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Kapitel 31: Remember

 

Langsam öffnete sie ihre Augen. Sie fühlten sich trocken und schwer an und die Welt um sie herum war verschwommen. Buffy versuchte ihren Kopf zu heben, doch ihr Nacken protestierte bei dieser Bewegung.

„Spike?“, flüsterte sie.

Er hatte draußen eine Zigarette geraucht und war gerade erst wieder ins Zimmer gekommen. Der ganze Stress der letzten paar Stunden war nicht spurlos an ihm vorbei gegangen. Seine Haut kribbelte und seine Hände zitterten. Die Zigarette half ihm. Ein weiteres Mal versprach er, dass er aufhören würde, wenn sein Leben wieder in normalen Bahnen verlaufen würde. „Wann immer das auch sein wird!“, sagte er laut.

Als er das Zimmer seiner Frau betrat, dachte er, dass er seinen Namen gehört hatte und ging langsam zum Bett herüber. „Luv?“, flüsterte er.

„Mein Kopf tut weh, Spike.“ Er bemerkte, wie rau ihre Stimme war. Schnell griff er nach der Wasserflasche, die neben ihr auf dem Schränkchen stand. „Wo ist Xander?“

Vor lauter Schreck hätte Spike beinahe das Glas fallen lassen. „Pet, du musst was trinken, dann werde ich den Doktor holen.“ Ihr Mund öffnete sich, als sie den Strohalm an ihren Lippen spürte. Es überraschte Buffy, dass das kühle Wasser im Hals brannte. Erneut öffnete sie die Augen und blinzelte ein paar Mal, um Spike klar und deutlich zu sehen.

„Was ist passiert?“

Spike lehnte sich über sie und küsste ihre Stirn. „Schhhh, Liebes. Ich bin gleich wieder da, okay? Und versuch nicht wieder einzuschlafen.“

Ein paar Minuten später kam er mit einer Schwester im Schlepptau zurück. „Dr. Burkle wird jeden Moment hier sein.“

„Ich muss Ihnen ein paar Fragen stellen, Mrs Giles. Glauben Sie, dass Sie das können?“

Buffy versuchte sich aufzusetzen. Spike ging schnell zu ihr herüber und half ihr; er setzte sich hinter sie und legte einen Arm um sie. Er hätte ihr auch einfach nur dabei helfen können sich hinzusetzten, doch es fühlte sich so toll an, sie wieder im Arm zu halten.

„Natürlich“, sagte Buffy leise.

„Wissen Sie, wo Sie sind?“

„Im Krankenhaus.“

„Wissen Sie auch, warum Sie hier sind?“

„Ich hatte Wehen.“

„Was ist das letzte, an das Sie sich erinnern?“

Buffy schloss ihre Augen und dachte nach. Spike legte auch seinen anderen Arm um sie. „Es ist okay, Baby. Du hast sehr viel mitgemacht.“

Sie griff nach seiner Hand. „Ich weiß noch, dass ich schwanger war und Wehen bekommen habe. Aber ich kann mich nicht erinnern, wie ich ins Krankenhaus gekommen bin. Und Alexander war…war…nein, das stimmt nicht.“ Buffy schloss müde ihre Augen.

„Schhhh.… Es ist okay, Baby.“

„Sie muss wach bleiben, Mr. Giles. Sonst kann Dr. Burkle sie nicht untersuchen“, sagte die Schwester und ging raus, um zu sehen, was die Ärztin aufhielt.

Buffy drehte sich leicht zu Spike um. Sie hob ihre Hand und wischte die Tränen von seinen Wangen. „Was ist passiert?“

Spike wusste nicht, was er sagen sollte. Die Wahrheit war so irreal. Er räusperte sich und versuchte es. „Du bekamst Wehen und wir sind ins Krankenhaus gefahren … doch etwas stimmte nicht….“

„Hab ich das Baby verloren?“ Buffy sah, wie sein Gesicht sich erhellte.

 „Nein, wir haben ein wunderschönes kleines Mädchen. Du hattest eine, wie die Ärzte es nennen, Schwangerschaftstoxikose. Die hat auch die Schwellungen deiner Füße und die Kopfschmerzen verursacht. Dann bekamst du Krampfanfälle und die Ärzte haben einen Kaiserschnitt gemacht.“ Nun war er an dem schwersten Teil der Geschichte angelangt. Ihr zu sagen, wie lange das schon alles her war. „Danach bist du….“

„Elizabeth!“ Die beiden auf dem Bett schauten zur Tür, wo Joyce und Giles standen. „Oh…ich bin so froh zu sehen, dass du aufrecht sitzt und wieder redest!“ Joyce redete unentwegt und erzählte Buffy alles über das Baby, was in ihren Armen lag.

Spike nahm seiner Mutter sein Baby ab und half Buffy, sie zu halten.

„Alexandria Dawn Giles“, flüsterte Buffy. Sie erinnerte sich an ihren Traum. `Aber du wirst etwas verpassen, wenn du das tust´, hatte Xander zu ihr gesagt. Das war auch der Grund, warum sie aufgewacht war.

