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Kapitel 21: How Long They Sat

 

Spike wusste nicht mehr wie lange er dort gesessen hatte. Xander hatte noch gefragt wo seine Schwester sei und war dann gegangen. Spike war nicht doof, er wusste, dass Xander ihm Buffy wegnehmen würde. Er würde seine Frau verlieren. Spike fing an zu weinen, ein stetig laufender Tränenfluss lief seine Wangen hinunter und tropfte vom Kinn auf sein schwarzes T-Shirt, er bekam von dem allerdings nichts mit.

 

„Ich liebe sie.“ Diese Worte sagte er immer wieder vor sich hin. „Ich liebe sie…Ich liebe sie…Ich liebe sie…Ich liebe sie.“

Er wusste nicht mehr wie lange er dort gesessen hatte und weinte, er wusste auch nicht, ob sie wieder nach Hause kommen würde.

 

„Ich liebe sie…Ich liebe sie…Ich liebe sie.“

 

Die Haustür würde leise geöffnet und eine einzelne Person ging in die Küche, wo sie ihren Schlüssel auf den Tisch legte und sich eine Limo aus dem Kühlschrank holte. Sie ging langsam in ihr Zimmer, das im hinteren Bereich des Appartements lag, und holte ein paar Sachen aus dem Kleiderschrank. Sie ging leise, so leise wie eine schwangere Frau sein konnte, in ihr Badezimmer und nahm ihre Bürste. Nachdem sie ihr Haar zu einem strammen Zopf zusammen gebunden hatte, ging sie zurück ins Schlafzimmer.

 

Buffy war überrascht, Spike im Türrahmen vorzufinden.

 

„Spike?“

 

Seine Augen waren rot unterlaufen und geschwollen…und man konnte immer noch die Rinnen seiner Tränen auf seinem Gesicht sehen.

 

„Ich…“

 

Seine Stimme war rau und Buffy konnte sehen, wie er sein Gesicht schmerzhaft verzog. „Bitte verlass mich nicht.“

 

„Was meinst du damit?“

 

Sie sah dass er auf die Sachen auf ihrem Bett starrte. Buffy war völlig durcheinander. „Verlassen? Ich wollte mich nur etwas hinlegen.“ Sie nahm die Sachen und zeigte sie ihm. Es waren eine Pyjamahose und ein altes abgetragenes T-Shirt.

 

„Spike?“

 

Sie wollte ihn fragen, was überhaupt los war und warum er geweint hatte, doch bevor sie das tun konnte, hatte er schon den Raum betreten und sie fest in seine Arme genommen. Er hatte solch einen Schwung drauf, als er seinen Körper an ihren presste, dass sie einen Schritt zurück machen musste, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Zum Glück war das Bett direkt hinter ihr, so dass sie sich dort drauf setzen konnte.

 

Als Buffy saß, gaben Spikes Knie nach und er lag auf den selbigen vor ihr. Spikes kompletter Körper begann zu zittern, als sie ihn festhielt. Er drückte sein Gesicht gegen ihren hervorstehenden Bauch, bis er schlussendlich seinen Kopf auf ihre Oberschenkel legte.

 

Buffy konnte hören, dass er immer wieder etwas vor sich hinflüsterte, aber sie konnte nicht verstehen was es war. Sie wusste immer noch nicht was los war, oder wie sie ihn beruhigen konnte, also begann Buffy seine platinblonden Locken zu streicheln. Seine Arme schlangen sich dadurch fest um ihre Beine.

 

Sie wusste nicht, wie lange sie so dagesessen hatten. Eine halbe Stunde? Eine Stunde? Mehrere? Ein paar Minuten?

 

Bald wurde aus seinem Weinen ein Schluchzen und dann verstummte es gänzlich, bis sie nur noch ein leises Schnarchen hörte. Buffy versuchte ihre Beine zu bewegen, aber sie stellte fest, dass er seine Hände hinter ihren Waden verschränkt hatte.

