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Spike verließ die Küche und  machte  das Licht aus. Als er halbwegs durch das Wohnzimmer gegangen war, klingelte es an der Tür.

Er entschied sich kurzfristig es zu ignorieren, denn die zwei Menschen, die er über alles in der Welt liebte, waren schon nach oben gegangen.

Doch nachdem es zum zweiten Mal geklingelt hatte, wusste er, wer immer auch vor der Tür stand, würde nicht weggehen.

„Hey!“ schrie Buffy aus dem oberen Badezimmer. „Planst du heute noch die Tür zu öffnen oder nicht?“

„Keine Lust!“ schrie er zurück.

„Mach es trotzdem. Ich habe ein nasses, nacktes Baby in meinen Händen.“

Er lächelte über das Bild, was er sich gerade vorstellte. „Wie sieht es mit der Mutter aus?“ fragte er hoffnungsvoll.

„Komplett angezogen und trocken“, berichtete sie.

„Komplett angezogen?“

„Richtig.“

„Und noch nicht mal ein wenig feucht?“

„Kein Bisschen.“

„Überall?“

Er hörte sie lachen. „Nun mach endlich die Tür auf. Wir können uns nachher noch über Feuchtigkeit und ausziehen später unterhalten.“

Zu diesem Zeitpunkt wollte er die Tür gar nicht mehr öffnen, sondern nach oben gehen und Buffy helfen, Katie zu baden.

Es klingelte wieder.

Sehr verärgert schaute er auf seine Uhr. Neun Uhr. Wer zum Teufel…

„Wer zum Teufel sind sie?“ fragte er stumpf und behielt eine Hand am Türknopf, während er sich mit der andere am Rahmen abstützte.

Der Mann der auf der Veranda stand kam ihm von irgendwoher bekannt vor. Er hatte die gleiche Art und Weise, die englische Herren an sich haben, die gleiche Art wie Buffy´s Wächter…oh ja.

„Wesley Wyndham-Pryce“, stellte sich der Mann vor. „Ist Buffy zuhause?“

„Warum?“ fragte Spike barsch.

Wesley war nicht sonderlich überrascht das Spike nicht sonderlich höflich war.

„Ich verspreche ihnen, dass ich nichts ruchloses geplant habe“, sagte er. "Ich bin nur ein alter Freund von Buffy und da ich gerade in der Gegend war, wollte ich ihr einen Besuch abstatten.“

„Ich weiß wer sie sind.“ erwiderte Spike und machte keine Anstallten ihn herein zulassen.

Wesleys Augen wurden schmal. „Und ich weiß ganz genau wer SIE sind.“

„Ach wirklich?“ sagte Spike und dehnte dabei die Worte in die Länge. Mit einem einschüchternden Blick konzentrierte er sich und wechselte in den Vampirmodus. „Sind sie sich da ganz sicher?“

Entweder war Wesley nicht eingeschüchtert, oder konnte es sehr gut verstecken. Was auch immer es von beiden war, er sprach sehr ruhig.

„Ganz sicher…Spike. Kann ich nun hereinkommen?“

Das letzte was Spike wollte war, das dieser Idiot hereinkam und den ganzen Abend mit Buffy über alte Zeiten sprach. Insbesondere deswegen, weil er sich ganz sicher war, das jedes Wort ihrer Unterhaltung, die sie geführt hatten, bevor Wesley sie unterbrochen hatte, in die Tat umgesetzt werden würde.

„Angel benötigt wirklich Hilfe“, sagte er höhnisch. Er wollte Wesley provozieren, das dieser irgendetwas sagte das Spike nicht gefiel und er ihn raus schmeißen konnte.

Aber Wesley ließ sich darauf erst gar nicht ein. „Es gibt keinen Grund für diese Feindseligkeit. Angel weiß von der …Beziehung…zwischen ihnen und der Jägerin.

**Ja…Ich wette darauf, das er es weiß**

Spike war sich ganz sicher, dass Angel noch nicht einmal die Hälfte von allem wusste. „Was sie nicht sagen?“ Er ging ein paar Schritte zurück und ließ Wesley ins Haus.

„Ja“, der Wächter nickte. „Er weiß es. Ich stehe mit einigen Leuten aus Sunnydale in Kontakt und…“

„Sie meinen sie stehen mit Giles in Kontakt?“ fragte Spike, nur um alles klar zu sehen.

Wesley zögerte, bevor er antwortete. „Ja, gelegentlich.“

Spike schloss die Tür. „Ich denke es ist garantiert eine Ewigkeit her seit ihrem letzten…Kontakt, oder?“

„Wo wir schon mal dabei sind, da haben sie Recht. Wir hatten kürzlich viel um die Ohren und da blieb nicht viel Zeit sich zu melden.

„Uh-huh… Wir haben ein Telefon, wissen sie. Zwei Leitungen…Wahlwiederholung…Anrufbeantworter“, informierte ihn Spike. „Ich schreibe ihnen gern die Nummer auf.“

„Ich weiß die Nummer“, sagte Wesley kalt. „Aber wie ich schon sagte, ich war in der Gegend und dachte mir ich konnte sie…“

„Stören?“ erklärte Spike.

„…besuchen. Nun, ist Buffy nun hier oder nicht?“

Spike nickte. Er musste sich selber eingestehen, das Wesley sich nicht von der Stelle bewegen würde, bevor er die richtigen Antworten bekommen würde.

„Ja, sie ist ob…“ plötzlich konnte er sie spüren. Er hielt inne und drehte sich um, als Buffy am oberen Treppenabsatz auftauchte.

„Wesley?“ Sie schien sehr erfreut ihn zu sehen, was Spike natürlich gar nicht in den Kram passte, denn nun wurde es etwas schwerer ihn los zu werden. „Bist Du das wirklich?“

„Hallo Buffy.“ Wesley lächelte sie an.

