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„Du
bist lang genug hier um zu wissen, dass du dich früher oder
später entscheiden
musst.“
Spike
streckte sich in dem warmen Sand aus, sein Körper genoss die
wundervolle Wärme
der Sonne, die ihm über Jahrzehnte hinweg gefehlt hatte.
Tief
seufzend drehte er sich um und sah seine Begleiterin an.
„Sieh
mal Liebes, ich habe es dir schon tausend Mal gesagt ... ich gehe
verdammt noch
mal nicht zurück. Warum sollte ich? Mir gefällt es
hier sehr gut.“
Er
zeigte mit einer Hand auf die schöne Landschaft um ihn herum
Das Meer vor ihm,
der Wald hinter ihm und der unberührte weiße Sand
unter ihm.
„Hast
du überhaupt eine Ahnung, wann ich das letzte Mal am Tag am
Strand gesessen
habe? Nun, ich werde es dir sagen ... niemals. Ich habe niemals
während des
Tages am Strand gesessen. Nicht ein Mal in meinem verfluchten
Leben.“
Er
verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und schloss seine
Augen. „Und jetzt
sei eine brave kleine Himmelshelferin und schieb ab. Ich versuche etwas
Bräune
zu bekommen.“
Melisande
stand auf, stützte die Hände in ihre Hüften
und sah ihn wütend an. „Und DA
gibt es noch Sache ... du SOLLTEST dir etwas anziehen! Es gab schon
Beschwerden.“
Spike
lachte leise. „Lügnerin.“
„ENTSCHULDIGE
bitte!“ Die Begleiterin richtete sich zu ihrer vollen
Größe von 1,30m auf
und sah ihn beleidigt an. „In meinem ganzen Leben habe ich
niemals gelogen! DU
allerdings…“
„Ja,
ja, ich weiß. Du hast mir meine schlechten Angewohnheiten
bereits erzählt, als
ich hier angekommen bin. Mach mal eine Pause. Könntest du das
tun, Liebes?“
Sie
war für genau dreißig Sekunden ruhig.
„Ich
sollte sie aber noch mal erwähnen. Das ist
schließlich mein Job“
„ARRGGH!“
Spike sprang auf und ging zum Wasser hinunter. „Ich habe es
dir bereits gesagt
... dass ich NICHT zurückgehen werde! Warum könnt ihr
alle „Geh zur Hölle“
nicht als Antwort akzeptieren?“
Melisande
schlug ihre Hände über die Ohren. „Ich habe
es dir bereits schon öfters
gesagt ... dass du hier das H-Wort nicht benutzen sollst!
Wir reagieren
sehr empfindlich darauf.“
Spike
beugte sich nach vorne, nahm eine Handvoll Sand und beobachtete die
kleine
Krabbe, die nun auf seiner Handfläche herumirrte.
„Tut mir Leid“, murmelte
er.
„Was?“
Er
verdrehte seine Augen und zog die Hände seiner Begleiterin von
deren Ohren.
„Ich sagte ...tut mir leid.“
„Oh
... also gut.“ Nur leicht zufrieden wischte sie sich den
nassen Sand von den
Ohren. „Nun ... lass uns wieder zum Thema
zurückkommen. Wie du dich sicher
erinnern kannst, habe ich dir bei deiner Ankunft gesagt, dass dein Fall
noch gründlich
untersucht werden muss.“
„Mm-hmm.“
Er starrte auf das ruhige Wasser und beobachtete erfreut, wie ein
Delfinschwarm
im Meer herumtollte. „Und?“
„Und
... ich dachte du freust dich zu erfahren, dass sie dir, weil du mehr
als deine
Pflicht getan hast, eine „Du kommst aus der Hölle
frei“-Karte anbieten. Du
kannst zurückgehen und versuchen, diesmal alles richtig zu
machen.“
Spike
zuckte mit den Achseln und starrte auf seine Füße,
während er eine Muschel
ins Wasser schoss. „Habe keinen Grund
zurückzugehen.“
Melisande
grinste, ihre silbernen Augen tanzten vor Freude. „Was ist
mit ihr?“
„Ihr?
Wen meinst du?“ fragte Spike und quetschte den Sand durch
seine Zehen.
„Du
weißt ganz genau wen ich meine... die
Jägerin.“
Er
lachte rau. „Oh, ja ... die Jägerin. Sie ist ein
wirklich guter Grund um zurückzugehen.“
„Nun,
warum nicht?“
Warum
nicht? Es gab Millionen Gründe warum nicht, aber es gab nur
einen Grund, warum er
es nicht konnte.
„Sie
liebt mich nicht.“ Er schüttelte seinen Kopf.
„Ich kann das nicht noch
einmal durchmachen, Liebes.“
Melisande
seufzte mit ihm gemeinsam. „Du weißt, dass du nicht
zu IHR gehen musst. Die
Welt ist groß. Man kann sich auf ihr verlieren.“
Spike
lachte wieder. „Nein ... dazu wäre ich nicht
fähig. Habe es bereits versucht
... konnte es nicht lange aushalten. Solange sie lebt, werde ich
früher oder später
zu ihr gehen.“ Er kniete sich in den nassen Sand und begann
ein Loch zu
graben. „Die Jägerin ... ich bin wie eine verfluchte
Brieftaube, wenn es um
sie geht.“
Die
Begleiterin ließ sich neben ihn fallen. „Sieh mal,
William ... Spike ... ganz
egal welchen Namen du im Moment benutzt, du hast ihr am Ende nicht
wirklich eine
Chance gegeben und das weißt du. Sie hat dir endlich gesagt,
dass sie dich
liebt und du ...“
Spike
schnitt ihr mit einer scharfen Bewegung seiner Hand das Wort ab.
„Du
hast es noch immer nicht kapiert oder, Glöckchen
...?“
„Nenn
mich nicht Glöckchen. Ich bin keine ...“
„...
Der Punkt ist ... unter all diesem etwas eisigen und manchmal
regelrechten Mistsückgehabe...
HAT Buffy ein Herz.“ Er runzelte die Stirn, während
er weitergrub. „Sie hat
nur ... versucht, dass ich mich besser fühle bei dem, was mit
mir geschehen
ist.“
„Nun?“
Melisande streckte ihre Hände aus. „Sie machte sich
Sorgen.“
„Ich
habe niemals gesagt, dass sie sich keine Sorgen machte,“
erwiderte Spike und
bemühte sich, so geduldig wie William zu sein. „Ich
weiß dass sie besorgt
war. Es war nur nicht genug.“
„Ich
bin nicht die weltklügste Begleiterin auf dieser astralen
Ebene, aber selbst
ich denke, dass du damit falsch liegst. Ich beobachte die Erde jetzt
schon sehr
lange, weißt du?“ Sie stand auf und klopfte sich
den Sand von ihrem Rock.
„Das Mädchen liebt dich, du dickköpfiger
Ochse und Spike… wenn du mit
diesem Sand nach mir wirfst, werde ich dafür sorgen, dass du
dein nächstes
Leben als Hauskatze verbringst,“ warnte sie ihn als sie sah,
dass er einen
Ball aus Sand formte.
Spike
sah sie wütend an. „Das würdest du nicht
wagen.“
„Versuch´s
doch!“
„Das
könntest du nicht.“
„Ich
kann und ich werde!“ Melisande strich ihr Haar glatt und
drehte sich um.
„Ich denke ich gehe wieder hinein ...“
„Gut!“
„...
aber bevor ich das tue, muss ich dich noch etwas fragen.“
Spike
sah sie mißtrauisch an. „Und das wäre
...“
Die
zierliche Führerin lächelte ihn an. „Bist
du ein Spieler?“
Er
zögerte. Was zur Hölle hatte DAS zu bedeuten?
„Ich
hab ein oder zwei Mal gewettet,“ gab er zu. „Wenn
der Einsatz stimmt.
Warum?“
Ihre
Arme vor der Brust verschränkend, wurde Melisandes
Lächeln noch breiter.
„Ich wette mit dir, dass sie dich wirklich liebt ... genau
so, wie du es gern
hättest, dass sie dich liebt und wenn ich Recht habe
...“
„Du
bist noch weit davon entfernt, mit deiner Äußerung
Recht zu haben.“
„WENN
ICH RECHT HABE,“ wiederholte sie energischer,
„packst du deine Sachen und
verschwindest von hier für die nächsten
fünfzig oder sechzig Jahre.“
Spike
verdrehte seine Augen. „Und wenn du NICHT Recht hast, Miss
Vorlaut?“
Es
entstand eine kurze Pause. „Ich bin mir jetzt noch nicht
sicher“,
sagte sie nach einer Weile. „Ich weiß
nicht genau, was ich dir
anbieten kann, aber es wird auf jeden Fall etwas Gutes sein ... vertrau
mir.“
Er
kniff seine Augen zusammen. „Etwas Gutes,
häh?“
„Natürlich,
was Gutes,“ schmollte sie. „Ich bin nicht in dem
Gewerbe, um etwas
Schlechtes zu tun, du Blödmann!“
Sie
drehte sich herum und stolzierte davon und Spike blieb ihr auf den
Fersen.
Dieser stolperte bei dem Versuch seine Hosen anzuziehen, ohne mit
seinem Hintern
in den Sand zu fallen
„Oh!
Wie wär’s denn wenn du mit den Beschimpfungen
aufhören würdest, Elfenhirn?
Das wäre doch mal was!“
„Schwachkopf!“
„Zänkisches
Weib!“
„Dickköpfiger
Trottel!“
„Fliegender
Affe!“
Sie
wirbelte herum, ihre silbrigen Augen sprühten vor Wut.
„ICH BIN KEIN
FLIEGENDER AFFE!“ schrie sie ihn an.
Spike
drehte sich auf dem Absatz herum und rannte weg, den Strand hinunter,
dicht
gefolgt von Melisande.
„NUR
WEIL ICH FLÜGEL HABE, MACHT MICH DAS NOCH LANGE NICHT ZU EINEM
FLIEGENDEN
AFFEN! KOMM SOFORT ZURÜCK, DU FEIGLING!!“
Sie
jagte ihn den ganzen Strand entlang und ließ ihn genau wissen
was passieren würde,
wenn sie ihn einholte.
Spike hatte einen Vorsprung von sechs Metern und lachte in der warmen Nachmittagssonne.
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An dem
Tisch im Speisesaal, an dem sonst achtundvierzig Mann Platz nahmen,
saßen an
diesem Abend nur zwei Personen.
Melisandes
Lippen kräuselten sich als sie sah, wie ihr
Schützling seinen Teller
abkratzte. Sein Stuhl war auf zwei Beine nach hinten gekippt und seine
Füße
lagen auf der schneeweißen Leinentischdecke.
„Du weißt
dass es in der Küche noch mehr zu essen gibt“, sagte
sie. „Du brauchst den
Teller nicht mit diesem entsetzlichen Geräusch
abzukratzen.“ Sie zuckte
zusammen als er mit seinem Löffel quietschend über
das Porzellan fuhr.