 „Habe ich Xanders Namen geschrien oder war es Alexandria?“

Spike lächelte seine Frau an. „Ich denke es war Alexandrias Name. Ich denke du wusstest, dass du zu ihr zurückkommen musstest.“

Keiner von beiden hatte gemerkt, dass Rupert seine Frau nur widerwillig aus der Tür geschoben hatte und mit ihr nun den Flur hinunterging.

 „Sie ist so bezaubernd.“ Spike starrte seine Frau und Tochter glücklich an. Er hatte einfach keine Tränen mehr, als er seine Arme um seine Mädchen schlang.

 Buffy schob die Decke, die um ihr Baby lag, ein Stückchen zu Seite. Spike bemerkte, wie sie ihren Kopf zur Seite neigte, als sie ihre Tochter zum ersten Mal komplett ansehen konnte. „Spike?“ Er wurde stocksteif. „Warum ist sie schon so groß?“

 Er ignorierte die Frage. Er nahm das Baby aus ihrem Arm und legte es in das bereitstehende Bettchen. Er half Buffy sich wieder hinzulegen und stellte das Kopfende des Bettes so ein, dass sie fast aufrecht saß. „Schatz, das was ich dir jetzt sagen werde, wird für dich nicht einfach sein.“ Er sah ihr direkt in die Augen, und als sie nickte, sprach er weiter. „Du hattest so etwas wie einen Schock. Die Geburt ist gut verlaufen….Aber du…du bist in ein Koma gefallen.“ Seine Stimme wurde leiser. Er holte sich ein Glas Wasser, nicht nur, weil sein Hals trocken war, sondern auch um sich zu beruhigen.

 „Wie lange?“

 „Einen Monat.“

 *** *** ***

 Dr. Burkle hatte einige Untersuchungen gemacht und folgerte, dass die junge Mutter gesund war. Ihre Vitalzeichen waren gut, doch Buffys Muskeln waren so erschlafft, dass sie eine Therapie brauchen würde. Für Buffy war das Schlimmste der Gedächtnisverlust. Sie schämte sich, dass sie ihren Schwiegervater nicht erkannte.

 Als Dr. Burkle ihr ein Bild von ihm zeigte, wusste sie nur noch, dass er Engländer war. Sie wusste Oz´ Namen, doch konnte nicht sagen woher. Sie hatte anscheinend nicht so viele Erinnerungen über Willow, Spike und Joyce verloren.

 Als sie gefragt wurde, ob sie nach Hause gehen wollen würde, konnte Buffy sich nur noch erinnern, welche Farbe die Wände in ihrem Zimmer hatten.

 Zwei Tage später holte Spike Buffy aus dem Krankenhaus. Spike war froh, dass Willow einen Tag vorher vorbei gekommen war und die Wohnung ein bisschen aufgeräumt hatte. Spike hatte realisiert, dass keine Zeit gewesen war um zu putzen, während er sich um sein Baby gekümmert und sich in Selbstmitleid gebadet hatte.

 Da Willow und Joyce da waren, brauchte er sich keine Gedanken um das Essen Kochen und Putzen zu machen. Seine Mutter hatte sich angeboten, so lange bei ihnen zu wohnen, bis es Buffy wieder etwas besser ging, aber Spike wollte das nicht. Er wollte, dass sein Leben so schnell wie möglich wieder normal wurde. Spike wusste, dass sein innerer Antrieb selbstsüchtig war, doch er wollte Buffy und sein Baby für sich allein haben.



Kapitel 32: At The Door

„Buffy? Hast Du alles, was du brauchst?“ Sie schaute auf und ihre Augen folgten der Stimme. Es war sehr schwer für sie zu verstehen, denn ihr kam es so vor, als seien es nur ein paar Tage gewesen, seitdem sie in ihrem Bett gelegen hatte. Buffy konnte den Monat, den sie im Koma gelegen hatte, in seinem Gesicht sehen. Obwohl es für sie, wenn sie Spike ansah, noch länger als einen Monat her zu sein schien. Sein Haaransatz war dunkel und nur noch die Spitzen ließen erahnen, dass sie mal platinblond gewesen waren. Das dunkle Haar passte zu den dunklen Ringen unter seinen getrübten blauen Augen. Seine Wangenknochen standen noch weiter hervor und er hatte ziemlich abgenommen.

Ihr Starren brachte ihn fast um den Verstand. `An was denkt sie wohl gerade?´

Genau das wollte er sie fragen, doch stattdessen fragte er noch mal: „Kann ich dir noch irgendetwas bringen, Buffy?“

„Nein. Ich denke, ich werde...etwas schlafen.“ Sie zog die Bettdecke über ihren Kopf. Buffy wartete darauf, seine Schritte zu hören. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sie vernahm. Sie schob die Decke etwas beiseite und mit einer Hand auf dem Nachtschränkchen versuchte sie aufzustehen. Ihre einst starken Beine wackelten unter ihrem Gewicht. Buffy konzentrierte sich darauf, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Und mit der Wand als Stütze schaffte sie es in den nächsten Raum.