Sie kam die Treppe hinunter und umarmte ihnen Ex- Wächter. „Sieh dich an!“ rief sie. „Kein alten Anzug und Schlips…und dein Haar ist auch länger!“

Er zuckte mit den Achseln. „Es war Zeit für eine Veränderung.“

„Nun, das sehe ich“, sagte sie und drehte sich um und sah Spike an. „Hast du schon mein …“

„Wir haben uns schon vorgestellt, Schatz“, antwortete Spike mit leichtem Nachdruck.

„Oh…Gut.“ Sie konnte die Spannung zwischen dem Wächter und ihrem Vampir spüren, versuchte sie aber zu ignorieren.

Sie nahm Wesleys Hand und führte ihn ins Wohnzimmer.

„Setzt dich und erzähle mir wie es allen geht.“

Während er sich neben Buffy aufs Sofa setzte schaute Wesley vorsichtig Spike an.

Spike bemerkte dies nicht und setzte sich in den Sessel, der neben dem Sofa stand und kreuzte seine Arme über der Brust.

„Komm schon Wesley“, sagte Buffy fordernd. „Sag mir was ihr alle so in Los Angeles macht. Fang mit Cordelia an“, schlug sie vor. „Arbeitet sie wirklich mit dir und Angel zusammen?“

Nach zehn Minuten hatte Spike komplett das Interesse an der Unterhaltung verloren, schaute auf seine Uhr und hoffte, das Wesley den Wink verstehen würde und ging.

Aber er bemerkte nichts, er war zu sehr in das Gespräch mit Buffy vertieft.

Irgendwann ging sie in die Küche und holte zwei Dosen Bier und eine Dose Cola für sich.

Als sie Wesley die Dose gab, bemerkte er den Ring an ihrer linken Hand.

„Das ist ein wunderschöner Ring, Buffy“, sagte er, nahm ihre Hand und studierte den Edelstein mit einem Auge eines Juweliers. „Die Qualität des Smaragdes ist superb. Einfach tadellos.“

Buffy wollte gerade etwas sagen, aber Spike war schneller. „Ja, das war der Grund, warum ich ihn ausgesucht habe.“

„SIE habe ihn ausgesucht?“ Wesley war sichtlich überrascht. „Nun sie haben wirklich eine …exzellente Wahl gemacht. Er ist atemberaubend.“

„Nicht wahr?“ fragte Buffy. Sie schaute zärtlich auf ihren Ring und sah dann Spike an. „Ich liebe ihn.“

„Nun“, sagte Spike in einen absichtlichen lässigen Ton. „Ich weiß, das traditionell eigentlich Diamanten für Eheringe stehen, aber Smaragde stehen ihr besser, denken sie nicht? Sie betonen das grün ihrer Augen.“

Diese Bombe, verfehlte ihr Ziel nicht.

„Ehering?“ Wesley sah etwas verdutzt aus der Wäsche. „Ihr beiden seit verheiratet? Miteinander?“

„Ja“, antwortete Buffy überrascht, das ER überrascht war. „Du hast es nicht gewusst? Ich dachte Giles hätte dir…“

„Scheinbar hatten sie in der letzten Zeit nicht so viel Kontakt, Liebes.“ erklärte Spike. „Zu beschäftigt mit den Dingen, die die Nächte in Los Angeles unsicher machen.“

Bevor Wesley irgendetwas erwidern konnte, hörte Spike mit seinem feinen Gehör, das das Baby wach war.

„Entschuldigt mich“, sagte er, stand auf und ging nach oben.

Buffy wollte auch aufstehen. „Ist etwas…“

„Alles in Ordnung, Liebes“, beruhigte er sie. „Bin gleich wieder da.“

 

**********

 

Er öffnete leise die Tür zum Kinderzimmer, das Licht in dem Zimmer war gedämmt, durch die Nachtlampe, die wie ein schlafendes Lamm geformt war.

Er starrte durch die Tür auf sie und sah, das Katie ihn auch anstarrte. Sie hatte sich auf ihren Bauch gedreht und hielt den Kopf hoch, das war das neuste was sie gelernt hatte.

„Hallo, Süße“, sagte er und lächelte auf sie herunter. „Was ist denn los? Bist du nicht müde?“

Er nahm sie hoch, dann setzte er sich in den Schaukelstuhl neben dem Fenster. Er hielt ihren kleinen warmen Körper gegen seine Schulter und klopfte ihr vorsichtig auf den Rücken.

Als er sich vor und zurück schaukelte, sah er sich in dem Zimmer um und genoss den vollkommen Frieden. Er wusste, dass seine Frau und Tochter in Sicherheit waren, und dass gut für sie gesorgt  wurde.

 

Spike genoss es in diesem Zimmer seine Zeit zu verbringen. Er war in Rosa  und Weiß gestrichen, was seine Entscheidung war und nicht die von Buffy.

Als sie sich entschlossen hatten Buffy´s altes Zimmer zum Kinderzimmer zu machen, wollte sie eine neutrale Farbe haben. Sie verbrachte Stunden in Farbgeschäften und brachte dann Proben von den unmöglichsten  Pastell-Farben mit, die so schöne Namen hatten wie „Grüne Wolke“, „Pfirsich-Sahne“, Zitronen-Chiffon“ oder „Melonen-Sorbet“.

Buffy hatte behauptet, dass diese Farbtöne zu Mädchen sowie zu Jungs passen würden und dass sie sehr nah an ihre Lieblingsfarben herankamen.

Spike hatte festgestellt, das ihre Auswahl nichts mit den Farben an sich zu tun hatten, sondern mehr mit ihrer unersättlichen Vorliebe für Süßes. Als er ihr dies unter die Nase rieb, hat sie es natürlich vehement bestritten.

Nachdem sie über zwei Stunden damit verbracht hatten sich über die Farbe zu streiten, war er ziemlich angefressen und beendete die Diskussion damit, das er ihr sagte, das dies auch sein Kind wäre, und ihre Farben nicht in Frage kamen. Und er warnte sie, wenn sie auf die Idee kommen würde das Zimmer in Schokoladenbraun zu streichen, dann würde er sich scheiden lassen.