„Verschwende
niemals heiße Schokolade“, sagte Spike und leckte
einen Tropfen von seinem
Finger. „Es ist eins von Gottes schönsten
Geschenken.“
Melisande
starrte ihn an. „Gott hat nichts mit der heißen
Schokolade zu tun“, sagte
sie. „Er erschuf die Früchte und das
Gemüse. Er stellte den Menschen das
Weidenvieh zur Verfügung. Ich glaube nicht, dass du dort unten
einen
Schokoladenbaum gesehen hast.“
Spike
stellte den Teller auf den Tisch. „Wie auch immer.“
Er ignorierte ihren bösen
Blick, stand auf und lächelte sie an. „So, nun zu
dieser Wette, die du erwähnt
hast…“
„Ich
denke es wäre besser, wenn wir das ganze doch nicht machen.
Das könnte dir
vielleicht eine Lehre sein.“
Er
zwinkerte ihr zu. „Darauf würde ich mich nicht
verlassen.“
Melisande
atmete tief ein und bat um Stärke und Weisheit.
„Okay“,
sagte sie. „So ist der Deal: Du gehst zurück und
hängst dort ein wenig
herum. Du wirst das hören, was du hören willst und
wirst danach nicht imstande
sein zu behaupten, dass sie es nur gesagt hat, um nett zu dir zu sein,
weil du
dich für die Welt geopfert hast.“
Spike sah
sie ungläubig an. „Und woher willst du das
wissen?“
„Weil“,
sagte sie und sah Spike mit ihrem `Jetzt hab ich dich´ Blick
an, „sie nicht
mit dir sprechen kann. Sie wird noch nicht einmal wissen, dass du da
bist.“
NUN begann
die ganze Sache interessant zu werden. Er würde imstande sein,
Buffy zu
sehen…und ihre Stimme zu hören, ohne dass sie ihn
sehen konnte.
Das hörte
sich nach einer Menge Spaß an. Einem Spaß, den er
schon lange nicht mehr
gehabt hatte.
„Und
wenn du dann bereit bist zuzugeben, dass du verloren hast“,
setzte sein
winziger Begleiter seinen Vorschlag fort, „dann brauchst du
mir nur Bescheid
zu geben und ich mache deine Papiere fertig.“
„Und was
passiert dann?“
„Bevor
du dich versiehst, bist du wieder auf der guten alten Erde und was
danach
passiert…“, sagte sie schulterzuckend.
„…liegt ganz allein bei dir.“
Spike
schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „Also
dann“, sagte er und sprang
erneut auf. „Worauf warten wir noch? Lass uns loslegen,
Elfengesicht.“
Melisande
warf ihre Arme verzweifelt in die Höhe. „Oh, nun hat
er es eilig.“ Sie
stand auf und zog einen großen Messingschlüssel aus
ihrem Umhang. „Komm
mit.“
Spike
schnappte sich seinen Mantel und folgte ihr durch den Speisesaal zu
einer
massiven Eichentür. Er sah zu, wie sie den Schlüssel
ins Schlüsselloch
steckte und ihn einmal umdrehte.
Als das
Schloss aufschnappe, konnte man das Quietschen der Scharniere
hören. Die Tür
sprang auf und Spike wollte an Melisande vorbei, doch sie hielt ihn am
Arm fest.
„Warte
noch einen Moment, Heißsporn“, sagte sie und sah
ihn streng an. „Wirst du
ein lieber Junge sein und mich stolz machen, oder wirst du dich wieder
wie ein
hoffnungsloser Idiot aufführen?“
Er dachte
einen Moment darüber nach. „Gibt es auch noch eine
dritte Auswahl, Schätzchen?
Irgendetwas dazwischen?“ fragte er sie mit einem teuflischen
Grinsen.
„Okay,
das reicht! Mach dass du wegkommst.“
Ohne ein
weiters Wort drückte sie beide Hände auf Spikes
Rücken, schubste ihn durch
die Tür und schlug diese hinter ihm zu. Sie lehnte sich
dagegen und versuchte
sich zu beruhigen.
„HEY!“
erklang es von der anderen Seite der Tür. „Ein
bisschen Hilfe wäre nicht
schlecht…wohin muss ich gehen?“
„Du
wirst es schon herausfinden“, schrie sie zurück.
„Danke
vielmals, Liebes!“ sagte Spike sarkastisch nach einer kurzen
Pause.
Melisande
wartete so lange bis sie sich sicher sein konnte, dass er unterwegs
war, faltete
dann die Hände und schloss ihre Augen.
„Himmlische
Vater…Erschaffer des Lichts und der
Dunkelheit…Ernährer des Lebens und
Segen der Menschheit…ich bitte dich, Herr…Ich
brauche eine Pause. Bitte gebe
dem Mädchen einen Tritt in den Allerwertesten und sieh zu,
dass sie diesmal
ausspricht, was in ihrem Herzen ist und nicht das, was sie denkt.
Denn…um die
Wahrheit zu sagen…Herr…ihr Schädel ist
genauso dick wie seiner…Amen.“
***
*** ***
Spike
stand vor Buffys Haus und sah sich alles genau an.
Die Bäume,
den Rasen, die Rosenbüsche…all die Dinge kamen ihm
so bekannt vor, waren ihm
aber dennoch fremd. Es sah fast genauso aus wie das kleine Haus in
Sunnydale…eine
Stadt, die nicht mehr existierte.
Dieses
Haus stand auch in Nordkalifornien, etwas südlich von
Monterrey.
Als er so
dastand und alles auf sich wirken ließ, sah er, dass Buffy am
Wohnzimmerfenster
vorbeiging und sich aufs Sofa setzte.
„Buffy“,
flüsterte er. „Ich habe dich vermisst,
Liebes.“
Er wollte
noch mehr von ihr sehen und ohne weiter darüber nachzudenken,
ging er durch die
verschlossene Haustür und von dort aus ins Wohnzimmer des
kleinen Hauses.
„Hi
Baby“, sagte er sanft und setzte sich in einen Sessel, der
auf der gegenüberliegenden
Seite des Sofas stand. „Wie geht es denn meinem `kleinem
Biest´ ohne mich?“
Er lehnte
sich nach vorn und sah sie genauer an. „Du siehst
müde aus, Liebes. Bekommst
du nicht genug Schlaf?“
Müde oder
nicht. Sie war das einzige, was er sich auf dieser Welt ansehen wollte.
Ihm
wurde in dem Moment klar, wie sehr er sie vermisst hatte.
„Hey,
rate mal?“ sagte er und legte seine Füße
auf den Couchtisch. „Kannst du
dich noch daran erinnern, dass ich gestorben bin? Ich bin nicht in die
Hölle
gekommen! Kannst du dir das vorstellen? Ich habe all die ganzen Jahre
so viel
angestellt und ich lande im Himmel…nun, eigentlich mehr so
ein Zwischending
zwischen hier und da.“
Buffy zog
ihre Schuhe aus und ließ diese zu Boden fallen.
„Sie…ähm…sagen,
dass ich wieder zurück gehen könnte, wenn ich wollte.
Doch ich glaube, dass
ich hier schon alles gesehen habe. Ich wollte nur…du
weißt schon…nach dir
und dem Krümel sehen.“
Sie rieb
sich die Füße. Als er das sah, wollte er nichts
anderes, als es für sie tun
Er hatte
ihr schon öfter die Füße massiert nach
einem langen Arbeitstag im Doublemeat
Palace. Sie war dann zu ihm in die Gruft gekommen, hatte ihre Schuhe
und Socken
ausgezogen, damit er ihr die Verspannungen aus den
Füßen massieren konnte. Er
hatte ihr zugehört, wenn sie ihren Arbeitstag beschrieben
hatte und mit ihr
gelacht, wenn sie die mürrischen Kunden imitiert hatte.
„Also…ich
hab da so ein Ding, das sich `spiritueller Begleiter´ nennt.
Sie sind
diejenigen, die dich von einer Ebene zur anderen begleiten.“
Er lachte leise.
„Ihr Name ist Melisande und sie kann manchmal richtig
nerven…genauso wie
du.“
Er
beobachtete sie wie sie sich aufs Sofa legte und an die Decke starrte.
„Obwohl
sie nicht ganz so schlau ist“, sagte er weiter.
„Sie hat ganz komische und
absurde Ideen…DAS kann ich dir sogar schriftlich geben. Zum
Beispiel…glaubt
sie, dass du mich liebst. Das ist doch lächerlich,
oder?“
Spike
starrte einen Moment auf seine Hände. Ihm war wirklich nicht
zum Lachen zumute.
Es tat weh…tief ihn ihm…ein ständigen
Ziehen in seinem Herzen, als ob es
immer hin und her gerissen würde.
„Weißt
du“, sagte er leise. „Ich würde alles
darum geben, wenn es wahr wäre. Wenn
ich genau wüsste, dass dieser silberäugige Teufel
wirklich weiß, wovon sie
spricht…aber ich…“
Er hörte
auf zu sprechen, als die Haustür sich öffnete und
Willow hereinkam. „Oh
wundervoll“, murmelte er. „Was hast du getan,
Liebes? Hast du die ganze
Meute mitgenommen? Bitte sag mir, dass Xander nicht hier ist. Das ist
alles, was
ich jetzt hören möchte.“
„Hey,
wie war die Arbeit?“ fragte Buffy, setzte sich wieder hin und
wartete das
Willow ihre Jacke auszog und an die Garderobe hing.
„Arbeit!
Es war einfach zuviel Arbeit“, stöhnte das
rothaarige Mädchen. „Der
Buchladen hatte heute und morgen Autogrammstunden und das bedeutet
fünf
Millionen kreischender Weiber die versuchen, fünftausend
Bücher zu
ergattern.“
Sie setzte
sich auf das andere Ende des Sofas und legte ihre
Füße unter sich. „Was hast
du heute gemacht?“
Buffy
zuckte mit den Schultern. „Ein bisschen
Training…war danach im
Supermarkt…hab etwas für den Welthunger
gespendet…das übliche halt.“
Der
Rotschopf grinste. „Ein typische Tag, wenn man NICHT am
Höllenschlund
wohnt.“
Die Jägerin
lächelte. „Das ist wahr. Das macht viel aus, wenn
man von dort weg ist. Weg
von den ganzen…Erinnerungen.“
Spike war
überrascht, als ihre Stimme ins Stocken kam und als er sie
ansah hätte er schwören
können, dass sie Tränen in den Augen hatte.
„Was ist los, Baby?“
„Buffy“,
sagte Willow leise. „Du musst ihn endlich loslassen. Deines
Seelenfriedens
zuliebe.“
Spike
spitze die Ohren. „WEN soll sie loslassen?“
Buffy
schaute Willow mit ihren grünen,
tränengefüllten Augen an.
„Ich…ich
glaube nicht, dass ich das kann.“
Willow
ergriff ihre Hand und tätschelte sie leicht. „Er
würde es nicht wollen, dass
du ihm so nachtrauerst.“
„Ich
weiß…ich
weiß das“, sagte Buffy und wischte sich eine
Träne von der Wange. „Aber
ich weiß nicht wie.“
„Indem
du das tust, was du immer getan hast“, sagte Willow
standhaft. „Du musst
dein Leben weiterleben, Buffy. Er selbst hat dir das gesagt.“
„Okay!
