pic by manu
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New
York.
Die
Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten.
Die
Stadt mit der Wallstreet, dem Broadway und der Freiheitsstatue.
Dies
ist die Seite die man sieht, wenn man als Tourist den Big Apple
bereist, die schöne
Seite der Stadt.
Doch
es gibt auch eine Schattenseite, die man nur sehen kann, wenn man
genauer
hinschaut, wenn man jenseits des Glanzes und der Pracht einen Blick auf
das
Elend riskierte.
Dort
sind die Straßen dreckig und die Menschen besitzen nur das,
was sie am Körper
tragen. Die Kinder, die dort leben, spielen mit dem, was sie im
Müll finden.
Viele von ihnen suchen einen Ausweg aus diesem Unglück, indem
sie zu Alkohol
oder härteren Drogen greifen. Dann sitzen sie in irgendeiner
dunklen Gasse in
der Bowery und vergessen für kurze Zeit ihren Kummer.
Viele
kannten auch die schöne Seite von New York. Die Seite, auf der
das Leben besser
ist, wo es nicht nach Fäkalien und Abfall stinkt und genau
dort wollen die
meisten wieder hin. Doch mit jedem Tag, der vergeht, werden immer mehr
Menschen
auf die Schattenseite gedrängt, weil sie auf der anderen Seite
versagt haben.
Es gibt dann nur einen Ausweg für sie, wie sie ihr Schicksal
meistern können
und das sind die Drogen.
William
„Spike“ Middelton war einer dieser Menschen. Er
versuchte die Erinnerungen
an sein früheres Leben im Alkohol zu ertränken.
Er
war selbst Schuld, dass er in der Gosse gelandet war. Er war vor
einigen Jahren
mit einem Koffer und seiner Gitarre von England nach New York gekommen,
um sein
Glück mit seiner Rockmusik zu machen.
+++
+++
Langsam
verschwand die Sonne hinter den Wolkenkratzern und Spike machte sich
auf den Weg
in die kleine Gasse hinter dem CBGB.
Er
liebte es, der Musik zu lauschen, während er nachdachte.
Er
breitete seine braune, aus tausenden von Fetzen
zusammengenähte, Decke aus und
streichelte seine beiden Hunde Rocky und Flecky, als er sich auf den
dreckigen
Boden setzte.
Spike
schloss die Augen.
„Kann
ich mich zu dir setzen?“ hörte er eine Stimme
fragen.
William
öffnete die Augen und sah dem älteren Mann ins
Gesicht.
„Das
ist nicht meine Gasse!“ sagte Spike und gab dem Mann zu
verstehen, dass er
sich ruhig neben ihn setzten konnte.
Stöhnend
ließ er sich neben Spike nieder. Eine Geruchsmischung aus
Alkohol und Urin
stieg Spike in die Nase und er schüttelte sich leicht
angewidert. Er lebte auch
schon seit über drei Jahren auf der Straße und
betrank sich fast jeden Abend
besinnungslos, wenn er genug Geld zusammengebettelt hatte, doch er ging
jeden
Morgen in eines der Obdachlosenheime, um sich zu waschen.
Er
lehnte den Kopf zurück an die Häuserwand und rief
Rocky zu sich, der an der
Hose des alten Mannes schnüffelte.
„Ich
heiße Glenn“, sagte der Mann nach einer Weile und
streckte Spike seine Hand
entgegen.
„Spike“,
antwortete er kurz und knapp. Er wollte viel lieber der Musik lauschen,
die aus
dem Club zu hören war.
Der
alte Mann rutschte noch ein Stückchen näher.
„Ich lebe schon seit zwanzig
Jahren auf der Straße.“
„Schön
für dich…gibt es niemand anderen, dem du das
erzählen kannst?“ fragte
Spike und sah Glenn genervt an.
Glenn
schien es gar nicht zu stören, dass William sich nicht
für sein Gerede
interessierte und sprach einfach weiter. „Was ist dir denn
widerfahren, dass
du auf der Straße lebst?“
Flecky
hob den Kopf und sah ihr Herrchen an, als dieser laut
aufstöhnte. „Was ist
dein Problem? Ich hab doch gerade gesagt, dass ich nichts von dir
wissen will
und ich werde dir auch nichts von mir erzählen.“
Der
alte Mann sah ihn lächelnd an. „Schon okay! Ich
wollte ja nur freundlich
sein.“ Mit diesen Worten rutschte er noch ein
Stückchen herunter und drehte
Spike den Rücken zu.
Spike
schoss wieder die Augen und wurde kurz darauf von seinem schlechten
Gewissen
geplagt. Glenn hatte sich nur unterhalten wollen und er hatte ihn
eiskalt
abserviert. Er tippte dem alten Mann auf die Schulter.
„Entschuldige. Ich bin
heute ziemlich mies drauf“, sagte er und lächelte,
als Glenn sich grinsend zu
ihm umdrehte.
„Schon
okay…wir haben alle mal einen schlechten Tag. Also, willst
du mir erzählen,
warum du auf der Straße lebst?“
Spike
stöhnte und begann zu erzählen….
