsam in ihr zu bewegen. Er hatte ihr gesagt, dass es okay wäre…denn es wäre zur Abwechslung auch mal schön, es auf die gute, alte viktorianische Art zu machen…das hieß die Frau bleibt ruhig liegen und der Mann verrichtet die Arbeit..

„Komm schon, Liebes…zieh es aus. Du weißt dass du es willst“, trieb er sie an. „Stell dir einfach vor, dass ich neben dir liege und dich darum bitte.“ Er lachte leise. „Du liebst es, wenn ich bettle, nicht wahr? Du hast dich immer gefreut, wenn du deine dominante Seite zeigen durftest…und es hat auch immer geklappt. Alles was du tun musstest war, mit deinem herzförmigen Hintern zu wackeln und ich lag dir zu Füßen.“

*** ***

 

„Nun zieh dein Nachthemd aus, Schatz. Ich will dich nackt sehen.“

Buffy wälzte sich im Bett herum, als ob sie die richtige Stellung zum Schlafen suchte und setzte sich auf einmal auf.

„Das ist viel zu heiß hier“, murmelte sie, zog die rosafarbene Seide aus und warf diese zur Seite.

Sie legte sich wieder hin und starrte an die Decke. „Nun schlaf ein“ sagte sie zu sich selbst und schloss ihre Augen.

„Noch nicht, Liebes“, sagte Spike. Er wollte noch etwas weiter experimentieren. Er steckte eine Hand aus und berührte ihren Arm mit seinem Zeigefinger.

Die Empfindung raste durch seinen Körper. Er konnte sie fühlen! Obwohl es nur leicht und oberflächlich war, hatte er sie wirklich berührt.

Als Buffy kurz den Atem anhielt, konnte Spike erkennen, dass sie es auch gespürt hatte.

„Buffy…spreiz deine Beine. Ganz weit…ich möchte etwas ausprobieren.“

Sie seufzte tief und gehorchte. Ihre Augen waren geschlossen und ihre Arme lagen unter dem Kissen.

Er rutsche im Bett hinunter und nahm seinen Platz zwischen ihren Schenkeln ein. Er sah auf sie herab und leckte sich über seine Lippen.

Da war es…sein eigenes Paradies auf Erden. Das süßeste Stück Fleisch, das er jemals probiert hatte.

Sie sah dort unten genauso hübsch aus wie sonst auch. Ihre Beine waren leicht gebräunt und ihr Geschlecht wurde von fein säuberlich rasierten, hellbraunen Löckchen umrahmt. Wenn sie heiß war, glitzerten diese Löckchen durch die Feuchtigkeit, die ihr junger Körper produzierte.

Er senkte seinen Kopf, wanderte mit seiner Zunge ihre Spalte entlang und wartete auf ihre Reaktion.

Obwohl ihre Augen immer noch geschlossen waren, konnte er an den Bewegungen ihres Körpers erkennen, dass sie auf irgendeiner Weise gespürt hatte, was er getan hatte.

Nach einem kurzen Moment rollte ihr Kopf zur Seite und sie öffnete leicht ihren Mund. Er sah wie ihre rosafarbene Zunge hervorschnellte und ihre Lippen befeuchtete, dann holte sie tief Luft und atmete langsam aus.

„Noch mal“, flüsterte sie seufzend.

Lächelnd senke er wieder seinen Kopf und leckte von unten nach oben, bevor er vorsichtig an ihrem Kitzler saugte.

Mit Sicherheit wusste sie was vorging. Er hatte ihr Liebesspiel immer so angefangen.

Er wartete und sie hob leicht ihre Hüften an.

„Spike“, wimmerte sie. „Bitte….“

„Ja, Baby. Ich tue alles für dich“, versprach er, dann sank er wieder hinunter und leckte und saugte an ihr, bis sie nur noch keuchend dalag.