Nun wartet MAL EINE SEKUNDE“, schrie Spike, stand auf und
hielt eine Hand in
die Höhe. „Wartet mal!“ Er drehte sich zu
Buffy um. „Um wen trauerst du,
Jägerin?“
„Ich
weiß“,
sagte Buffy und ihre Stimme bebte. „Es ist…nur so
schwer, denn ich muss
immer daran denken, dass ich alles vermasselt habe.“
„Oh
Buffy…bitte nicht weinen“, bettelte Willow.
Spike fiel
sofort neben dem Sofa auf die Knie. „Sie hat Recht, Baby.
Nicht weinen…nicht
um mich. Ich bin keine einzige Träne wert.“
Buffy
wischte sich mit
den Händen die Tränen
fort. „Manchmal“, sagte sie, „ist es am
schlimmsten, weil alle denken,
dass ich nicht über ihn reden möchte. Ihr denkt alle,
wenn wir nicht über ihn
reden, würde ich es vergessen, dass er jemals ein Teil von
meinem Leben gewesen
ist.“ Sie holte zitternd Luft. „Er hat es so sehr
versucht, Will. Das hat er
wirklich. Wir sind uns in dem letzten Jahr so nahe gekommen, wir
hätten alles
wieder gut …alles richtig machen können.“
„Oh
Baby“, sagte Spike und verging bei dem Verlangen, sie
berühren zu können, um
sie zu trösten. „Wir können es immer noch
wieder gut machen…es ist noch
nicht zu spät.“
Willow
kramte eine Handvoll Kleenex aus ihrer Handtasche und gab sie Buffy.
„Wir
haben nur nicht über ihn gesprochen, weil wir wussten, dass es
für dich immer
noch schmerzhaft ist. Aber…wenn du über ihn reden
möchtest, bin ich für
dich da. Das weißt du doch, oder?“
„Ja“,
nickte Buffy und schluckte schwer. „Das weiß
ich.“
Lächelnd
lehnte sich Willow ins Sofa zurück. „Ich frage mich
manchmal, ob es ihm hier
in Pacific Grove gefallen hätte?“ sagte sie.
„Mochte er den Ozean?“
„Ich weiß
es nicht“, sagte Buffy nach einer kurzen Pause. „Er
mochte die Städte, den
Lärm, die Musik und die Lichter.“
„Die
Menschen“, sagte Willow neckisch. „Seine Happy
Meals.“
Buffy lächelte.
„Ja, das auch.“
„Ich MAG
den Ozean, Liebes. Ich lebe direkt neben einem, seit ich dich verlassen
musste.
Und ich kann auch in die Sonne gehen. Das ist das schönste
daran.“ Spike lächelte,
als sie es auch tat. „Da ist das wunderschöne
Lächeln“, murmelte er.
„Buffy…?“
Willow machte eine kurze Pause. „Du hast ihn geliebt, nicht
wahr? Und nicht
nur zum Ende hin…du hast ihn schon vorher
geliebt.“ Es war nicht als Frage
gemeint.
Spike
hielt seinen nicht vorhandenen Atem an und wartete auf die Antwort.
Sie zögerte
nicht. „Ich habe ihn geliebt“, gab sie zu.
„Schon so lange, dass ich gar
nicht mehr weiß, wann es angefangen hat.“
„VERDAMMT,
MÄDCHEN!“ er fuchtelte frustriert mit seinen
Händen in der Luft herum.
„Warum zur HÖLLE hast du deinen Mund nicht schon
viel eher aufgemacht.
Du…stures, wütend
machendes…irritierendes WEIBSSTÜCK!“
„Ich
vermisse alles an ihm“, schniefte Buffy und versuchte, nicht
wieder zu weinen.
„Die Art wie er geredet hat…die schmutzigen Witze,
die er mir erzählte…die
Art wie er mich angesehen hat, nachdem wir uns geliebt haben. Seine
Augen
waren…so sanft, als ob ich das wertvollste wäre,
was er je gesehen hätte.“
Sie holte tief Luft. „Gott Willow…ich will dass er
zurückkommt.“
Spike
sprang auf. „Okay!“ schrie er und richtete seinen
Blick an die Decke. „Du
hast gewonnen! Hey Sandy! Komm schon und hol mich ab, wir
müssen miteinander
reden, Liebes. Ich bin hier fertig, also lass uns
dies…“
„Und am
meisten vermisse ich den Sex.“
„…warte
noch ne Minute.“ Spike sah Buffy an. „Ich habe dir
ja gesagt, dass du es
vermissen würdest. Hab ich doch? Oder nicht?“
„War er
SO gut?“ fragte Willow mit einem wissbegierigen Blick.
„Gut?“
Buffy lehnte sich zurück und lächelte, als sie an
etwas ganz Bestimmtes
dachte. „ Das beschreibt es nicht ganz. Er war der Beste. Er
hat Dinge mit mir
gemacht, die ich immer noch nicht glauben kann.“ Sie seufzte.
„Der Gedanke
daran…dass ich niemals wieder so etwas fühlen
werde…“
Es tat
Spike in seinem Herzen weh, sie so zu sehen. Seine
wunderschöne,
leidenschaftliche Jägerin. Fast ein Jahr war es her und sie
hatte nichts und
niemanden, der ihr heißes Blut abkühlen
könnte.
„Nun, da
werde ich Abhilfe schaffen können, Baby“, versprach
er ihr. „Du brauchst
nur hier sitzen bleiben und bald wird dein Spike wieder da sein und du
kannst
das Haus wieder in Grund und Boden schreien.“
***
*** ***
Mit
schwerem Herzen verließ er das Haus und wunderte sich, warum
die kleine Nervensäge
so lange brauchte. Er war es eigentlich gewohnt, dass wenn er etwas
anstellte,
sie schon hinter ihm stand. Doch wenn man sie wirklich BRAUCHTE, war
sie
nirgends zu sehen.
„SANDY!“
schrie er. „Du hast die verdammte Wette gewonnen, okay? Komm
schon, lass uns
weitermachen. Mein Mädchen braucht mich, verdammt noch
mal.“
Es kam
keine Antwort.
„Sieh
mal…ich verspreche auch, dass ich dich nie wieder einen
fliegenden Affen
nennen werde, okay? Sandy?“
Er schrie
so lange, bis er heiser war, aber sie tauchte nicht auf.
Spike
setzte sich auf den Bordstein und fuhr sich frustriert mit einer Hand
durch sein
Haar. „Verdammt …abscheuliche kleine
Hexe…sie ist verdammt noch mal
niemals da, wenn ich sie verdammt noch mal
brauche…“
„Flüche
werden dir nichts als Ärger einhandeln, mein Freund.“
Es war
Melisandes Stimme, aber er konnte sie nirgends entdecken.
„Wo bist
du?“ wollte er wissen. „Hast du mich denn nicht
gehört? Du hast die Wette
gewonnen. Du hattest Recht.“
„Oh, ich
habe dich gehört“, erwiderte sie. „Und ich
wusste, dass ich die Wette
gewinnen werde, für mich ist es also keine
Überraschung.“
„Schön“,
sagte Spike und stand auf. „Dann lass uns das schnell hinter
uns bringen und
dann bist du mich auch ganz schnell los, okay?“
Es gab
eine lange Pause.
„Sandy?
Wo zur Hölle bist du?“ fragte er wieder.
„Ich bin
immer noch hier…wie haben da ein kleines Problem mit dem
Portal…es steckt
sozusagen…fest und außerdem ist das
Ausrufungssystem ausgefallen.“
„Wie…steckt
fest?“ Er schüttelte ungläubig den Kopf.
„Nun, dann löst das Problem.
Komm schon…Ich muss doch zurück, um dann wieder
hierher zurück zu kommen. So
schnell es geht.“
„Tut mir
leid mein Freund, da kann ich nichts machen. Das fällt nicht
in meinen
Aufgabenbereich.“
Spike war
drauf und dran, ihr ihren kleinen Kopf abzureißen.
„Dann finde jemanden, der
das kann. Wo ist denn Petrus?“
„Ich
habe dir doch gerade gesagt, dass das Ausrufungssystem kaputt ist. Aber
wir
arbeiten daran. Jeder sucht schon nach ihm und sobald wir ihn gefunden
haben,
werden wir das Portal reparieren und dich
zurückholen.“
„Oh…verdammt!“
brüllte er frustriert.
„Hey!
Ich bin auch nicht glücklich darüber“,
schnauzte Melisande. „Ich habe dein
Zimmer sauber
gemacht und das letzte
was ich gebrauchen kann, ist dass du zurückkommst und den
ganzen Sand wieder
hinein schleppst.“
Spike
holte mit einem Bein aus und trat nach einer Mülltonne, die
neben ihm stand.
Sein Fuß glitt genau hindurch und er landete auf seinem
Hintern.
„Obwohl“,
gab sie zu, „ich die Unterhaltung vermissen werde.“
Er starrte
in den Himmel und suchte nach dem bisschen Würde, das er noch
besaß. „Wann
glaubst du…dass es…fertig ist?“ fragte
er sie.
„Sehhhhr
baaald“, versicherte sie ihm. „Mach dir
bloß nicht ins Hemd.“
Spike
rollte sich zur Seite und stand dann auf. „Du verstehst das
nicht. Buffy
braucht mich. Sie braucht mich sofort.“
„Wofür?“
fragte Malisande. „Was ist so wichtig, dass es nicht noch ein
paar Minuten
Zeit hat…oder vielleicht eine
Stunde…höchstens zwei?“
Er klopfte
sich den Staub von seinen Sachen. „Sie vermisst mich verdammt
noch mal“,
keifte er. „WEISST du eigentlich, was das bedeutet?“
Wieder
entstand eine längere Pause und er fragte sich, ob sie schon
wieder
verschwunden war.
„Ohhh“,
sagte sie. „Sie VERMISST dich. Du meinst im fleischlichen
Sinne, verstehe.“
„Sandy“,
flehte er sie an. „Hilf mir, der alten Zeiten wegen.
Bitte…ich brauche deine
Hilfe.“
Einen
Moment später hörte er ein Seufzen und das Laub des
Baumes, unter dem er
stand, bewegte sich.
„Warum
kann ich dir nichts abschlagen?“ wunderte sie sich.
Spike
zuckte mit dem Schultern und grinste. „Weil du
verrückt nach mir bist.“
„Okay,
ich bin verrückt“, murrte sie.
„Also…ich verrate dir ein Geheimnis, aber
wenn du etwas verrätst, kannst du unseren Deal
vergessen!“ warnte sie ihn.
„Dann nehme ich dich so schnell wieder mit zurück,
dass du noch nicht einmal
Zeit hast zu blinzeln!“
„Ich
werde nichts verraten. Großes Indianerehrenwort“,
versprach er.
Obwohl du
keinen Körper hast“, flüsterte sie.
„Gibt es Dinge, die du für sie tun
kannst.“
„Was?“
Spike sah sich verwirrt um. „Was für
Dinge?“
„Wenn du
wirklich glaubst, dass ich dir das bis ins kleinste Detail
erkläre, dann hast
du dich aber geschnitten.“ Informierte sie ihn.
„Außerdem weißt du besser,
welche Sachen sie mag.“
„Oh“,
sagte er. „Diese Art von Sachen…jetzt verstehen
ich.“
„Ein
blindes Huhn…“ sagte sie sarkastisch.