Als er ihr dann sagte, welche Farben ihm so vorschwebten, schüttelte Buffy mit dem Kopf und war wütend und wollte nicht in das Schema fallen, was ihrer Meinung nach veraltet war. Rosa für Mädchen, Blau für Jungs.

Aber das war genau das was er sich vorgestellt hatte.

Während des ganzen nächsten Tages war Buffy immer hinter ihm her gerannt und hatte ihm versucht zu erklären, solange sie nicht wüssten was es werden würde sollten sie das Zimmer in einer neutralen Farbe streichen.

Er wusste mit aller Sicherheit, das Buffy ein Mädchen unter ihrem Herzen trug, also entschloss sich Spike als die Sonne unterging, dem Farbgeschäft mal einen Besuch abzustatten.

Es hat nicht länger als fünf Minuten gedauert um zu finden was er gesucht hatte. Er fuhr nach Hause und wedelte mit seiner Auswahl an Farben vor ihrer Nase herum. So schöne Farben wie; „Zuckerwatte“, „Kaugummiwolke“ und „Erdbeersahne“.

Sie brach auf dem Sofa vor lauter lachen und kichern zusammen. Sie konnte nicht wieder aufhören und Spike hatte Angst dass sie eine Fehlgeburt haben könnte

Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte, schlang sie Ihre Arme um seinen Hals und sagte, „Daddy möchte eine kleine Prinzessin, nicht wahr?“ Als seine einzigste Antwort ein schuldiges Grinsen war, fügte sie hinzu. „Wenn es das ist, was Daddy möchte, dann ist es auch das was Daddy bekommt.“

 

Wenn er sich den Raum jetzt ansah, fühlte er sich komplett bestätigt. Es gab keinen Zweifel, dass dieser Raum einem kleinen Mädchen gehörte.

„MEINEM kleines Mädchen“, sagte er laut. Er fühlte sich in diesem Moment genauso, als er zum ersten Mal sah.

Er hob sie hoch, er hielt sie unter ihren Armen gerade so hoch, das er in ihr kleines Gesicht sehen konnte…das ein kleines Ebenbild ihrer Mutter war.

„Sieh dich nur an“, sagte er leise, war immer noch verblüfft darüber, das es sie wirklich gab. „Sieh nur wie wunderschön du bist.“

Falls ihm irgendjemand mal gesagt hätte, dass er jemanden genauso lieben würde wie Buffy, dann hätte er ihn garantiert ausgelacht.

Aber er sah die Bestätigung jedes Mal wenn er in die Augen seiner Tochter sah und fühlte dieses unausgesprochene Vertrauen, das sie ihm schenkte, das sie immer ein Dach über dem Kopf hatte und dafür gesorgt war das sie nicht hungern musste.

„Sei froh, das du hier oben bist, Süße“, sagte er und hielt sie wieder gegen seine Schulter. „Du glaubst gar nicht wie langweilig Angels Schoßhund ist.“

 

Obwohl Spike totales Vertrauen in  die Stärke von Buffy´s Liebe hatte, würde er niemals seine Abneigung gegen Angel ablegen.

Seine Gefühle für seinen Sire hatten sich über die Jahre hinweg geändert. Er liebte ihn als er noch Angelus war, die Ausgeburt des Bösen.

Angelus hatte ihm gezeigt wie man den Menschen Schmerzen zufügte und sich in an dem Leiden der Unschuldigen zu weiden.

Er war ein exzellenter Lehrer und Spike ein aufmerksamer Schüler.

Über viele Jahre hatten Angelus, Darla, Dru und William The Bloody eine Spur von Tod, Blut und Horror durch Europa gezogen.

Aber kurz bevor er seine erste Jägerin getötet hatte fing er an dieses Familienleben zu hassen. Er zog öfters allein los, ignorierte Anweisungen, missachtete Vorschriften und trank mehr Alkohol als es für ihn gut war.

Als sie sich in China aufhielten, hatte Spike es satt von Angelus herumgeschubst zu werden und dem ewigen Genörgel von Darla. Nur das Vergnügen, das er im Bett mit Drusilla hatte, konnte ihn zum bleiben veranlassen.

Kurz nachdem sie in Rumänien angekommen waren, hatte er beschlossen die Familie zu verlassen, obwohl er sich nicht sicher war, wie er es anstellen sollte, denn Drusilla hing so sehr an ihren „Daddy“.

Dieses Problem wurde dann eines Nachts von allein gelöst, als Angelus ging und nicht wiederkam. Sie hatten zuerst nach ihm gesucht, aber wurden von Zigeunern verfolgt, denen Angelus wohl in die Quere gekommen war.

Es waren zu viele um gegen sie zu kämpfen und Spike war der erste der sich eingestand, dass Angelus wohlmöglich schon längst Staub wäre und sie so schnell wie möglich das Land verlassen mussten.

Dru hatte geweint und gejammert und Darla hatte es strickt abgelehnt zu fliehen. Aber als der wütende Mob sich auf dem Markplatz versammelte, stahl Spike eine Kutsche und zwang die Frauen einzusteigen.

Schließlich trennten sich er und Dru von Darla und Spike genoss die Angelus-Freien Jahre. Er streifte mit seiner Geliebten durch die Welt.

Dann landeten sie in Sunnydale. Das drehte seine Welt komplett auf den Kopf, zuerst dachte er es wäre der größter Fehler in seinem Leben gewesen merkte dann aber schnell, des es das Beste war, das ihm passierten konnte.

Er hatte keine Ahnung, das Angelus in der gleichen Stadt war, bis er ihn in dem dunklen Flur der Sunnydale High School gesehen hatte, in der Nacht, in der er zum ersten Mal auf Buffy traf…die Nacht in der alles sich veränderte, als er sie zum ersten Mal sah.

