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Spike
verließ die
Küche
und machte das Licht aus. Als er halbwegs durch das
Wohnzimmer
gegangen war, klingelte es an der Tür.
Er
entschied sich
kurzfristig es zu ignorieren, denn die zwei Menschen, die er
über alles in der
Welt liebte, waren schon nach oben gegangen.
Doch
nachdem es zum zweiten
Mal geklingelt hatte, wusste er, wer immer auch vor der Tür
stand, würde nicht
weggehen.
„Hey!“
schrie
Buffy aus
dem oberen Badezimmer. „Planst du heute noch die Tür
zu öffnen oder
nicht?“
„Keine
Lust!“
schrie er
zurück.
„Mach
es trotzdem. Ich
habe ein nasses, nacktes Baby in meinen Händen.“
Er
lächelte über
das Bild,
was er sich gerade vorstellte. „Wie sieht es mit der Mutter
aus?“ fragte er
hoffnungsvoll.
„Komplett
angezogen und
trocken“, berichtete sie.
„Komplett
angezogen?“
„Richtig.“
„Und
noch nicht mal ein
wenig feucht?“
„Kein
Bisschen.“
„Überall?“
Er
hörte sie lachen.
„Nun
mach endlich die Tür auf. Wir können uns nachher noch
über Feuchtigkeit und
ausziehen später unterhalten.“
Zu
diesem Zeitpunkt wollte
er die Tür gar nicht mehr öffnen, sondern nach oben
gehen und Buffy helfen,
Katie zu baden.
Es
klingelte wieder.
Sehr
verärgert schaute er
auf seine Uhr. Neun Uhr. Wer zum Teufel…
„Wer
zum Teufel sind
sie?“ fragte er stumpf und behielt eine Hand am
Türknopf, während er sich
mit der andere am Rahmen abstützte.
Der Mann
der auf der Veranda
stand kam ihm von irgendwoher bekannt vor. Er hatte die gleiche Art und
Weise,
die englische Herren an sich haben, die gleiche Art wie
Buffy´s Wächter…oh
ja.
„Wesley
Wyndham-Pryce“,
stellte sich der Mann vor. „Ist Buffy zuhause?“
„Warum?“
fragte Spike
barsch.
Wesley
war nicht sonderlich
überrascht das Spike nicht sonderlich höflich war.
„Ich
verspreche ihnen,
dass ich nichts ruchloses geplant habe“, sagte er. "Ich bin
nur ein alter
Freund von Buffy und da ich gerade in der Gegend war, wollte ich ihr
einen
Besuch abstatten.“
„Ich
weiß wer
sie
sind.“ erwiderte Spike und machte keine Anstallten ihn herein
zulassen.
Wesleys
Augen wurden schmal.
„Und ich weiß ganz genau wer SIE sind.“
„Ach
wirklich?“ sagte
Spike und dehnte dabei die Worte in die Länge. Mit einem
einschüchternden
Blick konzentrierte er sich und wechselte in den Vampirmodus.
„Sind sie sich
da ganz sicher?“
Entweder
war Wesley nicht
eingeschüchtert, oder konnte es sehr gut verstecken. Was auch
immer es von
beiden war, er sprach sehr ruhig.
„Ganz
sicher…Spike. Kann
ich nun hereinkommen?“
Das
letzte was Spike wollte
war, das dieser Idiot hereinkam und den ganzen Abend mit Buffy
über alte Zeiten
sprach. Insbesondere deswegen, weil er sich ganz sicher war, das jedes
Wort
ihrer Unterhaltung, die sie geführt hatten, bevor Wesley sie
unterbrochen
hatte, in die Tat umgesetzt werden würde.
„Angel
benötigt
wirklich
Hilfe“, sagte er höhnisch. Er wollte Wesley
provozieren, das dieser
irgendetwas sagte das Spike nicht gefiel und er ihn raus
schmeißen konnte.
Aber
Wesley ließ sich
darauf erst gar nicht ein. „Es gibt keinen Grund für
diese Feindseligkeit.
Angel weiß von der …Beziehung…zwischen
ihnen und der Jägerin.
**Ja…Ich
wette darauf,
das
er es weiß**
Spike
war sich ganz sicher,
dass Angel noch nicht einmal die Hälfte von allem wusste.
„Was sie nicht
sagen?“ Er ging ein paar Schritte zurück und
ließ Wesley ins Haus.
„Ja“,
der
Wächter
nickte. „Er weiß es. Ich stehe mit einigen Leuten
aus Sunnydale in Kontakt
und…“
„Sie
meinen sie stehen
mit
Giles in Kontakt?“ fragte Spike, nur um alles klar zu sehen.
Wesley
zögerte, bevor er
antwortete. „Ja, gelegentlich.“
Spike
schloss die Tür.
„Ich denke es ist garantiert eine Ewigkeit her seit ihrem
letzten…Kontakt,
oder?“
„Wo
wir schon mal dabei
sind, da haben sie Recht. Wir hatten kürzlich viel um die
Ohren und da blieb
nicht viel Zeit sich zu melden.
„Uh-huh…
Wir
haben ein
Telefon, wissen sie. Zwei
Leitungen…Wahlwiederholung…Anrufbeantworter“,
informierte ihn Spike. „Ich schreibe ihnen gern die Nummer
auf.“
„Ich
weiß die
Nummer“,
sagte Wesley kalt. „Aber wie ich schon sagte, ich war in der
Gegend und dachte
mir ich konnte sie…“
„Stören?“
erklärte
Spike.
„…besuchen.
Nun, ist
Buffy nun hier oder nicht?“
Spike
nickte. Er musste sich
selber eingestehen, das Wesley sich nicht von der Stelle bewegen
würde, bevor
er die richtigen Antworten bekommen würde.
„Ja,
sie ist
ob…“ plötzlich
konnte er sie spüren. Er hielt inne und drehte sich um, als
Buffy am oberen
Treppenabsatz auftauchte.
„Wesley?“
Sie
schien
sehr erfreut ihn zu sehen, was Spike natürlich gar nicht in
den Kram passte,
denn nun wurde es etwas schwerer ihn los zu werden. „Bist Du
das wirklich?“
„Hallo
Buffy.“
Wesley lächelte
sie an.
