
Kapitel 21: How Long They Sat
Spike
wusste nicht mehr wie lange er dort gesessen hatte. Xander hatte noch
gefragt wo
seine Schwester sei und war dann gegangen. Spike war nicht doof, er
wusste, dass
Xander ihm Buffy wegnehmen würde. Er würde seine Frau
verlieren. Spike fing an
zu weinen, ein stetig laufender Tränenfluss lief seine Wangen
hinunter und
tropfte vom Kinn auf sein schwarzes T-Shirt, er bekam von dem
allerdings nichts
mit.
„Ich
liebe sie.“ Diese Worte sagte er immer wieder vor sich hin.
„Ich liebe
sie…Ich liebe sie…Ich liebe sie…Ich
liebe sie.“
Er
wusste nicht mehr wie lange er dort gesessen hatte und weinte, er
wusste auch
nicht, ob sie wieder nach Hause kommen würde.
„Ich
liebe sie…Ich liebe sie…Ich liebe sie.“
Die
Haustür würde leise geöffnet und eine
einzelne Person ging in die Küche, wo
sie ihren Schlüssel auf den Tisch legte und sich eine Limo aus
dem Kühlschrank
holte. Sie ging langsam in ihr Zimmer, das im hinteren Bereich des
Appartements
lag, und holte ein paar Sachen aus dem Kleiderschrank. Sie ging leise,
so leise
wie eine schwangere Frau sein konnte, in ihr Badezimmer und nahm ihre
Bürste.
Nachdem sie ihr Haar zu einem strammen Zopf zusammen gebunden hatte,
ging sie
zurück ins Schlafzimmer.
Buffy
war überrascht, Spike im Türrahmen vorzufinden.
„Spike?“
Seine
Augen waren rot unterlaufen und geschwollen…und man konnte
immer noch die
Rinnen seiner Tränen auf seinem Gesicht sehen.
„Ich…“
Seine
Stimme war rau und Buffy konnte sehen, wie er sein Gesicht schmerzhaft
verzog.
„Bitte verlass mich nicht.“
„Was
meinst du damit?“
Sie
sah dass er auf die Sachen auf ihrem Bett starrte. Buffy war
völlig
durcheinander. „Verlassen? Ich wollte mich nur etwas
hinlegen.“ Sie nahm die
Sachen und zeigte sie ihm. Es waren eine Pyjamahose und ein altes
abgetragenes
T-Shirt.
„Spike?“
Sie
wollte ihn fragen, was überhaupt los war und warum er geweint
hatte, doch bevor
sie das tun konnte, hatte er schon den Raum betreten und sie fest in
seine Arme
genommen. Er hatte solch einen Schwung drauf, als er seinen
Körper an ihren
presste, dass sie einen Schritt zurück machen musste, um nicht
das
Gleichgewicht zu verlieren. Zum Glück war das Bett direkt
hinter ihr, so dass
sie sich dort drauf setzen konnte.
Als
Buffy saß, gaben Spikes Knie nach und er lag auf den selbigen
vor ihr. Spikes
kompletter Körper begann zu zittern, als sie ihn festhielt. Er
drückte sein
Gesicht gegen ihren hervorstehenden Bauch, bis er schlussendlich seinen
Kopf auf
ihre Oberschenkel legte.
Buffy
konnte hören, dass er immer wieder etwas vor sich
hinflüsterte, aber sie
konnte nicht verstehen was es war. Sie wusste immer noch nicht was los
war, oder
wie sie ihn beruhigen konnte, also begann Buffy seine platinblonden
Locken zu
streicheln. Seine Arme schlangen sich dadurch fest um ihre Beine.
Sie
wusste nicht, wie lange sie so dagesessen hatten. Eine halbe Stunde?
Eine
Stunde? Mehrere? Ein paar Minuten?