Er hatte nicht lange gebraucht, um zu merken, dass sich der Blödmann verstellte.

Dieses `Hallo, wie geht’s´ Geplänkel war der erste Hinweis. Sie mochten sich noch nie so besonders.

Als er dann noch herausgefunden hatte, dass sich Angelus mit der Jägerin zusammengetan hatte, stieg sein uralter Hass wieder in ihm auf und er ekelte sich vor ihm.

„Nun, woher sollte ich auch wissen, das sie so unwiderstehlich ist?“ fragte er sich und küsste sanft Katies Köpfchen.

Selbst nachdem er die Seele verloren hatte und er wieder der alte war, wollte Spike nichts mit Angel zu tun haben.

Von der Minute an als er über die, sprichwörtliche Schwelle trat, verfiel er sofort wieder in seine `Big Boss´ Rolle und Spike und Dru mussten das machen, was er sagte.

Was Drusilla natürlich tat. Sie brauchte nicht zwei Mal drüber nachdenken um seinen Charme zu verfallen und sich mit ihm im Bett wieder zu finden, was sie als selbstverständlich betrachtete.

Die Wut und den Hass, den er schon immer gegen Angel gehegt hatte, kam wieder hoch und war mit nichts zu vergleichen, was noch kommen sollte.

So sehr Spike ihn auch dafür verachtete, das er ihm Drusilla genommen hatte, war dies nur ein weiterer Grund für seine Abscheu, den beißenden Hass und die verbitterte Eifersucht, die er empfand, weil Buffy…Seine wunderschöne Jägerin…zuerst Angel liebte.

Selbst bei dem Gedanken, das Angel sie anfassen könnte, obwohl sie zu ihm gehörte, sie seinem Ring am Finger trug und er ihr Kind in seinen Armen hielt, machte ihn rasend vor Wut.

„Wusstest du, dass der Idiot da unten noch nicht mal wusste, dass Mami und Daddy verheiratet sind? Gott, ich kann es kaum erwarten, wenn er nach Hause stürmt um Angel die gute Nachricht zu überbringen.“

Er grinste vergnügt, bei dem Gedanken. „Ich kann sein Gesicht schon vor mir sehen. Seine großen Augen, wie sie noch größer werden, wenn er hört, wer zum Schluss das Herz der zauberhaften Prinzessin gewonnen hat. Ich möchte so gern dabei sein, wenn er es erfährt.“

Spike fühlte sich einen kurzen Moment schlecht, so gehässig zu sein, aber er konnte einfach nicht anders. Buffy war SEINE Frau und Katie war SEINE Tochter. Das war etwas, war Angel, mit seiner ganzen Seelensache, nie haben wird.

 

**********

Spike scharfer Geruchssinn vernahm einen vertrauten Geruch. „Ich denke du bist etwas nass, Schatz. Dann lass uns das mal schnell ändern.

Ein Vorteil, ein Vampir zu sein war, das er immer wusste, wenn die Windel auch nur ein wenig feucht war, was zu folge hat, das Katie niemals wund werden würde.

Er legte sie auf den Wickeltisch und machte sie schnell trocken und musste laut über sich selbst lachen.

Wer hätte JEMALS gedacht, das `William The Bloody´ Windeln wechseln würde.

Aber er hatte kein Problem damit. Hat er nie gehabt, egal was ihn in manchen Windeln erwartete. Es störte ihn nicht.

Er hatte schon viel Schlimmeres gerochen oder aufgewischt.

Dämonenschleim, Dämonenrotzte, Dämonenkotze. Er hatte alles schon gesehen und gerochen. Da war das was ein Baby produzierte nicht die Welt.

Als er die frische Windel unter sie geschoben hatte, nahm er etwas Puder und tat es auf ihren Popo und verschloss dann die Windel. Nicht, das sie das Puder brauchen würde, aber er liebte den Geruch an ihr.

Er zog ihr den Strampler wieder an und hob sie von Wickeltisch hoch. „Besser? Das denke ich auch.“

Da Buffy ihr vor gar nicht allzu langer Zeit die Brust gegeben hatte, trug er seine Tochter zurück zu ihrem Bettchen, küsste ihre kleinen süßen Wangen und legte sie hinein.

Nachdem er sie zugedeckt hatte, fand er einen ihrer Schnuller und hielt ihr ihn an die Lippen, bis sie ihn hineinzog und genüsslich anfing daran zu saugen.

Spike stand neben dem Bett und sah hinunter auf das Baby und fragte sich, wie es sein kann, dass sie existierte.

„Womit habe ich dich verdient?“ fragte er leise, als sie seinen Zeigefinger mit ihrer kleinen Hand umschloss.

Die Antwort auf seine Frage war glasklar. Er gar nichts getan. Ihre Existenz in seinem Leben war einfach nur Glück, das größte Glück, das er jemals hatte.

Manchmal, wenn er in ihre großen blauen Augen sah, dann wurde ihm klar, das er der Vater dieses wundervollen Kindes war…das er überhaupt Vater war.

Eine Reihe von Zufällen brachte ihn dorthin, wo er jetzt war. Wie sagte es Dickensians noch *Zur rechten Zeit am rechten Ort*. Das war der einzigste Weg dies zu erklären.

Wenn er nicht zu diesem peinlichen Abendessen gegangen wäre; Wenn er dort geblieben wäre; wenn er sofort nach Hause gegangen wäre nach seiner Bloßstellung, dann hätte es keine Drusilla, kein Angelus und keine Unsterblichkeit gegeben.

Er wäre mit Sicherheit so um 1925 gestorben. Wenn er nicht schon vorher an einer Grippe Epidemie gestorben, oder von Schlägern, die durch London streiften, erschlagen worden wäre.