Sie kam
die Treppe hinunter
und umarmte ihnen Ex- Wächter. „Sieh dich
an!“ rief sie. „Kein alten
Anzug und Schlips…und dein Haar ist auch
länger!“
Er
zuckte mit den Achseln.
„Es war Zeit für eine
Veränderung.“
„Nun,
das sehe
ich“,
sagte sie und drehte sich um und sah Spike an. „Hast du schon
mein …“
„Wir
haben uns schon
vorgestellt, Schatz“, antwortete Spike mit leichtem Nachdruck.
„Oh…Gut.“
Sie konnte
die Spannung zwischen dem Wächter und ihrem Vampir
spüren, versuchte sie aber
zu ignorieren.
Sie nahm
Wesleys Hand und
führte
ihn ins Wohnzimmer.
„Setzt
dich und
erzähle
mir wie es allen geht.“
Während
er sich neben
Buffy
aufs Sofa setzte schaute Wesley vorsichtig Spike an.
Spike
bemerkte dies nicht
und setzte sich in den Sessel, der neben dem Sofa stand und kreuzte
seine Arme
über der Brust.
„Komm
schon
Wesley“,
sagte Buffy fordernd. „Sag mir was ihr alle so in Los Angeles
macht. Fang mit
Cordelia an“, schlug sie vor. „Arbeitet sie
wirklich mit dir und Angel
zusammen?“
Nach
zehn Minuten hatte
Spike komplett das Interesse an der Unterhaltung verloren, schaute auf
seine Uhr
und hoffte, das Wesley den Wink verstehen würde und ging.
Aber er
bemerkte nichts, er
war zu sehr in das Gespräch mit Buffy vertieft.
Irgendwann
ging sie in die
Küche
und holte zwei Dosen Bier und eine Dose Cola für sich.
Als sie
Wesley die Dose gab,
bemerkte er den Ring an ihrer linken Hand.
„Das
ist ein
wunderschöner
Ring, Buffy“, sagte er, nahm ihre Hand und studierte den
Edelstein mit einem
Auge eines Juweliers. „Die Qualität des Smaragdes
ist superb. Einfach
tadellos.“
Buffy
wollte gerade etwas
sagen, aber Spike war schneller. „Ja, das war der Grund,
warum ich ihn
ausgesucht habe.“
„SIE
habe ihn
ausgesucht?“ Wesley war sichtlich überrascht.
„Nun sie haben wirklich eine
…exzellente Wahl gemacht. Er ist atemberaubend.“
„Nicht
wahr?“
fragte
Buffy. Sie schaute zärtlich auf ihren Ring und sah dann Spike
an. „Ich liebe
ihn.“
„Nun“,
sagte
Spike in
einen absichtlichen lässigen Ton. „Ich
weiß, das traditionell eigentlich
Diamanten für Eheringe stehen, aber Smaragde stehen ihr
besser, denken sie
nicht? Sie betonen das grün ihrer Augen.“
Diese
Bombe, verfehlte ihr
Ziel nicht.
„Ehering?“
Wesley sah
etwas verdutzt aus der Wäsche. „Ihr beiden seit
verheiratet? Miteinander?“
„Ja“,
antwortete Buffy
überrascht, das ER überrascht war. „Du hast
es nicht gewusst? Ich dachte
Giles hätte dir…“
„Scheinbar
hatten sie in
der letzten Zeit nicht so viel Kontakt, Liebes.“
erklärte Spike. „Zu beschäftigt
mit den Dingen, die die Nächte in Los Angeles unsicher
machen.“
Bevor
Wesley irgendetwas
erwidern konnte, hörte Spike mit seinem feinen Gehör,
das das Baby wach war.
„Entschuldigt
mich“,
sagte er, stand auf und ging nach oben.
Buffy
wollte auch aufstehen.
„Ist etwas…“
„Alles
in Ordnung,
Liebes“, beruhigte er sie. „Bin gleich wieder
da.“
**********
Er
öffnete leise die
Tür
zum Kinderzimmer, das Licht in dem Zimmer war gedämmt, durch
die Nachtlampe,
die wie ein schlafendes Lamm geformt war.
Er
starrte durch die Tür
auf sie und sah, das Katie ihn auch anstarrte. Sie hatte sich auf ihren
Bauch
gedreht und hielt den Kopf hoch, das war das neuste was sie gelernt
hatte.
„Hallo,
Süße“, sagte
er und lächelte auf sie herunter. „Was ist denn los?
Bist du nicht müde?“
Er nahm
sie hoch, dann
setzte er sich in den Schaukelstuhl neben dem Fenster. Er hielt ihren
kleinen
warmen Körper gegen seine Schulter und klopfte ihr vorsichtig
auf den Rücken.
Als er
sich vor und
zurück
schaukelte, sah er sich in dem Zimmer um und genoss den vollkommen
Frieden. Er
wusste, dass seine Frau und Tochter in Sicherheit waren, und dass gut
für sie
gesorgt wurde.
Spike
genoss es in diesem
Zimmer seine Zeit zu verbringen. Er war in Rosa
und Weiß gestrichen, was seine Entscheidung war
und nicht die von Buffy.
Als sie
sich entschlossen
hatten Buffy´s altes Zimmer zum Kinderzimmer zu machen,
wollte sie eine
neutrale Farbe haben. Sie verbrachte Stunden in Farbgeschäften
und brachte dann
Proben von den unmöglichsten
Pastell-Farben
mit, die so schöne Namen hatten wie „Grüne
Wolke“, „Pfirsich-Sahne“,
Zitronen-Chiffon“ oder „Melonen-Sorbet“.
Buffy
hatte behauptet, dass
diese Farbtöne zu Mädchen sowie zu Jungs passen
würden und dass sie sehr nah
an ihre Lieblingsfarben herankamen.
Spike
hatte festgestellt,
das ihre Auswahl nichts mit den Farben an sich zu tun hatten, sondern
mehr mit
ihrer unersättlichen Vorliebe für
Süßes. Als er ihr dies unter die Nase
rieb, hat sie es natürlich vehement bestritten.
Nachdem
sie über zwei
Stunden damit verbracht hatten sich über die Farbe zu
streiten, war er ziemlich
angefressen und beendete die Diskussion damit, das er ihr sagte, das
dies auch
sein Kind wäre, und ihre Farben nicht in Frage kamen. Und er
warnte sie, wenn
sie auf die Idee kommen würde das Zimmer in Schokoladenbraun
zu streichen, dann
würde er sich scheiden lassen.