 

„Spike?“, flüsterte sie sanft. „Spike? Ich muss mich anders hinsetzen. Komm schon…steh auf.“

 

Ein blaues Auge öffnete sich, als Spike langsam zu sich kam. Mit gekrümmtem Rücken stand er auf und legte sich aufs Bett…er zog Buffy mit sich, so dass sie neben ihm lag. Sein Körper war ihrem sehr nahe, aber dennoch berührten sie sich nicht.

 

Sie rollte sich so zur Seite, dass sie ihn ansehen konnte. „Spike? Willst du mir erzählen was los ist?“

 

„Ich habe gedacht du verlässt mich.“ Die Antwort war so monoton, so flach und emotionslos, dass Buffy nichts anderes wollte, als ihre Hand ausstrecken und sein Gesicht zu berühren.

 

„Ich verlasse dich nicht. Wir haben eine Abmachung. Ich lasse dich die Freuden der Schwangerschaft miterleben und du kümmerst dich um mich und meine komischen Anwandlungen.“ Sie lächelte leicht. „Obwohl ich glaube, dass dies ein sehr komischer Gefühlsausbruch deinerseits war.“

 

Sie zwang Spike sie anzusehen, so dass er ihr neckisches Grinsen sehen konnte. Buffy rollte sich auf den Rücken und griff nach den neben ihr liegenden Sachen.

 

„Ich bin sofort wieder da…und dann können wir über alles reden, okay?“

 

Spike nickte kaum merklich und Buffy lächelte ihn an, als sie sich auf den Weg ins Badezimmer machte.

 

Buffy ging schnell auf die Toilette und wusch sich die Hände, bevor sie ihre bequemen Sachen anzog. Sie bemerkte, dass sich ihr Zopf etwas gelöst hatte und öffnete ihn. Sie bürstete ihr Haar glatt nach unten, so dass es ihren Rücken herunter hing. Die leichten Bürstenstriche beruhigten sie ein wenig und sie begann über die Szenerie nachzudenken, die sie vor ein paar Minuten verlassen hatten.

 

*Spike hat gedacht ich verlasse ihn. Es hat ihn so sehr mitgenommen, dass er einen emotionalen Zusammenbruch in meinem Zimmer hatte…aber warum ….warum würde es ihm so wehtun, wenn ich ihn verlasse?*

 

Buffy legte die Bürste zur Seite, als ihr Unterbewusstsein ihr die Antwort gab. „Er liebt mich. Spike liebt mich und er dachte, ich würde ihn verlassen und das brachte ihn zum Weinen. Ich habe ihn zum Weinen gebracht.“

 

Eine Träne rollte aus Buffys Augenwinkel, als ihr bewusst wurde, warum Spike seinen Zusammenbruch gehabt hatte.

 

Schnell fasste sie einen Entschluss und öffnete die Tür.

 


Kapitel 22: A Good Moment

 

Spike lag auf dem Bett und starrte an die Decke. *Schon komisch, endlich liege ich in ihrem Bett, doch ich werde nicht das von ihr bekommen, was ich gerne hätte.*

 

Ein leises, fast schon verzweifeltes Kichern ließ seine Lungen vibrieren. *Ich kann nicht glauben was für ein Schwachkopf ich bin. Sitze hier und heule wie ein Kleinkind. Sie denkt garantiert, dass ich ein Weichei bin.*

 

Er rollte sich vom Bett als er hörte, wie die Badezimmertür geöffnet wurde. Eine Entschuldigung brannte ihm auf der Zunge, als Buffy das Schlafzimmer betrat. Ihre Bewegungen waren langsam und ihr Gang etwas watschelnd, was an dem zusätzlichen Gewicht ihres Bauches lag.

 

„Buffy, ich…“ Wo sollte er nur anfangen? Er beobachtete sie wie sie sich vor ihn stellte und Spike erhob sich, um ihr ins Gesicht sehen zu können. „Buffy, ich…“, versuchte er noch einmal, doch seine Worte wurden gestoppt, als Buffy ihre Finger gegen seine Lippen presste.

