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Spike
saß in einem kleinem
leeren Büro von Wolfram & Hart und starrte auf ein
leeres Blatt Papier, das
vor ihm lag.
Drei
Tage waren vergangen,
seitdem Angel und er aus Rom wiedergekommen waren. Er versuchte Buffy
zu
vergessen, da sie ja anscheinend glücklich war und er ihr
nichts anderes wünschte.
Doch irgendwie konnte er sie nicht aus seinem Kopf bekommen.
Er war
sich sicher, dass die
einzige Möglichkeit, sie zu vergessen darin bestand,
sich selbst zu vernichten. Sein Wunsch könnte
vielleicht bald
Wirklichkeit werden, wenn sie sich mit den Seniorpartnern anlegten,
denn diesen
Kampf konnten sie nicht gewinnen.
Angel
hatte ihnen den
Nachmittag frei gegeben, damit sie das tun konnten, was sie schon immer
mal
machen wollten.
Zuerst
wollte Spike sie
einfach anrufen, doch dazu war er dann doch irgendwie zu feige. Also
entschied
er sich dazu, ihr einen Brief zu schreiben.
Er rang
nun schon seit zwei
Stunden damit, einen Anfang zu finden. Er saß da und starrte
auf das Blatt.
****
****
Die
Tür ging auf und Angel
stand da mit Nina im Arm, er hatte sich offensichtlich dazu
entschlossen, Buffy
zu vergessen und sein (Un)Leben weiter zu leben.
Angel
hatte Nina alles erklärt
und wollte sie zum Flughafen bringen, doch sie wollte sich vorher noch
von allen
verabschieden.
Nina
ging auf Spike zu,
obwohl sie ihn nicht so gut kannte, nahm ihn in den Arm,
wünschte ihm viel Glück
und ging zurück zu Angel. Bevor sie das Büro
verließen, drehte sie sich noch
einmal um. „Schreib ihr das, was du ganz tief in dir
fühlst, sie wird dich
verstehen, da bin ich mir sicher.“
Die
Tür fiel ins Schloss,
Spike holte tief Luft und begann zu schreiben.
Hallo
Buffy!
Wie
du sicherlich von Andrew gehört hast, waren Angel und ich vor
kurzem geschäftlich
in Rom. Dein neuer Lover hat ganz schön mit uns Katz und Maus
gespielt.
Ein
weiterer weltzerstöririscher Kampf steht bevor und ich wollte
dir noch einmal
schreiben, denn ich weiß nicht, ob ich es überleben
werde, wäre ja nicht das
erste Mal, oder?
Kannst
du dich noch an unsere Zeit zusammen erinnern? Ich meine nicht das
Jahr, als
Willow dich zurückgeholt hat. Teile davon möchte ich
am liebsten ungeschehen
machen. Nein, ich meinte die letzten drei Tage vor dem Kampf mit dem
Urbösen?
Ich
erinnere mich, dass ich dir meine Träume erzählt und
geschenkt habe.
Ich
kann mich auch daran erinnern, wie ich mich in deinen Augen verloren
habe und
jeden Tag erinnere ich mich an mehr von dir, was du gemacht oder gesagt
hast.
Ich
weiß, dass du nicht mehr an mich denkst und ich wollte nur
eines wissen.
Hast
du mich wirklich geliebt? Mich manchmal wirklich gebraucht, so wie ich
dich?
War
ich wirklich in deinem Herzen? Wenn ja, kannst du denn nicht
spüren, dass ich
dich bei mir brauche?
Hast
du meine Liebe wirklich jemals gesehen und gespürt? Ich habe
dir alles gegeben.
Habe vieles aufgegeben, nur für dich.
Wenn
ich mich an dein Lächeln erinnere, fühle ich nur
Schmerz. Ich weiß, dass du
es damals im Höllenschlund nicht ehrlich gemeint hast, aber
meine Liebe zu dir
wird niemals enden, ganz im Gegenteil, sie wird mit jedem Tag
stärker.