Als er
ihr dann sagte,
welche Farben ihm so vorschwebten, schüttelte Buffy mit dem
Kopf und war wütend
und wollte nicht in das Schema fallen, was ihrer Meinung nach veraltet
war. Rosa
für Mädchen, Blau für Jungs.
Aber das
war genau das was
er sich vorgestellt hatte.
Während
des ganzen
nächsten
Tages war Buffy immer hinter ihm her gerannt und hatte ihm versucht zu
erklären,
solange sie nicht wüssten was es werden würde sollten
sie das Zimmer in einer
neutralen Farbe streichen.
Er
wusste mit aller
Sicherheit, das Buffy ein Mädchen unter ihrem Herzen trug,
also entschloss sich
Spike als die Sonne unterging, dem Farbgeschäft mal einen
Besuch abzustatten.
Es hat
nicht länger als
fünf
Minuten gedauert um zu finden was er gesucht hatte. Er fuhr nach Hause
und
wedelte mit seiner Auswahl an Farben vor ihrer Nase herum. So
schöne Farben
wie; „Zuckerwatte“,
„Kaugummiwolke“ und
„Erdbeersahne“.
Sie
brach auf dem Sofa vor
lauter lachen und kichern zusammen. Sie konnte nicht wieder
aufhören und Spike
hatte Angst dass sie eine Fehlgeburt haben könnte
Nachdem
sie sich etwas
beruhigt hatte, schlang sie Ihre Arme um seinen Hals und sagte,
„Daddy möchte
eine kleine Prinzessin, nicht wahr?“ Als seine einzigste
Antwort ein
schuldiges Grinsen war, fügte sie hinzu. „Wenn es
das ist, was Daddy möchte,
dann ist es auch das was Daddy bekommt.“
Wenn er
sich den Raum jetzt
ansah, fühlte er sich komplett bestätigt. Es gab
keinen Zweifel, dass dieser
Raum einem kleinen Mädchen gehörte.
„MEINEM
kleines
Mädchen“,
sagte er laut. Er fühlte sich in diesem Moment genauso, als er
zum ersten Mal
sah.
Er hob
sie hoch, er hielt
sie unter ihren Armen gerade so hoch, das er in ihr kleines Gesicht
sehen
konnte…das ein kleines Ebenbild ihrer Mutter war.
„Sieh
dich nur
an“,
sagte er leise, war immer noch verblüfft darüber, das
es sie wirklich gab.
„Sieh nur wie wunderschön du bist.“
Falls
ihm irgendjemand mal
gesagt hätte, dass er jemanden genauso lieben würde
wie Buffy, dann hätte er
ihn garantiert ausgelacht.
Aber er
sah die
Bestätigung
jedes Mal wenn er in die Augen seiner Tochter sah und fühlte
dieses
unausgesprochene Vertrauen, das sie ihm schenkte, das sie immer ein
Dach über
dem Kopf hatte und dafür gesorgt war das sie nicht hungern
musste.
„Sei
froh, das du hier
oben bist, Süße“, sagte er und hielt sie
wieder gegen seine Schulter. „Du
glaubst gar nicht wie langweilig Angels Schoßhund
ist.“
Obwohl
Spike totales
Vertrauen in die
Stärke von Buffy´s
Liebe hatte, würde er niemals seine Abneigung gegen Angel
ablegen.
Seine
Gefühle
für seinen
Sire hatten sich über die Jahre hinweg geändert. Er
liebte ihn als er noch
Angelus war, die Ausgeburt des Bösen.
Angelus
hatte ihm gezeigt
wie man den Menschen Schmerzen zufügte und sich in an dem
Leiden der
Unschuldigen zu weiden.
Er war
ein exzellenter
Lehrer und Spike ein aufmerksamer Schüler.
Über
viele Jahre hatten
Angelus, Darla, Dru und William The Bloody eine Spur von Tod, Blut und
Horror
durch Europa gezogen.
Aber
kurz bevor er seine
erste Jägerin getötet hatte fing er an dieses
Familienleben zu hassen. Er zog
öfters allein los, ignorierte Anweisungen, missachtete
Vorschriften und trank
mehr Alkohol als es für ihn gut war.
Als sie
sich in China
aufhielten, hatte Spike es satt von Angelus herumgeschubst zu werden
und dem
ewigen Genörgel von Darla. Nur das Vergnügen, das er
im Bett mit Drusilla
hatte, konnte ihn zum bleiben veranlassen.
Kurz
nachdem sie in
Rumänien
angekommen waren, hatte er beschlossen die Familie zu verlassen, obwohl
er sich
nicht sicher war, wie er es anstellen sollte, denn Drusilla hing so
sehr an
ihren „Daddy“.
Dieses
Problem wurde dann
eines Nachts von allein gelöst, als Angelus ging und nicht
wiederkam. Sie
hatten zuerst nach ihm gesucht, aber wurden von Zigeunern verfolgt,
denen
Angelus wohl in die Quere gekommen war.
Es waren
zu viele um gegen
sie zu kämpfen und Spike war der erste der sich eingestand,
dass Angelus wohlmöglich
schon längst Staub wäre und sie so schnell wie
möglich das Land verlassen
mussten.
Dru
hatte geweint und
gejammert und Darla hatte es strickt abgelehnt zu fliehen. Aber als der
wütende
Mob sich auf dem Markplatz versammelte, stahl Spike eine Kutsche und
zwang die
Frauen einzusteigen.
Schließlich
trennten
sich
er und Dru von Darla und Spike genoss die Angelus-Freien Jahre. Er
streifte mit
seiner Geliebten durch die Welt.
Dann
landeten sie in
Sunnydale. Das drehte seine Welt komplett auf den Kopf, zuerst dachte
er es wäre
der größter Fehler in seinem Leben gewesen merkte
dann aber schnell, des es
das Beste war, das ihm passierten konnte.
Er hatte
keine Ahnung, das
Angelus in der gleichen Stadt war, bis er ihn in dem dunklen Flur der
Sunnydale
High School gesehen hatte, in der Nacht, in der er zum ersten Mal auf
Buffy
traf…die Nacht in der alles sich veränderte, als er
sie zum ersten Mal sah.