Die Wiege stand mitten im Raum. „Verdammt“, fluchte sie leise. Sie wusste ganz genau, dass ihr Körper es nicht schaffen würde, die sechs bis sieben Schritte zu gehen, die sie von ihrer Tochter trennten. Buffy drehte wieder um und hangelte sich zurück zum Bett. Als sie es erreichte, ließ sie sich darauf fallen und schlief mit Tränen in den Augen ein.

Spike wartete einige Minuten an der Tür, bevor er sie so hinlegte, dass ihr Kopf auf dem Kissen lag, und deckte sie zu. Nachdem er ihr einen Kuss auf die Wange gegeben hatte, begann Spike sein allabendliches Ritual: nach dem Baby sehen und sichergehen, dass beide Babyphone an waren. Er holte sich noch ein Glas Wasser und kletterte dann zu seiner Frau ins Bett.

Es dauerte etwas länger, bis er einschlief.

 *****

Normalerweise wachte Spike jeden Morgen um vier Uhr auf, denn das war die Zeit, wo zu der seine Tochter Hunger hatte und ihn meistens weckte. Doch als er an jenem Morgen aufwachte, wunderte er sich, dass die Sonne schon aufgegangen war. So schnell er konnte, ohne die Frau aufzuwecken, die neben ihm lag, stand er auf, um nach dem Krümel zu schauen. Er lächelte, als er sein Baby tief und fest schlafend vorfand. Vorsichtig, ohne sie zu wecken, streichelte er über die zarte Haut an ihrer Hand. „Willst du Daddy etwas Zeit mit Mommy geben?“, flüsterte er, bevor er wieder zu der Liebe seines Lebens ins Bett krabbelte.

Als er sich hingelegt hatte, rollte er seinen Körper nah an Buffys. Liebevoll legte er einen Arm um ihren Körper und kuschelte seine Nase in ihr Haar. Bevor sie gestern das Krankenhaus verlassen hatte, hatte Willow ihr beim Duschen geholfen. Ihr Haar roch noch immer nach dem Fliedershampoo und Spike atmete es ein, als ob es Sauerstoff wäre. Eine Hand führ leicht unter ihr Nachthemd und er hatte diesen Drang, seine Finger über die warme Haut fahren zu lassen. Er hielt inne, als Buffy sich an ihn kuschelte, woraufhin ihr mit Baumwolle bekleidetes Hinterteil verführerisch gegen seinen plötzlich harten Penis rieb. Er konnte nicht anders und schob ihr seine Hüften entgegen, eine Hand erreichte eine Brust und sein Daumen spielte mit dem Nippel. Ein leises Stöhnen entwich ihr, als sie sich im Rhythmus mit ihm bewegte. Ganz hin und weg knetete Spike ihre Brust. Er schob mit seiner Nase ihr Haar beiseite und knetete und streichelte weiterhin ihren Busen. Plötzlich fühlte er etwas Nasses an seiner Hand. `Bloody Hell´. Spike zog die Hand unter ihrem Hemd hervor. Das hatte er total vergessen… seitdem Buffy entbunden hatte, verlor sie öfters Milch.

`Bloddy Hell, was habe ich mir dabei gedacht? Ich kann sie nicht einfach umdrehen und über sie herfallen!` Spike stand wie von der Tarantel gestochen auf. Er war über sich selbst erschocken. Wie konnte er nur Buffy ausnutzen, während sie schlief? `Selbst wenn sie wach und willens gewesen wäre, hätte ich noch mindestens zwei Wochen warten müssen.´ Schnell zog er ein paar Sachen aus seinem Kleiderschrank, schaute nach dem Baby und verschwand ins Bad, um eine Dusche zu nehmen.

Buffy wachte auf, als sie das Wasser von der Dusche hörte. Sie fühlte die Feuchtigkeit an ihrer linken Brust. Sie zog den Kragen ihres Nachthemds beiseite und  sah dann den Grund. Sie lachte leise, als sie nach der Box mit den Taschentüchern griff. Nachdem sie sich sauber gemacht hatte, warf sie die Decke beiseite und versucht abermals aufzustehen. Plötzlich bereute sie, dass sie den Rollstuhl abgelehnt hatte, den das Krankenhaus ihr angeboten hatte. `Ich habe nicht geglaubt, dass es so schwer wäre.´ Schon wie in der Nacht davor, benutzte Buffy die Wand als Stütze, um in das Zimmer ihrer Tochter zu gelangen. Als sie es geschafft hatte, bemerkte sie, dass die Wiege umgestellt worden war.

„Oh, danke Spike.“ Sowie diese Worte ihren Mund verlassen hatten, hörte sie ihre Tochter zum ersten Mal weinen. Buffy schaute zur Badezimmertür. „Okay, kleines Fräulein, Mommy ist unterwegs.“ Alexandria lag auf ihrem Rücken in der Wiege aus Mahagoni. Ihre kleinen Hände waren zu Fäusten geballt und ihre Haut begann sich rot zu färben, als sie schrie und weinte. Buffy stützte sich mit einer Hand an dem Schaukelstuhl auf, der direkt neben der Wiege stand. Buffy schob einen Arm unter Alexandrias Körper. Verblüfft, wie klein das Baby doch war, hob Buffy ihre Tochter hoch. Sie schob ihr Nachthemd beiseite, legte Alexandria an ihre Brust und begann langsam mit dem Stuhl zu schaukeln.