Aber es war schlussendlich egal, ob es nun Schicksal, Unfall oder Bestimmung war. Katie was da und sie war seine…seine und die Tochter der Jägerin. Er hatte etwas, was Angel, selbst mit seiner ach so wertvollen Seele, niemals haben wird.

**Wenn ich ihn nicht so hassen würde, würde ich fast Mitleid mit ihm haben**

Er befreite seinen Finger aus ihrer Umklammerung und streichelte über ihre seidenweiche Wange. „Gute Nacht, Prinzessin…träume süß.“

Spike hatte die Hand schon an der Klinke, als ihm eine Idee durch den Kopf schoss. Er drehte sich um und ging zurück zum Kinderbett.

„Möchtest du mit nach unten kommen und unseren Besuch kennen lernen?“ fragte er und nahm das Baby hoch. „Dann lass uns mal gehen… Daddy möchte dich vorstellen.“

 

**********

 

Als er auf der halbwegs die Treppe hinunter gegangen war, blieb er stehen und belauschte unverschämt das Gespräch im Wohnzimmer.

„Klar weiß Angel, dass du und Spike…zusammen seid.“

„Verheiratet“, warf Buffy ein.

„Sicher. Tut mir leid.“ Wesley räusperte sich „Verheiratet.“

Spike konnte den schmerzhaften Ausdruck auf dem Gesicht des Mannes sehen.

„Obwohl“, sprach Wes weiter, „Ich weiß…und ich bin mir sicher das du das auch weißt, das dies keine richtige Heirat ist…im legalen Sinne.“

Buffy seufzte. „Wesley…“

„Ich sage ja nur“, sprach er schnell weiter, „ Das ihr keine Heiratsurkunde haben könnt, denn Spike kann seine Identität nicht nachweisen, noch nicht mal seine Existenz.

„Nein“, gab Buffy zu.

„Wurde eure Hochzeit von einem Priester abgehalten oder von einen Standesbeamten, vielleicht?“

„Nicht wirklich.“

„Nun dann“, sagte Wesley weiter, „ Ist er auch nicht dein Ehemann. Es ist keine legale Verbindung.“

Spike runzelte die Stirn.

Nach einer kurzen Pause sagte Buffy, „ Manchmal sind da andere Dinge wichtiger als die Legalität, Wesley. Und glaub mir, es ist eine Verbindung. In jeder Hinsicht.“

**Ja gib es ihm Baby!**

Wesley war nicht überzeugt davon. „Buffy“, sagte er ernst. „Ich bin mir sicher, das dir bewusst ist, das solch eine Verbindung zwischen einer Jägerin und einen Vampir…höchst Orthodox ist, um es mal klar auszudrücken.“

„Mag sein“, sagte Buffy. „Aber ich war noch nie das Mädchen, die wirklich orthodox war, DU musstest das eigentlich wissen.“

„Ich meine nur…nun, das mit Angel war ja verständlich. Er hat eine…“

„SAG ES NICHT!“ schnauzte Buffy. „Bitte komm mir jetzt nicht mit dieses `Böser Dämon ohne Seele kann dich niemals lieben´ Scheiß. Ich kann es nicht mehr hören!“

Immer noch auf der Hälfte der Treppe stehend, merkte Spike wie die Wut in seiner Frau hinaufstieg. **Sei vorsichtig, Junge. Du darfst NIEMALS diese junge Lady verärgern!**

„Von Mr. Giles, wette ich“, deutete Wesley an.

„Eigentlich nicht“, sagte Buffy. „Giles hat uns sehr unterstützt. Und wo wir schon mal dabei sind er hat mich zum Altar geführt.“

Wesley war wirklich sprachlos.

„Und ich sage dir es ist nicht wahr. Ich muss zugeben…Ich habe es auch mal gedacht…aber ich hatte Urecht.“ fügte sie hinzu

„Buffy…“

Sie überging einfach das, was Wesley sagen wollte.

„Mein Mann liebt mich“, sagte sie in einem ernsthaften Ton. „Mein Mann…ein Vampir…liebt mich…eine Jägerin.“

Nun war Wesley der jenige der seufzte. „So etwas stand noch in keins von dem Tagebuch eines Wächters, das ich gelesen habe.“

„Doch, steht wohl“, sagte Buffy „Lies mal Giles seine Tagebücher. Da ist alles bis ins verdammte kleinste Detail aufgeführt.“

„Ich meinte in ANDEREN Wächtertagebüchern. So etwas gab es noch nie.“

„Dann musst du meinen Worten einfach glauben. Es gibt immer ein erstes Mal, Wesley.“

Spike wusste, schon allein beim Klang ihrer Stimme, was der Ausdruck auf ihrem Gesicht zu sagen hatte. Sie würde sich nichts sagen lassen, komme was da wolle.

Aber sie versuchte sich zusammenzureißen und ihre Stimme wurde wieder normal. „Sieh mal, Wesley… Ich weiß nicht wie und warum es passierte…und es interessiert mich auch nicht. Ich meine…warum sollte es auch.“

Da war ein weiterer feiner Unterschied in dem Ton ihrer Stimme.

„Und, ich frage mich, was sich das überhaupt angeht?“

**Absolut nichts. Also gehe zurück, von wo du verdammt noch mal hergekommen bist und lasse uns allein!**

„Was mich das angeht?“ Wesley hörte sich etwas skeptisch an. „Du bist die Jägerin…und ich ein Wächter.“

„Du bist nicht MEIN Wächter“, sagte Buffy.

** Nimm DIES, du scheinheiliges Arschgesicht!**

„Ob ich nun dein Wächter bin oder nicht“, brauste Wesley auf. „Ich bin immer noch für dich verantwortlich.“

„Nun, dann lass es“, sagte Buffy. „Mir geht es gut.“

Da war eine lang Stille, welche Wesley schließlich unterbrach.

„Wegen Angel…“

„Was ist mit Angel?“ fragte Buffy prompt.