Er hatte
nicht lange
gebraucht, um zu merken, dass sich der Blödmann verstellte.
Dieses
`Hallo, wie
geht’s´
Geplänkel war der erste Hinweis. Sie mochten sich noch nie so
besonders.
Als er
dann noch
herausgefunden hatte, dass sich Angelus mit der Jägerin
zusammengetan hatte,
stieg sein uralter Hass wieder in ihm auf und er ekelte sich vor ihm.
„Nun,
woher sollte ich
auch wissen, das sie so unwiderstehlich ist?“ fragte er sich
und küsste sanft
Katies Köpfchen.
Selbst
nachdem er die Seele
verloren hatte und er wieder der alte war, wollte Spike nichts mit
Angel zu tun
haben.
Von der
Minute an als er
über
die, sprichwörtliche Schwelle trat, verfiel er sofort wieder
in seine `Big Boss´
Rolle und Spike und Dru mussten das machen, was er sagte.
Was
Drusilla natürlich
tat.
Sie brauchte nicht zwei Mal drüber nachdenken um seinen Charme
zu verfallen und
sich mit ihm im Bett wieder zu finden, was sie als
selbstverständlich
betrachtete.
Die Wut
und den Hass, den er
schon immer gegen Angel gehegt hatte, kam wieder hoch und war mit
nichts zu
vergleichen, was noch kommen sollte.
So sehr
Spike ihn auch
dafür
verachtete, das er ihm Drusilla genommen hatte, war dies nur ein
weiterer Grund
für seine Abscheu, den beißenden Hass und die
verbitterte Eifersucht, die er
empfand, weil Buffy…Seine wunderschöne
Jägerin…zuerst Angel liebte.
Selbst
bei dem Gedanken, das
Angel sie anfassen könnte, obwohl sie zu ihm gehörte,
sie seinem Ring am
Finger trug und er ihr Kind in seinen Armen hielt, machte ihn rasend
vor Wut.
„Wusstest
du, dass der
Idiot da unten noch nicht mal wusste, dass Mami und Daddy verheiratet
sind?
Gott, ich kann es kaum erwarten, wenn er nach Hause stürmt um
Angel die gute
Nachricht zu überbringen.“
Er
grinste vergnügt, bei
dem Gedanken. „Ich kann sein Gesicht schon vor mir sehen.
Seine großen Augen,
wie sie noch größer werden, wenn er hört,
wer zum Schluss das Herz der
zauberhaften Prinzessin gewonnen hat. Ich möchte so gern dabei
sein, wenn er es
erfährt.“
Spike
fühlte sich einen
kurzen Moment schlecht, so gehässig zu sein, aber er konnte
einfach nicht
anders. Buffy war SEINE Frau und Katie war SEINE Tochter. Das war
etwas, war
Angel, mit seiner ganzen Seelensache, nie haben wird.
**********
Spike
scharfer Geruchssinn
vernahm einen vertrauten Geruch. „Ich denke du bist etwas
nass, Schatz. Dann
lass uns das mal schnell ändern.
Ein
Vorteil, ein Vampir zu
sein war, das er immer wusste, wenn die Windel auch nur ein wenig
feucht war,
was zu folge hat, das Katie niemals wund werden würde.
Er legte
sie auf den
Wickeltisch und machte sie schnell trocken und musste laut
über sich selbst
lachen.
Wer
hätte JEMALS gedacht,
das `William The Bloody´ Windeln wechseln würde.
Aber er
hatte kein Problem
damit. Hat er nie gehabt, egal was ihn in manchen Windeln erwartete. Es
störte
ihn nicht.
Er hatte
schon viel
Schlimmeres gerochen oder aufgewischt.
Dämonenschleim,
Dämonenrotzte,
Dämonenkotze. Er hatte alles schon gesehen und gerochen. Da
war das was ein
Baby produzierte nicht die Welt.
Als er
die frische Windel
unter sie geschoben hatte, nahm er etwas Puder und tat es auf ihren
Popo und
verschloss dann die Windel. Nicht, das sie das Puder brauchen
würde, aber er
liebte den Geruch an ihr.
Er zog
ihr den Strampler
wieder an und hob sie von Wickeltisch hoch. „Besser? Das
denke ich auch.“
Da Buffy
ihr vor gar nicht
allzu langer Zeit die Brust gegeben hatte, trug er seine Tochter
zurück zu
ihrem Bettchen, küsste ihre kleinen süßen
Wangen und legte sie hinein.
Nachdem
er sie zugedeckt
hatte, fand er einen ihrer Schnuller und hielt ihr ihn an die Lippen,
bis sie
ihn hineinzog und genüsslich anfing daran zu saugen.
Spike
stand neben dem Bett
und sah hinunter auf das Baby und fragte sich, wie es sein kann, dass
sie
existierte.
„Womit
habe ich dich
verdient?“ fragte er leise, als sie seinen Zeigefinger mit
ihrer kleinen Hand
umschloss.
Die
Antwort auf seine Frage
war glasklar. Er gar nichts getan. Ihre Existenz in seinem Leben war
einfach nur
Glück, das größte Glück, das er
jemals hatte.
Manchmal,
wenn er in ihre
großen blauen Augen sah, dann wurde ihm klar, das er der
Vater dieses
wundervollen Kindes war…das er überhaupt Vater war.
Eine
Reihe von Zufällen
brachte ihn dorthin, wo er jetzt war. Wie sagte es Dickensians noch
*Zur rechten
Zeit am rechten Ort*. Das war der einzigste Weg dies zu
erklären.
Wenn er
nicht zu diesem
peinlichen Abendessen gegangen wäre; Wenn er dort geblieben
wäre; wenn er
sofort nach Hause gegangen wäre nach seiner
Bloßstellung, dann hätte es keine
Drusilla, kein Angelus und keine Unsterblichkeit gegeben.
Er
wäre mit Sicherheit so
um 1925 gestorben. Wenn er nicht schon vorher an einer Grippe Epidemie
gestorben, oder von Schlägern, die durch London streiften,
erschlagen worden wäre.
Aber es
war schlussendlich
egal, ob es nun Schicksal, Unfall oder Bestimmung war. Katie was da und
sie war
seine…seine und die Tochter der Jägerin. Er hatte
etwas, was Angel, selbst
mit seiner ach so wertvollen Seele, niemals haben wird.