Spike stand in der Tür und bewunderte den Anblick. `Ich wusste, dass es wunderschön sein würde´, dachte er als er sich schwor, seine beiden Mädchen für immer zu behalten.



Kapitel 33: Confession Or Lack Thereof

Buffy verbrachte die nächsten paar Tage damit, ihren Körper zum Limit zu treiben, damit dieser endlich wieder so stark wurde wie vorher. Sie hatte schon immer einen gut durchtrainierten Körper gehabt und deswegen fiel es ihr auch nicht besonders schwer, mit der Physiotherapeutin Kennedy zusammenzuarbeiten. Obwohl die Brünette ein richtiges Biest war. Oft endeten ihre Anwendungen damit, dass Buffy den Tränen nahe war. Ihr Körper tat überall weh und blaue Flecken ruinierten ihre empfindliche Haut.

In ihrer ersten Sitzung dachte Buffy, dass sie sterben müsste, als ihre Waden anfingen zu brennen und das Gefühl weiter hinauf in ihre Beine zog. Als Buffy fragte, ob es wohl möglich sei, nicht mehr am Barren zu arbeiten, holte Kennedy einen alten, breiten Rollstuhl heraus. Ohne ein weiteres Wort machte Buffy einfach weiter. In jener Nacht weinte Buffy in der Badewanne, als sie sich den Schweiß abwusch. Als das Wasser kalt zu werden begann, rief sie Spike, der ihr dann aus der Wanne half. Er half ihr dabei, ihr Nachthemd anzuziehen und brachte sie ins Bett. Er schaute noch einmal schnell im Kinderzimmer vorbei um sicherzugehen, dass seine Tochter schlief und ging dann auch zu Bett. Er hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als Buffy sich zu ihm umdrehte und ihren Kopf an seine Schulter legte. Langsam legte Spike den Arm um sie und versuchte seine Freude zu verstecken, als sie sich an ihn kuschelte und ihr ein erleichterter Seufzer entwich, als sie seine Brust küsste. Es war das erste Mal seit dem Tod von Xander, dass Buffy intimen Kontakt zu ihm hatte.

Kennedys Hartnäckigkeit zahlte sich aus. Als zwei Wochen vorüber waren, konnte Buffy ganz allein ohne jede Hilfe gehen. Als ihr Körper wieder kräftig genug war, stellte Buffy Alexandrias Wiege wieder mitten in den Raum und endlich sah das Kinderzimmer wieder so aus wie in einem Ethan Allen Magazin.

Während dieser zwei Wochen entdeckte Spike eine Seite an Buffy, die er vorher nur kurz zu sehen bekommen hatte. Sie schien sanfter und öfters hatte er sie dabei beobachtet, als sie mit Alexandria auf dem Boden spielte oder ihr leise etwas vorsang, während sie sie stillte.

Jedes Mal, wenn Buffy ihre Tochter sah, schien sie aufzuleben, doch was ihn am meisten überraschte, war das Lächeln, das sie auf ihren Lippen hatte, als sie ihn ansah. Oft genug erwiderte er ihr Lächeln mit einem Erröten.

Für Spike war das Schönste an jedem Tag, dass Buffy sich an ihn schmiegte, wenn er abends ins Bett ging. Stunden, nachdem sie eingeschlafen war, spielte er immer noch mit ihrem Haar. Er war überwältigt von der friedlichen Ruhe, die seinen Körper durchströmte. In seinem ganzen Leben gab es nichts, was ihn besser zum Einschlafen gebracht hatte als die kleine Blondine in seinem Arm.

Er schwor sich, dass er seine Familie für immer halten wollte und schmiedete einen Plan. Er hatte aus seinen Fehlern gelernt. Er würde es nicht zulassen, dass Buffy ihn wegstieß. So wie es den Anschein hatte, hatte Buffy ihn in ihr Bett gelassen. Sie hatten miteinander geschlafen. Und obwohl er nicht gewusst hatte, was er tun sollte, um Buffy durch die Trauerphase zu helfen, hatte er es zugelassen, dass sie sich wieder von ihm distanzierte. Diese Zeit war ein für alle Mal vorbei. Doch zugleich wollte Spike auch nicht solche Ansprüche stellen, wie in der Nacht, als er die „Ich Liebe Dich“ Ansprache verpfuscht hatte. Seitdem sie aus dem Krankenhaus raus war, war Buffy sehr anhänglich. Selten ließ er einen saften „Gute Nacht“ Kuss aus. Spike fand es lustig, dass das Highlight seines Tages das Zubettgehen war.