„Komm schon, Baby“, sagte er und stoppte kurz. „Tu es. Ich will deinen Saft schmecken. Ich hab solch einen Heißhunger darauf…“

Als er sich ihr wieder widmete, stellte er mit Freude fest, dass er noch ein bisschen mehr Druck ausüben konnte und dass sein Geschmackssinn langsam wiederkam. Es war zwar nur ganz schwach…wie leicht aromatisiertes Wasser…aber er konnte etwas schmecken.

Ihr Atem beschleunigte sich und er wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde. Er versteifte seine Zunge und schob sie so tief es ging in sie hinein. Er hoffte nur, dass sie es spüren konnte.

„Ahh…oh…oh Gott“, stöhnte Buffy. Ihre Hüften bewegten sich auf und ab, während er seine Zunge in ihr bewegte.

Sie kam, als er sich wieder ihrem Kitzler widmete und ihn rau mit der Zunge umfuhr. Ihr Geschmack war jetzt etwas stärker und er schüttelte seinen Kopf, um die Vibration zu verstärken.

Als alles vorbei war, fiel Buffy erschöpft auf das Bett zurück und schnappte nach Luft.

„Oh mein Gott…was zur Hölle ist hier los?“ jammerte sie.

Spike grinste. „Ich bin es, Baby. Ich bin auf dem Weg zurück zu dir. Ich werde es dir richtig zeigen können, wenn ich wieder da bin.“

Er stand vom Bett auf und ging durch die Schlafzimmerwand. Und betrat einen kleinen Balkon.

Er schaute in den mitternachtsblauen Himmel und pfiff einmal laut auf seinen Fingern.

„SANDY?“ rief er laut. „Wie wäre es mit einem Zwischenbericht, Liebes?“

Er wartete, doch alles was er hören konnte, waren die Wellen des Ozeans, die an die Brandung klatschten und sich dann in den Grotten und Höhlen verteilten.

„Ah, komm, Sandy“, stöhnte er. „Ich werde noch bekloppt hier. Wenn ich nicht bald irgendetwas richtig anfassen kann…dann werde ich…nun, ich kann dann für nichts garantieren“, fügte er warnend hinzu.

„Droh mir bloß nicht, du unverbesserlicher Rowdy“, sagte Melisande scharf.

Spike lachte. „Ooohh…Du bist aber mutig heute, Glöckchen. Ich sollte wohl Angst haben, huh?“

Sie sagte nichts für einen Moment. „Wie würde es dir gefallen, wenn ich mich einfach nicht mehr um dich kümmere und dich hier so wie du bist allein lasse?“ fragte sie.

„Nein…bloß nicht. Das würde mir überhaupt nicht passen“ sagte er schnell.

„Nun, für jemanden, der das überhaupt nicht mag“, informierte sie ihn, „bettelst du quasi danach.“

„Tut mir leid“, sagte er zustimmend. „Ich werde artig sein.“

Er hörte ein ungläubiges Prusten. „Was willst du denn schon wieder?“ fragte sie.

„Ich wollte nur wissen, wie die Reparatur vorangeht, Liebes. Seid ihr bald soweit?“

Melisande seufzte. „Ich habe eine gute und eine schlecht Nachricht für sich“, sagte sie. „Welche willst du zuerst hören?“

Spike klatschte sich mit einer Hand vor die Stirn. Er hasste es, wenn er so etwas gefragt wurde. Die gute Nachricht war nie besser als die Schlechte.

„Die gute“, sagte er gelangweilt.