**Wenn
ich ihn nicht so
hassen würde, würde ich fast Mitleid mit ihm haben**
Er
befreite seinen Finger
aus ihrer Umklammerung und streichelte über ihre seidenweiche
Wange. „Gute
Nacht, Prinzessin…träume
süß.“
Spike
hatte die Hand schon
an der Klinke, als ihm eine Idee durch den Kopf schoss. Er drehte sich
um und
ging zurück zum Kinderbett.
„Möchtest
du
mit nach
unten kommen und unseren Besuch kennen lernen?“ fragte er und
nahm das Baby
hoch. „Dann lass uns mal gehen… Daddy
möchte dich vorstellen.“
**********
Als er
auf der halbwegs die
Treppe hinunter gegangen war, blieb er stehen und belauschte
unverschämt das
Gespräch im Wohnzimmer.
„Klar
weiß
Angel, dass du
und Spike…zusammen seid.“
„Verheiratet“,
warf
Buffy ein.
„Sicher.
Tut mir
leid.“
Wesley räusperte sich „Verheiratet.“
Spike
konnte den
schmerzhaften Ausdruck auf dem Gesicht des Mannes sehen.
„Obwohl“,
sprach Wes
weiter, „Ich weiß…und ich bin mir sicher
das du das auch weißt, das dies
keine richtige Heirat ist…im legalen Sinne.“
Buffy
seufzte.
„Wesley…“
„Ich
sage ja
nur“,
sprach er schnell weiter, „ Das ihr keine Heiratsurkunde
haben könnt, denn
Spike kann seine Identität nicht nachweisen, noch nicht mal
seine Existenz.
„Nein“,
gab
Buffy zu.
„Wurde
eure Hochzeit von
einem Priester abgehalten oder von einen Standesbeamten,
vielleicht?“
„Nicht
wirklich.“
„Nun
dann“,
sagte Wesley
weiter, „ Ist er auch nicht dein Ehemann. Es ist keine legale
Verbindung.“
Spike
runzelte die Stirn.
Nach
einer kurzen Pause
sagte Buffy, „ Manchmal sind da andere Dinge wichtiger als
die Legalität,
Wesley. Und glaub mir, es ist eine Verbindung. In jeder
Hinsicht.“
**Ja gib
es ihm Baby!**
Wesley
war nicht
überzeugt
davon. „Buffy“, sagte er ernst. „Ich bin
mir sicher, das dir bewusst ist,
das solch eine Verbindung zwischen einer Jägerin und einen
Vampir…höchst
Orthodox ist, um es mal klar auszudrücken.“
„Mag
sein“,
sagte Buffy.
„Aber ich war noch nie das Mädchen, die wirklich
orthodox war, DU musstest
das eigentlich wissen.“
„Ich
meine
nur…nun, das
mit Angel war ja verständlich. Er hat
eine…“
„SAG
ES
NICHT!“
schnauzte Buffy. „Bitte komm mir jetzt nicht mit dieses
`Böser Dämon ohne
Seele kann dich niemals lieben´ Scheiß. Ich kann es
nicht mehr hören!“
Immer
noch auf der Hälfte
der Treppe stehend, merkte Spike wie die Wut in seiner Frau
hinaufstieg. **Sei
vorsichtig, Junge. Du darfst NIEMALS diese junge Lady
verärgern!**
„Von
Mr. Giles, wette
ich“, deutete Wesley an.
„Eigentlich
nicht“,
sagte Buffy. „Giles hat uns sehr unterstützt. Und wo
wir schon mal dabei sind
er hat mich zum Altar geführt.“
Wesley
war wirklich
sprachlos.
„Und
ich sage dir es ist
nicht wahr. Ich muss zugeben…Ich habe es auch mal
gedacht…aber ich hatte
Urecht.“ fügte sie hinzu
„Buffy…“
Sie
überging einfach das,
was Wesley sagen wollte.
„Mein
Mann liebt
mich“,
sagte sie in einem ernsthaften Ton. „Mein Mann…ein
Vampir…liebt
mich…eine Jägerin.“
Nun war
Wesley der jenige
der seufzte. „So etwas stand noch in keins von dem Tagebuch
eines Wächters,
das ich gelesen habe.“
„Doch,
steht
wohl“,
sagte Buffy „Lies mal Giles seine Tagebücher. Da ist
alles bis ins verdammte
kleinste Detail aufgeführt.“
„Ich
meinte in ANDEREN
Wächtertagebüchern.
So etwas gab es noch nie.“
„Dann
musst du meinen
Worten einfach glauben. Es gibt immer ein erstes Mal, Wesley.“
Spike
wusste, schon allein
beim Klang ihrer Stimme, was der Ausdruck auf ihrem Gesicht zu sagen
hatte. Sie
würde sich nichts sagen lassen, komme was da wolle.
Aber sie
versuchte sich
zusammenzureißen und ihre Stimme wurde wieder normal.
„Sieh mal, Wesley…
Ich weiß nicht wie und warum es passierte…und es
interessiert mich auch
nicht. Ich meine…warum sollte es auch.“
Da war
ein weiterer feiner
Unterschied in dem Ton ihrer Stimme.
„Und,
ich frage mich,
was
sich das überhaupt angeht?“
**Absolut
nichts. Also gehe
zurück, von wo du verdammt noch mal hergekommen bist und lasse
uns allein!**
„Was
mich das
angeht?“
Wesley hörte sich etwas skeptisch an. „Du bist die
Jägerin…und ich ein Wächter.“
„Du
bist nicht MEIN
Wächter“,
sagte Buffy.
** Nimm
DIES, du
scheinheiliges Arschgesicht!**
„Ob
ich nun dein
Wächter
bin oder nicht“, brauste Wesley auf. „Ich bin immer
noch für dich
verantwortlich.“
„Nun,
dann lass
es“,
sagte Buffy. „Mir geht es gut.“
Da war
eine lang Stille,
welche Wesley schließlich unterbrach.
„Wegen
Angel…“
„Was
ist mit
Angel?“
fragte Buffy prompt.