Bald
wurde aus seinem Weinen ein Schluchzen und dann verstummte es
gänzlich, bis sie
nur noch ein leises Schnarchen hörte. Buffy versuchte ihre
Beine zu bewegen,
aber sie stellte fest, dass er seine Hände hinter ihren Waden
verschränkt
hatte.
„Spike?“,
flüsterte sie sanft. „Spike? Ich muss mich anders
hinsetzen. Komm
schon…steh auf.“
Ein
blaues Auge öffnete sich, als Spike langsam zu sich kam. Mit
gekrümmtem Rücken
stand er auf und legte sich aufs Bett…er zog Buffy mit sich,
so dass sie neben
ihm lag. Sein Körper war ihrem sehr nahe, aber dennoch
berührten sie sich
nicht.
Sie
rollte sich so zur Seite, dass sie ihn ansehen konnte.
„Spike? Willst du mir
erzählen was los ist?“
„Ich
habe gedacht du verlässt mich.“ Die Antwort war so
monoton, so flach und
emotionslos, dass Buffy nichts anderes wollte, als ihre Hand
ausstrecken und
sein Gesicht zu berühren.
„Ich
verlasse dich nicht. Wir haben eine Abmachung. Ich lasse dich die
Freuden der
Schwangerschaft miterleben und du kümmerst dich um mich und
meine komischen
Anwandlungen.“ Sie lächelte leicht.
„Obwohl ich glaube, dass dies ein sehr
komischer Gefühlsausbruch deinerseits war.“
Sie
zwang Spike sie anzusehen, so dass er ihr neckisches Grinsen sehen
konnte. Buffy
rollte sich auf den Rücken und griff nach den neben ihr
liegenden Sachen.
„Ich
bin sofort wieder da…und dann können wir
über alles reden, okay?“
Spike
nickte kaum merklich und Buffy lächelte ihn an, als sie sich
auf den Weg ins
Badezimmer machte.
Buffy
ging schnell auf die Toilette und wusch sich die Hände, bevor
sie ihre bequemen
Sachen anzog. Sie bemerkte, dass sich ihr Zopf etwas gelöst
hatte und öffnete
ihn. Sie bürstete ihr Haar glatt nach unten, so dass es ihren
Rücken herunter
hing. Die leichten Bürstenstriche beruhigten sie ein wenig und
sie begann über
die Szenerie nachzudenken, die sie vor ein paar Minuten verlassen
hatten.
*Spike
hat gedacht ich verlasse ihn. Es hat ihn so sehr mitgenommen, dass er
einen
emotionalen Zusammenbruch in meinem Zimmer hatte…aber warum
….warum würde
es ihm so wehtun, wenn ich ihn verlasse?*
Buffy
legte die Bürste zur Seite, als ihr Unterbewusstsein ihr die
Antwort gab. „Er
liebt mich. Spike liebt mich und er dachte, ich würde ihn
verlassen und das
brachte ihn zum Weinen. Ich habe ihn zum Weinen gebracht.“
Eine
Träne rollte aus Buffys Augenwinkel, als ihr bewusst wurde,
warum Spike seinen
Zusammenbruch gehabt hatte.
Schnell fasste sie einen Entschluss und öffnete die Tür.

Spike lag auf
dem
Bett und starrte an die Decke. *Schon komisch, endlich liege ich in
ihrem Bett,
doch ich werde nicht das von ihr bekommen, was ich gerne
hätte.*
Ein leises,
fast
schon verzweifeltes Kichern ließ seine Lungen vibrieren. *Ich
kann nicht
glauben was für ein Schwachkopf ich bin. Sitze hier und heule
wie ein
Kleinkind. Sie denkt garantiert, dass ich ein Weichei bin.*
Er rollte sich
vom
Bett als er hörte, wie die Badezimmertür
geöffnet wurde. Eine Entschuldigung
brannte ihm auf der Zunge, als Buffy das Schlafzimmer betrat. Ihre
Bewegungen
waren langsam und ihr Gang etwas watschelnd, was an dem
zusätzlichen Gewicht
ihres Bauches lag.