„Aber
warte mal ´ne Sekunde“, sagte er schnell.
„Ich kann doch nichts anfassen.
Wie kann ich dann etwas tun, was ihr gefällt?“ Er
kicherte und dachte an ein
besonderes Erlebnis. „Glaub mir, die Sachen, die sie mag,
beinhalten sehr
viele Berührungen. Das eine Mal haben sie und
ich…“
„HEY!“
schrie sie. „Erspar mir deine Schritt
–für- Schritt -Erklärungen, wenn es
dir nichts ausmacht.“
Spike
konnte sie praktisch vor sich sehen, wie sie ihre Hände in die
Hüften gestemmt
hatte und ihn anmeckerte. „Tut mir leid, Liebes. Ich habe
deine delikate
Sensibilität vergessen.“
„Also,
pass auf!“ erwiderte sie. „Nun…du bist
jetzt schon lange genug da, dass
einige deiner sterblichen Fähigkeiten sich regeneriert haben.
Sehr bald wirst
du die Möglichkeit haben, wirklich etwas anfassen zu
können und sie wird deine
Anwesenheit spüren. Wenn das erst einmal passiert ist, kann
sie dich bald hören…natürlich
zuerst unbewusst.“
„Okay“,
nickte er. „Hab verstanden.“
„Experimentiere
ein bisschen und schau was passiert. Aber treib es nicht zu weit,
Casanova, oder
du wirst sie zu Tode erschrecken.“
Spike
richtete seine Sachen und vergaß dabei, dass Buffy ihn
überhaupt nicht sehen
konnte.
„Ich
behalte dich im Auge“, sagte Melisande. „Sobald das
Portal wieder
funktioniert, komme ich und sehe zu, dass du alles so schnell wie
möglich
hinter dir hast.“
Er ging
auf die Tür zu, bleib aber noch einmal stehen und schaute in
den Himmel.
„Sandy?“
„Was
denn jetzt noch?“
„Dank
dir, Liebes.“
Die Stille
der Nacht war für einen Moment alles, was er hörte,
als dann plötzlich ein
leises Lachen zu hören war. „Geh und hol sie dir,
Romeo.“
Spike
schritt wieder durch die Tür.
Melisande
seufzte erleichtert. Bald würde das ganze Durcheinander wieder
gerichtet sein.
Ihr Schützling wäre wieder da, wo er
hingehörte.
„Viel Glück,
William“, flüsterte sie und machte sich auf die
Suche nach dem verschwundenen
Handwerker.
![]()
Er
rutschte noch näher zu ihr, lehnte sich etwas zu ihr
herüber und flüsterte in
ihr Ohr. „Wirst du langsam müde, Schatz? Du hattest
einen langen Tag, denkst
du nicht dass es Zeit ist, ins Bett zu gehen?“
Zu seiner
Überraschung gähnte Buffy, reckte sich und sagte zu
Willow, dass sie ins Bett
gehen würde.
Willow
stand mit ihr auf und umarmte sie. „Falls du irgendetwas
brauchst, weißt du
ja, wo du mich findest.“
„Ja,
danke. Du auch, okay?“, lächelte Buffy.
„Gute Nacht.“
In
freudiger Erwartung rieb Spike sich die Hände und folgte der
Jägerin die
Treppe hinauf in ihr Schlafzimmer. Er stand an der Tür und
beobachtete, wie sie
in ihrem Kleiderschrank nach einem Nachthemd suchte. Dann ging sie ins
Badezimmer und ließ das Wasser in der Dusche laufen.
Er stellte
fest, dass es nicht das war, was er wollte. Er folgte ihr also ins Bad,
setzte
sich auf den Schrank und sah zu, wie sie sich auszog.
„Gott,
Baby…du bist immer noch das Schönste, was ich
jemals gesehen habe. Weißt du
das eigentlich? Hab ich dir eigentlich jemals gesagt, wie
wunderschön du bist?
So klein und zierlich. Du siehst so aus, als ob dich eine leichte Brise
ins
Wunderland pusten könnte.“ Er lächelte, als
sie sich die Zähne putzte.
„Hast immer noch ein Faible für Mundhygiene, wie ich
sehe. Nun, ich kann es
dir nicht verdenken. Das würde ich auch, wenn ich Dawns
Zahnarztrechnungen
bezahlen müsste.“
Sie
steckte ihr Haar hoch und holte ein paar saubere Handtücher
aus dem Schrank,
der neben dem Waschbecken stand.
„Dein
Haar ist wieder länger, Liebes. Hast du es für mich
wachsen lassen...? Weil du
weißt, wie sehr ich es liebe, wenn es lang ist?“
Buffy
schon den Duschvorhang zur Seite.
„Nein,
Baby“, sagte Spike. „Nimm ein Bad. Du musst dich in
heißes Wasser legen,
damit du dich entspannen kannst. Komm schon…mach die Dusche
aus und steck den
Stöpsel in den Abfluss.“ Er lehnte sich so nah
herüber, dass er fast ihr Ohr
berührte. „Nimm ein Bad, Schatz.“
Erfreut
sah er zu, wie ein entschlossener Blick über ihr Gesicht
huschte, dann zuckte
sie mit den Schultern und tat das, was er ihr gesagt hatte.
„Jesus…wenn
ich gewusst hätte, dass das so gut klappt, wäre ich
schon vor JAHREN
gestorben.“
Buffy
griff noch einmal in den Schrank und holte Badeöl heraus.
„Lavendel“,
sagte er zustimmend. „Mein Lieblingsduft. Du weißt
es noch.“
Der Duft
erfüllte den Raum und machte ihn leicht schwindelig.
Vielleicht ein weiteres
Anzeichen dafür, dass er seinem Ziel näher kam.
„Vorsichtig“,
murmelte er, als sie in die Badewanne stieg. Sie hatten einmal zusammen
gebadet
und als sie ihren Fuß in die Wanne gestellt hatte, war sie
auf dem Badeöl
ausgerutscht und war in die Wanne geplumpst, was zur Folge gehabt
hatte, dass
literweise Wasser auf den Boden geschwappt war. Sie hatten sich in der
Wanne
geliebt und der Rest des Wassers hatte sich dann schließlich
auch auf dem Boden
befunden.
Buffy
legte sich ein Badewannenkissen hinter ihren Kopf, lehnte sich
zurück, schloss
die Augen und sank ins Wasser. „Hmmm“,
stöhnte sie leise.
Dieser Ton
wanderte schnurstracks hinunter in seine Lendengegend.
Er kniete
sich neben die Wanne und berührte die
Wasseroberfläche. Kleine Ringe, die kaum
von irgendjemandem wahrnehmbar waren, bildeten sich im Wasser.
„Erinnerst
du dich an den Abend, als wir zusammen gebadet haben? Dawn war bei
ihrer
Freundin und die beiden Hexen waren mit dem Hexenzirkel irgendwo im
Wald. Wir
hatten das ganze Haus für uns.“
Buffy
seufzte und leckte sich über ihre Lippen.
„Ich schüttete
etwas von dem Schaumbad auf den rosafarbenen Schwamm, den du so gern
mochtest,
schäumte ihn auf und verteilte es und wusch dich dann damit,
es machte dich
ganz feucht und glitschig, während ich mit meinen
Händen über deinen
seidenweichen Körper glitt..“
Sie
murmelte etwas, das er nicht verstehen konnte.
„Die
meiste Zeit widmete ich deinen Brüsten…erinnerst du
dich? Ich versuchte nach
einer Weile, dich woanders zu streicheln, doch du hast meine Hand immer
wieder
zurück zu deinem Busen geschoben. Du bist in dem Wasser
untergetaucht und als
du wieder hochkamst, hast du das Gefühl der kühlen
Luft genossen, denn sie
verhärtete deine Nippel noch mehr. Du drehtest dich um und
hast wie ein Kätzchen
gewimmert.“
Buffy
setzte sich auf und griff nach dem Schwamm, diesmal war es ein blauer.
„Ich
legte meine Hände unter sie…drückte sie
zusammen, während ich immer noch
mit den Nippeln spielte. Ich drückte sie zärtlich und
zog leicht daran. Ich
wollte sie so gern in den Mund nehmen“, flüsterte
er. „Du hast es geliebt,
wenn ich es gemacht habe. Erinnerst du dich, Baby?“
Ein großer
Klecks Schaumbad befand sich nun auf dem blauen Schwamm und sie begann
sich zu
waschen. Sie begann im Nacken und glitt dann langsam herunter.
„Nun
schieb ihn über deine Brüste. Mit sehr viel Schaum.
Mach deine Nippel
hart…ich will sehen, wie du sie hart machst.“
Sein
Schwanz wurde steinhart und er musste sich anders hinknien, um den
Druck etwas
zu verlagern.
„Ich bin
so heiß auf dich. Ich bin verdammt noch mal tot und du turnst
mich immer noch
so an wie keine andere. Nur du! Du bist meine Traumfrau. Die
schönsten Träume
meines Lebens waren die, in denen du vorkamst. Und ich meine nicht nur
die
feuchten Träume. Ich habe oft davon geträumt, dass
wir reale Menschen wären.“
Er setzte
sich hin und lehnte sich mit dem Rücken an die Wanne.
„Du
warst ein ganz normales Mädchen“, er lachte laut
auf. „Nun…nicht so
normal. Ich denke, du kannst gar nicht normal sein, Liebes. Aber du
warst nicht
die Jägerin und ich war kein Vampir. Ich war ein Mann, der
dich liebt. Ein
Mann, der jeden Tag seiner Arbeit nachging und dann Abends zu dir nach
Hause
kam.“ Er drehte sich um und sah sie an. „Und wir
waren glücklich.“
Der
Schwamm war immer noch in Bewegung.
„Genau
so“, sagte er. „Stell dir vor, dass ich es bin,
Buffy. Dass ich den Schwamm
halte…und mit ihm über deine Brüste,
deinen Bauch und zwischen deine
Schenkel fahre.“
Er lehnte
sich näher. „Leg deine Hand zwischen deine
Beine“, wies er sie an und
wollte, dass sie es tat. „Fass dich an…reib mit
deinem Finger gegen deine
Pussy…schieb einen Finger hinein…“
Sie tat
alles, was er sagte, als ob sie seine Anweisungen hören
könnte.
„Leg den
Schwamm weg, Buffy.“
Mit einen
`Plop´ fiel dieser ins Wasser.
„Jetzt
bring auch deine andere Hand ins Spiel…und such deinen
Kitzler. Du
kannst…oh!“ Er lächelte, als sie
für einen kurzen Moment den Atem anhielt.
„Sieht so aus, als ob du ihn gefunden hast, oder?“
Buffy
atmete tief aus und lehnte ihren Kopf zurück.
„Spike“, stöhnte sie ganz
leise, dass man es fast nicht verstand.
„Oh…ja…mehr.“
Verdammt!
Sie tat es wirklich! Sie dachte dabei an ihn!
„Ich bin
hier, Baby. Du bist nicht allein. Bald werde ich derjenige sein, der
dich so berührt.