Dass
es Dogen waren, die er von A nach B brachte, war ihm völlig
egal. Er brauchte
das Geld und sein ewig mies gelaunter Boss Warren Mears bezahlte ihn
sehr gut.
In
seiner freien Zeit spielte er auf seiner Gitarre und komponierte Songs.
Nach ein
paar Monaten brachte er den Mut auf und ließ seine Freunde
zuhören. Er liebte
die Musik und wollte irgendwann sein Geld damit verdienen.
Spike
wurde immer mutiger und er spielte seine Songs in kleineren Clubs und
mit jedem
Auftritt kamen immer mehr Leutchen zu seinen Auftritten. Clem, sein
bester
Freund, schlug ihm dann eines Tages vor, ein Demoband aufzunehmen und
es an
verschiedene Plattenfirmen zu schicken. Da er nichts zu verlieren
hatte, überlegte
Spike nicht lange und befolgte den Rat seines Freundes.
Die
Plattenfirmen wurden hellhörig und ehe er sich versah, hatte
er einige Verträge
vor sich liegen und er musste nichts anderes tun, als sich den besten
herauszusuchen. Er unterschrieb bei einem Majorlabel und nahm sein
erstes Album
auf, das sich wie warme Semmeln verkaufte. Seine erste Tournee war
ausverkauft
und Spike wurde dank eines geschickten Managements das, was man Star
nennen
konnte.... Jeder kannte seinen Namen und seine Songs wurden auf jedem
Radiosender gespielt.
Lange
hielt William den Rummel um seine Person aber nicht aus. Er konnte sich
nicht
mal einfach ein paar neue Sachen kaufen, ohne erkannt zu werden. Sein
ganzer Tag
verlief immer im gleichen
Schema…Interviews…Studioaufnahmen…Autogrammstunden…
Aus
lauter Verzweifelung begann er zu trinken und diverse andere Drogen zu
konsumieren, um mit seinem neuen Leben fertig zu werden.
Eigentlich
hatte er immer gedacht, dass nur die abgewrackten Menschen in den
dunklen Gassen
der Bowery Drogen nehmen würden, doch dann fiel ihm wieder
ein, zu welchen
Leuten er damals das ganze Zeug von Warren gebracht hatte. Darunter
waren auch
Menschen in teuren Anzügen gewesen, doch zu jener Zeit war es
ihm nicht bewusst
geworden und eigentlich war es ihm auch
scheißegal.
Ihm
wurde klar, dass es egal war, ob man nun Geld hatte oder
nicht…alle wollen
einfach nur ihre Sorgen vergessen, auf die eine oder andere Weise.
Spike
sagte immer mehr Konzerte ab, weil er Angst hatte. Doch wenn ihn jemand
fragte
wovor, konnte er keine Antwort geben. Seine Band war von ihm immer mehr
genervt
und wandte sich schlussendlich von ihm ab, aber das störte
William nicht
wirklich.
Die
Dinge glitten ihm aus der Hand und er konnte nichts dagegen tun. Er gab
sich und
alles um sich herum auf. Wenn das Telefon klingelte, hob er nicht mehr
ab und
seine Wohnungstür blieb die meiste Zeit geschlossen, wenn
jemand klingelte.
Irgendwann
stand in den Zeitungen und Magazinen, dass William
„Spike“ Middelton New
York verlassen hätte.
Seine
Plattenfirma hatte dieses Gerücht in die Welt gesetzt, weil
sie nicht mehr an
ihn herankamen.
Seine
Songs hörte man nur noch in den Nachtprogrammen und nach
einiger Zeit ließ die
Musikpresse kein gutes Haar mehr an Spike.
Selbst
sein bester Freund Clem konnte nicht zu ihm durchdringen und verlor ihn
aus den
Augen. Er hatte ihn schon überall gesucht und nirgends
gefunden, doch er nahm
sich fest vor, nicht
aufzugeben.
Währenddessen
saß Spike jeden Abend in einer Gasse und hatte meist eine
billige Flasche Wein
in der Hand. Er war von morgens bis abends betrunken und suchte im
Alkohol seine
Erlösung. Doch dabei blieb es nicht, die harten Drogen
bestimmten sein Leben
genauso wie der Fusel. Kein geringerer als Warren verkaufte ihm den
Stoff.
Warren
sagte immer wieder zu ihm, dass er ihm alles später bezahlen
könnte, denn er wäre
sich sicher, dass William es schaffen könnte, aus dem Sumpf
herauszukommen.
Irgendwann…Spike
selber wusste nicht, wie lange er schon auf der Straße
lebte…irrte er wieder
einmal durch die dunklen Straßen und fragte sich, wo seine
ganzen Freunde hin
waren… War er denn wirklich ganz alleine?
Er
wünschte sich nichts sehnlicher, als noch einmal auf einer
Bühne stehen, aber
das würde er nicht allein schaffen, doch es schien, als ob
niemand da war…er
war allein.