**Ja!
Was ist MIT Angel?**
„Du
solltest wissen,
dass
Angel sich immer noch um dich sorgt. Selbst, wenn du nicht mit ihm
zusammen sein
kannst, bist du immer noch ein wichtiger Teil seines Lebens. Er wird
dich immer
lieben.“
Das
einzigste, was ihn davon
abhielt ins Wohnzimmer zu gehen, sich Wesley zu schnappen, ihn an
seiner Kehle
einige Zentimeter hochzuheben und darauf zu warten, bis er wie ein
Fisch auf
Land nach Luft schnappte, war die Tatsache, das er ein Baby in seinen
Armen
hielt.
**Geh
zur Hölle! Und
bevor
du das tust, sage Angel er soll aufhören an MEINE Frau zu
denken!!**
„Und
ich werde mich
immer
um ihn sorgen“, sagte Buffy ehrlich. „Aber er ist
meine Vergangenheit…und
Spike ist meine Zukunft.“
**Das
ist mein
Mädchen!!**
Spike fühlte prickelndes Gefühl von Stolz. **Erinnere
mich daran, das du dafür
nachher etwas Spezielles bekommst.**
Buffy
sagte wieder etwas.
„Ich
habe etwas vor
langer
Zeit realisiert. Etwas, das …zu Anfang… schwer
war zu akzeptieren.“
Wesley
war ruhig und wartete
darauf dass sie weiter sprach
„Mir
wurde klar, dass
Spike mich mehr liebt als es Angel jemals getan hatte.“
Diese
Worte überraschten
Spike. Sie waren natürlich wahr, aber sie hatte es noch nie
vorher erwähnt.
„Ich
weiß das
Angel mich
geliebt hat…so sehr er konnte. Aber es war nicht genug. Er
war nicht…stark
genug ihn bei mir zu halten, als er seine Seele verlor. Er hat es noch
nicht mal
versucht.“
„Buffy…Das
war…“
„Angelus“,
unterbrach
sie ihn. „Ich weiß. Aber sie sind beide Angel. Nur
zwei verschiedene
Seiten.“
„Aber,
er…er“,
stotterte der Wächter. „ Du weißt, dass er
seinen Dämon nicht kontrollieren
konnte.“
„Spike
tut
es“, sagte
Buffy einfach. „Er macht es schon seit Jahren, weil er mich
genug liebt um es
zu tun.“
„Vielleicht…aber
er hat
ja auch noch den Chip und dieser…“
„Würdest
du
vielleicht
den dusseligen Chip aus dem Spiel lassen!“ sagte Buffy
wütend. „Dieser Chip
hält ihn davon ab Menschen zu verletzten. Er hat ihn nicht
dazu gebracht mich
zu lieben… er hat ihn nicht gezwungen an meiner Seite zu
kämpfen… und ganz
sicher hat er ihn nicht dazu gebracht mir diesen Ring an den Finger zu
stecken.“
Ihr Ton
änderte sich
wieder
und sie klang amüsiert.
„Glaubst
du wirklich,
dass
Spike nicht einen Weg gefunden hätte um den Chip
auszutricksen, wenn er gewollt
hätte. Unterschätze ihn nicht, Wes. Er ist um einiges
schlauer als ihm
nachgesagt wird.“
**Wurde
aber auch mal Zeit
das es jemand merkt.**
„Und
ich sag dir noch
etwas über den Chip“, fügte Buffy hinzu.
„Wenn er jemals aufhören sollte
zu arbeiten, dann wird das auch nichts ändern.“ Sie
hielt einen Moment inne.
„So weit wie wir wissen, arbeitet er jetzt schon nicht
mehr.“
„Woher
willst du das
wissen?“
„Nun,
er versucht keinen
mehr zu verletzten seit…ähm, ich weiß
nicht…drei Jahre, vielleicht? Kein kämpfen,
kein töten…“
Spike
hörte den
Übermut in
ihrer Stimme und versteifte sich.
„…und
die
einzigste
Person die er jetzt noch beißt bin ich.“
**BUFFY
ERZÄHL IHN DAS
NICHT!!“
Wesley
hörte sich
entsetzt
Buffy´s Eingeständnis an, wenn auch aus einem
anderen Grund.
„ER
BEISST DICH?
Muss…Muss ich das verstehen, das Spike dich beißt?
Des Blutes wegen? Das du
… es ihm erlaubst?“
„Es
ist nicht so, dass
es
jeden Tag passiert“, sagte Buffy. „Nur
manchmal.“
**Jägerin!
Es geht ihn
absolut nichts an, was wir im Bett treiben!**
„Was
ist mit dem Chip?
Springt der denn nicht an, wenn er dich beißt?“
„Nein,
nicht das ich
wüsste“,
sagte Buffy heiter.
„Er
beißt
Dich…was dir
Schmerzen zufügt… und der Chip macht
nichts?“
„Es
gibt Schmerz und es
gibt Schmerz“, sagte Buffy. „Wenn du verstehst, was
ich meine.“
Spike
wettete, wenn er
Wesleys Gesicht sehen könnte, das es knallrot sein
würde.
„Wie
auch
immer“, sagte
Buffy. „Angel hat mich geliebt und dann hat er mich
verlassen, einfach so. Er
blieb nicht. Er kämpfte nicht…Gott, er hat ja noch
nicht mal `Auf Wiedersehen´
gesagt.“
Sie
seufzte tief.
„Und
Spike…
ohne eine
Seele in ihm…blieb bei mir, weil er mich genug liebt um
alles was… er über
hundert Jahre… war und gemacht hatte, hinter sich zu lassen.
Wieder
war alles still.
„Verstehst,
was ich dir
damit sagen will, Wesley?“
„Ich…Ich
nehme es an,
das ich es tue. Ich weiß nur nicht, wie ich es Angel
begreiflich machen soll,
aber…“
„Es
wird nichts
ändern,
ob er es versteht“, sagte Buffy. „Er soll es nur
akzeptieren.“
„Ja,
nun…er
wird
bestimmt seine Zeit brauchen, um es zu akzeptieren“, sagte
Wesley. „Schließlich
habt ihr eine Art Geschichte miteinander.“
„Ja“,
stimmte
Buffy zu.
„Geschichte. Etwas das in der Vergangenheit liegt.“
Wesley
sagte nichts
Außerdem…haben
Spike und
ich auch eine Geschichte. Und nicht zu vergessen eine ereignisreiche
Zukunft.“
„Das
ist unser
Stichwort“, flüsterte Spike dem Baby zu.