Buffy!
Eine
Sache darfst du niemals vergessen.
Du
bist für mich die eine, die ich liebe und nie vergessen werde,
niemals.
Was
würde ich darum geben, dich heut Nacht in meinen Armen zu
halten, wie damals in
Sunnydale. Dich zu spüren, deinen Duft einzuatmen und dir beim
Schlafen
zuzusehen.
ICH
LIEBE DICH
Da
mein zweites Ende wohlmöglich naht, wollte ich dich dies
wissen lassen. Ich
erwarte auch keine Antwort, denn wer weiß, was morgen alles
(passieren wird.
Vergiss
mich nicht
In
Liebe
William
Er war
so vertieft in seinem
Brief dass er nicht bemerkte, wie jemand in das Büro kam. Erst
als jemand sich
hinter ihn stellte und die Hand auf seine Schulter legte merkte er es.
Spike
dreht sich nicht um,
um zu sehen wer es war. Er nahm an, dass es Wesley oder Gunn
wäre.
„Was
willst du?“ fragte
er schroff. „Hast du nichts anderes zu tun als mich zu
belästigen?“
„Eigentlich“,
antwortete
ihm eine sehr bekannte Stimme. „Wollte ich dich zu jemandem
bringen, der dich
sehr gerne sehen möchte.“
Spike
drehte sich langsam um
und sah, dass Giles hinter ihm stand. Mit offenem Mund saß er
da und starrte
den Wächter an.
„Was
wollen Sie hier,
Rupert?“
„Wir
haben von den Unruhen
in L.A. gehört und sind sofort mit allen
Jägerinnen hierher geflogen.“
„Wo
ist sie?“ wollte
Spike wissen. „Warum ist sie nicht selbst gekommen?“
Rupert
sah ihn an. „Sie
wollte Angel nicht über dem Weg laufen und sie macht sich
nicht besonders viel
aus dieser Firma.“
Ohne ein
weiters Wort
faltete Spike das Papier zusammen, zog seinen Mantel an und steckte den
Brief in
die Innentasche. Danach verließ er mit Giles zusammen das
Gebäude.
Als
sie das Santa Monica Beach Hotel erreichten, dämmerte es
schon. Es blieb nicht
mehr viel Zeit.
****
****
Buffy
saß auf ihrem Zimmer und knabberte an ihren
Fingernägeln. Sie konnte es nicht
fassen, als ihr Lover ihr von der Sache mit Angel und Spike
erzählt hatte. Wie
sich herausstellte, war er doch nicht so unsterblich, wie er gedacht
hatte.
Jedenfalls nicht, bis Buffy ihm das Genick gebrochen hatte.
Es
klopfte und Buffy sprang vor Schreck einen Meter vom Bett hoch. Dawn,
die mit
auf dem Zimmer war, musste leicht grinsen und ging zur Tür.
„So aufgeregt,
Buffy?“
Die
Jägerin schenkte ihrer kleinen Schwester einen bösen
Blick und murmelte
irgendetwas Unverständliches.
Dawn
hatte die Tür erreicht, öffnete sie langsam und
konnte es nicht fassen, dass
er wirklich dort vor ihr stand.
„Hey
Krümel!“ sagte Spike leise
„Hey!“
antwortete Dawn und zögerte, als sie ihn in dem Arm nahm, doch
als sie spürte,
wie er seine Arme um sie schlang und sie drückte, tat sie das
gleiche. „Ich
hab dich vermisst, Spike!“
„Ich
dich auch.“ Er drückte sie noch fester an sich.
„Ich dich auch.“
Seine
Augen wanderten durch den Raum und blieben an der kleinen schmalen
Figur auf dem
Bett hängen.
Ihr
Haar war wieder honigblond und reichte ihr fast bis zu den
Hüften. Mit großen
Augen, die mit Tränen gefüllt waren, saß
sie da und starrte ihn an.