Er
vergaß ganz schnell diesen Gedanken und torkelte durch die
Nacht.
Irgendwann
sah er eine Gruppe von älteren Männern, die um eine
brennende Mülltonne
standen. Sie stanken nach Gin und Schweiß.
William
erschrak und fragte sich, ob er auch schon so tief gesunken war, ob es
für ihn
schon zu spät war, um aus diesem Sumpf zu kommen? Hatte er
auch schon seine
Ziele aus den Augen verloren?
Er
dachte über sein Leben nach. Hatte es sich wirklich so
verschlechtert, oder war
es dazu verdammt, so zu enden wie das der Männer an der
Mülltonne?
Er
allein hatte nicht die Macht, dies zu ändern.
Jeden
Morgen wenn erwachte und nicht mehr wusste wo er war, wurden seine
Ausreden
immer absurder.
Er
lebte in den Tag hinein…jeder Tag und jede Nacht war gleich.
Hier ein paar
Drinks…da ein Schuss…jeden Tag der gleiche Kampf
mit dem inneren
Schweinehund. Ein Kampf, den er bis jetzt noch nicht gewonnen hatte und
jeden
Morgen fragte
er
sich, ob er ihn überhaupt noch gewinnen konnte, wenn er nicht
bald etwas änderte.
Spike versuchte sich seine Zukunft vorzustellen…doch
außer Nebel konnte er
nichts sehen.
Nach
einer Weile vergaß er sogar die alten Männer und
rannte weiter in sein
Verderben.
+++
+++
„Also
lebst du auch schon so lange auf der Straße?“
unterbrach Glenn Spike.
Spike
kraulte Rocky am Hals und sah verträumt auf den Asphalt.
„Eigentlich hatte
ich es schon einmal geschafft, aus diesem Dreck
herauszukommen“, sagte er
leise.
Glenn
zog verwundert die Augenbrauen hoch. „Das verstehe ich jetzt
nicht. Wie hast
du es geschafft, diesem Sumpf aus Drogen und Alkohol zu
entkommen?“
„Es scheint so, als ob ich doch noch einen Freund hatte, der mich nicht vergessen konnte…“ sagte Spike und sah in den sternenklaren Nachthimmel.
„Sieh
mich an, Spike“, sagte Clem. „Ich kann mich sehr
gut an dich erinnern, mein
Freund. Du warst nie der Typ von Mensch, der sich einfach so
hängen lässt. Du
hast alles aufgeben, um Musiker zu werden. Du hast alles in Schutt und
Asche
gerockt und danach auf den Trümmern gefeiert.“
Clem hockte
sich neben das Häufchen Elend, das mal sein bester Freund
gewesen war.
„Vergiss die letzten drei Jahre, die du in der Gosse
verbracht hast und lass
uns noch einmal von vorn anfangen. Es wird zwar ein langer und harter
Weg
werden, doch ich bin immer für dich da und werde dir immer zur
Seite stehen.“
Clem redete
die ganze Nacht über auf ihn ein, machte ihm Mut und
versicherte ihm, dass er
alles in seiner Macht stehende tun würde, um ihm wieder auf
die Beine zu helfen
und irgendwann ergriff Spike zögernd die ausgestreckte Hand,
während in ihm
die Hoffnung aufkeimte, dass er es mit der Hilfe seines Freundes
tatsächlich
schaffen könnte.
Das erste
was für Spike unumgänglich war, um wieder zu dem Mann
zu werden, der er einmal
gewesen war, war von den Drogen loszukommen. Clem hatte nach kurzer
Zeit einen
Therapieplatz für ihn ergattern können und wenn er
den Entzug hinter sich
gebracht hatte, wollten sie an seinem Comeback arbeiten.
Damals
waren sie zu weit gegangen…hatten alles viel zu schnell
angepackt…doch
diesmal waren sie schlauer.
Sie
sprachen sehr oft über die damalige Zeit, aber Spike war nicht
wirklich davon
überzeugt, dass alles so einfach werden würde. Clem
merkte, dass sein Freund
Bedenken hatte, aber er gab die Hoffnung nie auf.
Nach einem
halben Jahr hatte Spike die Entziehungskur erfolgreich hinter sich
gebracht und
nun konnten Clem und er an seinem Bühnencomeback arbeiten.
Spike übte
stundenlang, obwohl er das Gitarrespielen nie verlernt hatte. Er machte
sich auf
die Suche nach einer neuen Band, er fragte auch seine alten
Bandmitglieder, doch
die wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Nach einer mehrmonatigen
Suche
wurde er endlich fündig.
Die ersten
Clubgigs waren gut besucht, aber die Presse zerriss ihn in der Luft.
Keiner
wollte wirklich glauben, dass er die letzten drei Jahre in der Gosse
verbracht
hatte, ganz zu schweigen von seinem Drogenentzug.
Doch es kam
alles ganz anders, als alle dachten. Zu Spikes Auftritten kamen immer
mehr Leute
und immer wenn er auf der Bühne stand und die Menschen sah,
die ihm zujubelten,
war er glücklich, wieder da zu sein.