**********
Buffy
saß auf dem Sofa
und
hatte die Treppe im Blickfeld. Sie war die erste die Spike mit Katie
sah.
„Hast
du sie
aufgeweckt?“ schimpfte sie mit ihm.
Spike
schüttelte seinen
Kopf. „Hab ich nicht, sie war schon wach als ich nachgesehen
hatte.“
Wesley
drehte sich um. Ein
überraschter Blick huschte über sein Gesicht, als er
sah, was Buffy mit solch
einer Zärtlichkeit anschaute.
„Was
für ein
wunderschönes
Baby“, sagte er laut und stand auf.
„Ihr
Name ist Katherine
Rose“, sagte Buffy um die darauf folgende Frage sofort zu
beantworten.
„Nun,
sie ist
niedlich“,
Wesley beobachtete Spike, wie er Buffy das Baby in den Arm legte.
„Wem gehört
sie?“
Buffy
starrte ihn an.
„Umm…sie
ist meine, Wes. Was dachtest du denn. Das ich ein fremdes Baby oben
habe.“
Wesleys
war geschockt.
„Du
hast ein Baby? Dieses Baby?“
Buffy
nickte, in ihren Augen
spiegelte sich ihr Vergnügen, den Wächter so zu
sehen. „Ich habe ein Baby.
Dieses Baby.“
Er sank
zurück aufs Sofa
und murmelte „Ich war wohl etwas zu lange fort.“
Spike
grinste nur, als er
sich wieder in den Sessel setzte. Er wollte sicher gehen, das Wesley
genug
Informationen hatte, wenn er zurück nach Los Angeles ging.
„Sie sieht aus wie
ihre Mutter, finden sie nicht?“ fragte er.
„Nun,
Ich…das
kann man
sagen…“, stotterte Wesley, „nachdem ich
sie genauer angesehen habe, muss
ich zustimmen. Sie ist dir wie aus dem Gesicht geschnitten,
Buffy.“
Buffy
lächelte stolz.
„Und sie hat die Augen ihres Vaters.“
„Hat
sie?“
Wesley lehnte
sich noch etwas weiter vor um sie genauer zu betrachten. „Wer
ist ihr Vater,
wenn du nichts dagegen hast, dass ich frage?“
Spike
saß
plötzlich
kerzengerade im Sessel. „ICH bin ihr Vater, du
Vollidiot!“
Es
herrschte eine
unerträgliche
Stille als Wesley diese Information überdachte.
„Nun“,
sagte
er endlich,
„Das ist wundervoll und … eine lobenswerte
Einstellung. Ich kann mir
vorstellen, das es nicht leicht ist ein Kind von einem anderen Mann
großzuziehen,
und sich als ihr Vater zu fühlen, schon gar nicht wenn
deine…Frau…Die
Kindesmutter ist.“
„Wesley…“begann
Buffy.
„Ich
DENKE nicht nur,
dass
sie meine Tochter ist“, sagte Spike barsch. „Sie
IST meine Tochter.“
Wesley
schüttelte
ablehnend
den Kopf, und war überzeugt davon, dass er Recht hatte.
„Das
ist
unmöglich.
Vampire sind zeugungsunfähig. Sie können nicht der
biologische Vater des
Kindes sein.“
Spike
lehnte sich etwas nach
vorne und starrte Wesley wütend in die Augen.
„Wollen sie mir erzählen, das
meine Frau fremdgegangen…“
„Spike!“
sagte
Buffy
spitz. „Beruhige dich. Es ist eine berechtigte
Frage.“
Sie
drehte sich zu Wesley.
„Erinnerst
du dich
daran,
was ich vorhin gesagte habe? Das es immer ein erstes Mal
gibt?“
„Aber…aber
es
wurde noch
nie…“
„Dokumentiert,
Ich
weiß.“
Sie drehte das Baby in ihrem Arm und zeigte sie ihm. „Komm
schon Wes…sieh
sie dir an und sag mir ist sie nicht das wunderschönste Baby,
was du je gesehen
hast.“
„Sie
ist wirklich
niedlich“, sagte Wesley aufrichtig. „Aber ich
verstehe nicht, wie das sein
kann. Hast DU eine Erklärung dafür?“
Buffy
schaute zu Spike
herüber
und zuckte mit den Achseln. „Ein Wunder?“ Als sie
Wesley wieder ansah, sah
sie seinen skeptischen Blick. „Nein ich habe auch keine
Erklärung dafür.
Vielleicht hat jemand, sich gedacht, ich habe schon so viel Gutes
getan, das ich
eine Anerkennung verdient habe.“
Wesley
saß für
einen
Moment still da, dann sagte er, „Wenn irgend jemand eine
Anerkennung
verdient… Dann bist du es, Buffy.“ Er schaute
Spike an. „Und sie auch, wie
es scheint. Herzlichen Glückwunsch zu solch einer niedlichen
Tochter.“
„Danke“,
sagte
Spike
unfreundlich.
Wesley
stand auf. „Es
ist
schon spät“, bemerkte er.
Spike
stand ebenfalls auf.
„So ist es. Wir wollen sie nicht aufhalten.“
„Lass
es.“
zischte Buffy
„Was
hab ich denn
gesagt?“
Buffy
folgte Wesley zur
Tür.
Sie hielt das Baby in einem Arm, als sie ihn mit dem anderen umarmte.
„Es war
schön dich wieder zu sehen, Wes.“
„Es
war wundervoll, dich
wieder zu sehen.“ Er erwiderte die Umarmung. „Ich
bin froh, dass du so glücklich
bist, Buffy. Und ich weiß Angel wird es auch sein.“
Spike
stand genau hinter
seiner Frau und glitt von einem Fuß auf den anderen. Er nahm
seine Geldbörse
aus der hinteren Hosentasche und nahm ein kleines Foto heraus.
„Gib
ihm dies
hier“,
sagte er und übergab das Bild. „Die im Krankenhaus
haben es geschossen als
sie geboren wurde.“
„Aber…wollt
ihr es denn
nicht behalten?“ fragte Wesley
Buffy
antwortete, „Wir
haben noch viel mehr“, erklärte sie ihm und schaute
Spike mit ihrem `benimm
dich` Blick an.
Welchen
er ignorierte.