 

„Schhhh“, flüsterte Buffy. Ihr Finger wischten die getrockneten Spuren seiner Tränen von seinen Wangen, bevor sie sich ihm entgegenlehnte und ihm einen sanften Kuss auf den Mund gab. Bevor Spike realisierte was geschah, hatte Buffy den Kuss schon wieder abgebrochen. Seine Augen schlossen sich, als ein Hauch kühler Luft über seine Lippen fuhr, wo noch zuvor ihre gewesen waren.

 

Buffy machte einen Schritt zurück und er spürte, wie ein Schmerz durch sein Herz fuhr. *Sie weiß es!* Er fühlte einen Lufthauch, als sie sich vor ihm bewegte. *Sie verlässt mich…Sie weiß dass ich sie liebe und verlässt mich.*

 

Spike öffnete die Augen um zu sehen, wie sie ihre Sachen packte und ging. Doch sie wurden vor Verwunderung riesig groß. Buffy, seine Liebe, seine Göttin, sein Alptraum und zugleich schönste Fantasie, stand direkt vor ihm und hielt ihr T-Shirt in der Hand. Er konnte seinen Blick einfach nicht von ihren Brüsten lassen. Einst waren sie klein, gerade mal eine Hand voll, doch nun waren sie prall und rund. Ihre Brustwarzen waren dunkler und hart. Die Unterseite ihrer Brüste ruhte auf ihrem Bauch, das jetzige Zuhause ihres Kindes.

Unter der Haut, die sonst ihren zarten Körper umfasste und nun gedehnt über den zylinderförmigen Bauch lag. Das alles war der Beweis ihrer gemeinsamen Nacht.

 

Spike spürte einen Schwall von Stolz, der durch seinen Körper fuhr. ER hatte es getan. ER war der Grund für die ganzen Veränderungen in ihrem Körper. ER hatte aus ihr eine Frau mit vollen Brüsten gemacht, die ein Kind unter ihrem Herzen trug. Spike wusste, dass es sich bescheuert anhörte, als ob er ein Neandertaler im Zeitalter der Feministen wäre.

 

Er zwang sich seinen Blick von ihren Brüsten zu wenden und seine Augen wanderten an ihren Hals entlang, zu den Lippen, die ihm zuvor ein kribbelndes Gefühl beschert hatten, hinauf zu ihren Augen. Grün-braune Augen, in denen sich eine Mixtur aus Angst, Unsicherheit und dieselbe Verwirrung wie bei ihrem letzten Schlafzimmer Zwischenfall zeigten.

 

Die Angst konnte er sehr gut verstehen, denn schließlich wäre es für sie erst das zweite Mal…und ihm wurde mit einen Mal klar, dass wirklich ein weiteres Mal geschehen würde…eine zweite Chance ihr zu zeigen, wie sehr er sie liebte…und dadurch vielleicht den Bund zwischen ihnen zu festigen und natürlich auch den zu ihrem Kind.

 

Für die Unsicherheit hatte er auch Verständnis, ihr Körper hatte sich sehr verändert und Spike wusste, dass sie deswegen etwas befangen war. Doch sie brauchte sich deswegen keine Sorgen zu machen, denn Spike gefielen diese Veränderungen viel besser. Spike wollte ihr zeigen, dass sie sich nicht unsicher fühlen musste und wollte jeglichen Selbstzweifel aus ihrem Körper, Gedanken und ihrer Seele vertreiben.

 

„Buffy, du bist so wunderschön.“ *Habe ich das wirklich gesagt?* Spike erhob sich langsam und stand nun ganz nah vor ihr. Er zog sein Shirt über seinen Kopf.

 

Er streckte seine Hand aus und Buffy begann zu zittern, als er ihr das T-Shirt aus ihrer Hand zog. Spike hob eine Hand und strich mit seinen Fingern über ihr Gesicht. Vorsichtig wanderte seine Hand ihr Kinn entlang, dann ihren Hals hinunter, bis er an ihren Brüsten angelangt war.