„Wir haben Petrus gefunden.“

„Und die schlechte?“

„Wir haben ihn wieder verloren.“

„WAS?“ schrie Spike. „WIE?“

„Oh…wir haben ihn nicht wirklich verloren... in dem Sinne, dass wir ihn nicht finden können“, erklärte Sandy umständlich. „Es ist nur so dass er…nun…“

„Er ist besoffen!“ ging Spike dazwischen. „Schon wieder!“

„Er hat sich mit Paulus und Lukas einen genehmigt. Du weißt doch wie sie sind.“

„Ja! Das weiß ich!“ Spike war wirklich frustriert. „Sie sind ein Haufen alter Narren, die ihre ganze Zeit damit verbringen, Wein zu saufen und den alten Zeiten mit dem großen Meister nachzutrauern.“ Er winkte angewidert ab. „Eine nette Art, sich vor…“

„Sprach der nüchterne und abstinente junge Mann…der das Himmelstor Blutrot angemalt hat und ein Schild daran befestigte, auf dem stand: Spikes Place…wir haben uns auf die sieben Todsünden spezialisiert“ erwiderte sie trocken.

Spike rollte mit seinen Augen. Er hatte schon immer gewusst, dass ihm DIESES Missgeschick irgendwann einmal unter die Nase gerieben würde. „Hey!“ sagte er und erhob seinen Finger. „Ich habe mich dafür entschuldigt…UND…ich habe das Tor auch wieder umgestrichen…obwohl ich den schlimmsten Kater meines Lebens hatte.“

„Okay“, sagte Sandy. „Was ist mit dem einem Mal, als du Michael und Raphael gesagt hast, sie sollten mit dir ins Jahr 1880 zurückgehen und dort das Etablissement von „Madam Claire´s“ besuchen…oder wie du es gesagt hast…dass sie sich mal so richtig austoben sollten, um ihre verdammte Unschuld zu verlieren.“

„Was?“ fragte er schulterzuckend. „Es war doch nur ein Pub.“

„Es war ein Bordell!“

Spike konnte nicht anders, er musste kichern. „Ja“, sagte er und erinnerte sich daran, als er zum ersten Mal da gewesen war. „Und es war eins der besten“, gab er kühn zu.

„Wirklich?“ fragte sie kalt. „Und du weißt das so genau, weil…?“

Er zog den Kopf ein. „Ist auch egal“, murmelte er und sagte dann: „Aber…es ist ja nichts Schlimmes passiert.“

„Weil Gabriel früh genug da war, um euch aufzuhalten!“ sagte Sandy lauter. „Ihr drei wart so voll, dass ihr noch nicht einmal gerade stehen konntet. Nur Gott allein weiß, was alles hätte passieren können.“

„Oh, komm schon, Liebes,“ versuchte er sie zu beschwichtigen. „Das SCHLIMMSTE, was hätte passieren können, wäre, dass sie mal so richtig durchgebumst worden wären. Das wäre doch nicht das Ende der Welt gewesen, oder?“

Melisande seufzte ein weiteres Mal. „Muss ich dich daran erinnern, dass sie ERZENGEL sind? Ihre STÄRKE liegt IN ihrer UNSCHULD!“ sagte Melisande bestimmend.

„Nun ja, aber ich…“

„Und lass mich erst gar nicht davon anfangen, als du dem Himmelschor dieses unmögliche Lied beigebracht hast.“

„Komm schon“, sagte er verteidigend. „Dieser Song ist wirklich ein Klassiker. Das solltest du wissen.“

„SYMPATHY FOR THE DEVIL?“ quiekte sie so laut, dass ihm die Ohren klingelten. „Glaubst du wirklich, dass DIES der Song ist,. den irgendjemand hören will?“

„Ich wollte nur…“

„Du hat den Himmelschor verdorben!“ schrie sie ihn an. „Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen, mein Freund.“

Spike tat es leid, dass er überhaupt mit der ganzen Sache angefangen hatte. „Also, was ist denn nun los mit Petrus?“ fragte er und hoffte, dass sie sich etwas beruhigen würde.

„Petrus“, erwiderte sie leicht sauer. „Schläft ruhig und friedlich in einem Ruderboot in der Mitte des Sees.“

„Es ist angeln gegangen?“

„Er war angeln.“

Spike schloss die Augen und massierte seine Schläfen, als ob er Kopfschmerzen hätte.