Seine alte
Plattenfirma meldete sich bei ihm und bot ihm an, dass er noch ein
Album
aufnehmen könnte. Die Bosse versprachen ihm, dass er
entscheiden könnte, wann
und wo er auftreten und spielen wollte, denn sie fühlten sich
an seinem
Desaster mitschuldig.
Spike
wusste nun was es hieß, sich auf dünnem Eis zu
bewegen. Man durfte nicht auf
der Stelle treten, denn sonst lief man Gefahr, einzubrechen. Er musste
alles
langsam angehen lassen, um sich nicht wie damals mit dem unerwarteten
Erfolg
konfrontiert zu sehen, aus dem für ihn immer
größerer Druck entstanden war,
den er mit Drogen und Alkohol zu kompensieren versucht hatte.
Alles lief
perfekt für ihn, bis ihn eines Tages Warren nach einem
Auftritt in seinem
Umkleideraum überraschte.
„Hey
Spike…wie geht es dir? Du weißt warum ich hier
bin, oder?“
„Ich kann
es mir sehr gut denken“ erwiderte Spike und sah seinen
ehemaligen Drogendealer
an.
„Ich hab
gehört, dass du es geschafft hast…dass du die Gosse
hinter dir gelassen hast
und nun wieder an das große Geld kommst. Na ja…da
hab ich mir so gedacht,
dass du mir nun meine 30.000 $ Dollar geben kannst, die du mir
schuldest.“
Warren kramte eine Zigarette aus seinem sichtbar teuren Jackett und
zündete sie
an.
Spike
wollte sich umdrehen und den Raum verlassen, doch Warren versperrte ihm
den Weg.
„SETZ
DICH…UND HÖR MIR GENAU ZU“, schrie Warren
und warf Spike auf die Couch, die
in der Garderobe stand.
„Du hast
deinen Spaß gehabt und nun ist es Zeit für dich,
dafür zu bezahlen. Du weißt
dass ich normalerweise ein sehr geduldiger Mann bin“, sagte
der Drogendealer
etwas ruhiger und setzte sich neben William. „Doch ich bin
wirklich von dir
enttäuscht, Spike!“
Er sprang
wieder von der Couch und wurde sichtlich aggressiver, als er anfing,
Spike zu
drohen: „Wenn du mir jetzt nicht sofort die Kohle gibst, dann
werde ich andere
Seiten aufziehen und glaub mir mein Freund…dann
würde es nicht gut für dich
aussehen.“
Spikes Hände
waren schweißnass und er sah den wütenden Mann, der
vor ihm stand,
beschwichtigend an. „Du wirst dein Geld bekommen, Warren.
Doch ich kann es
nicht auf einmal bezahlen…so viel hab ich nicht. Ich brauche
noch etwas
Zeit.“
Warren
jedoch schien ihm jedoch weder zu glauben noch zu vertrauen und wollte
die
komplette Summe sofort haben, sonst, so drohte er, würde
er nicht gehen.
Spike
weigerte sich noch immer und Warren schlug ihm mit der Faust ins
Gesicht und
trat ihm in dem Magen, als er am Boden lag. Spike rappelte sich wieder
auf, nahm
einen Stuhl und zog ihn Warren über den Schädel.
Clem kam es
etwas komisch vor, dass Spike solange brauchte und machte sich auf den
Weg, um
nachzusehen. Als er immer näher kam, hörte er den
Krach und riss die Tür auf.
Als er sah, wie
Warren Spike würgte,
griff Clem sofort ein und schlug auf den Mann ein. Dieser
taumelte und fiel zu Boden. Der Manager warf sich auf ihn und dann ging
das
Gerangel auf dem Boden weiter.
Für einen
Moment machte es den Anschein, als ob Clem Warren bewältigen
könnte, doch plötzlich
zog der Drogendealer ein Messer und schrie Clem an : „ICH
WERDE DICH WIE EIN
SCHWEIN ABSTECHEN, WENN DU MICH NICHT LOSLÄSST!“
Clem konnte
nicht mehr reagieren, denn Warren hatte ihm das Messer schon zwischen
die Rippen
gerammt.
Urplötzlich
wurde es totenstill. Man hätte eine Stecknadel fallen
hören können.
Clem lag
auf dem Boden und das Messer steckte immer noch in seiner Brust. Alles
um ihn
herum war voller Blut, als Spike sich neben seinen besten Freund
kniete.
Hilflos
hielt Spike ihn wie ein kleines Kind, während er in Panik
immer wieder seinen
Namen rief, aber nur wenige Minuten später starb Clem in
seinen Armen.
+++
+++
„Das
hört sich nicht gut an!“ sagte
Glenn und sah den jungen Mann neben sich traurig an. „Ist das
der Grund, warum
du wieder hier auf der Straße lebst?“
Spike
nickte leicht. Er würde diesem Mann
nicht sagen, dass er eigentlich noch genügend Geld auf einem
Sparbuch hatte.