„Buffy,
ich…“
Wo sollte er nur anfangen? Er beobachtete sie wie sie sich vor ihn
stellte und
Spike erhob sich, um ihr ins Gesicht sehen zu können.
„Buffy, ich…“,
versuchte er noch einmal, doch seine Worte wurden gestoppt, als Buffy
ihre
Finger gegen seine Lippen presste.
„Schhhh“,
flüsterte
Buffy. Ihr Finger wischten die getrockneten Spuren seiner
Tränen von seinen
Wangen, bevor sie sich ihm entgegenlehnte und ihm einen sanften Kuss
auf den
Mund gab. Bevor Spike realisierte was geschah, hatte Buffy den Kuss
schon wieder
abgebrochen. Seine Augen schlossen sich, als ein Hauch kühler
Luft über seine
Lippen fuhr, wo noch zuvor ihre gewesen waren.
Buffy machte
einen
Schritt zurück und er spürte, wie ein Schmerz durch
sein Herz fuhr. *Sie weiß
es!* Er fühlte einen Lufthauch, als sie sich vor ihm bewegte.
*Sie verlässt
mich…Sie weiß dass ich sie liebe und
verlässt mich.*
Spike
öffnete die
Augen um zu sehen, wie sie ihre Sachen packte und ging. Doch sie wurden
vor
Verwunderung riesig groß. Buffy, seine Liebe, seine
Göttin, sein Alptraum und
zugleich schönste Fantasie, stand direkt vor ihm und hielt ihr
T-Shirt in der
Hand. Er konnte seinen Blick einfach nicht von ihren Brüsten
lassen. Einst
waren sie klein, gerade mal eine Hand voll, doch nun waren sie prall
und rund.
Ihre Brustwarzen waren dunkler und hart. Die Unterseite ihrer
Brüste ruhte auf
ihrem Bauch, das jetzige Zuhause ihres Kindes.
Unter der Haut,
die
sonst ihren zarten Körper umfasste und nun gedehnt
über den zylinderförmigen
Bauch lag. Das alles war der Beweis ihrer gemeinsamen Nacht.
Spike
spürte einen
Schwall von Stolz, der durch seinen Körper fuhr. ER hatte es
getan. ER war der
Grund für die ganzen Veränderungen in ihrem
Körper. ER hatte aus ihr eine
Frau mit vollen Brüsten gemacht, die ein Kind unter ihrem
Herzen trug. Spike
wusste, dass es sich bescheuert anhörte, als ob er ein
Neandertaler im
Zeitalter der Feministen wäre.
Er zwang sich
seinen Blick von ihren Brüsten zu wenden und seine Augen
wanderten an ihren
Hals entlang, zu den Lippen, die ihm zuvor ein kribbelndes
Gefühl beschert
hatten, hinauf zu ihren Augen. Grün-braune Augen, in denen
sich eine Mixtur aus
Angst, Unsicherheit und dieselbe Verwirrung wie bei ihrem letzten
Schlafzimmer
Zwischenfall zeigten.
Die Angst
konnte er
sehr gut verstehen, denn schließlich wäre es
für sie erst das zweite
Mal…und ihm wurde mit einen Mal klar, dass wirklich ein
weiteres Mal geschehen
würde…eine zweite Chance ihr zu zeigen, wie sehr er
sie liebte…und dadurch
vielleicht den Bund zwischen ihnen zu festigen und natürlich
auch den zu ihrem
Kind.
Für
die
Unsicherheit hatte er auch Verständnis, ihr Körper
hatte sich sehr verändert
und Spike wusste, dass sie deswegen etwas befangen war. Doch sie
brauchte sich
deswegen keine Sorgen zu machen, denn Spike gefielen diese
Veränderungen viel
besser. Spike wollte ihr zeigen, dass sie sich nicht unsicher
fühlen musste und
wollte jeglichen Selbstzweifel aus ihrem Körper, Gedanken und
ihrer Seele
vertreiben.