 *****

 „Schnarche ich?“

Spike sah auf die Frau in seinem Arm herunter. Ein kurzer Blick auf die Uhr ließ ihn wissen, dass es noch früh am Morgen war.

„Nur ein sehr niedliches Schnarchen“, antwortete er, als er sich reckte. „Warum fragst du, Luv?“

Eine nachdenkliche Miene lag auf ihrem Gesicht und Spike wurde klar, dass seine zwei Wochen der Glückseligkeit vorbei waren. Dies war der Gesichtsausdruck, den Buffy immer gehabt hatte, bevor das Baby auf die Welt gekommen war. Bevor er sich an das allabendliche Kuscheln gewöhnt hatte.

„Ich habe mich gefragt, warum wir uns vorher nicht so im Arm gehalten haben.“ Verlegen versteckte Buffy ihr Gesicht an seiner Brust.

„Was meinst du damit?“ Spike zog einen Arm unter ihrem Körper weg und hob ihren Kopf von seinem Körper. Ihre haselnussbraunen Augen starrten ihn an. „Luv?“, spornte er sie an.

„Ich weiß, dass alles noch etwas durcheinander darin ist“, sagte sie und tippte gegen ihren Kopf. „Aber ich kann mich nicht wirklich an alles erinnern...Ich mein`,  bevor Xander...seit der Nacht, in der Xander starb.“ Ein trauriger Schatten legte sich auf ihr Gesicht, als sie sich an die Nacht, in der ihr Bruder gestorben war, erinnerte. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir zu der Zeit jemals in dem gleichen Bett geschlafen haben.“  Buffy setzte sich auf und redete schnell weiter. „Wenn ich schnarchen würde ... oder wie eine Wilde um mich treten würde, dann könnte ich es verstehen, warum du...Warum du nicht mit mir zusammen in einem Bett schlafen wolltest.“

Sofort realisierte Spike, was Buffy da gesagt hatte. Sie konnte sich nicht erinnern. Schnell spielte Spike einige Ideen in seinem Kopf durch. `Sie erinnert sich nicht mehr an die Abmachung. Sie erinnert sich nicht mehr daran, dass wir nicht ineinander verliebt sind, sondern es nur für die anderen so aussehen lassen. Ich kann es schaffen. Ich kann sie dazu bringen, sich in mich zu verlieben und dann kann mein Traum wahr werden. Und falls sie sich dann doch irgendwann mal erinnert, wird es nichts mehr ausmachen, denn dann wird sie mich lieben.´

„Spike?“ Ihr Gesichtsausdruck war so hoffnungsvoll. `Kann ich das wirklich schaffen?´, dachte er. „Spike?“

„Ja“, flüsterte er.

„Ja, was?“

„Ja, ich will mit dir schlafen, wollte ich schon immer.“ Als Buffy ihn konfus ansah, suchte er schnell nach einer Ausrede. „Es ging dir nicht besonders gut während der Schwangerschaft.“ Spike hielt den Atem an und wartete darauf, dass Buffy ihn beim Lügen erwischte. Er brauchte nicht lange zu warten und konnte die Luft, die er angehalten hatte, ausatmen, als sich ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht bildete und sie sich wieder an seine Brust schmiegte.

„Ich konnte mir schon denken, dass es daran gelegen hat.“

Spike wusste, dass sie sein Herz unter ihrem Ohr hören konnte. Es hörte beinahe auf zu schlagen, als er die wundervollsten Worte aus ihrem Mund hörte.

„Ich liebe Dich.“

Kapitel 34: Sex, Lies, and Ocean Nights

Spike betrat das Appartment und war überrascht, dass es stockdunkel war. Er warf seinen Schlüssel auf die Arbeitsfläche der Küche und öffnete den Kühlschrank. Drin fand er eine kleine Überraschung in Form einer Nachricht.

`Schlafzimmer.´

„Buffy?“, rief Spike verwirrt. „Pet?“, fragte er abermals, als er sich auf den Weg zum Schlafzimmer machte. Er konnte sehr leise Jazz Musik hören, als er die Tür erreichte. Spike konnte an dem Spalt unter der Tür sehen, dass Licht gegen den dunklen Untergrund flackerte. Erregung füllte seine Venen als sein Herz anfing, schneller zu schlagen. Er lehnte sich gegen die Tür, als ihm plötzlich etwas schwummrig wurde. Hinter dieser Tür lag jedermanns Fantasie und Spike wusste, dass er es nicht verdient hatte. Aber ein sterbender Mann kann auch nichts anderes machen, als sein Essen zu stehlen, wenn er kein Geld hat. Spike war überrascht, als sich die Tür öffnete, noch mehr war er überrascht, dass er sie selber geöffnet hatte.