Doch er fühlte sich noch nicht bereit, ein neues Leben zu
beginnen…die Wunden
waren einfach noch zu frisch.
Der
alte Mann kramte in seinen riesigen
Manteltaschen herum und holte einen kleinen Flachmann heraus, den er
Spike
anbot.
Dieser
lehnte dankend ab.
„Wie
lange ist das nun her mit deinem
Freund?“ fragte Glenn und nahm einen großen Schluck
aus seiner Flasche.
Spike
sah nachdenklich in den Nachthimmel.
„Zwei Jahre…? Vielleicht auch drei?“
„Dann
bist du noch nicht restlos
verloren, mein Junge…gibt es denn niemanden, der
dich vermisst?“
Spike
fiel ein, dass er sich das an den
Tagen, nachdem Clem ermordet worden war, auch
gefragt hatte…
+++
+++
Spike saß
weinend auf dem Boden und wiegte den leblosen Körper von Clem
in seinen Armen
hin und her. Ein Gefühl, als ob man ihm das Herz
herausgerissen hätte,
breitete sich in ihm aus und ließ ihn wie betäubt
neben der Leiche des Mannes
knien, der für ihn mehr als nur ein Freund gewesen war.
Langsam aber versiegten
die Tränen und schlugen um in blanken Hass.
Warren
stand wie angewurzelt da und schaute auf die beiden Personen am Boden,
ehe er
auf seine Hand starrte, auf der das Blut des Mannes klebte, den er vor
wenigen
Augenblicken getötet hatte.
Als Spike
ihm einen hasserfüllten Blick zuwarf, wich er instinktiv
zurück Richtung Tür
und verschwand schnell in der Dunkelheit.
William
rief die Polizei. Nachdem diese seine Aussage aufgenommen hatten,
sagten sie
ihm, dass er nun nicht mehr helfen könnte und besser nach
Hause gehen sollte.
Schweigend nahm er seinen schwarzen Ledermantel und ging in die Nacht
hinaus.
Während er
so durch die dunkeln Straßen von New York irrte, fragte er
sich, was er ohne
Clem nur machen sollte. Noch immer weigerte er sich zu realisieren,
dass das
wirklich passiert war, dass Clem nicht mehr da war.
Irgendwann
stand er vor einer alten Kirche, der St. Patricks Kathedrale und
verspürte plötzlich
das Verlangen, dort hineinzugehen.
Er kniete
sich vor den Altar und schaute zum Kreuz hinauf. „Lieber
Gott, hast du einen
Moment Zeit für mich? Oder schläfst du auch schon wie
die meisten Menschen?“
Spike war sich sicher, dass Gott ihn hören und sehen konnte
und deswegen redete
er einfach weiter: „Warum passiert immer genau das, was man
niemals gewollt hätte?
Warum werden die meisten unserer Gebete einfach nicht erhört?
Warum lässt du
alles grundlos geschehen…? Hast du überhaupt
Gefühle? Hast du jemals um
jemanden geweint? Deine Priester sagen immer, dass jeder für
seine Sünden bezählen
müsste…Ich kann das alles nicht
verstehen…warum musste Clem für meine
Sünden
sterben…Warum?“
Er hätte
nicht sagen können, wie lange er dort gekniet hatte, um seine
ganze
Traurigkeit, seine Angst und seine Hoffnungslosigkeit jemandem
anzuvertrauen,
von dem er keine Antwort erhalten würde. Als er sich erhob,
schwor er sich, dass
er das beste aus seiner Situation machen würde. Er musste
versuchen, es ohne
seinen besten Freund zu schaffen.
Er würde
niemals an Gott zweifeln, aber anscheinend machte dieser
Unterschiede…manche
Menschen lebten in Saus und Braus…während andere
vor sich hinvegetierten.
Mit
gesenktem Kopf verließ er die Kirche und als er an dem
Spendenkasten vorbeikam,
warf er einen Dollar hinein und ging zurück in die Nacht.
Spike ging
zurück in seine kleine Wohnung, die Clem ihm besorgt hatte und
legte sich erschöpft
aufs Bett. Seine Gedanken wanderten zu seinem Freund. Er dachte an die
Zeit, die
er mit ihm verbracht hatte. Clem hatte ihn aus der Gosse gezogen und
damit höchstwahrscheinlich
sein Leben gerettet. Nun war er tot und konnte William keine guten
Ratschläge
mehr geben, konnte nicht mehr für ihn da sein, so wie er es
früher gewesen
war.
Zwei
Stunden später rief die Polizei bei ihm an um ihm mitzuteilen,
dass sie Warren
Mears geschnappt hätten und er alles gestanden hätte.
Etwas
erleichterter versuchte Spike, nach dieser guten Nachricht ein bisschen
zu
schlafen, was allerdings nicht wirklich gelang und ihn den Rest der
Nacht
hellwach auf seinem Bett liegen ließ.