„Kann ihn irgendjemand zurückholen? Bitte?“

„Wir arbeiten daran“, sagte Sandy. „Ich komme zu dir zurück, also…benimm dich.“

Er setzte sich auf eine kleine, steinerne Bank, während er wartete, aber dann wanderten seine Augen hungrig zu der Balkontür, die in Buffys Schlafzimmer führte.

Ein kleines Lächeln spielte auf seinem Gesicht.

„Nun…es sieht ganz so aus, als ob es noch etwas dauern würde.“

Er stand auf und ging durch die Tür. Dieses Mal spürte er einen stärkeren Widerstand. Was nur bedeuten konnte, dass sein Köper noch mehr Gestalt annahm.

„Wurde auch langsam Zeit“, murmelte er.

Teil 5

Buffy lag entspannt auf dem Bett und gab mit ihrem zerwühlten Haar und ihrem erhitzen Körper, der einen leichten Schweißfilm hatte, ein sehr sinnliches Bild ab.

Während sie zwischen ihren zerwühlten Laken lag, spiegelte sich das Lächeln einer sehr befriedigten Frau auf ihrem Gesicht.

Spike erinnerte sich nur zu gut an dieses Lächeln. Es war eines seiner liebsten, obwohl sie sehr viele Versionen davon hatte.

Wenn sie glücklich war, hatte sie ein `Knock Out´ Lächeln,  das heller war als eine Glühbirne. Ihre Zähne blitzten dann und ihre grasgrünen Augen leuchteten glücklich.

Das siegreiche Grinsen, nachdem sie einen Kampf gewonnen hatte, gefiel ihm auch sehr gut. Das Feuer in ihren Augen war ein gefährliches Glühen. Ihre Lippen waren leicht geöffnet und ihre Wangen von der Anstrengung gerötet. Seine kleine Kriegerin war schon ein atemberaubender Anblick.

Aber das Lächeln, welches sie nun trug, war das, was ihn in die Knie zwang. Die feuchten Kurven ihrer Lippen zusammen mit dem müden, irritierten Blick in ihren Augen waren eine Kombination, bei der er sich wünschte, sie immer wieder glücklich zu machen.

Es war die Erinnerung an dieses Lächeln, was ihn damals dazu veranlasst hatte zu gehen und nur ein kleines bisschen von dem Mann wieder zu finden, der er einmal gewesen war…der Mann, den sie verdiente.

Er setzte sich vorsichtig auf das Bett. Dann lehnte er sich zu ihr herüber und flüsterte in ihr Ohr: „Ich liebe dich, Buffy.“

Sie drehte ihren Kopf und es schien, als würde sie ihn ansehen. Sie hob eine Hand und streckte sie aus, aber sie ging durch ihn hindurch und keiner von beiden fühlte etwas.

Seufzend rollte er sich neben sie auf seinen Rücken. „Es tut mir leid was ich gesagt habe…du weißt schon…das letzte Mal als wir zusammen waren. Es tut mir leid dass ich dir nicht geglaubt habe. Ich…ich dachte nur, dass du versucht hast…ich weiß nicht…nett sein zu wollen zu demjenigen,  der bald sterben wird.“

Buffy setzte sich auf und strich sich das Haar aus dem Gesicht. Sie drehte sich um, sah aus dem Fenster und hörte dem Rauschen der Wellen zu.

Spike beobachtete sie und fragte sich, woran sie wohl dachte.

„Aber, Baby“, fügte er hinzu und setzte sich ebenfalls auf. „Ich komme zu dir zurück. Du brauchst nicht mehr traurig sein, Liebes. Und falls du es sagst…WENN du es noch einmal sagst…dann werde ich dir glauben…und ich werde es auch sagen. Ich schwöre bei Gott, dass ich es auch sagen werde.“

Sie zitterte leicht, obwohl es eine sehr warme Nacht war.