Ich werde alles wieder gut machen, Liebes. Jede Minute, die du allein
verbringen
musstest. Jede Träne, die du geweint hast. Jedes Mal, wenn du
mich gebraucht hättest…“,
er schluckte schwer. „…und ich nicht da
war.“
Er schüttelte
den Kopf und verdrängte damit auch die melancholischen
Gedanken.
„Schneller,
Baby…beweg deinen Finger rein und raus…komm
schon, tu es. Das ist mein Mädchen“,
flüsterte er. „Meine kleine, unersättliche
Jägerin mit ihrem wilden Herzen,
das für mich wie geschaffen ist.“
„Spike“,
wimmerte sie leise. „Mein…“
„Ja“,
sagte er schnell. „Dein. Alles ist dein, Baby. Ich werde es
immer sein.“
Buffy
hielt ihre Augen geschlossen und konzentrierte sich auf das, was sie
machte.
Spike
lehnte sich noch etwas näher. „Tu es, Baby. Komm
für mich. Stelle dir vor,
dass es mein Schwanz wäre, der in dich hinein und heraus
gleitet…sich in dich
rammt…in dich stößt…hart und
schnell. Kannst du es fühlen? Fühlst du ihn
in dir, Buffy? So hart…für dich. Nur für
dich.“
Ihr
Gesicht verzog sich und sie biss sich auf die Unterlippe.
„Er ist
tief in dir, nicht wahr? Ganz tief in dir. Füllt deine kleine
Pussy aus. Zieh
die Muskeln um ihn enger zusammen, Baby…lass mich wissen,
dass du ihn in dir
haben willst und ihn am liebsten nie wieder gehen lassen
möchtest…enger…“
Buffy bog
ihren Rücken durch, als ihre Finger sich schneller bewegten
und sie quälend
streichelten. Sie rieb sie hart gegen das Nervenbündel, das er
schon so oft
geleckt hatte und ihr einen Orgasmus nach dem anderen beschert hatte.
Selbst
jetzt konnte er ihren Geschmack auf seiner Zunge schmecken.
Süß und saftig wie
eine Südfrucht. Er würde ihren Kitzler mit seiner
Zunge umschlängeln, immer
wieder und wenn er spüren würde, dass sie ihrem
Höhepunkt entgegen eilte, würde
er seinen Mund darum verschließen und hart daran saugen,
während er seinen
Mittelfinger immer wieder in sie hinein schieben würde.
Und sie würde
schreien!
So laut
schreien, dass ihm die Ohren klingeln würden.
Er hatte
es schon so lange nicht mehr gehört und er wünschte
sich nichts sehnlicher,
als es wieder zu hören.
Er wollte
hören dass sie ihm sagte, dass sie ihn liebte. Dass sie ihre
Liebe zu ihm
herausschrie und natürlich wollte er es auch hören,
wenn sie danach eng
aneinander gekuschelt im Bett zusammen lagen.
Aber
dieser Wunsch konnte ihm jetzt noch nicht erfüllt werden.
Nicht, wenn noch
jemand im Haus war, der angerannt kommen würde, wenn Buffy
anfing zu schreien.
Nein, das
musste wohl oder übel warten.
Buffys
ganzer Körper war angespannt, um sich endlich Erleichterung zu
verschaffen.
Ihre Hüften stießen nach oben gegen ihre eigene Hand.
„…Oh…Oh…Ja…“
leises Gestöhne kam aus ihrem Hals.
„Ja,
Baby“, ermunterte er sie. „Das ist es, was du
brauchst. Lass dich
fallen…los, tu es…“
Als er
sah, dass sie kurz davor stand, das zu erlangen, nach dem sie suchte,
flüsterte
er ihr ins Ohr.
„Denk an
mich, Buffy“, raunte er. „Sieh MICH.“
Das war
alles was sie brauchte, um zum Orgasmus zu kommen. Sie genoss ihn und
biss sich
dabei fest in die Unterlippe.
Spike
beobachtete sie fasziniert, als sie sich ins Wasser
zurücklehnte.
„Buffy“,
sagte er leise. „Ich hatte Recht. Du bist
erstaunlich.“
Plötzlich
setzte sie sich auf, öffnete ihre Augen und schaute sich im
Raum um.
Er blieb
ganz still sitzen. Es schien, als ob sie ihn genau ansehen
würde und er fragte
sich, ob etwas ganz tief in ihr ihn wirklich sehen konnte, wirklich
wusste, dass
er da war.
Aber das
Gefühl dauerte nur einen Momentlang an. Sie
schüttelte den Kopf, zog dann den
Stöpsel heraus und kletterte aus der Wanne.
Sie
wickelte sich ein Handtuch um ihren Körper, schaltete das
Badezimmerlicht aus
und ging zurück in ihr Schlafzimmer.
Spike lächelte.
„Zeit für Runde zwei!“
![]()
Spike setzte
sich auf Buffys Bett. Er sah ihr dabei zu wie sich abtrocknete und sich
ihr
Nachthemd anzog.
Er grinste wie
ein Idiot, während er sie von Kopf bis Fuß
betrachtete. Sie hatte sein
Lieblingsnachthemd angezogen. Es war aus rosafarbener Seide, reichte
ihr bis zu
den Knien und es hatte kleine Samtbändchen an jeder Seite. Der
tiefe Ausschnitt
ermöglichte ihm einen perfekten Ausblick auf ihr
Dekoltée, wenn sie sich nach
vorne beugte.
„Gott, ich
könnte
schwören dass du spürst, dass ich hier bin, Liebes.
Zuerst das Lavendelöl und
nun noch das Nachthemd. Du weiß dass ich es an dir
liebe.“
Buffy setzte
sich in einen Stuhl, der am Fenster stand und zog die Spangen aus ihrem
Haar.
Spike sah entzückt zu, wie ihr honigblondes Haar ihren
Rücken hinunterlief.
Weiche Locken, die durch den Wasserdampf im Bad entstanden waren,
umrahmten ihr
Gesicht.
Als sie ihr Haar
kämmte, starrte sie zum Fenster hinaus, das leicht
geöffnet war, um die kühle
Abendluft hineinzulassen. Er konnte den leichten Geruch des Ozeans
riechen, der
sich ein wenig salzig im Raum verteilte.
Als er seinen
Blick wieder auf Buffy richtete, sah er, dass sie ihr Haar fertig
gekämmt hatte
und nun zu den Sternen hinaufsah. Ihr süßes Gesicht
sah traurig aus. Es tat
ihm im Herzen weh, sie so zu sehen, aber er tröstete sich mit
dem Gedanken,
dass er sehr bald wieder bei ihr sein würde und alles in
seiner Macht stehende
tun würde, um sie nie wieder so traurig zu sehen.
„Komm ins
Bett, Baby“, sagte er leise.
Mit einem tiefen
Seufzer stand Buffy auf und knipste das Licht auf ihrem Nachttisch aus.
Dann zog
sie die Decke beiseite und krabbelte darunter. Er wartete bis sie sich
zum
Schlafen hingelegt hatte und legte sich neben sie.
„Buffy“,
flüsterte
er. „Ich liebe dich, Baby. Ich versuche alles
mögliche, um zu dir zurückzukehren.
Aber…falls ich es nicht schaffen sollte, denk bitte immer
daran, wie sehr ich
dich liebe und sei bitte nicht mehr traurig. Ich weiß, dass
du mich auch
geliebt hast.“
Sie drehte sich
zur Seite und umarmte ihr Kissen. Spike konnte nicht anders, er musste
lächeln.
Sie schlief immer wie ein kleines Kind auf ihrem Bauch und hatte ein
Bein
angewinkelt. Der einzige Unterschied war, dass sie ihre Arme um das
Kissen legte
anstatt um einen Teddybären.
Er sah sich in
ihrem Zimmer um und sah, dass sie nicht sehr viele Dinge aus Sunnydale
hatte
retten können. Er erkannte ein paar Dinge, einige Bilder und
andere
Kleinigkeiten, die sie über die Jahre gesammelt hatte. Er
konnte ihr Fotoalbum
sehen, das direkt neben ihrem Highschool Jahrbuch stand.
Es gab nicht
sehr viel, was sie an ihre Kindheit hätte erinnern
können. Dies war das Zimmer
einer erwachsenen Frau, während ihr altes Zimmer immer einen
leichten Touch von
Kinderzimmer gehabt hatte.
Es hingen keine
Poster von irgendwelchen Popbands an den Wänden, stattdessen
hingen gerahmte
Bilder von einigen bekannten Künstlern an der Wand.
Der Spiegel
über
ihrem Schminktisch war nicht mehr länger mit den Fotos von
ihren Freunden und
Highschool Bällen behangen.
Alles was ihr
noch von der Armee von Stofftieren geblieben war, war ihr kleines
Schwein. Er
war glücklich zu sehen, dass es dem Schicksal entgehen konnte,
das all seinen
Kollegen zum Verhängnis geworden war. „Sieh
an…Mr. Gordo. Wie ich sehe hast
du es auch geschafft. Hast du denn gut auf unser Mädchen
aufgepasst?“
Er zuckte
zusammen, als Buffy plötzlich ihren Kopf bewegte und ihn
direkt ansah. Sie
rollte sich auf ihren Rücken und setzte sich auf. Dann steckte
sie sich einen
Finger in ihr Ohr und schüttelte leicht den Kopf…so
als ob sie Wasser im Ohr
hatte.
„Leg dich
hin,
Süße“, sagte er zärtlich. Ohne
einen Augenblick zu zögern tat sie es.
Spike grinste
breit. Wenn sie ihre Folgsamkeit auch noch beibehalten würde,
wenn er wieder
ganz und gar bei ihr war, könnte er es zu seinem Vorteil
nutzen.
Es wäre
für
eine kurze Zeit garantiert sehr amüsant, doch er liebte Buffys
Geist und ihre
freche Art. Selbst nachdem sie ihre psychische Beziehung angefangen
hatten,
hatte sie so tun können, als ob sie schwer zu haben sei.
Und er hatte es
immer sehr aufregend gefunden, ihren Willen zu brechen.
Manchmal hatte
sie ihm die kalte Schulter gezeigt und sich von ihm abgewandt. Ein
anderes Mal
hatte sie so getan, als ob sie schwer zu haben wäre und war
vor ihm weggerannt,
als ob der Teufel hinter ihr her gewesen wäre. Er war meistens
lachend hinter
ihr her gerannt und hatte versucht sie einzuholen. Das hatte
öfter als einmal
damit geendet, dass sie sich im nassen Gras gewälzt hatten
Nur die
Erinnerungen an diese Zeit bescherte ihm sofort wieder eine Erektion.
Neben ihn
liegend seufzte Buffy ruhelos. Sie trat die Decke beiseite,
als ob es
darunter zu heiß wäre.
„Vielleicht“,
flüsterte Spike und lehnte sich zu ihr herüber,
„solltest du dein Nachthemd
ausziehen und nackt schlafen. So wie wir es immer gemacht
haben…erinnerst du
dich, Liebes? Wir haben im Bett niemals etwas angehabt, denn wir
wollten nicht,
dass uns etwas im Weg stand, wenn einer von uns seiner Lust nachgeben
wollte.“
Buffy war immer
sehr nachgiebig gewesen, wenn ihm dies passiert war. Es war so als ob
sie genau
gewusst hatte, dass er nichts dagegen machen konnte, dass er manchmal
einfach
wach wurde und einen Drang verspürte, sich in ihr zu vergraben.