Am nächsten
Tag hatte er bei seiner Plattenfirma angerufen und hatte ihnen
erklärt, dass er
eine weiterte Auszeit bräuchte, die sie ihm
glücklicherweise bewilligten. Sie
sagten ihm, dass er sich ruhig Zeit lassen sollte.
Seit dem
Mord ging er jeden Abend in die Kirche und versuchte mit Gott zu reden,
doch
anscheinend hatte dieser niemals wirklich Zeit, sich um ihn zu
kümmern.
Eines
Nachts saß er auf einer Bank im Central Park und dachte
darüber nach, ob ihn
überhaupt jemand vermissen würde, wenn er nicht mehr
da wäre. Hatte er überhaupt
noch jemanden, der sich um ihn Sorgen machte? Ihm fiel niemand ein.
Seine
Eltern wollten nichts mehr von ihm wissen, weil er in ihren Augen ein
Versager
war. Seine letzte Freundin hatte ihn vor vier Jahren
verlassen…nein, er hatte
wirklich niemanden mehr.
+++
+++
Spike
sah Glenn an und Tränen schimmerten
in seinen Augen. „Ich habe niemanden mehr…es gibt
nur noch mich und meine
beiden Hunde.“
Er
streichelte Rocky und Flecky und fing
hemmungslos an zu weinen.
„Oh
Gott…manchmal wünschte ich, dass
ich die Zeit zurückdrehen könnte“, schluchzte
er.
Glenn
legte einen seiner schmierigen Armen
um Williams Schultern. „Was würdest du denn dann
machen?“
Spikes
Tränen liefen immer noch an seinen
Wangen hinunter, als er dem alten Mann in seine dunkelbraunen Augen
sah. „Dann
wäre ich nicht mehr in New York…sondern in
Kalifornien. Vermutlich wäre ich
verheiratet und hätte Kinder.“
„Wieso
das?“, wollte Glenn wissen und
kraulte Rocky unter der Schnauze und dieser schloss genüsslich
die Augen.
Spike
sah ihn immer noch an und lächelte
leicht. „Buffy…meine damalige
Freundin…hat mich nur verlassen, weil es ihr
in New York nicht gefiel und sie wieder zurück zu ihren Eltern
nach Sunnydale
wollte. Ich hätte mit ihr gehen sollen, doch ich wollte nicht.
Ich war so ein
Narr…wenn ich die Zeit zurückdrehen
könnte, dann würde ich mit ihr
gehen.“
Glenn
lächelte zurück. „Vielleicht ist
es noch nicht zu spät, Spike…Vielleicht ist es noch
nicht zu spät.“
Ungläubig sah William den alten Mann an.
Wie
lange Spike und Glenn sich noch über
Buffy unterhalten hatten wusste er nicht mehr.
Spike
konnte sich noch genau an das
wunderschöne Grün ihrer Augen erinnern, in das er
hätte versinken können. Er
hörte noch ihr Flüstern, wenn er sie geliebt hatte
und sie danach
engumschlungen gekuschelt hatten.
Sie
war seine große Liebe und als er sie
damals zum Flughafen gebracht hatte, hatte sie ihm gesagt, dass sie ihn
immer
lieben würde und wenn er irgendwann einmal nach Sunnydale
kommen würde, ihre Tür
für ihn immer offen sein würde.
Nach
einem leidenschaftlichen Kuss flüsterte
sie ihm ein letztes „Ich liebe dich“ ins Ohr und
verschwand aus seinem
Leben.
Er
machte sich riesengroße Vorwürfe…er
hatte alles weggeworfen, was ihm wichtig gewesen war und sein
Gefühl sagte ihm,
dass er zu Recht in der Gosse saß.
Irgendwann
waren er und sein älterer
Leidensgenosse eingeschlafen und nach vielen Jahren hatte Spike zum
ersten Mal
wieder von dem blonden, grünäugigen Mädchen,
das er gehen ließ, um ein
Rockstar zu werden, geträumt.
+++
+++
Sonnestrahlen
und eine feuchte
Hundeschnauze weckten Spike am nächsten Morgen.
Er
drehte sich zu Glenn um, aber der war
nicht mehr da. Anscheinend war er schon früher aufgewacht und
war schon
losgezogen, um sich etwas Geld zusammenzubetteln.
Seufzend
stand er auf und streichelte
seine beiden Hunde. Dann rollte er seine Decke zusammen und machte sich
auf den
Weg zum Obdachlosenheim, um sich und seinen beiden einzigen Freunden
etwas zum
Essen zu besorgen.
+++
+++
Den
ganzen Tag dachte Spike an Glenn und
an das, was er ihm alles erzählt hatte.
Sein
Leben war bis vor ein paar Jahren
eigentlich völlig normal verlaufen.
Spike
war mit achtzehn von London nach New
York gekommen, um Musiker zu werden. Nach ein, zwei Monaten hatte er
Clem kennen
gelernt und sie wurden die besten Freunde…wie man im
Nachhinein auch
festgestellt hatte.