„Ich hoffe nur dass du dich freust, mich wieder zu sehen.“ Spike lachte leise. „Denn ich glaube nicht, dass sie mich dort noch einmal hinlassen…wo ich die ganze Zeit war. Seele oder nicht…Ich habe einige unmögliche Dinge getan, während ich da war.“ Er lächelte als er sich daran erinnerte. „Du kennst mich, Liebes, wenn ich die Chance bekomme, Unsinn zu machen, mache ich ihn auch…da ist der Himmel keine Ausnahme.“

Buffy wickelte sich das Bettlaken um ihren Körper, als sie aus ihrem Bett kletterte und zur Balkontür herüber ging. Sie öffnete sie und schaute zu den Sternen hinauf.

Spike folgte ihr. „Ich habe dir so viel zu erzählen, Buffy. Über den Ort wo ich war. Übrigens…wusstest du, dass das jeder von diesen Sternen einen Namen hat? Und ich meine nicht die Namen, die wir Menschen ihnen gegeben haben. Ich spreche von den Namen, die sie bekommen wenn sie entstehen.“

Er stellte sich ganz dich hinter sie. „Melisande…sie ist mein Begleiter. Ich habe dir von ihr erzählt, erinnerst du dich? Ist auch egal...also, die sagte mir, dass niemand ihre Namen weiß…außer die da oben natürlich. Die Namen stehen alle in einem Buch und jedes Mal, wenn ein neuer geboren wird, fügen sie den Namen in dem Buch hinzu. Kannst du dir vorstellen, wie dick dieses Buch sein muss?“

Buffy lächelte, als ob sie ihn gehört hätte.

Spikes Stimme wurde etwas leiser. „Eigentlich sollte ich dir das nicht sagen“, sagte er, „aber ich habe ein Geheimnis über den Himmel erfahren. Es ist…“

„Was habe ich dir über das Ausplaudern von Geheimnissen gesagt? Willst du wirklich, dass ich dir den Boden unter den Füßen wegziehe?“

Er war kurz irritiert durch Melisandes Stimme, erholte sich aber schnell. „Sandy! Bist du mit guten Nachrichten gekommen?“

„Nun…“   

„Habt ihr Petrus gefunden?“ fragte er und ging auf den Balkon hinaus.

„Ich wollte gerade…“

„Repariert er das Portal?“

„Ich versuche…“

„Sag ihm, dass er seinen verdammten Arsch in Bewegung bringen soll, okay?“

„Wenn du nicht damit aufhörst, mich zu unterbrechen, klebe ich dir den Mund zu“, verwarnte sie ihn. „Nun HÖR mir endlich zu. Das Portal funktioniert wieder, aber…“

„Aber was?“ knurrte er. „Aber WAS?“

„Nun, es sieht ganz so aus als hätten wir…den Schlüssel…verlegt.“

Spike konnte nicht glauben, was er da hörte. „Du hast ihn verloren? DU HAST DEN VERDAMMTEN SCHLÜSSEL VERLOREN?“ er warf frustriert die Hände in die Höhe. „Das ist ja mal wieder perfekt…einfach wundervoll! Was in Gottes Namen machst du mit mir?“

„Sprich leiser.“

„Einen Scheiß werde ich tun! Was ist denn eigentlich mit euch los? Was…? Du kannst dich an die Namen von den Sternen am Himmel erinnern, aber du kannst nicht sagen, wo du deine Schlüssel gelassen hast?“

Melisande wartete geduldig seinen Anfall ab. „Du weißt…dass du dich auf sehr dünnem Eis befindest und im Moment darauf auf und ab hüpfst?“

Spike rollte mit den Augen. „Das war in meinem verfluchten Leben noch nie anders, Glöckchen“ knurrte er.

„Ja, das weiß ich“, erwiderte sie. „Nun geh wieder zurück zu deiner Freundin. Es wird nicht mehr lange dauern.“

Eine unsichtbare Hand legte sich auf seinen Rücken und schob ihn zurück in Buffys Schlafzimmer.

Sie stand immer noch an der Tür und schaute in den Himmel hinauf.