**Ja! Was ist MIT Angel?**

„Du solltest wissen, dass Angel sich immer noch um dich sorgt. Selbst, wenn du nicht mit ihm zusammen sein kannst, bist du immer noch ein wichtiger Teil seines Lebens. Er wird dich immer lieben.“

Das einzigste, was ihn davon abhielt ins Wohnzimmer zu gehen, sich Wesley zu schnappen, ihn an seiner Kehle einige Zentimeter hochzuheben und darauf zu warten, bis er wie ein Fisch auf Land nach Luft schnappte, war die Tatsache, das er ein Baby in seinen Armen hielt.

**Geh zur Hölle! Und bevor du das tust, sage Angel er soll aufhören an MEINE Frau zu denken!!**

„Und ich werde mich immer um ihn sorgen“, sagte Buffy ehrlich. „Aber er ist meine Vergangenheit…und Spike ist meine Zukunft.“

**Das ist mein Mädchen!!** Spike fühlte prickelndes Gefühl von Stolz. **Erinnere mich daran, das du dafür nachher etwas Spezielles bekommst.**

Buffy sagte wieder etwas.

„Ich habe etwas vor langer Zeit realisiert. Etwas, das …zu Anfang… schwer war zu akzeptieren.“

Wesley war ruhig und wartete darauf dass sie weiter sprach

„Mir wurde klar, dass Spike mich mehr liebt als es Angel jemals getan hatte.“

Diese Worte überraschten Spike. Sie waren natürlich wahr, aber sie hatte es noch nie vorher erwähnt.

„Ich weiß das Angel mich geliebt hat…so sehr er konnte. Aber es war nicht genug. Er war nicht…stark genug ihn bei mir zu halten, als er seine Seele verlor. Er hat es noch nicht mal versucht.“

„Buffy…Das war…“

„Angelus“, unterbrach sie ihn. „Ich weiß. Aber sie sind beide Angel. Nur zwei verschiedene Seiten.“

„Aber, er…er“, stotterte der Wächter. „ Du weißt, dass er seinen Dämon nicht kontrollieren konnte.“

„Spike tut es“, sagte Buffy einfach. „Er macht es schon seit Jahren, weil er mich genug liebt um es zu tun.“

„Vielleicht…aber er hat ja auch noch den Chip und dieser…“

„Würdest du vielleicht den dusseligen Chip aus dem Spiel lassen!“ sagte Buffy wütend. „Dieser Chip hält ihn davon ab Menschen zu verletzten. Er hat ihn nicht dazu gebracht mich zu lieben… er hat ihn nicht gezwungen an meiner Seite zu kämpfen… und ganz sicher hat er ihn nicht dazu gebracht mir diesen Ring an den Finger zu stecken.“

Ihr Ton änderte sich wieder und sie klang amüsiert.

„Glaubst du wirklich, dass Spike nicht einen Weg gefunden hätte um den Chip auszutricksen, wenn er gewollt hätte. Unterschätze ihn nicht, Wes. Er ist um einiges schlauer als ihm nachgesagt wird.“

**Wurde aber auch mal Zeit das es jemand merkt.**

„Und ich sag dir noch etwas über den Chip“, fügte Buffy hinzu. „Wenn er jemals aufhören sollte zu arbeiten, dann wird das auch nichts ändern.“ Sie hielt einen Moment inne. „So weit wie wir wissen, arbeitet er jetzt schon nicht mehr.“

„Woher willst du das wissen?“

„Nun, er versucht keinen mehr zu verletzten seit…ähm, ich weiß nicht…drei Jahre, vielleicht? Kein kämpfen, kein töten…“

Spike hörte den Übermut in ihrer Stimme und versteifte sich.

„…und die einzigste Person die er jetzt noch beißt bin ich.“

**BUFFY ERZÄHL IHN DAS NICHT!!“

Wesley hörte sich entsetzt Buffy´s Eingeständnis an, wenn auch aus einem anderen Grund.

„ER BEISST DICH? Muss…Muss ich das verstehen, das Spike dich beißt? Des Blutes wegen? Das du … es ihm erlaubst?“

„Es ist nicht so, dass es jeden Tag passiert“, sagte Buffy. „Nur manchmal.“

**Jägerin! Es geht ihn absolut nichts an, was wir im Bett treiben!**

„Was ist mit dem Chip? Springt der denn nicht an, wenn er dich beißt?“

„Nein, nicht das ich wüsste“, sagte Buffy heiter.

„Er beißt Dich…was dir Schmerzen zufügt… und der Chip macht nichts?“

„Es gibt Schmerz und es gibt Schmerz“, sagte Buffy. „Wenn du verstehst, was ich meine.“

Spike wettete, wenn er Wesleys Gesicht sehen könnte, das es knallrot sein würde.

„Wie auch immer“, sagte Buffy. „Angel hat mich geliebt und dann hat er mich verlassen, einfach so. Er blieb nicht. Er kämpfte nicht…Gott, er hat ja noch nicht mal `Auf Wiedersehen´ gesagt.“

Sie seufzte tief.

„Und Spike… ohne eine Seele in ihm…blieb bei mir, weil er mich genug liebt um alles was… er über hundert Jahre… war und gemacht hatte, hinter sich zu lassen.

Wieder war alles still.

„Verstehst, was ich dir damit sagen will, Wesley?“

„Ich…Ich nehme es an, das ich es tue. Ich weiß nur nicht, wie ich es Angel begreiflich machen soll, aber…“

„Es wird nichts ändern, ob er es versteht“, sagte Buffy. „Er soll es nur akzeptieren.“

„Ja, nun…er wird bestimmt seine Zeit brauchen, um es zu akzeptieren“, sagte Wesley. „Schließlich habt ihr eine Art Geschichte miteinander.“

„Ja“, stimmte Buffy zu. „Geschichte. Etwas das in der Vergangenheit liegt.“

Wesley sagte nichts

Außerdem…haben Spike und ich auch eine Geschichte. Und nicht zu vergessen eine ereignisreiche Zukunft.“

„Das ist unser Stichwort“, flüsterte Spike dem Baby zu.