„Buffy hat eine Menge Fotos gemacht. Wir haben glaube ich
schon drei Alben
voll. Wir können noch ein paar nach L.A. schicken.“
„Ja,
da bin ich mir
sicher, das sie das tun werden“, erwiderte Wesley und wusste
genau was Spike
damit gemeint hatte. Er ging hinaus auf die Veranda und zog seine
Autoschlüssel
aus seiner Tasche. „Nun…dann Auf
Wiedersehen.“
„Tschüß
Wes“, sagte
Buffy. „Pass auf dich auf.“
„Ja,
tue das“,
fügte
Spike fröhlich hinzu. „Und denke daran Angel
schöne Grüße von uns zu
grüßen.“
Er
schwang die Tür direkt
vor Wesleys Nase zu und schloss sie ab.
Als er
sich umdrehte, sah er
das Buffy ihn anstarrte und mit dem Kopf schüttelte
„Was?“
fragte
er
unschuldig.
„WWWaaasss?“
verarschte
sie ihn, während sie die Treppe hinaufging.
„Für einen Moment habe ich
gedacht, du wolltest mitfahren und Angel unsere Tochter
persönlich
vorstellen.“
„Was
soll DAS denn
heißen“,
fragte er verteidigend. „Ich kann doch nichts dafür,
dass ich stolz auf meine
Tochter bin. Sie ist nun mal ein zauberhaftes Wesen, wenn dir das noch
nicht
aufgefallen sein soll.“
„Oh,
Bitte“,
stöhnte
Buffy. „Du wolltest doch nur sicher gehen, dass du Angel dies
unter die Nase
reiben kannst.“
„Warum
sollte ich das
machen?“ fragte Spike und stieß die Tür
zum Kinderzimmer auf.
„Ahm,
ich weiß
nicht“,
sagte sie. „Vielleicht wegen der Tatsache, dass DU ein Kind
hast und er nicht.
Das DU mein Ehemann bist und er nicht. Nicht zu vergessen, das du mir
einen Ring
geschenkt hast, der viel teurer war als der von ihm.“
„Ich
habe dir nicht den
Ring geschenkt um Angel zu ärgern“, erwiderte Spike
energisch.
Buffy
seufzte.
„Vielleicht
nicht…aber du bist auf Nummer sicher gegangen, das Wesley
alles über uns
herausfindet.“ Sie legte das Baby ins Kinderbettchen und
deckte sie zu. Sie
stellte das Babyphon an und schaute ihren Mann an. „Sieh mich
nicht so an“,
sagte sie. „Du wusstest genau was du machst.“
„Wusste
ich
nicht“,
leugnete er und lehnte sich hinunter und gab seinem Baby ein Gute Nacht
Kuss.
„Ja
sicher, du bist
total
unschuldig“, stöhnte sie.
Er
versuchte ihrem Blick
standzuhalten, konnte es aber nicht lange. „Okay, ich gebe es
zu, ich hab es
getan“, murmelte er. „Also, bestraf mich.“
Als
Antwort griff Buffy nach
seiner Hand und zog ihn aus dem Zimmer.
„Eigentlich“,
sagte sie,
während sie ihn den Flur hinunter zum Schlafzimmer
führte, „war es sehr süß.
Kindisch zwar…aber süß.“
Spike
schloss die
Schlafzimmertür mit seinem Fuß und legte die Arme um
seine Frau. „Damit kann
ich leben“, sagte er und schob sie aufs Bett.
Er
senkte seinen Kopf und
küsste
ihre Lippen, dann wanderte sein Mund ihre zarte Haut hinunter zum Hals.
„Du
bist mein“, sagte er sanft.
„Ich
weiß“, flüsterte
Buffy.
„Sag
es!“,
verlangte er.
„Sag dass du mein bist.“
„Ich
bin dein,
Baby…Ich
werde immer dein sein.“
Er biss
ihr ins
Ohrläppchen,
was ihren Körper zum beben brachte.
„Aber
vergiss
nicht“,
sagte sie, legte ihre Hände an seine Brust und schob ihn auf
den Rücken. Sie
folgte ihm und setzte sich rittlings auf sein Becken. „Auch
du gehörst
mir.“
Spike
grinste, schob seine
Hände
unter ihr Shirt und öffnete ihren BH. „Das war ich
schon immer, seit der
ersten Minute in der ich dich sah, wusste ich, dass ich hoffnungslos
verloren
war.“
Sie
schaute ihn mit
hochgezogenen Augenbrauen an. „Richtig, und die ganzen
Kämpfe und die
Versuche mich zu töten waren ein Weg mir zu zeigen, wie sehr
du mich magst.“
„Erinnere
mich nicht
daran, nicht jetzt.“ Er runzelte die Stirn. „Komm
einfach her und gib mir
einen dicken, feuchten…“
Er wurde
von Babygebrabbel,
das über das Babyfon kam unterbrochen.
Sie
beiden hielten inne und
starrten auf das Gerät.
„Sie
wird wieder
ruhiger“, sagte Buffy nach ein paar Sekunden. Sie beugte sich
runter und küsste
ihn, aber er war angespannt. „Komm schon, Baby. Es geht ihr
gut.“
Spike
versuchte sich dem
Moment hinzugeben, dann schüttelte er den Kopf und schob sie
von sich herunter.
„Ich kann nicht. Ich muss nachsehen.“
Buffy
seufzte. „Es geht
ihr gut. Dies sind nur `Baby will jetzt schlafen´
Geräusche.“
Er wich
ihren Händen, die
ihn streicheln wollten, aus. „Ja, aber wenn dem nicht so ist,
wenn etwas
schlimmes ist…und wir nicht nachsehen. Wie würdest
du dich dann Morgen Früh
fühlen?“
Buffy
dachte einen Moment
darüber nach, dann stand sie aus dem Bett auf. „Dann
lass uns gehen.“
Dreißig
Sekunden
später
waren sie wieder in ihrem Schlafzimmer.
„Und“,
sagte
Buffy. „Fühlst
du dich besser?“
Spike
grinste. „Viel
besser.“ Er legte seine Hände an ihre
Hüften und drehte sie um. Dann schob
er sie zum Bett und legt sich mit ihr darauf.
„Nun…können wir zurück zu den dicken und feuchten Dingen kommen.“