 

Buffy schloss ihre Augen und lehnte sich in seine Berührungen. Sie keuchte, als er mit einem Finger ihre Brustwarze umfuhr, während seine andere Hand an ihrer Hüfte lag, wo die Baumwollschlafanzugshose ihre Haut bedeckte.

 

„Buffy?“

 

Ihre Augen öffneten sich, als er ihren Namen sagte.

 

„Buffy?“, fragte Spike ein weiteres Mal, als seine Finger sich unter den Bund ihrer Hose schoben. Buffy verstand was er fragen wollte und nickte.

 

Spike lehnte sich zu ihr herunter und knabberte vorsichtig an ihrer Unterlippe, bevor er mit seinen Lippen ihren Hals hinunter glitt. Seine Hände legten sich auf ihr Gesäß und er begann, die Hose herunter zu schieben.

 

Spike ging in die Hocke und küsste jeden freien Zentimeter ihrer nackten Haut, während er ihr das lästige Stück Kleidung auszog. Er küsste ihre Brüste… ihren Bauch hinunter…und schließlich ihre Beine. Er hielt kurz inne, als er sich ihre hellbraune Schambehaarung ansah.

 

Als er sich langsam erhob, glitt er mit seinen Händen an der Hinterseite ihrer Beine empor, bis sie wieder an dem Ausgangspunkt angelangt waren.

 

Vorsichtig hob er sie hoch und drehte sich mit ihr herum, so dass das Bett direkt hinter ihr war.

 

Er setzte seine Frau auf das Bett und zog schob schnell seine Hose herunter und schleuderte sie mit einem Fuß zur Seite.

 

Buffy keuchte überrascht auf als sie sah, wie erregt er war. Seine Erektion stand stolz von seinem Körper ab.

 

„Buffy?“ Spike wollte diesen Moment wirklich nicht zerstören, doch er musste es fragen. „Bist du dir sicher?“

Bevor sie antworten konnte, kniete Spike schon zwischen ihren Beinen und schob sie noch etwas weiter aus einander. Nachdem er einmal mit seiner Zunge über ihre Schamlippen gestrichen war, fragte er noch einmal. „Bist du dir ganz sicher, Liebes?“

 

Spike wusste, dass es nicht ganz fair von ihm war, aber sie roch so gut. „Buffy?“

 

Er bekam seine Antwort, indem sie ihre Beine noch weiter spreizte und ihm entwich ein langes qualvolles Stöhnen.

 

Er bearbeitete ihren Körper langsam mit seinem Mund, seiner Zunge, seinen Fingern und seinem Atem. Langsam aber sicher brachte er sie ihrem Höhepunkt immer näher und mit einem unterdrückten Schrei kam sie und Spike wurde mit ihrem Saft belohnt.

 

Spike stand auf und bewegte sich langsam über sie. Er stellte sicher, dass sie ihn ansah, als er sich mit einer Hand die Reste ihres Orgasmus vom Gesicht wischte und es dann ableckte.

 

Buffy spürte wie dieser Anblick ihr einen wohligen Schauer durch den Körper jagte und sie hörte sich selbst stöhnen. Ihr war klar, dass dies der erotischste Augenblick war, den sie jemals erlebt hatte und ihre Hände krallten sich in das Bettlaken, als sie ihm ihr Becken entgegenstreckte. Spike legte sich über sie und achtete dabei sehr sorgfältig auf ihren Bauch. Er stemmte sich mit seinen Armen neben ihrem Kopf ab und schob langsam…ganz langsam seine Erektion in sie.

 

Ein Seufzen…oder ein Stöhnen, Spike war sich dessen nicht so sicher, hallte durch den Raum als er spürte, wie sie sich um ihn herum zusammenzog und dann wieder entspannte.