Spike
löste sich von Dawn und ging langsam zu Buffy
hinüber.
Giles
stand immer noch in der Tür und winkte Dawn zu sich, so das
Buffy und Spike
allein sein konnten. Langsam machte Dawn die Tür hinter sich
zu und lächelte.
****
****
Buffy
saß wie angewurzelt auf dem Bett und starrte in seine
kornblumenblauen Augen.
Tränen rollten ihre Wangen hinunter. Aber durch den
Kloß, den sie im Hals
hatte, konnte sie nichts sagen.
Spike
kniete sich vor sie, nahm ihre Hände in seine und strich mit
seinem Daumen über
ihre Handrücken. „Schön dich zu sehen,
Goldielocks“, sagte er,
hob eine Hand und begann mit einer Strähne ihres
Haars zu spielen.
„Schon ´ne Weile her.“
Sie
nickte, streckte zitternd ihre Hand aus und strich damit über
seine Wange um
sicher zu gehen, dass er wirklich da war und dass das alles kein Traum
war. Sie
zog sie so schnell zurück, als ob sie sich verbrannt
hätte.
„Wie…“
sagte sie heiser, räusperte sich und versuchte es noch einmal.
„Wie kann das
sein? Ich hab doch gesehen wie du…verbrannt bist. Seit wann
bist du zurück?
Warum hast du mir nichts davon gesagt? Weißt du eigentlich,
wie ich mich gefühlt
habe die ganze Zeit?“
„Tut
mir leid“, sagte Spike leise, erhob sich und schritt langsam
durch den Raum.
„Was hätte ich dir denn sagen sollen? Hallo Buffy,
ich bin doch nicht
verbrannt, so wie du dachtest? Meinst du, ich habe es nicht versucht?
Ich war
schon am Flughafen, aber dann habe ich mir gedacht, dass du mich
vielleicht gar
nicht sehen willst.“
Er
stand am Fenster und schaute auf die Stadt. Alles war so wie immer,
niemand
ahnte, dass eine große Schlacht bevorstand.
Buffy
war aufgestanden, ging zu ihm herüber und stellte sich hinter
ihn. Sie schlang
vorsichtig ihre Arme von hinten um ihn und flüsterte.
„Ich hätte mich
gefreut, dich zu sehen, doch ich wusste bis vor drei Tagen noch nicht
einmal,
dass du wieder da bist. Ich hab dich sehr vermisst, Spike. Du kannst
dir nicht
vorstellen wie sehr“
Er
drehte sich in ihrer Umarmung und sah ihr tief in die Augen.
„Ich habe jede
Minute an dich denken müssen. Und selbst als ich in der
Höllendimension war,
wusste ich, dass es dir und Dawn gut geht. Dass ich mir
keine Sorgen um
euch machen muss.“ Dann griff er in seine Innentasche und
holte den Brief
heraus.
„Den
hab ich für dich geschrieben. Wollte ihn heute noch
abschicken.“ sagte er und
drückte ihr den Brief in die Hand.
„Was
steht drin?“ fragte sie, ließ ihn los und ging zum
Bett zurück.
„Das
musst du schon selbst lesen, das sind meine tiefsten Gefühle,
die ich für dich
empfinde.“ erwiderte er und ging auf die Zimmertür
zu.
„Wo
willst du hin?“ Sie hörte sich ängstlich
an, als ihr Kopf hochschnellte und
sie ihn ansah.
Er
drehte sich zu ihr um und lächelte. „Ich will dich
nur allein lassen, wenn du
den Brief liest. Ich gehe in die Bar und trinke einen Whiskey. Kannst
ja
nachkommen, wenn du willst?“
„Okay,
bis gleich.“ sagte Buffy und lächelte
zurück. „Aber nicht, dass du mir
wieder verschwindest.“
„Niemals.“
Damit drehte er sich um und ließ sie allein
****
****
Spike
saß gerade mal eine
viertel Stunde an der Bar und hatte gerade seinen Whiskey vor sich
stehen, als
er zwei Arme spürte, die sich von hinten um ihn legten.