Die meisten
Mädchen
würden zur Furie werden, wenn man sie in ihrem
Schönheitsschlaf störte. Sie würden
ihn selbstgefällig und egoistisch nennen. Da hätte er
sich auch gleich einen
Strick nehmen können, falls er nicht die Frau lieben konnte,
ohne die er nicht
mehr leben wollte.
Aber so
schwierig Buffy auch sein mochte, sie hatte ihn nie abgewiesen und er
konnte
sich nichts Schöneres vorstellen, als ihren Körper
unter sich liegen zu haben.
Er erinnerte
sich an eine Gelegenheit, bei der er sie ganz früh morgens
geweckt hatte. Sie
war noch total kaputt von der Patrouille und war noch nicht mal
völlig wach
gewesen, als er sich auf sie gelegt hatte.
Sie hatte ihn
gewarnt, dass sie zu müde war, um sich dem Spaß und
Spielen zu widmen, aber er
war in sie hinein geglitten und hatte begonnen, sich langsam
in ihr zu
bewegen. Er hatte ihr gesagt, dass es okay
wäre…denn es wäre zur Abwechslung
auch mal schön, es auf die gute, alte viktorianische Art zu
machen…das hieß
die Frau bleibt ruhig liegen und der Mann verrichtet die Arbeit..
„Komm
schon,
Liebes…zieh es aus. Du weißt dass du es
willst“, trieb er sie an. „Stell
dir einfach vor, dass ich neben dir liege und dich darum
bitte.“ Er lachte
leise. „Du liebst es, wenn ich bettle, nicht wahr? Du hast
dich immer gefreut,
wenn du deine dominante Seite zeigen durftest…und es hat
auch immer geklappt.
Alles was du tun musstest war, mit deinem herzförmigen Hintern
zu wackeln und
ich lag dir zu Füßen.“
*** ***
„Nun zieh
dein
Nachthemd aus, Schatz. Ich will dich nackt sehen.“
Buffy wälzte
sich im Bett herum, als ob sie die richtige Stellung zum Schlafen
suchte und
setzte sich auf einmal auf.
„Das ist
viel
zu heiß hier“, murmelte sie, zog die
rosafarbene Seide aus und warf
diese zur Seite.
Sie legte sich
wieder hin und starrte an die Decke. „Nun schlaf
ein“ sagte sie zu sich
selbst und schloss ihre Augen.
„Noch
nicht,
Liebes“, sagte Spike. Er wollte noch etwas weiter
experimentieren. Er steckte
eine Hand aus und berührte ihren Arm mit seinem Zeigefinger.
Die Empfindung
raste durch seinen Körper. Er konnte sie fühlen!
Obwohl es nur leicht und
oberflächlich war, hatte er sie wirklich berührt.
Als Buffy kurz
den Atem anhielt, konnte Spike erkennen, dass sie es auch
gespürt hatte.
„Buffy…spreiz
deine Beine. Ganz weit…ich möchte etwas
ausprobieren.“
Sie seufzte tief
und gehorchte. Ihre Augen waren geschlossen und ihre Arme lagen unter
dem
Kissen.
Er rutsche im
Bett hinunter und nahm seinen Platz zwischen ihren Schenkeln ein. Er
sah auf sie
herab und leckte sich über seine Lippen.
Da war
es…sein
eigenes Paradies auf Erden. Das süßeste
Stück Fleisch, das er jemals probiert
hatte.
Sie sah dort
unten genauso hübsch aus wie sonst auch. Ihre Beine waren
leicht gebräunt und
ihr Geschlecht wurde von fein säuberlich rasierten,
hellbraunen Löckchen
umrahmt. Wenn sie heiß war, glitzerten diese
Löckchen durch die Feuchtigkeit,
die ihr junger Körper produzierte.
Er senkte seinen
Kopf, wanderte mit seiner Zunge ihre Spalte entlang und wartete auf
ihre
Reaktion.
Obwohl ihre
Augen immer noch geschlossen waren, konnte er an den Bewegungen ihres
Körpers
erkennen, dass sie auf irgendeiner Weise gespürt hatte, was er
getan hatte.
Nach einem
kurzen Moment rollte ihr Kopf zur Seite und sie
öffnete leicht ihren Mund.
Er sah wie ihre rosafarbene Zunge hervorschnellte und ihre Lippen
befeuchtete,
dann holte sie tief Luft und atmete langsam aus.
„Noch
mal“,
flüsterte sie seufzend.
Lächelnd
senke
er wieder seinen Kopf und leckte von unten nach oben, bevor er
vorsichtig an
ihrem Kitzler saugte.
Mit Sicherheit
wusste sie was vorging. Er hatte ihr Liebesspiel immer so angefangen.
Er wartete und
sie hob leicht ihre Hüften an.
„Spike“,
wimmerte sie. „Bitte….“
„Ja, Baby.
Ich
tue alles für dich“, versprach er, dann sank er
wieder hinunter und leckte
und saugte an ihr, bis sie nur noch keuchend dalag.
„Komm
schon,
Baby“, sagte er und stoppte kurz. „Tu es. Ich will
deinen Saft schmecken.
Ich hab solch einen Heißhunger darauf…“
Als er sich ihr
wieder widmete, stellte er mit Freude fest, dass er noch ein bisschen
mehr Druck
ausüben konnte und dass sein Geschmackssinn langsam wiederkam.
Es war zwar nur
ganz schwach…wie leicht aromatisiertes
Wasser…aber er konnte etwas
schmecken.
Ihr Atem
beschleunigte sich und er wusste, dass es nicht mehr lange dauern
würde. Er
versteifte seine Zunge und schob sie so tief es ging in sie hinein. Er
hoffte
nur, dass sie es spüren konnte.
„Ahh…oh…oh
Gott“, stöhnte Buffy. Ihre Hüften bewegten
sich auf und ab, während er
seine Zunge in ihr bewegte.
Sie kam, als er
sich wieder ihrem Kitzler widmete und ihn rau mit der Zunge umfuhr. Ihr
Geschmack war jetzt etwas stärker und er schüttelte
seinen Kopf, um die
Vibration zu verstärken.
Als alles vorbei
war, fiel Buffy erschöpft auf das Bett zurück und
schnappte nach Luft.
„Oh mein
Gott…was zur Hölle ist hier los?“
jammerte sie.
Spike grinste.
„Ich bin es, Baby. Ich bin auf dem Weg zurück zu
dir. Ich werde es dir
richtig zeigen können, wenn ich wieder da bin.“
Er stand vom
Bett auf und ging durch die Schlafzimmerwand. Und betrat einen kleinen
Balkon.
Er schaute in
den mitternachtsblauen Himmel und pfiff einmal laut auf seinen Fingern.
„SANDY?“
rief er laut. „Wie wäre es mit einem
Zwischenbericht, Liebes?“
Er wartete, doch
alles was er hören konnte, waren die Wellen des Ozeans, die an
die Brandung
klatschten und sich dann in den Grotten und Höhlen verteilten.
„Ah, komm,
Sandy“, stöhnte er. „Ich werde noch
bekloppt hier. Wenn ich nicht bald
irgendetwas richtig anfassen kann…dann werde
ich…nun, ich kann dann für
nichts garantieren“, fügte er warnend hinzu.
„Droh mir
bloß
nicht, du unverbesserlicher Rowdy“, sagte Melisande scharf.
Spike lachte.
„Ooohh…Du bist aber mutig heute,
Glöckchen. Ich sollte wohl Angst haben,
huh?“
Sie sagte nichts
für einen Moment. „Wie würde es dir
gefallen, wenn ich mich einfach nicht
mehr um dich kümmere und dich hier so wie du bist allein
lasse?“ fragte sie.
„Nein…bloß
nicht. Das würde mir überhaupt nicht
passen“ sagte er schnell.
„Nun,
für
jemanden, der das überhaupt nicht mag“, informierte
sie ihn, „bettelst du
quasi danach.“
„Tut mir
leid“, sagte er zustimmend. „Ich werde
artig sein.“
Er hörte ein
ungläubiges Prusten. „Was willst du denn schon
wieder?“ fragte sie.
„Ich wollte
nur wissen, wie die Reparatur vorangeht, Liebes. Seid ihr bald
soweit?“
Melisande
seufzte. „Ich habe eine gute und eine schlecht Nachricht
für sich“, sagte
sie. „Welche willst du zuerst hören?“
Spike klatschte
sich mit einer Hand vor die Stirn. Er hasste es, wenn er so etwas
gefragt wurde.
Die gute Nachricht war nie besser als die Schlechte.
„Die
gute“,
sagte er gelangweilt.
„Wir haben
Petrus gefunden.“
„Und die
schlechte?“
„Wir haben
ihn
wieder verloren.“
„WAS?“
schrie Spike. „WIE?“
„Oh…wir
haben ihn nicht wirklich verloren... in dem Sinne, dass wir ihn nicht
finden können“,
erklärte Sandy umständlich. „Es ist nur so
dass er…nun…“
„Er ist
besoffen!“ ging Spike dazwischen. „Schon
wieder!“
„Er hat
sich
mit Paulus und Lukas einen genehmigt. Du weißt doch wie sie
sind.“
„Ja! Das
weiß
ich!“ Spike war wirklich frustriert. „Sie sind ein
Haufen alter Narren, die
ihre ganze Zeit damit verbringen, Wein zu saufen und den alten Zeiten
mit dem
großen Meister nachzutrauern.“ Er winkte
angewidert ab. „Eine nette
Art, sich vor…“
„Sprach der
nüchterne
und abstinente junge Mann…der das Himmelstor Blutrot
angemalt hat und ein
Schild daran befestigte, auf dem stand: Spikes
Place…wir haben uns auf die sieben Todsünden
spezialisiert“ erwiderte
sie trocken.
Spike rollte mit
seinen Augen. Er hatte schon immer gewusst, dass ihm DIESES
Missgeschick
irgendwann einmal unter die Nase gerieben würde.
„Hey!“ sagte er und erhob
seinen Finger. „Ich habe mich dafür
entschuldigt…UND…ich habe das Tor
auch wieder umgestrichen…obwohl ich den schlimmsten Kater
meines Lebens
hatte.“
„Okay“,
sagte Sandy. „Was ist mit dem einem Mal, als du Michael und
Raphael gesagt
hast, sie sollten mit dir ins Jahr 1880 zurückgehen und dort
das Etablissement
von „Madam Claire´s“
besuchen…oder wie du es gesagt hast…dass sie sich
mal so richtig austoben sollten, um ihre verdammte Unschuld zu
verlieren.“
„Was?“
fragte er schulterzuckend. „Es war doch nur ein
Pub.“
„Es war ein
Bordell!“
Spike konnte
nicht anders, er musste kichern. „Ja“, sagte er und
erinnerte sich daran,
als er zum ersten Mal da gewesen war. „Und es war eins der
besten“, gab er kühn
zu.