 

**********

 

Buffy saß auf dem Sofa und hatte die Treppe im Blickfeld. Sie war die erste die Spike mit Katie sah.

„Hast du sie aufgeweckt?“ schimpfte sie mit ihm.

Spike schüttelte seinen Kopf. „Hab ich nicht, sie war schon wach als ich nachgesehen hatte.“

Wesley drehte sich um. Ein überraschter Blick huschte über sein Gesicht, als er sah, was Buffy mit solch einer Zärtlichkeit anschaute.

„Was für ein wunderschönes Baby“, sagte er laut und stand auf.

„Ihr Name ist Katherine Rose“, sagte Buffy um die darauf folgende Frage sofort zu beantworten.

„Nun, sie ist niedlich“, Wesley beobachtete Spike, wie er Buffy das Baby in den Arm legte. „Wem gehört sie?“

Buffy starrte ihn an. „Umm…sie ist meine, Wes. Was dachtest du denn. Das ich ein fremdes Baby oben habe.“

Wesleys war geschockt. „Du hast ein Baby? Dieses Baby?“

Buffy nickte, in ihren Augen spiegelte sich ihr Vergnügen, den Wächter so zu sehen. „Ich habe ein Baby. Dieses Baby.“

Er sank zurück aufs Sofa und murmelte „Ich war wohl etwas zu lange fort.“

Spike grinste nur, als er sich wieder in den Sessel setzte. Er wollte sicher gehen, das Wesley genug Informationen hatte, wenn er zurück nach Los Angeles ging. „Sie sieht aus wie ihre Mutter, finden sie nicht?“ fragte er.

„Nun, Ich…das kann man sagen…“, stotterte Wesley, „nachdem ich sie genauer angesehen habe, muss ich zustimmen. Sie ist dir wie aus dem Gesicht geschnitten, Buffy.“

Buffy lächelte stolz. „Und sie hat die Augen ihres Vaters.“

„Hat sie?“ Wesley lehnte sich noch etwas weiter vor um sie genauer zu betrachten. „Wer ist ihr Vater, wenn du nichts dagegen hast, dass ich frage?“

Spike saß plötzlich kerzengerade im Sessel. „ICH bin ihr Vater, du Vollidiot!“

Es herrschte eine unerträgliche Stille als Wesley diese Information überdachte.

„Nun“, sagte er endlich, „Das ist wundervoll und … eine lobenswerte Einstellung. Ich kann mir vorstellen, das es nicht leicht ist ein Kind von einem anderen Mann großzuziehen, und sich als ihr Vater zu fühlen, schon gar nicht wenn deine…Frau…Die Kindesmutter ist.“

„Wesley…“begann Buffy.

„Ich DENKE nicht nur, dass sie meine Tochter ist“, sagte Spike barsch. „Sie IST meine Tochter.“

Wesley schüttelte ablehnend den Kopf, und war überzeugt davon, dass er Recht hatte.

„Das ist unmöglich. Vampire sind zeugungsunfähig. Sie können nicht der biologische Vater des Kindes sein.“

Spike lehnte sich etwas nach vorne und starrte Wesley wütend in die Augen. „Wollen sie mir erzählen, das meine Frau fremdgegangen…“

„Spike!“ sagte Buffy spitz. „Beruhige dich. Es ist eine berechtigte Frage.“

Sie drehte sich zu Wesley.

„Erinnerst du dich daran, was ich vorhin gesagte habe? Das es immer ein erstes Mal gibt?“

„Aber…aber es wurde noch nie…“

„Dokumentiert, Ich weiß.“ Sie drehte das Baby in ihrem Arm und zeigte sie ihm. „Komm schon Wes…sieh sie dir an und sag mir ist sie nicht das wunderschönste Baby, was du je gesehen hast.“

„Sie ist wirklich niedlich“, sagte Wesley aufrichtig. „Aber ich verstehe nicht, wie das sein kann. Hast DU eine Erklärung dafür?“

Buffy schaute zu Spike herüber und zuckte mit den Achseln. „Ein Wunder?“ Als sie Wesley wieder ansah, sah sie seinen skeptischen Blick. „Nein ich habe auch keine Erklärung dafür. Vielleicht hat jemand, sich gedacht, ich habe schon so viel Gutes getan, das ich eine Anerkennung verdient habe.“

Wesley saß für einen Moment still da, dann sagte er, „Wenn irgend jemand eine Anerkennung verdient… Dann bist du es, Buffy.“ Er schaute Spike an. „Und sie auch, wie es scheint. Herzlichen Glückwunsch zu solch einer niedlichen Tochter.“

„Danke“, sagte Spike unfreundlich.

Wesley stand auf. „Es ist schon spät“, bemerkte er.

Spike stand ebenfalls auf. „So ist es. Wir wollen sie nicht aufhalten.“

„Lass es.“ zischte Buffy

„Was hab ich denn gesagt?“

Buffy folgte Wesley zur Tür. Sie hielt das Baby in einem Arm, als sie ihn mit dem anderen umarmte. „Es war schön dich wieder zu sehen, Wes.“

„Es war wundervoll, dich wieder zu sehen.“ Er erwiderte die Umarmung. „Ich bin froh, dass du so glücklich bist, Buffy. Und ich weiß Angel wird es auch sein.“

Spike stand genau hinter seiner Frau und glitt von einem Fuß auf den anderen. Er nahm seine Geldbörse aus der hinteren Hosentasche und nahm ein kleines Foto heraus.

„Gib ihm dies hier“, sagte er und übergab das Bild. „Die im Krankenhaus haben es geschossen als sie geboren wurde.“

„Aber…wollt ihr es denn nicht behalten?“ fragte Wesley

Buffy antwortete, „Wir haben noch viel mehr“, erklärte sie ihm und schaute Spike mit ihrem `benimm dich` Blick an.