 

Er traute sich nicht, sich zu bewegen, denn jegliche Verlagerung oder Schieben konnte alles ruinieren. Spike keuchte und versuchte sich selbst zu beruhigen.

 

Er hatte sich schon seit längerer Zeit nicht bewegt, als Buffy bemerkte, was für ein Problem er hatte. Sie zog ihn zu sich herunter und küsste ihn heftig, bevor sie ihn von sich schob.

 

Spikes Augen wurden riesig. *Will sie dass wir aufhören?*

 

Sie beantwortete seine unausgesprochene Frage damit, dass sie ihn auf seinen Rücken schob. Einen Atemzug später saß Buffy rittlings auf ihm und ließ sich auf seine Erektion gleiten und begann sich zu bewegen.

 

Spike hob eine seiner Hände und begann ihre Nippel zu  streicheln, während er seinen Kopf hin und her warf.

 

Er konnte es gar nicht begreifen, dass sie auf ihm saß, ihn umgab. Endlich hatte er sie da, wo er sie immer haben wollte.

 

Die Gefühle waren einfach zu stark für ihn. „Buffy“, schrie er und spürte, wie ihre inneren Wände begannen zu zittern und er hörte sie seufzen. Buffy krallte sich in seine Schultern und ihre Nägel bohrten sich in seine Haut.

 

„Spike“, jammerte sie, als ihr Körper zu zucken begann. Sie klammerte sich so an ihm fest, mit ihren Händen und ihrer Vagina, dass er nichts anderes tun konnte als sie anzulächeln und in ihr zu kommen.

Von da an wusste er, dass er sie niemals gehen lassen würde. *Ich werde ihr überall hin folgen, denn kein Mann kann ohne sein Herz leben.*

Kapitel 23 : Gypsy Curse

Sie lagen im Bett. Buffy auf ihrem Rücken. Spike hingegen hatte einen Arm unter seinem Kopf verschränkt, während der andere auf ihrem Bauch ruhte. Beide waren erschöpft, mental wie auch körperlich und auf Grund dessen fielen beiden die Augen zu und sie schiefen ein.

Sie schliefen eng umschlungen, als Spike von einem Klingeln wach wurde, er wollte aber seine Augen nicht öffnen.

  „Spike?“, stöhnte Buffy. „Telefon.“

  Als Antwort zog er sie näher zu sich. „Lass es klingeln, wenn es etwas Wichtiges ist, rufen sie wieder an.“ Er küsste ihren Nacken und lehnte sich über sie.

  Mit einem Kichern schob sie ihn von sich. „Wird das auch die Ausrede sein, wenn das Kind erst einmal da ist?“

  Spike rollte sich auf die Seite und stützte sich auf einem Arm ab, als er hinterher sah, wie sie völlig nackt zum Telefon ging.

  Mit einem Grinsen auf dem Gesicht machte er sich auf den Weg ins Badezimmer. Er nahm sich etwas Zeit, um sich zu waschen, und ging dann zurück. Als er das Schlafzimmer betrat, kam Buffy ihm mit dem Telefon entgegen.

  „Wer ist denn dran, Süße?“

  Buffy sah ihn mit einem leicht irritierten Blick an. „Willow, es ist etwas passiert, aber sie will mir nicht sagen was. Sie möchte mit dir sprechen.“ Sie gab ihm das Telefon und begann sich anzuziehen.

  „Was ist los, Red?“

  „Xander…“, Spike konnte hören, wie Willow am anderen Ende der Leitung zu schluchzen begann.

  „Willow…? Red…? Beruhig dich und sag mir was passiert ist!“ Buffy stand nun vor ihm und in ihren Augen konnte er sehen, wie besorgt sie war. Spike legte eine Hand über den Hörer. „Könntest du mir ein Glas Wasser holen? Oh…und ein paar Klamotten? Bitte?“

  Er konnte immer noch Willow am anderen Ende weinen hören und versuchte es noch einmal. „Willow, sag mir was los ist!“

  „Xander!“

  „Xander…? Ist er bei euch?“ Alles was er hören konnte war ein weiteres Schluchzen. „Willow, ist Oz bei dir? Gib Oz das Telefon.“

  Willow antwortete widerstandslos. „Okay, warte eine Sekunde.“ Und eine Sekunde später konnte er Oz´  dunkle Stimme hören.