„Buffy,
du bist
so wunderschön.“ *Habe ich das wirklich gesagt?*
Spike erhob sich langsam und
stand nun ganz nah vor ihr. Er zog sein Shirt über seinen
Kopf.
Er streckte
seine
Hand aus und Buffy begann zu zittern, als er ihr das T-Shirt aus ihrer
Hand zog.
Spike hob eine Hand und strich mit seinen Fingern über ihr
Gesicht. Vorsichtig
wanderte seine Hand ihr Kinn entlang, dann ihren Hals hinunter, bis er
an ihren
Brüsten angelangt war.
Buffy schloss
ihre
Augen und lehnte sich in seine Berührungen. Sie keuchte, als
er mit einem
Finger ihre Brustwarze umfuhr, während seine andere Hand an
ihrer Hüfte lag,
wo die Baumwollschlafanzugshose ihre Haut bedeckte.
„Buffy?“
Ihre Augen
öffneten
sich, als er ihren Namen sagte.
„Buffy?“,
fragte Spike ein weiteres Mal, als seine Finger sich unter den Bund
ihrer Hose
schoben. Buffy verstand was er fragen wollte und nickte.
Spike lehnte
sich
zu ihr herunter und knabberte vorsichtig an ihrer Unterlippe, bevor er
mit
seinen Lippen ihren Hals hinunter glitt. Seine Hände legten
sich auf ihr Gesäß
und er begann, die Hose herunter zu schieben.
Spike ging in
die
Hocke und küsste jeden freien Zentimeter ihrer nackten Haut,
während er ihr
das lästige Stück Kleidung auszog. Er küsste
ihre Brüste… ihren Bauch
hinunter…und schließlich ihre Beine. Er hielt kurz
inne, als er sich ihre
hellbraune Schambehaarung ansah.
Als er sich
langsam
erhob, glitt er mit seinen Händen an der Hinterseite ihrer
Beine empor, bis sie
wieder an dem Ausgangspunkt angelangt waren.
Vorsichtig hob
er
sie hoch und drehte sich mit ihr herum, so dass das Bett direkt hinter
ihr war.
Er setzte seine
Frau auf das Bett und zog schob schnell seine Hose herunter und
schleuderte sie
mit einem Fuß zur Seite.
Buffy keuchte
überrascht
auf als sie sah, wie erregt er war. Seine Erektion stand stolz von
seinem Körper
ab.
„Buffy?“
Spike
wollte diesen Moment wirklich nicht zerstören, doch er musste
es fragen.
„Bist du dir sicher?“
Bevor sie
antworten
konnte, kniete Spike schon zwischen ihren Beinen und schob sie noch
etwas weiter
aus einander. Nachdem er einmal mit seiner Zunge über ihre
Schamlippen
gestrichen war, fragte er noch einmal. „Bist du dir ganz
sicher, Liebes?“
Spike wusste,
dass
es nicht ganz fair von ihm war, aber sie roch so gut.
„Buffy?“
Er bekam seine
Antwort, indem sie ihre Beine noch weiter spreizte und ihm entwich ein
langes
qualvolles Stöhnen.
Er bearbeitete
ihren Körper langsam mit seinem Mund, seiner Zunge, seinen
Fingern und seinem
Atem. Langsam aber sicher brachte er sie ihrem Höhepunkt immer
näher und mit
einem unterdrückten Schrei kam sie und Spike wurde mit ihrem
Saft belohnt.
Spike stand auf
und
bewegte sich langsam über sie. Er stellte sicher, dass sie ihn
ansah, als er
sich mit einer Hand die Reste ihres Orgasmus vom Gesicht wischte und es
dann
ableckte.