Als er den Raum betrat, waren seine Augen geschlossen. Er atmete durch die Nase ein und bemerkte einen leichten Vanille Duft. Weiche Finger glitten langsam über sein Gesicht, angefangen bei seiner Narbe...über seinen Augen...herunter zu seinen Lippen. Dort blieben sie eine Weile hängen und erlaubten seiner Zunge hervorzuschnellen und an den Fingern zu saugen. Ihre andere Hand begann damit, die Knöpfe seines Hemdes zu öffnen. Während Spike an ihrem Finger saugte, wünschte er sich, dass er sie mit Haut und Haaren verschlingen könnte. Ein frustriertes Stöhnen ersetzte ihre Finger, als sie diese aus seinem Mund zog. Er zitterte als ein feuchter Finger über die freigelegte Haut seiner Brust fuhr, um der anderen Hand zu helfen, seine Hose zu öffnen. Bevor sie ihm die Hose auszog, nahm Buffy seine Hände in ihre und führte ihn zu Bett, erst dann öffnete Spike seine Augen.

Seidene Laken in Erdfarben hatten die Baumwollbettwäsche ersetzt. Kerzen brannten im ganzen Raum, auf jeder erdenklichen Oberfläche. Es schien so, als ob die Flammen im Rhythmus der bluesartigen Jazzmusik tanzten, die aus der Stereoanlage erklangen.

Spike wollte den Rhythmus und den Takt der Musiker klauen und in seine Seele stecken, bis er eins damit wurde, um es an Buffy weitergeben zu können. Als sie am Bett angekommen waren, zog Buffy ihm seine Hosen uns Boxershorts aus, um ihn dann sanft auf Bett zu stoßen. Spike griff nach ihr und wollte sie zu sich ziehen...sich ihr entgegenstrecken und ihre Lippen erobern...sie zu sich ziehen und sie an seinem Glück teilhaben lassen. Doch mit einem Grinsen, das seinem würdig war, machte Buffy einen Schritt zurück. Als seine Augen sich an das flackernde Licht gewöhnt hatten, blieb ihm der Atem stehen. Was sonst könnte ein Mann tun, wenn die Perfektion einer Frau vor ihm stand? Sie trug einen blutroten Seidenmantel und ihr blondes Haar lag in Wellen über ihrer linken Schulter. Große Augen beobachteten sie, als sie den Mantel selbst öffnete und ein kurzes, gleichfarbiges Negligé zum Vorschein kam.

 „Buffy“, hauchte er, als ob in seinen Lungen nur Luft für dieses eine Wort war. Spikes Lippen waren trocken, als sie sich zu ihm herunterlehnte und ihn sanft küsste.

„Schließe deine Augen“, sagte sie und er konnte nichts anderes tun, als das zu tun, was sie sagte.

Er wartete.

Ozeane trockneten aus, Berge wurden bestiegen, die Zeit stand still und zog an ihm vorbei, während er wartete. Plötzlich war ihr Mund an seinem Kinn.

Er zitterte. Sie kicherte und ihr Mund wanderte seinen Körper hinunter, über eine Brustwarze bis hin zu seinem Bauchnabel. Spike konnte sich vorstellen, wo sie hinwollte, spreizte ein wenig die Beine und krallte sich in die seidenen Laken. Ein Feuer umgab seinen Penis. Buffys Mund. Ihre Zunge fuhr über das harte Fleisch, probierend...neckend, während ihre Finger mit seinen Hoden spielten. Spike konnte seine Augen nicht länger geschlossen halten und er schaute an sich herunter und sah das Schönste, was er je erblickt hatte. Goldene Locken lagen auf seinen Beinen. Vorsichtig nahm er ein paar Strähnen in seine Hand und hielt sie fest. Ihr Kopf bewegte sich schnell auf und ab und als sie das erste Mal mit ihren Zähnen an der Eichel entlang fuhr, wusste Spike, dass er seinen Orgasmus nicht noch länger unterdrücken konnte, wenn sie weitermachte. Er wollte in ihr kommen und deswegen sagte er leise ihren Namen.

Buffy sah auf und Spike knurrte, als ein neues Bild sich in sein Gehirn brannte. Augen, die ihn voller Lust ansahen, Lippen, die vom Lutschen ganz geschwollen waren und Brüste, die durch einen Hauch von roter Seide schimmerten. Natürlich würde er immer wieder dieser Nymphe glücklich in den Tod folgen.

Buffy stand vom Boden auf und setzte sich rittlings auf ihn. Ein Stöhnen war zu hören als der CD Player eine Pause machte, um die CD zu wechslen. Der nächste Song war ein spanischer Tango. Spike versuche sich herüberzurollen, doch Buffy stemmte ihre Knie in die Seiten seiner Beine, so dass er sich kaum noch bewegen konnte. Zu beschäftigt damit, ihre Lippen zu schmecken, ließ er es zu. Seine Hände fuhren unter ihr Negligé, `Seide auf Seide´, dachte er und musste bei diesem absurden Gedanken fast lachen. Spike erreichte ihre Brust. Plötzlich umschloss ihre Wärme ihn abermals und Spike legte den Kopf in den Nacken, wobei er den Kuss brach. Er lehnte sich zurück und konzentrierte sich auf die abwechselnde Hitze und Kälte, die seinen Schwanz umschloss, als sie sich auf ihm bewegte. Durch die Musik konnte er sich selbst und Buffy stöhnen hören.