„Spike“, sagte sie leise und zog seine Aufmerksamkeit sofort auf sich. „Bist du irgendwo dort oben?“

„Nein, Baby…ich bin genau hier. Bei dir.“ Er stellte sich ganz nah neben sie und roch an ihrem Haar. „Kannst du mich denn nicht spüren, Liebes? Ich bin dir so nah, ich kann die Wärme deines Körpers fühlen.“

Er war geschockt als er sah, wie ihr eine Träne langsam über die Wange lief. „Nein, nicht weinen“, flehte er. „Es wird nicht mehr lange dauern. Sandy hat es versprochen.“

„Spike…falls du mich hören kannst“, murmelte Buffy und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen fort. „Ich will dass du weißt, dass ich es ernst gemeint habe. Ich liebe dich. Ich habe dich schon  so lange geliebt, dass ich noch nicht einmal weiß…wann es angefangen hat, aber…aber ich würde alles in der Welt darum geben, um noch einmal eine Chance zu bekommen, es dir zu sagen.“

„Du bekommst die Chance, Baby“, versprach er. „Wir beide bekommen sie.“

*** ***

Sie zog die Tür zu und krabbelte wieder ins Bett. Das Laken, das sie sich um ihren Körper gewickelt hatte, fiel zu Boden und entblößte ihren nackten Körper.

Wie er es schon sehr oft gemacht hatte, zog er sich automatisch aus und legte sich neben sie ins Bett.

„Leg dich auf deinen Rücken, Liebes.“

Als sie das tat, was er von ihr verlangte, legte er vorsichtig eine Hand auf ihren Bauch. Er konnte ihre sanfte Haut spüren und lächelte, als sie scharf Luft holte.

Ohne weiter darüber nachzudenken, wanderte seine Hand nach oben zu ihren Brüsten. Er streichelte sie und fuhr dabei mit seinem Daumen immer wieder über ihre harten Nippel.

„Oh, Gott…“, hörte er sie stöhnen. „Spike…“

„Ja, Baby. Ich bin hier“, sagte er. „Ich berühre dich. Du kannst es spüren, oder?“

„Bitte…oh, bitte…“

Er lächelte als sie ihren Rücken durchbog und nach seinen Berührungen suchte. Er war begeistert, dass es wirklich funktionierte, also nahm er das weiche Fleisch ihrer Brust in seine Hand und drückte sie zärtlich.

„Buffy…ich kann dich immer mehr spüren.“ Er lehnte sich über sie und ließ seine Zunge um ihre Nippel wandern. Sie keucht und stöhnte, während sie sich in das Bettlaken krallte.

„Ich habe deinen Geschmack vermisst, Liebes“, flüsterte er.

Er sah zu ihr hinauf und konnte sehen, dass ihre Augen geöffnet waren und sie leicht benommen aussah. Er verschloss seinen Mund um eine ihrer Brustwarzen und saugte daran.

Als er eine Hand zwischen ihre Schenkel gleiten ließ, spreizte sie instinktiv ihre Beine. Sein Finger fand sehr schnell die Stelle, an der sie sehr empfindlich war und rieb sie.

Buffys Kopf schnellte von links nach rechts, als er seinen Mittelfinger immer wieder in sie schob. Seine Hand wurde durch ihren körperlichen Gleitfilm immer feuchter, während er sie befriedigte.

„Spike…“ ihre Stimmer hörte sich verzweifelt an. „Ich brauche dich…ich brauche dich…“

Ihre Worte brachten ihn um den Verstand. Ohne darüber nachzudenken, kniete er sich zwischen ihre gespreizten Beine und rieb mit der Spitze seines Gliedes gegen ihren feuchten Eingang.

Als er den richtigen Winkel hatte, begann er sich langsam in sie zu schieben.

„Verdammt“, stöhnte er. „Es klappt…es klappt wirklich.“

Er zog sich vorsichtig aus ihr heraus, um sich dann mit einem Stoß in ihr zu vergraben. Er stöhnte bei dem Gefühl, endlich wieder in ihr zu sein, laut auf, denn es war etwas, das er niemals für möglich gehalten hatte.