Buffy
spürte wie
dieser Anblick ihr einen wohligen Schauer durch den Körper
jagte und sie hörte
sich selbst stöhnen. Ihr war klar, dass dies der erotischste
Augenblick war,
den sie jemals erlebt hatte und ihre Hände krallten sich in
das Bettlaken, als
sie ihm ihr Becken entgegenstreckte. Spike legte sich über sie
und achtete
dabei sehr sorgfältig auf ihren Bauch. Er stemmte sich mit
seinen Armen neben
ihrem Kopf ab und schob langsam…ganz langsam seine Erektion
in sie.
Ein
Seufzen…oder
ein Stöhnen, Spike war sich dessen nicht so sicher, hallte
durch den Raum als
er spürte, wie sie sich um ihn herum zusammenzog und dann
wieder entspannte.
Er traute sich
nicht, sich zu bewegen, denn jegliche Verlagerung oder Schieben konnte
alles
ruinieren. Spike keuchte und versuchte sich selbst zu beruhigen.
Er hatte sich
schon
seit längerer Zeit nicht bewegt, als Buffy bemerkte, was
für ein Problem er
hatte. Sie zog ihn zu sich herunter und küsste ihn heftig,
bevor sie ihn von
sich schob.
Spikes Augen
wurden
riesig. *Will sie dass wir aufhören?*
Sie
beantwortete
seine unausgesprochene Frage damit, dass sie ihn auf seinen
Rücken schob. Einen
Atemzug später saß Buffy rittlings auf ihm und
ließ sich auf seine Erektion
gleiten und begann sich zu bewegen.
Spike hob eine
seiner Hände und begann ihre Nippel zu streicheln,
während er seinen Kopf hin und her warf.
Er konnte es
gar
nicht begreifen, dass sie auf ihm saß, ihn umgab. Endlich
hatte er sie da, wo
er sie immer haben wollte.
Die
Gefühle waren
einfach zu stark für ihn. „Buffy“, schrie
er und spürte, wie ihre inneren
Wände begannen zu zittern und er hörte sie seufzen.
Buffy krallte sich in
seine Schultern und ihre Nägel bohrten sich in seine Haut.
„Spike“,
jammerte sie, als ihr Körper zu zucken begann. Sie klammerte
sich so an ihm
fest, mit ihren Händen und ihrer Vagina, dass er nichts
anderes tun konnte als
sie anzulächeln und in ihr zu kommen.
Von da an wusste er, dass er sie niemals gehen lassen würde. *Ich werde ihr überall hin folgen, denn kein Mann kann ohne sein Herz leben.*

Kapitel
23 : Gypsy Curse
Die nächsten paar Stunden
waren total verschwommen für
Buffy. Die Zeit verging so rasend schnell, dass sie sie am liebsten wie
eine lästige
Fliege wegscheuchen wollte. Alles um sie herum bewegte sich sehr
schnell und
undeutlich. Buffy bemerkte auch, dass die Leute sie wie ein rohes Ei
behandelten, so als ob sie durch eine Berührung in sich
zusammenbrechen würde.
Ich habe Buffy angelogen, denn ich
erzählte ihr, dass ich
meine Mom vermissen würde. Xander brachte uns nach Hause und
er wusste, dass
ich gelogen hatte. Er zog mich zur Seite und umarmte mich, als ich ihm
alles
beichtete.
Am nächsten Morgen als
Xander Buffy und mich wieder zum
Kindergarten brachte, umarmte er uns und wünschte uns einen
schönen Tag. Als
er mich umarmte, drückte er mir einen nagelneuen gelben
Wachsmalstift in meine
Hand.“
Willow lächelte.“
Xander hatte ihn gegen ein Scooby Doo
Comic getauscht.“ Sie machte eine weitere Pause, als das
Lächeln von ihrem
Gesicht verschwand.
„Das war Xander, er
hätte alles für einen Freund getan,
alles für jemanden, den er liebte. Alexander Harris Summers
war derjenige der
zu mir sagte, dass es okay wäre, schlau zu sein, dass es okay
wäre, ich selbst
zu sein.“
Willow hatte nicht bemerkt, dass sie
ihre Augen geschlossen
hatte, bis sie sie wieder öffnete und sich in einer
vollbesetzten Kirche wieder
fand. Sie fokussierte ihren Blick auf Buffy, als sich ihre Augen mit
Tränen füllten.