Doch
dann kam sein Durchbruch und alles stürzte
über ihm zusammen…er hatte alles, doch er konnte es
nicht richtig genießen,
und so versank er im Sumpf aus Alkohol und Drogen.
Nachdem
Spike es das erste Mal geschafft
hatte, aus der Gosse zu kommen, hatte er seine Eltern angerufen, doch
die
wollten nichts mehr von ihm wissen. Für sie war er ein
Versager. Das hatte ihn
sehr hart getroffen, doch er hatte es nicht anders erwartet. Er war
schon immer
das schwarze Schaf der Familie gewesen.
Er
schlenderte durch die Straßen der Großstadt
und stellte sich selber viele Fragen, auf die nur er die Antworten
hatte.
Er
wusste nicht, wie seine Zukunft aussah,
doch er würde sie so hinnehmen, wie sie kommen würde.
Den Lebensmut, den er
gespürt hatte, als er das letzte Mal auf einer Bühne
gestanden hatte, war
schon lange verflogen. Aber er wollte sich nicht mit seinem Schicksal
abfinden.
Seine
Gedanken wanderten wieder zu Buffy
und er beschloss, sie anzurufen, auch wenn die Chancen sehr gering
waren, dass
sie überhaupt noch mit ihm sprechen wollte, geschweige denn
sich noch an ihn
erinnerte.
Spike
zog ein altes, abgewetztes Notizbuch
aus seiner Manteltasche und betrat eine Telefonzelle.
Mit
zitternden Händen rief er eine
R-Gesprächsvermittlung an und sagte der Angestellten, welche
Nummer sie wählen
sollte.
Spike
fing an zu schwitzen und sein Herz
raste, als er ein Klicken in der Telefonleitung hörte.
„Hallo?“
Sie
war es…seine
Buffy!
Er
räusperte sich. „Hey, ich weiß
nicht, ob du dich noch an mich erinnerst!“ sagte er heiser.
„Spike?
Bist du das wirklich?“ Buffys
Stimme zitterte, genau wie seine Hände und er könnte
hören, dass sie leise
schluchzte.
Schlechtes
Gewissen schlich sich seinen Körper
hoch und legte sich wie ein Kloß in seinen Hals.
„Es tut mir leid…ich hätte
nicht anrufen sollen.“
Als er
den Hörer auflegen wollte, konnte
er sie rufen hören. „Nein Spike…Bitte
nicht auflegen.“
Langsam
hob er den Hörer wieder an sein
Ohr und flüsterte. „Ich liebe dich immer noch,
Buffy. Ich hätte mit dir
gehen sollen. Ich war einfach zu verbohrt…ich weiß
dass ich sehr viel
verlange…aber bitte verzeih mir.“
Buffy
antwortete ihm nicht. Das einzige
was er hören konnte, war, dass sie weinte und es zerbrach ihm
das Herz.
„Buffy?“
fragte er nach einigen
Minuten, nachdem sie nichts gesagt hatte.
Sie
lachte leise auf. „Ich bin noch
hier…das ist nicht wieder so ein Traum, oder? Du hast mich
wirklich
angerufen?“
„Ja
ich habe dich wirklich angerufen.
Ich wollte nur noch einmal deine Stimme hören. Es tut mir
leid, dass ich dich
nie angerufen …oder dir einen Brief geschrieben habe. Ich
kann wirklich
verstehen, wenn du nach diesem Gespräch nie wieder etwas mit
mir zu tun haben
willst. Doch ich habe immer an dich gedacht. Was du machst. Wie du
lebst…“,
er machte eine kleine Pause. „Ob du glücklich
bist…du weißt schon, mit
einem anderen Mann?“
„Spike?“
„Ja?“
Buffy
holte tief Luft. „Ich mache dir
einen Vorschlag, okay?“
Spike
nickte und war sich nicht im Klaren,
dass sie es nicht sehen konnte. „Mhm!“
„Ich
nehme den nächsten Flug nach New
York und wir treffen uns. Was hältst du davon?“
fragte sie ihn.
Spike
bekam es mit der Angst zu tun. Sie
sollte ihn nicht so sehen. „Ich denke, das ist keine gute
Idee…ich…es…mir…ich lebe
auf der Straße, Buffy. Ich möchte nicht, dass
du mich so siehst.“
Buffy
verschlug es die Sprache…sie hatte
seine Karriere verfolgt und wusste so ziemlich alles, was mit ihm die
letzten
Jahre los gewesen war, doch nach Clems Tod war es sehr ruhig um ihn
geworden.
„Okay“,
sagte sie leise. „Aber ich
will dich sehen…ich muss dich sehen.“
Spike
schloss die Augen und konnte nicht
glauben, was er als nächstes sagte. „Leb Wohl,
Buffy!“. Als er auflegte,
konnte er noch hören, wie sie weinend nach ihm rief, doch auch
wenn es wehtat
war er froh, dass er auf seine innere Stimme gehört hatte.
Er
konnte ihr nichts bieten.