„Der
Brief ist wunderschön.
Um auf deine Frage darin zu kommen, ja, ich habe dich wirklich geliebt
und ich
tue es immer noch“, flüsterte
sie
leise in sein Ohr.
Sie
setzte sich auf den
Barhocker neben ihn und bestellte sich eine Cola. Eine ganze Weile
sagten sie
nichts. Spike starrte in sein Whiskeyglas und konnte nicht glauben,
dass sie ihn
wirklich liebte.
„Also,
seit wann bist du
wieder da?“ fragte Buffy schließlich.
„Ungefähr
neunzehn Tage
nachdem ich den Höllenschlund geschlossen habe, hat mich das
Amulett wieder
ausgespuckt. Zuerst war ich so eine Art Geist, was nicht gerade
amüsant war.
Dann, ich weiß auch nicht genau warum, nahm ich wieder
Gestalt an und seitdem
helfe ich Angel, besser gesagt ich nerve ihn.“ erwiderte
Spike mit einem
teuflischem Grinsen, während er immer noch in sein Glas
starrte.
„Als
ich Andrew geschickt
habe um Dana zu holen, warst du auch da? Hat er dich
gesehen?“ fragte Buffy
weiter.
„Ja,
er hat mich getroffen
und er hatte angeboten dir zu sagen, dass ich zurück bin, doch
ich wollte es
selber machen. Als ich vor ein paar Tagen in Italien war und
sah, dass du mit IHM glücklich bist, da wollte
ich dich in Ruhe lassen
und ohne dich weiterleben, doch das kann ich nicht. Du bist in mir,
Buffy und
nichts bringt dich da raus.“ sagte er und hob den Kopf, um
sie anzusehen.
„Ich liebe dich.“
Buffy
erwiderte seinen
Blick, rutschte näher zu ihm und flüsterte.
„Ich lieb dich auch, William.“
Wobei sie seinen Namen besonders betonte. „Und das mit IHM
ist auch vorbei.“
„Er
hat dich einfach so
gehen lassen?“
„Blieb
ihm nichts anderes
übrig, er ist tot!“ lächelte Buffy.
„Er war doch nicht unsterblich, man
muss nur seine Schwachstellen wissen.“
Buffy
lehnte ihren Kopf näher
an seinen und ihre Lippen berührten sich fast.
„Buffy, was tust du?“ fragte
Spike mit zittriger Stimme.
Sie
legte den Kopf schräg
und sah ihm tief in die Augen. „Das, was ich schon von Anfang
an machen
wollte.“ Mit diesen Worten legte sie ihrem Mund über
seinen und küsste ihn
leidenschaftlich.
Sie fuhr
mit ihrer Zunge über
seine Unterlippe und bat um Einlass. Spike öffnete die Lippen
und seufzte, als
seine Zunge von ihrer zart massiert wurde.
Nach ein
paar Minuten brach
er den Kuss, sah
Buffy tief in die
grünen Augen und konnte darin sehen, was sie für ihn
empfand.
„Jetzt
weiß ich, dass du
mich wirklich liebst.“ sagte er und küsste ihre
Stirn. „Würdest du mir
noch einen Gefallen tun?“
Buffy
rang nach Luft und
lehnte sich an seine Brust. „ Jeden!“
„Darf
ich heut Nacht bei
dir bleiben und dich halten?“
„Sicher,
wenn du willst,
darfst du auch noch mehr als mich bloß zu halten“,
erwiderte sie zwinkernd,
wobei sie ihn erwartungsvoll anlächelte.
Sie sahen sich noch einen Moment lang tief in die Augen, bevor Spike Buffys Hand nahm und sie aufs Zimmer zurückgingen.