„Es gab niemanden den er
mehr liebte als seine kleine
Schwester. Der Tag an dem er sie zum Altar geführt hatte war
der schönste in
seinem Leben. Ich weiß ganz genau, dass er jetzt auf uns
herabsieht und auf uns
aufpasst, so als wäre er immer noch hier und ich danke Gott,
dass ich Xander
Summers als Freund hatte.“

Kapitel
24: The Space Between
Needs
Der Verlust ihres Bruders, die Stimme
der Vernunft, der
Ritter mit dem unmöglichen Haarschnitt machte aus dem
bescheidenen und ruhigen
Mädchen eine starke Frau.
In den folgenden Monaten nach dem
fatalen Autounfall hatte
Buffy ihre Prüfungen mit den Bestnoten bestanden. Und er war
sichtlich überrascht
als sie darauf bestand, Auto zu fahren, denn er konnte sich noch sehr
gut daran
erinnern, als Willow und Xander ihm gesagt hatten, dass Autos und Buffy
nicht
gerade eine gute Verbindung hatten.
Zwei Tage nachdem sie die
Abschlussarbeiten hinter sich
hatte, bestand sie die Fahrprüfung und ein nagelneuer,
viertüriger Honda
bedeutete einen weiteren Schritt in Buffys Unabhängigkeit.
Sie hatten nie wieder über
die Nacht vor dem Unfall
gesprochen. Buffy war mittlerweile im neunten Monat und jede Nacht
schliefen sie
in einem Bett; Buffy normalerweise Stunden vor Spike und sie war auch
lange vor
ihm wach.
Jede Nacht nachdem Spike ins Bett
gegangen war, lehnte er
sich über sie und beobachtete wie sie friedlich schlief. Er
fragte sich wie sie
wohl reagieren würde, wenn er sie in den Arm nehmen
würde…sie küsste…sie
streichelte…ihr sagte, was er fühlte.
Doch Willow und Oz rieten ihm, Buffy
so viel Raum zu geben,
wie sie brauchte um mit Xanders Tod fertig zu werden...also
ließ er es.
An einem Morgen hatte sie Spike
erzählt, dass Willow mit
zum Frauenarzt gehen würde und sie
sich
danach mit Joyce im Spa treffen würde.
Joyce hatte entschieden, dass es
für Buffy besser wäre,
wenn sie drei Mal pro Woche eine Bein- und Rückenmassage
bekommen würde…so würde
sie sich besser fühlen.
Spike war sich sicher, dass alles
auch ein Vorwand für
Joyce war, ihre Schwiegertochter besser kennen zu lernen. Es
würde ihn nicht
wundern, wenn sie jedes Mal darauf bestand, den Massagetisch neben
Buffys zu
bekommen.
Nach dem Arztbesuch ließen
Willow und Buffy Spike allein
zurück und machten sich auf den Weg zum Spa.
Spike wusste, dass er sich deswegen
keine Sorgen machen
musste, aber er fühlte sich allein gelassen…so wie
das fünfte Rad am
Wagen…so als ob er nicht mehr gebraucht wurde. Das war ein
weiterer Schritt,
seine Frau zu verlieren.
Er wusste, dass er es seiner Mutter
erklären könnte,
warum seine Sachen im zweiten Badezimmer stehen würden, er
würde behaupten,
dass seine Dinge nicht neben Buffys Sachen stellen wollte, doch bei
seiner
Kleidung sah das schon anders aus. Jede Ausrede, warum seine Sachen in
dem
Kleiderschrank waren, hörte sich selbst in seinen Ohren lahm
an und würde nur
noch weitere Fragen aufwerfen.