Sicher,
er hatte noch ein Sparbuch mit
zehntausend Dollar, das er damals angelegt hatte, sollte es ihm jemals
in den
Sinn kommen, irgendwo
anders ein
neues Leben anzufangen. Doch er war sich sicher, dass es für
ihn kein Leben mit
Buffy gab. Sie war mit Sicherheit verheiratet und hatte ein paar
wunderschöne
Kinder.
Mit
einem Gefühl der Leere und
Hoffnungslosigkeit verließ er die Telefonzelle und
schlenderte durch die immer
dunkler werdenden Straßen.
Nach
ein paar Metern wurde er auf eine
Menschenansammlung aufmerksam. Es machte den Anschein, als ob dort
jemand auf
dem Boden lag, aber was es genau war, konnte er nicht erkennen.
Spike
ging herüber und versuchte sich
einen Weg durch die gaffende Menschenmenge zu kämpfen. Dann
sah er
ihn…Glenn…er lag schwer atmend auf dem
Bürgersteig. Höchstwahrscheinlich
hatte er einen Herzinfarkt erlitten.
Niemand
kümmerte sich um ihn…nun ja, er
war auch wirklich kein schöner Anblick. Seine Haut war fettig
und dunkel vor
Dreck. Seine Haare waren matt und schmutzig. Er roch
erbärmlich nach Alkohol
und Erbrochenem, so dass sogar die Polizei mit einem rieseigen Abstand
auf den
Krankenwagen wartete.
Sofort
vergaß Spike seine eigenen Sorgen
und kniete sich neben den alten Mann, um ihm zu zeigen dass er nicht
allein war.
Mit
letzter Kraft hob Glenn seinen Kopf
und sah Spike an. „Dies ist der Moment, auf den ich schon
seit Jahren warte.
Meine Zeit ist abgelaufen…mich wird niemand vermissen. Ich
werde nun für
immer gehen…ewig schlafen.“ Dann sah er in den
Himmel und fragte mit leiser,
heiserer Stimme. „Lieber Gott…kannst du mich
hören? Ich lege mich jetzt
schlafen und möchte in deinem Reich erwachen.“
Er
holte tief Luft und sah Spike ein
letztes Mal an. „Gib niemals auf, mein Junge…Wenn
du aufgibst, bist du schon
verloren…Mache etwas aus deinem Leben…du bist
noch so jung…verspr…“
Glenns
Kopf fiel zurück auf den Asphalt
und Spike wusste, dass er tot war.
+++
+++
Er
blieb so lange bei dem alten Mann, bis
der Krankenwagen kam.
Nachdem
dieser weg war, gingen alle
Menschen ihres Weges, als ob nichts passiert wäre.
Langsam
ging auch Spike die Straße weiter
hinunter und dachte über die letzten Worte des alten Mannes
nach, der vor einer
halben Stunde in seinen Armen gestorben war.
Er
wusste was er tun würde...
Am
nächsten Morgen ging er zur Bank und löste
das Sparbuch auf…kaufte sich einen alten
Wagen…schnappte sich sein Hab und
Gut und machte sich auf den Weg nach Kalifornien.
+++
+++
Zwei
Wochen später:
Mit
klopfenden Herzen und schweißnassen Händen
stand er vor einem kleinen, weißen Haus in Sunnydale und
kämpfte mit sich
selber, ob er den Klingelknopf drücken sollte oder nicht.
Nach
einer Weile drehte er sich um und
ging den gepflasterten Weg wieder zurück zu seinem Wagen, als
hinter ihm die
Haustür aufgerissen wurde.
„Spike?“
hörte er eine Stimme
vorsichtig fragen.
Als er
sich umdrehte, konnte er es nicht
fassen…dort stand die Frau, die ihm alles bedeutete auf
ihrer Veranda und
hatte ihre Hände vor Schreck vor dem Mund gelegt.
Nachdem
sie sich gefangen hatte, rannte
sie auf ihn zu und schlang die Arme um ihn. „Du bist es
wirklich…ich habe
dich so vermisst…bitte lasse mich nicht
allein…nie wieder.“
Spike
war sprachlos. Nie im Leben hätte
er gedacht. dass sie so reagieren würde. Er senkte seinen Kopf
und die beiden
verloren sich in einem leidenschaftlichen Kuss.
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+++
Nach
ein paar Wochen hatten die beiden
sich alles erzählt und waren sich sicher, dass sie noch einmal
von vorne
anfangen wollten.
Sie
lagen eng aneinandergekuschelt auf dem
Sofa und schauten sich einen Film an, während Flecky und Rocky
vor dem Sofa
lagen und schliefen.
Vor
ein paar Wochen hätte niemand
gedacht, dass Spike es ein weiteres Mal schaffen würde.
Bis
auf einen…Glenn…dieser saß auf
einer Wolke im Himmel und schaute auf die kalifornische Kleinstadt
hinunter, als
sich jemand neben ihn setzte. „Danke mein
Freund…ich bin froh, dass du ihm
die Augen öffnen konntest.“
„Gern
geschehen, Clem…wozu hat man
denn Freunde!“
ENDE