Sie winkelte ihre Beine so an, dass ihre Füße flach auf der Matratze standen. Sie hob ihre Hüften, um seinen Stößen entgegen zu wirken. „Mehr“, wimmerte sie. „Härter…“

Er gehorchte ihr. Mit jedem Stoß konnte er merken, dass sein Körper mehr fühlen konnte.

„Buffy“, stöhnte er in ihr Ohr. „Ich liebe dich…Ich liebe dich.“

„S…Spike?“

Er öffnete seine Augen und sah, dass sie ihn anstarrte. Sie sah durcheinander aus und er fragte sich, ob sie ihn genauso sehen wie fühlen konnte. „Ich bin hier, Liebes. Genau hier.“

Seine Hüften bewegten sich schneller und er stieß wie eine Maschine in sie.

„Buffy, Buffy, Buffy“, flüsterte er immer wieder. „Ja, Baby…das ist es…ahh…das ist mein Mädchen.“

Das Vergnügen war unglaublich und er konnte nicht anders, er musste daran denken, als sie unsichtbar gewesen war und dass ihre Rollen jetzt vertauscht waren, während er auf ihr lag und sich langsam in ihr bewegte.

Er war so mit der Sache beschäftigt, dass er gar nicht bemerkte, dass Melisande neben dem Bett auftauchte.

„Gute Nachrichten!“ sagte sie freudig. „Ich habe den …Oh!“ Sie drehte sich schnell um und drehte den Liebenden den Rücken zu. „Nun, das ist echt peinlich“, murrte sie.

Sie zählte leise bis sechzig, aber es sah nichts so aus, als ob die beiden bald fertig wären, also ging sie auf den Balkon.

„Ähm…ich habe mich gefragt“, sagte sie und schaute in den Himmel hinauf, „ ob er wirklich für die ganze Sache wieder zurückkommen muss…? Es scheint ein riesengroßes Durcheinander zu sein und die beiden sind sehr beschäftigt…Ja, Sir…ich weiß, dass er wirklich ein unmöglicher Gast war…Wer weiß das besser als ich…? Okay, SIE auch, aber…Nun, er hat es versucht…Ich weiß, aber er kann nichts dafür…Ja, aber wer kann das schon…?Außer das, mein ich…Ich weiß, aber…Ja, das stimmt, aber Sie können nicht…das denke ich auch, aber ich…Okay, wenn Sie es nicht für ihn tun wollen, dann tun Sie es für sie…Nun, SIE sind derjenige, der sie auserwählt hat…Bitte, Sir…In den ganzen fünftausend Jahren habe ich Sie nie um einen Gefallen gebeten…Danke…Ja…ich bin schon unterwegs…“

Sie schlich langsam zur Tür und lauschte. Es hörte sich immer noch nicht so an, als ob sie bald fertig wären.

„Okay mein Freund“, sagte sie. „Von jetzt an liegt es an dir. Versau es nicht…und falls du mich brauchst, weißt du ja wo du mich findest.“

Lächelnd warf sie ihnen einen Kuss zu und verschwand.

*** ***

Er konnte fühlen, wie sie ihre Beine um seine Hüften legte und ihre Fingernägel sich in seinen Rücken gruben.

Er ließ sich auf seine Vorderarme sinken und bewegte seine Hüften seitwärts, veränderte dadurch den Winkel seiner Penetration und genoss ihr lustvolles Gestöhne.

Er legte den Kopf leicht zur Seite und schloss konzentriert  seine Augen. „Baby…ja…oh, ja…das fühlt sich so gut an…so gut…Ein bisschen fester, Süße…das ist es…tue es…Fick mich…ja…ja…“

Unter ihm schob Buffy ihren Unterkörper nach oben und signalisierte ihm damit, dass er mit all seiner Kraft in sie stoßen sollte.