*Ich glaube es wäre besser,
wenn ich alles umpacke*,
dachte er.
Die nächsten paar Stunden
war Spike damit beschäftigt,
alle Spuren von seinen Nächten im Gästezimmer zu
verwischen.
*Was ist bloß
los…? Was will sie überhaupt…? Braucht
sie mich noch?*
Der letzte Gedanke war der lauteste.
Ihre Abmachung beruhte
nur auf Bedürftigkeit. Buffy brauchte ihn mehr als er sie. Nun
schien es so,
als ob jeder Schritt, den sie ohne ihn machte, um unabhängiger
zu werden, sie
mehr und mehr von ihm entfernte. Es tat weh. Jeden Tag kämpfte
er mit dem
Verlangen, sie festzuhalten…sie zu
kontrollieren…sie ganz nah bei sich zu
halten. Er wollte ihr zu zeigen, dass sie ihn immer noch brauchte, um
sie von
seiner Liebe zu überzeugen. Er zwang sich die Worte zu
sagen…immer
wieder….*Ich liebe dich….Ich brauche
dich…Bleib bei mir.*
Er griff sich den Hörer vom
Küchentelefon und rief seinen
Vater an. „Dad, ich brauche deine Hilfe.“ Spike
schwieg zuerst als sein
Vater ihn fragte, wofür er seine Hilfe benötigen
würde. Nachdem Spike seinem
Vater erklärt hatte, dass er jemanden brauchte, der bestimmte
Sachen so schnell
wie möglich besorgen konnte, fügte er leise hinzu:
„Ich muss ihr sagen, dass
ich sie liebe.“

Kapitel
25: Too Late
Xander war von einem Mann angefahren
worden, dem man den Führerschein
schon vor Jahren hätten wegnehmen müssen. Der
Vierundneunzigjährige war über
eine Ampel gefahren, die schon lange rot gewesen war. Einige Autos
hatten es
noch geschafft, ihm auszuweichen, doch Xander leider nicht. Er war eben
zur
falschen Zeit am falschen Ort gewesen.
Buffy versuchte erst gar nicht, ihm
die Schuld an seinem
Tod zu geben. Sie bereute es nur, ihm niemals die Wahrheit
über sich und Spike
gesagt zu haben. Seit Spike ihr das Autofahren beigebracht hatte, fuhr
sie jeden
Tag nach der Schule zum Friedhof und besuchte Xanders Grab.
„Vielleicht hast du etwas
falsch verstanden, Buffy“,
sagte sie laut vor sich hin. Als sie die Wohnungstür
erreichte, spürte sie
einen Krampf in ihrem Unterleib. Sie hatte sie schon den ganzen Tag
über
gehabt, aber der Doktor hatte ihr gesagt, solange sie nicht in kurzen,
regelmäßigen
Abständen kamen, sollte sie sich keine Sorgen machen. Als der
Krampf nachließ,
steckte sie den Schlüssel ins Schlüsselloch und
öffnete die Tür.
„Spike?“, rief
Buffy als sie das Appartement betrat.
„Ich bin wieder da.“
Sie ging ins Wohnzimmer, ihr stockte
der Atem und sie legte
eine Hand vor ihren Mund. „Spike?“, rief sie noch
einmal.
Im ganzen Raum brannten Kerzen und
sanfte Klaviermusik
spielte im Hintergrund. Aber das, was
ihr wirklich den Atem
raubte, waren die Blumen. Jede erdenkliche Oberfläche war mit
Blumenblüten übersät.
„Spike, das ist
wunderschön.“
Mit einem Schulterzucken folgte sie
dem betörenden Geruch
des Abendessens.
„Ich glaube jetzt ist genau
die richtige Zeit. Ich habe
es satt nicht beachtet zu werden und nicht zu wissen, was ich machen
soll, wenn
ich abends ins Bett komme. Verdammt, Buffy…ich
weiß ja nicht einmal, ob du
mich überhaupt in deinem Bett haben willst.“