Welchen er ignorierte. „Buffy hat eine Menge Fotos gemacht. Wir haben glaube ich schon drei Alben voll. Wir können noch ein paar nach L.A. schicken.“

„Ja, da bin ich mir sicher, das sie das tun werden“, erwiderte Wesley und wusste genau was Spike damit gemeint hatte. Er ging hinaus auf die Veranda und zog seine Autoschlüssel aus seiner Tasche. „Nun…dann Auf Wiedersehen.“

„Tschüß Wes“, sagte Buffy. „Pass auf dich auf.“

„Ja, tue das“, fügte Spike fröhlich hinzu. „Und denke daran Angel schöne Grüße von uns zu grüßen.“

Er schwang die Tür direkt vor Wesleys Nase zu und schloss sie ab.

Als er sich umdrehte, sah er das Buffy ihn anstarrte und mit dem Kopf schüttelte

„Was?“ fragte er unschuldig.

„WWWaaasss?“ verarschte sie ihn, während sie die Treppe hinaufging. „Für einen Moment habe ich gedacht, du wolltest mitfahren und Angel unsere Tochter persönlich vorstellen.“

„Was soll DAS denn heißen“, fragte er verteidigend. „Ich kann doch nichts dafür, dass ich stolz auf meine Tochter bin. Sie ist nun mal ein zauberhaftes Wesen, wenn dir das noch nicht aufgefallen sein soll.“

„Oh, Bitte“, stöhnte Buffy. „Du wolltest doch nur sicher gehen, dass du Angel dies unter die Nase reiben kannst.“

„Warum sollte ich das machen?“ fragte Spike und stieß die Tür zum Kinderzimmer auf.

„Ahm, ich weiß nicht“, sagte sie. „Vielleicht wegen der Tatsache, dass DU ein Kind hast und er nicht. Das DU mein Ehemann bist und er nicht. Nicht zu vergessen, das du mir einen Ring geschenkt hast, der viel teurer war als der von ihm.“

„Ich habe dir nicht den Ring geschenkt um Angel zu ärgern“, erwiderte Spike energisch.

Buffy seufzte. „Vielleicht nicht…aber du bist auf Nummer sicher gegangen, das Wesley alles über uns herausfindet.“ Sie legte das Baby ins Kinderbettchen und deckte sie zu. Sie stellte das Babyphon an und schaute ihren Mann an. „Sieh mich nicht so an“, sagte sie. „Du wusstest genau was du machst.“

„Wusste ich nicht“, leugnete er und lehnte sich hinunter und gab seinem Baby ein Gute Nacht Kuss.

„Ja sicher, du bist total unschuldig“, stöhnte sie.

Er versuchte ihrem Blick standzuhalten, konnte es aber nicht lange. „Okay, ich gebe es zu, ich hab es getan“, murmelte er. „Also, bestraf mich.“

Als Antwort griff Buffy nach seiner Hand und zog ihn aus dem Zimmer.

„Eigentlich“, sagte sie, während sie ihn den Flur hinunter zum Schlafzimmer führte, „war es sehr süß. Kindisch zwar…aber süß.“

Spike schloss die Schlafzimmertür mit seinem Fuß und legte die Arme um seine Frau. „Damit kann ich leben“, sagte er und schob sie aufs Bett.

Er senkte seinen Kopf und küsste ihre Lippen, dann wanderte sein Mund ihre zarte Haut hinunter zum Hals. „Du bist mein“, sagte er sanft.

„Ich weiß“, flüsterte Buffy.

„Sag es!“, verlangte er. „Sag dass du mein bist.“

„Ich bin dein, Baby…Ich werde immer dein sein.“

Er biss ihr ins Ohrläppchen, was ihren Körper zum beben brachte.

„Aber vergiss nicht“, sagte sie, legte ihre Hände an seine Brust und schob ihn auf den Rücken. Sie folgte ihm und setzte sich rittlings auf sein Becken. „Auch du gehörst mir.“

Spike grinste, schob seine Hände unter ihr Shirt und öffnete ihren BH. „Das war ich schon immer, seit der ersten Minute in der ich dich sah, wusste ich, dass ich hoffnungslos verloren war.“

Sie schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Richtig, und die ganzen Kämpfe und die Versuche mich zu töten waren ein Weg mir zu zeigen, wie sehr du mich magst.“

„Erinnere mich nicht daran, nicht jetzt.“ Er runzelte die Stirn. „Komm einfach her und gib mir einen dicken, feuchten…“

Er wurde von Babygebrabbel, das über das Babyfon kam unterbrochen.

Sie beiden hielten inne und starrten auf das Gerät.

„Sie wird wieder ruhiger“, sagte Buffy nach ein paar Sekunden. Sie beugte sich runter und küsste ihn, aber er war angespannt. „Komm schon, Baby. Es geht ihr gut.“

Spike versuchte sich dem Moment hinzugeben, dann schüttelte er den Kopf und schob sie von sich herunter. „Ich kann nicht. Ich muss nachsehen.“

Buffy seufzte. „Es geht ihr gut. Dies sind nur `Baby will jetzt schlafen´ Geräusche.“

Er wich ihren Händen, die ihn streicheln wollten, aus. „Ja, aber wenn dem nicht so ist, wenn etwas schlimmes ist…und wir nicht nachsehen. Wie würdest du dich dann Morgen Früh fühlen?“

Buffy dachte einen Moment darüber nach, dann stand sie aus dem Bett auf. „Dann lass uns gehen.“

Dreißig Sekunden später waren sie wieder in ihrem Schlafzimmer.

„Und“, sagte Buffy. „Fühlst du dich besser?“

Spike grinste. „Viel besser.“ Er legte seine Hände an ihre Hüften und drehte sie um. Dann schob er sie zum Bett und legt sich mit ihr darauf.

„Nun…können wir zurück zu den dicken und feuchten Dingen kommen.“


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