„Wirklich?“
fragte sie kalt. „Und du weißt das so genau,
weil…?“
Er zog den Kopf
ein. „Ist auch egal“, murmelte er und sagte dann:
„Aber…es ist ja nichts
Schlimmes passiert.“
„Weil
Gabriel
früh genug da war, um euch aufzuhalten!“ sagte Sandy
lauter. „Ihr drei wart
so voll, dass ihr noch nicht einmal gerade stehen konntet. Nur Gott
allein weiß,
was alles hätte passieren können.“
„Oh, komm
schon, Liebes,“ versuchte er sie zu beschwichtigen.
„Das SCHLIMMSTE, was hätte
passieren können, wäre, dass sie mal so richtig
durchgebumst worden wären.
Das wäre doch nicht das Ende der Welt gewesen, oder?“
Melisande
seufzte ein weiteres Mal. „Muss ich dich daran erinnern, dass
sie ERZENGEL
sind? Ihre STÄRKE liegt IN ihrer UNSCHULD!“ sagte
Melisande bestimmend.
„Nun ja,
aber
ich…“
„Und lass
mich
erst gar nicht davon anfangen, als du dem Himmelschor dieses
unmögliche Lied
beigebracht hast.“
„Komm
schon“, sagte er verteidigend. „Dieser Song ist
wirklich ein Klassiker. Das
solltest du wissen.“
„SYMPATHY
FOR
THE DEVIL?“ quiekte sie so laut, dass ihm die Ohren
klingelten. „Glaubst du
wirklich, dass DIES der Song ist,. den irgendjemand hören
will?“
„Ich wollte
nur…“
„Du hat den
Himmelschor verdorben!“ schrie sie ihn an. „Wenn
man im Glashaus sitzt,
sollte man nicht mit Steinen werfen, mein Freund.“
Spike tat es
leid, dass er überhaupt mit der ganzen Sache angefangen hatte.
„Also, was ist
denn nun los mit Petrus?“ fragte er und hoffte, dass sie sich
etwas beruhigen
würde.
„Petrus“,
erwiderte sie leicht sauer. „Schläft ruhig und
friedlich in einem Ruderboot
in der Mitte des Sees.“
„Es ist
angeln
gegangen?“
„Er war
angeln.“
Spike schloss
die Augen und massierte seine Schläfen, als ob er
Kopfschmerzen hätte.
„Kann ihn
irgendjemand zurückholen? Bitte?“
„Wir
arbeiten
daran“, sagte Sandy. „Ich komme zu dir
zurück, also…benimm dich.“
Er setzte sich
auf eine kleine, steinerne Bank, während er wartete, aber dann
wanderten seine
Augen hungrig zu der Balkontür, die in Buffys Schlafzimmer
führte.
Ein kleines
Lächeln
spielte auf seinem Gesicht.
„Nun…es
sieht ganz so aus, als ob es noch etwas dauern
würde.“
Er stand auf und
ging durch die Tür. Dieses Mal spürte er einen
stärkeren Widerstand. Was nur
bedeuten konnte, dass sein Köper noch mehr Gestalt annahm.
„Wurde auch langsam Zeit“, murmelte er.
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Während
sie zwischen ihren zerwühlten Laken lag, spiegelte sich das
Lächeln einer sehr
befriedigten Frau auf ihrem Gesicht.
Spike
erinnerte sich nur zu gut an dieses Lächeln. Es war eines
seiner liebsten,
obwohl sie sehr viele Versionen davon hatte.
Wenn sie
glücklich war, hatte sie ein `Knock Out´
Lächeln,
das heller war als eine Glühbirne. Ihre
Zähne blitzten dann und ihre
grasgrünen Augen leuchteten glücklich.
Das
siegreiche Grinsen, nachdem sie einen Kampf gewonnen hatte, gefiel ihm
auch sehr
gut. Das Feuer in ihren Augen war ein gefährliches
Glühen. Ihre Lippen waren
leicht geöffnet und ihre Wangen von der Anstrengung
gerötet. Seine kleine
Kriegerin war schon ein atemberaubender Anblick.
Aber das Lächeln,
welches sie nun trug, war das, was ihn in die Knie zwang. Die feuchten
Kurven
ihrer Lippen zusammen mit dem müden, irritierten Blick in
ihren Augen waren
eine Kombination, bei der er sich wünschte, sie immer wieder
glücklich zu
machen.
Es war die
Erinnerung an dieses Lächeln, was ihn damals dazu veranlasst
hatte zu gehen und
nur ein kleines bisschen von dem Mann wieder zu finden, der er einmal
gewesen
war…der Mann, den sie verdiente.
Er setzte
sich vorsichtig auf das Bett. Dann lehnte er sich zu ihr
herüber und flüsterte
in ihr Ohr: „Ich liebe dich, Buffy.“
Sie drehte
ihren Kopf und es schien, als würde sie ihn ansehen. Sie hob
eine Hand und
streckte sie aus, aber sie ging durch ihn hindurch und keiner von
beiden fühlte
etwas.
Seufzend
rollte er sich neben sie auf seinen Rücken. „Es tut
mir leid was ich gesagt
habe…du weißt schon…das letzte Mal als
wir zusammen waren. Es tut mir leid
dass ich dir nicht geglaubt habe. Ich…ich dachte nur, dass
du versucht
hast…ich weiß nicht…nett sein zu wollen
zu demjenigen, der
bald sterben wird.“
Buffy
setzte sich auf und strich sich das Haar aus dem Gesicht. Sie drehte
sich um,
sah aus dem Fenster und hörte dem Rauschen der Wellen zu.
Spike
beobachtete sie und fragte sich, woran sie wohl dachte.
„Aber,
Baby“, fügte er hinzu und setzte sich ebenfalls auf.
„Ich komme zu dir zurück.
Du brauchst nicht mehr traurig sein, Liebes. Und falls du es
sagst…WENN du es
noch einmal sagst…dann werde ich dir glauben…und
ich werde es auch sagen.
Ich schwöre bei Gott, dass ich es auch sagen werde.“
Sie
zitterte leicht, obwohl es eine sehr warme Nacht war.
„Ich
hoffe nur dass du dich freust, mich wieder zu sehen.“ Spike
lachte leise.
„Denn ich glaube nicht, dass sie mich dort noch einmal
hinlassen…wo ich die
ganze Zeit war. Seele oder nicht…Ich habe einige
unmögliche Dinge getan, während
ich da war.“ Er lächelte als er sich daran
erinnerte. „Du kennst mich,
Liebes, wenn ich die Chance bekomme, Unsinn zu machen, mache ich ihn
auch…da
ist der Himmel keine Ausnahme.“
Buffy
wickelte sich das Bettlaken um ihren Körper, als sie aus ihrem
Bett kletterte
und zur Balkontür herüber ging. Sie öffnete
sie und schaute zu den Sternen
hinauf.
Spike
folgte ihr. „Ich habe dir so viel zu erzählen,
Buffy. Über den Ort wo ich
war. Übrigens…wusstest du, dass das jeder von
diesen Sternen einen Namen hat?
Und ich meine nicht die Namen, die wir Menschen ihnen gegeben haben.
Ich spreche
von den Namen, die sie bekommen wenn sie entstehen.“
Er stellte
sich ganz dich hinter sie. „Melisande…sie ist mein
Begleiter. Ich habe dir
von ihr erzählt, erinnerst du dich? Ist auch egal...also, die
sagte mir, dass
niemand ihre Namen weiß…außer die da
oben natürlich. Die Namen stehen alle
in einem Buch und jedes Mal, wenn ein neuer geboren wird,
fügen sie den Namen
in dem Buch hinzu. Kannst du dir vorstellen, wie dick dieses Buch sein
muss?“
Buffy lächelte,
als ob sie ihn gehört hätte.
Spikes
Stimme wurde etwas leiser. „Eigentlich sollte ich dir das
nicht sagen“,
sagte er, „aber ich habe ein Geheimnis über den
Himmel erfahren. Es ist…“
„Was
habe ich dir über das Ausplaudern von Geheimnissen gesagt?
Willst du wirklich,
dass ich dir den Boden unter den Füßen
wegziehe?“
Er war
kurz irritiert durch Melisandes Stimme, erholte sich aber schnell.
„Sandy!
Bist du mit guten Nachrichten gekommen?“
„Nun…“
„Habt
ihr Petrus gefunden?“ fragte er und ging auf den Balkon
hinaus.
„Ich
wollte gerade…“
„Repariert
er das Portal?“
„Ich
versuche…“
„Sag
ihm, dass er seinen verdammten Arsch in Bewegung bringen soll,
okay?“
„Wenn du
nicht damit aufhörst, mich zu unterbrechen, klebe ich dir den
Mund zu“,
verwarnte sie ihn. „Nun HÖR mir endlich zu. Das
Portal funktioniert wieder,
aber…“
„Aber
was?“ knurrte er. „Aber WAS?“
„Nun, es
sieht ganz so aus als hätten wir…den
Schlüssel…verlegt.“
Spike
konnte nicht glauben, was er da hörte. „Du hast ihn
verloren? DU HAST DEN
VERDAMMTEN SCHLÜSSEL VERLOREN?“ er warf frustriert
die Hände in die Höhe.
„Das ist ja mal wieder perfekt…einfach wundervoll!
Was in Gottes Namen
machst du mit mir?“
„Sprich
leiser.“
„Einen
Scheiß werde ich tun! Was ist denn eigentlich mit euch los?
Was…? Du kannst
dich an die Namen von den Sternen am Himmel erinnern, aber du kannst
nicht
sagen, wo du deine Schlüssel gelassen hast?“
Melisande
wartete geduldig seinen Anfall ab. „Du
weißt…dass du dich auf sehr dünnem
Eis befindest und im Moment darauf auf und ab
hüpfst?“
Spike
rollte mit den Augen. „Das war in meinem verfluchten Leben
noch nie anders, Glöckchen“
knurrte er.
„Ja, das
weiß ich“, erwiderte sie. „Nun geh wieder
zurück zu deiner Freundin. Es
wird nicht mehr lange dauern.“
Eine
unsichtbare Hand legte sich auf seinen Rücken und schob ihn
zurück in Buffys
Schlafzimmer.
Sie stand
immer noch an der Tür und schaute in den Himmel hinauf.
„Spike“,
sagte sie leise und zog seine Aufmerksamkeit sofort auf sich.
„Bist du
irgendwo dort oben?“
„Nein,
Baby…ich bin genau hier. Bei dir.“ Er stellte sich
ganz nah neben sie und
roch an ihrem Haar. „Kannst du mich denn nicht
spüren, Liebes? Ich bin dir so
nah, ich kann die Wärme deines Körpers
fühlen.“
Er war
geschockt als er sah, wie ihr eine Träne langsam über
die Wange lief. „Nein,
nicht weinen“, flehte er. „Es wird nicht mehr lange
dauern. Sandy hat es
versprochen.“
„Spike…falls
du mich hören kannst“, murmelte Buffy und wischte
sich mit dem Handrücken
die Tränen fort. „Ich will dass du weißt,
dass ich es ernst gemeint habe.