Buffys Bewegungen wurden schneller und ruckartiger. Spike hob seine Hände an ihre Hüften, um sie zu lenken. Sie schrie auf, als ihre Muskeln sich um seinen Schwanz zusammenzogen und auch Spike konnte sich nicht länger mehr kontrollieren und kam in ihr...wobei er sich an ihre Hüften klammerte.

Langsam öffnete Spike die Augen. Er wusste nicht, wann er sie geschlossen hatte, oder wann sie ihre Positionen geändert hatten. Er war mit einer seidenen Decke zugedeckt und die Liebe seines Lebens lag schlafend in seinem Arm.


Kapitel 35: Lies Love Lies

„Wow, sieh dir das an!“ Die beiden Männer unterbrachen ihr Billardspiel und beobachteten ihre Frauen auf der Tanzfläche, die sexy zum Beat der Musik tanzten.

„Zum Glück sind sie hetero“, sagte Spike.

„Ich weiß nicht, könnte schon interessant werden“, lenkte Oz ein und grinste, als er der Mund seines Freundes weit offen stehen sah.

Nachdem er sich von dem Bild einer Rothaarigen und Blonden in seinem Bett losreißen konnte, sagte Spike: „Ich wusste gar nicht, dass du so ein gerissener Hund bist“

„Wau!“

Dreißig Minuten später waren die Mädchen immer noch auf der Tanzfläche und Oz war auf dem Weg zur Bar, um sich ein Bier zu holen. Buffy beim Tanzen zu beobachten war unglaublich sinnlich. Ab und an schaute sie zu Spike herüber und ihre Blicke trafen sich. Meistens zwinkerte sie ihm zu, doch einmal war er geschockt, als sie sich verführerisch mit der Zunge über ihre Lippen fuhr. Als sie sah wie er sie anstarrte, grinste sie. Es war das gleiche Grinsen, das sie auf ihren Lippen hatte, als sie das erste Mal Sex gehabt hatten, nachdem sie aus dem Krankenhaus gekommen war. Die letzten zwei Stunden musste Spike mit sich kämpfen, keine Erektion zu bekommen und versuchte sich auf das Spiel zu konzentrieren, das Oz immer wieder gewann.

„Warum gibst du nicht einfach auf und tanzt mit deiner Frau?“, sagte Oz mit einem wissenden Grinsen auf dem Gesicht, nachdem er weitere zehn Dollar von seinem Freund entgegen genommen hatte.

`Frau´, dachte Spike. `Ja, ich sollte mit meiner Frau tanzen´. Aber er tat es nicht. Er runzelte die Stirn, bevor er einen großen Schluck aus seiner Flasche nahm. „Ich muss dich mal ´was fragen.“ Spike setzte sein Bier ab und begann die Kugeln für ein weiteres Spiel aufzubauen. „Rein hypothetisch.“ Als Oz prustete, starrte Spike ihn an. „Es geht wirklich nicht um mich. Es geht um einen Freund von mir.“

„Hat dieser Freund auch einen Namen? William vielleicht?“

„Verdammt, Oz! Ich meine das ehrlich. Es geht nicht um mich.“

Oz hörte auf, Spike zu ärgern, als er den frustrierten Gesichtsausdruck sah. „Okay, was immer es auch ist, ich werde versuchen zu helfen.“

Nach einer Weile holte Spike tief Luft und fand die Courage anzufangen. Er würde nicht alles erzählen, aber vielleicht könnte Oz ihm helfen, wenn er nur ein bisschen erfahren würde. „Ich habe einen Freund, der seine Frau über etwas sehr Wichtiges belogen hat. Er liebt sie über alles und er weiß ganz genau, wenn sie es herausfindet, wird sie ihn verlassen.“

Oz sagte zunächst gar nichts, was eigentlich für ihn normal war. Der Mann sprach nicht sonderlich viel, es sei denn, er erzählte einen Witz, oder beeindruckte alle um ihn herum mit seinem Wissen. Um die Stimmung aufzuheitern, wünschte sich Spike, dass es ersteres war, doch eigentlich hoffte er, dass Oz ihm helfen könnte.

„Welche Lüge hast du Buffy aufgetischt?“

Sein erster Instinkt sagte ihn, dass er wieder sagen sollte, dass es nicht um ihn ginge. Nur um sich selbst und Buffy zu schützen. Falls er wirklich die Wahrheit sagen würde, würde eine Welt für ihn zerbrechen. Irgendjemand hatte einmal gesagt, dass das einzige wahre Verbrechen das ist, bei dem alle Beteiligten tot sind. Würde Spike sterben, wenn er die Wahrheit sagte? Die Antwort war einfach. Ja. Spike würde sterben, denn wenn Buffy es herausfand, würde sie ihn sofort verlassen. Und Spike wäre wie ein lebender Toter ohne sie.

„Ich sagte dir doch, es ist ein Freund“, log er abermals. Wieviele Lügen hatte er schon verbreitet, seitdem Buffy im Krankenhaus lag? Ein Dutzend? Zwei oder drei Dutzend? Er fragte sich, ob er immer besser darin werden würde.