„Ich liebe dich“, keuchte sie. „Spike…ich liebe dich. Oh mein Gott…das tu´ ich wirklich…bitte….bitte, glaub mir…“

„Das tu´ ich auch, Baby…Ich liebe dich auch…Ich liebe dich…und ich werde…oh, Buffy…Ich komme…Es tut mir so leid, es ist nur….so lange her…ich kann…ich kann es nicht länger zurückhalten…ich…oh, verdammt…oh, ja…kannst du es fühlen? Ich komme in dir, Baby…bitte komme auch…bitte, Baby…komm mit mir…ich brauche das…“

Drei weitere harte Stöße und er kam in ihr. Er klammerte sich an sie, als auch sie ihren Höhepunkt erlangte.

Als alles vorbei war, fiel er erschöpft auf sie.

„Spike?“ flüsterte sie nach einem kurzen Moment. „Ist das real?“

Mit großer Anstrengung hob er den Kopf und schaute ihr in die Augen. „Ja“, sagte er. „Ich denke schon.“

Obwohl er nicht ganz genau wusste was passiert war, war er sich sicher, dass Melisande irgendetwas damit zu tun hatte.

Buffy legte ihre Hände an seine Wangen um sicher zu sein, dass sie ihn auch wirklich fühlte.

„Du bist…du bist wirklich hier? Du bist zurück?“ Tränen bildeten sich in ihren Augen. „Wie?“

Spike schüttelte seinen Kopf, weil er nicht genau wusste, wie er es ihr erklären könnte. „Es ist…eine lange Geschichte. Ich…“

Aber sie schüttelte den Kopf. „Ist auch egal“, sagte sie und hielt ihn fest. „Es ist mir egal…solange du wirklich bei mir bist.“

Er senkte seinen Kopf und ihre Lippen begegneten sich für einen süßen, lang anhaltenden Kuss.

Als er den Kuss brach, lächelte er sie an. „Fühlte sich das das real an?“

„Ja“, sagte sie nickend und erwiderte sein Lächeln. „Sehr real.“

Die Tränen in ihren Augen waren verschwunden. Er wollte ihr noch so viel sagen, aber das wichtigste waren drei einfache Wörter. „Ich liebe dich…Buffy.“

„Ich liebe dich auch“, sagte sie und betonte jedes einzelne Wort. „Das tue ich wirklich!“

„Ich weiß, Baby.“ Er seufzte und umarmte sie. „Ich weiß.“

*** ***

EIN JAHR SPÄTER…

„Es war eine schöne Hochzeit, nicht wahr?“

Melisande nahm ihren Hut ab und warf ihn auf einen Stuhl. Dann sah sie nach oben und lächelte.

„Danke, dass Sie mich so schnell dazwischen schieben konnten. Ich weiß wie beschäftigt Sie sind.“ Sie holte tief Luft. „Ich wollte Sie um einen Gefallen bitten…Ja es handelt sich dabei wieder um ihn…Ich weiß, aber er hat sich so gewandelt…ich weiß das und ich denke, Sie sind dankbar für das warme Wetter… Hochzeiten, die draußen abgehalten werden, können in dieser Jahreszeit oft ins Wasser fallen…Ja, das Sternenlicht war klasse…und der Vollmond war zwar ein bisschen verwunderlich…ja, aber zweimal in einem Monat…? Daran werden sie sich die Zähne ausbeißen wenn sie feststellen wollen, warum das so ist…Ich weiß nicht ob…Oh, ja entschuldigen Sie. Ich wollte Sie nicht unnötig aufhalten…ja, Sir…denken Sie ein kleines Wunder könnte vollbracht werden…?Nun es handelt sich dabei um….“

*** ***

ACHT WOCHEN SPÄTER…

Spike schaute Buffy an und dann wieder auf das Stück Plastik, was er in der Hand hielt, um danach seinen Blick wieder breit grinsend auf Buffy zu richten.

„Schwanger?!“

 

The End  

 

 


 

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