Ich liebe dich. Ich habe dich schon
so
lange geliebt, dass ich noch nicht einmal
weiß…wann es angefangen hat,
aber…aber ich würde alles in der Welt darum geben,
um noch einmal eine Chance
zu bekommen, es dir zu sagen.“
„Du
bekommst die Chance, Baby“, versprach er. „Wir
beide bekommen sie.“
***
***
Sie zog
die Tür zu und krabbelte wieder ins Bett. Das Laken, das sie
sich um ihren Körper
gewickelt hatte, fiel zu Boden und entblößte ihren
nackten Körper.
Wie er es
schon sehr oft gemacht hatte, zog er sich automatisch aus und legte
sich neben
sie ins Bett.
„Leg
dich auf deinen Rücken, Liebes.“
Als sie
das tat, was er von ihr verlangte, legte er vorsichtig eine Hand auf
ihren
Bauch. Er konnte ihre sanfte Haut spüren und
lächelte, als sie scharf Luft
holte.
Ohne
weiter darüber nachzudenken, wanderte seine Hand nach oben zu
ihren Brüsten.
Er streichelte sie und fuhr dabei mit seinem Daumen immer wieder
über ihre
harten Nippel.
„Oh,
Gott…“, hörte er sie stöhnen.
„Spike…“
„Ja,
Baby. Ich bin hier“, sagte er. „Ich
berühre dich. Du kannst es spüren,
oder?“
„Bitte…oh,
bitte…“
Er lächelte
als sie ihren Rücken durchbog und nach seinen
Berührungen suchte. Er war
begeistert, dass es wirklich funktionierte, also nahm er das weiche
Fleisch
ihrer Brust in seine Hand und drückte sie zärtlich.
„Buffy…ich
kann dich immer mehr spüren.“ Er lehnte sich
über sie und ließ seine Zunge
um ihre Nippel wandern. Sie keucht und stöhnte,
während sie sich in das
Bettlaken krallte.
„Ich
habe deinen Geschmack vermisst, Liebes“, flüsterte
er.
Er sah zu
ihr hinauf und konnte sehen, dass ihre Augen geöffnet waren
und sie leicht
benommen aussah. Er verschloss seinen Mund um eine ihrer Brustwarzen
und saugte
daran.
Als er
eine Hand zwischen ihre Schenkel gleiten ließ, spreizte sie
instinktiv ihre
Beine. Sein Finger fand sehr schnell die Stelle, an der sie sehr
empfindlich war
und rieb sie.
Buffys
Kopf schnellte von links nach rechts, als er seinen Mittelfinger immer
wieder in
sie schob. Seine Hand wurde durch ihren körperlichen Gleitfilm
immer feuchter,
während er sie befriedigte.
„Spike…“
ihre Stimmer hörte sich verzweifelt an. „Ich brauche
dich…ich brauche
dich…“
Ihre Worte
brachten ihn um den Verstand. Ohne darüber nachzudenken,
kniete er sich
zwischen ihre gespreizten Beine und rieb mit der Spitze seines Gliedes
gegen
ihren feuchten Eingang.
Als er den
richtigen Winkel hatte, begann er sich langsam in sie zu schieben.
„Verdammt“,
stöhnte er. „Es klappt…es klappt
wirklich.“
Er zog
sich vorsichtig aus ihr heraus, um sich dann mit einem Stoß
in ihr zu
vergraben. Er stöhnte bei dem Gefühl, endlich wieder
in ihr zu sein, laut auf,
denn es war etwas, das er niemals für möglich
gehalten hatte.
Sie
winkelte ihre Beine so an, dass ihre Füße flach auf
der Matratze standen. Sie
hob ihre Hüften, um seinen Stößen entgegen
zu wirken. „Mehr“, wimmerte
sie. „Härter…“
Er
gehorchte ihr. Mit jedem Stoß konnte er merken, dass sein
Körper mehr fühlen
konnte.
„Buffy“,
stöhnte er in ihr Ohr. „Ich liebe
dich…Ich liebe dich.“
„S…Spike?“
Er öffnete
seine Augen und sah, dass sie ihn anstarrte. Sie sah durcheinander aus
und er
fragte sich, ob sie ihn genauso sehen wie fühlen konnte.
„Ich bin hier,
Liebes. Genau hier.“
Seine Hüften
bewegten sich schneller und er stieß wie eine Maschine in sie.
„Buffy,
Buffy, Buffy“, flüsterte er immer wieder.
„Ja, Baby…das ist es…ahh…das
ist mein Mädchen.“
Das Vergnügen
war unglaublich und er konnte nicht anders, er musste daran denken, als
sie
unsichtbar gewesen war und dass ihre Rollen jetzt vertauscht waren,
während er
auf ihr lag und sich langsam in ihr bewegte.
Er war so
mit der Sache beschäftigt, dass er gar nicht bemerkte, dass
Melisande neben dem
Bett auftauchte.
„Gute
Nachrichten!“ sagte sie freudig. „Ich habe den
…Oh!“ Sie drehte sich
schnell um und drehte den Liebenden den Rücken zu.
„Nun, das ist echt
peinlich“, murrte sie.
Sie zählte
leise bis sechzig, aber es sah nichts so aus, als ob die beiden bald
fertig wären,
also ging sie auf den Balkon.
„Ähm…ich
habe mich gefragt“, sagte sie und schaute in den Himmel
hinauf, „ ob er
wirklich für die ganze Sache wieder zurückkommen
muss…? Es scheint ein
riesengroßes Durcheinander zu sein und die beiden sind sehr
beschäftigt…Ja,
Sir…ich weiß, dass er wirklich ein
unmöglicher Gast war…Wer weiß das
besser als ich…? Okay, SIE auch, aber…Nun, er hat
es versucht…Ich weiß,
aber er kann nichts dafür…Ja, aber wer kann das
schon…?Außer das, mein
ich…Ich weiß, aber…Ja, das stimmt, aber
Sie können nicht…das denke ich
auch, aber ich…Okay, wenn Sie es nicht für ihn tun
wollen, dann tun Sie es für
sie…Nun, SIE sind derjenige, der sie auserwählt
hat…Bitte, Sir…In den
ganzen fünftausend Jahren habe ich Sie nie um einen Gefallen
gebeten…Danke…Ja…ich bin schon
unterwegs…“
Sie
schlich langsam zur Tür und lauschte. Es hörte sich
immer noch nicht so an,
als ob sie bald fertig wären.
„Okay
mein Freund“, sagte sie. „Von jetzt an liegt es an
dir. Versau es
nicht…und falls du mich brauchst, weißt du ja wo
du mich findest.“
Lächelnd
warf sie ihnen einen Kuss zu und verschwand.
***
***
Er konnte
fühlen, wie sie ihre Beine um seine Hüften legte und
ihre Fingernägel sich in
seinen Rücken gruben.
Er ließ
sich auf seine Vorderarme sinken und bewegte seine Hüften
seitwärts, veränderte
dadurch den Winkel seiner Penetration und genoss ihr lustvolles
Gestöhne.
Er legte
den Kopf leicht zur Seite und schloss konzentriert
seine Augen. „Baby…ja…oh,
ja…das fühlt sich so gut an…so
gut…Ein bisschen fester,
Süße…das ist es…tue
es…Fick
mich…ja…ja…“
Unter ihm
schob Buffy ihren Unterkörper nach oben und signalisierte ihm
damit, dass er
mit all seiner Kraft in sie stoßen sollte.
„Ich
liebe dich“, keuchte sie. „Spike…ich
liebe dich. Oh mein Gott…das tu´
ich wirklich…bitte….bitte, glaub
mir…“
„Das tu´
ich auch, Baby…Ich liebe dich auch…Ich liebe
dich…und ich werde…oh,
Buffy…Ich komme…Es tut mir so leid, es ist
nur….so lange her…ich
kann…ich kann es nicht länger
zurückhalten…ich…oh,
verdammt…oh,
ja…kannst du es fühlen? Ich komme in dir,
Baby…bitte komme auch…bitte,
Baby…komm mit mir…ich brauche
das…“
Drei
weitere harte Stöße und er kam in ihr. Er klammerte
sich an sie, als auch sie
ihren Höhepunkt erlangte.
Als alles
vorbei war, fiel er erschöpft auf sie.
„Spike?“
flüsterte sie nach einem kurzen Moment. „Ist das
real?“
Mit großer
Anstrengung hob er den Kopf und schaute ihr in die Augen.
„Ja“, sagte er.
„Ich denke schon.“
Obwohl er
nicht ganz genau wusste was passiert war, war er sich sicher, dass
Melisande
irgendetwas damit zu tun hatte.
Buffy
legte ihre Hände an seine Wangen um sicher zu sein, dass sie
ihn auch wirklich
fühlte.
„Du
bist…du bist wirklich hier? Du bist
zurück?“ Tränen bildeten sich in ihren
Augen. „Wie?“
Spike schüttelte
seinen Kopf, weil er nicht genau wusste, wie er es ihr
erklären könnte. „Es
ist…eine lange Geschichte. Ich…“
Aber sie
schüttelte den Kopf. „Ist auch egal“,
sagte sie und hielt ihn fest. „Es
ist mir egal…solange du wirklich bei mir bist.“
Er senkte
seinen Kopf und ihre Lippen begegneten sich für einen
süßen, lang anhaltenden
Kuss.
Als er den
Kuss brach, lächelte er sie an. „Fühlte
sich das das real an?“
„Ja“,
sagte sie nickend und erwiderte sein Lächeln. „Sehr
real.“
Die Tränen
in ihren Augen waren verschwunden. Er wollte ihr noch so viel sagen,
aber das
wichtigste waren drei einfache Wörter. „Ich liebe
dich…Buffy.“
„Ich
liebe dich auch“, sagte sie und betonte jedes einzelne Wort.
„Das tue ich
wirklich!“
„Ich weiß,
Baby.“ Er seufzte und umarmte sie. „Ich
weiß.“
***
***
EIN JAHR
SPÄTER…
„Es war
eine schöne Hochzeit, nicht wahr?“
Melisande
nahm ihren Hut ab und warf ihn auf einen Stuhl. Dann sah sie nach oben
und lächelte.
„Danke,
dass Sie mich so schnell dazwischen schieben konnten. Ich
weiß wie beschäftigt
Sie sind.“ Sie holte tief Luft. „Ich wollte Sie um
einen Gefallen
bitten…Ja es handelt sich dabei wieder um ihn…Ich
weiß, aber er hat sich so
gewandelt…ich weiß das und ich denke, Sie sind
dankbar für das warme
Wetter… Hochzeiten, die draußen abgehalten werden,
können in dieser
Jahreszeit oft ins Wasser fallen…Ja, das Sternenlicht war
klasse…und der
Vollmond war zwar ein bisschen verwunderlich…ja, aber
zweimal in einem
Monat…? Daran werden sie sich die Zähne
ausbeißen wenn sie feststellen
wollen, warum das so ist…Ich weiß nicht
ob…Oh, ja entschuldigen Sie. Ich
wollte Sie nicht unnötig aufhalten…ja,
Sir…denken Sie ein kleines Wunder könnte
vollbracht werden…?Nun es handelt sich dabei
um….“
***
***
ACHT
WOCHEN SPÄTER…
Spike
schaute Buffy an und dann wieder auf das Stück Plastik, was er
in der Hand
hielt, um danach seinen Blick wieder breit grinsend auf Buffy zu
richten.
„Schwanger?!“
The End