Spike beobachtete Oz, wie er einen Schluck Bier trank. „Lügen können zur Gewohnheit werden, doch ich bin mir sicher, dass dein Freund das weiß.“ Oz legte den Billardstock auf den Tisch. „Ich gehe zu den Mädchen auf die Tanzfläche.“ Nach ein paar Schritten drehte er sich noch einmal um. „Mein Ratschlag für deinen Freund ist, dass er die Wahrheit sagen und um Verzeihung bitten sollte. Und nur damit er es weiß: es könnte sein, dass er diese nicht verdient, aber das ist ihre Endscheidung, nicht seine.

 Spike trank seine Flasche leer und folgte Oz auf die Tanzfläche.

 *****

 „Das hat Spaß gemacht“, sagte Buffy gähnend. Sie hatten den Club verlassen, nachdem sie stundenlang getanzt und gequatscht hatten. Spike konnte sich nicht erinnern, dass er Buffy jemals so entspannt und glücklich gesehen hatte. Er hasste es zu tun, aber er wusste, dass es Zeit wurde, die Wahrheit zu sagen. Joyce und Rupert passten auf Alexandria auf, damit das Paar ein bisschen Zeit zu zweit verbringen konnte. Es war der perfekte Zeitpunkt.

Spike schaute Buffy an, als diese sich auf dem Weg ins Schlafzimmer machte und ihre Schuhe durch den Flur warf. „Spike, hörst du mir überhaupt zu?“

„Pet?“, sagte Spike als ihm klar wurde, dass sie die ganze Zeit mit ihm geredet hatte.

Buffy lachte und nahm ihre Ohrringe heraus. „Ich sagte: meinst du es ist okay, wenn wir deine Eltern um diese Zeit noch anrufen?“ Er schaute auf die Uhr und sah , dass es schon kurz nach zwei war.

„Es ist definitiv zu spät, Luv. Ich hatte mein Handy die ganze Zeit bei mir. Falls irgendetwas nicht in Ordnung gewesen wäre, hätten sie angerufen.“ Spike lehnte sich an den Türrahmen und sah ihr dabei zu, wie sie ihr Oberteil aufknöpfte. Sein Körper reagiert sofort, als die seidene Bluse zu Boden fiel. „Außerdem hatte ich gedacht, dass du nicht eine von den Müttern wärst, die alle zehn Minuten nach ihrem Kind gucken müssen.“ Spike lachte, als ein Kissen ihn am Kopf traf. „Aber, aber, hat dir das Kissen irgendetwas getan, Pet?“, fragte Spike, als er über ihre Mätzchen kicherte.

Sie seufzte, als sie ihre Jeans auszog. „Ich weiß, aber ich habe schon so viel verpasst. Ich weiß, dass sie schon drei Monate alt ist, aber es ist so als ob...Sie ist so klein.“ Buffy sammelte ihre Sachen auf und ging ins Bad.

Mit jeder Sekunde, die verging, verlor Spike auch seinen Mut. Er musste es ihr sagen. Je länger er wartete, umso schwerer wurde es. Das Schlimmste würde passieren. Würde sie ihm vergeben, wenn sie es selbst herausfinden würde? Spike wusste, dass sie sich irgendwann wieder an alles erinnern würde. Er nahm seinen Mut zusammen und rief nach ihr. „Buffy, könntest du mal ins Wohnzimmer kommen? Ich muss mit dir reden.“

„Ich bin gleich da ... nur noch eine Sekunde.“

In den Minuten, die verstrichen, war Spike mehrmals den Flur auf und ab gegangen. Er suchte nach den richtigen Worten, wie er es ihr erklären könnte. Wie er ihr sagen könnte, was er für sie empfand. Jedes Mal, wenn er dachte, er wüsste was er sagen würde, wurde ihm klar, dass Oz recht hatte. Es ging nicht darum, dass er um Vergebung bitten sollte, sondern es lag an Buffy, ihm zu verzeihen. Als er wieder in der Küche angelangt war, ging er hinein, nahm sich ein Glas und eine Flache aus dem Schrank. Er hörte, wie Buffy die Küche betrat, als er einen Schluck Whiskey hinunterschüttete.

„Spike?“ Er drehte sich um und seine Kinnlade fiel herunter. Buffy trug ein weißes langes Nachthemd und kam auf ihn zu. „Ich dachte wir könnten die Zeit nutzen, das erste Mal kindlos zu sein, seitdem wir ...“, sie kicherte. „... nun, seit unserem ersten Treffen.“

Spike löste seinen Gürtel, zog sein Hemd über die Schulter und vergaß dabei alles, was er ihr sagen wollte. Als er seine Hose aufknöpfte, ging er auf sie zu. Spike beobachtete Buffy, wie sie auf den Küchentisch kletterte. Der weiße Stoff raschelte, als sie sich zurücklehnte und ihre Beine spreize. Es war nichts mehr zu sagen, als Spike sich über sie lehnte und sie leidenschaftlich küsste.



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