  „Spike? Xander hatte einen Autounfall. Wir sind im Sunnydale Hospital. Zimmer 308.“

  „Geht es ihm gut?“

  „Ich weiß es nicht, aber Buffy muss so schnell wie möglich kommen. Xander hat sie und Willow für die ganzen Formalitäten eingetragen.“

  „Okay, wir sind gleich da.“ Spike legte auf und warf das Telefon aufs Bett.

*** *** ***

Die nächsten paar Stunden waren total verschwommen für Buffy. Die Zeit verging so rasend schnell, dass sie sie am liebsten wie eine lästige Fliege wegscheuchen wollte. Alles um sie herum bewegte sich sehr schnell und undeutlich. Buffy bemerkte auch, dass die Leute sie wie ein rohes Ei behandelten, so als ob sie durch eine Berührung in sich zusammenbrechen würde.

  Spike war derjenige, der es ihr erzählte. Er war derjenige, der sofort zum zuständigen Arzt gegangen war, der vor Xanders Zimmer stand und ihm alles erklärte. Während sie, die geliebte Schwester, von ihrer besten Freundin getröstet wurde. Buffy hätte am liebsten laut los gelacht über diese Idiotie.

  Eigentlich sollte sie mit Spike im Bett liegen, eng aneinandergeschmiegt, sie sollten sich lieben und sich gegenseitig ewige Liebe schwören, und nicht in einem Krankenhaus sitzen. Nicht an einem Ort, an dem Buffy sich hinsetzen musste und ein wildfremder Mann ihr nichtssagende Dinge aus dem Medizin Jargon erzählte um ihr damit zu sagen, dass ihr Xander, ihr Beschützer, niemals wieder aufwachen würde.

  „Er wird nur noch künstlich am Leben gehalten.“

  Buffy starrte Spike verwirrt und verzweifelt an, sie fühlte sich, als wäre sie in Trance. „Sie möchten, dass du dieses Formular ausfüllst, du musst dein Okay geben.“

  *Okay?*, dachte sie. *Nichts ist okay…er hat Schläuche in seinem Hals, was soll daran okay sein?*

  Buffy schloss ihre Augen und als sie sie wieder öffnete, war sie nicht länger auf dem Krankenhausflur, sondern in der Cafeteria.

  „Warum sind wir hier?“, fragte sie. Nicht, das es sie stören würde. Der Raum war verlassen, still…kein Geräusch war zu hören.

  „Der Doc wollte, dass du etwas isst, bevor er sich untersucht, erinnerst du dich? Wir gehen in ein paar Minuten wieder nach oben.“ Spike versuchte sie irgendwie wissen zu lassen, dass er für sie da war und ergriff ihre Hand. Spike hatte Oz damit beauftragt, ihre und seine Eltern anzurufen, während sie die Papiere unterschrieb. Spike hatte sich das Formular zuerst durchgelesen, bevor sie es unterzeichnete und er war sehr überrascht, dass alles bis ins kleinste Detail drinstand, was man wissen sollte, wenn man die lebenserhaltenden Maschinen bei einem Menschen, der niemals wieder selbständig würde atmen können, ausschaltete.

  „Buffy, bist du okay? Brauchst du irgendetwas?“

  „Ich glaube ich möchte nach Hause.“

  Willow und Oz fuhren mit zu ihrem Appartement. Die beiden Männer blieben in der Küche und dem Wohnzimmer und ließen die beiden trauernden Frauen allein in Buffys Zimmer. Gegen Mitternacht schaute Oz nach Willow und sah, dass beide Frauen eng aneinander gekuschelt eingeschlafen waren. Anstatt Willow zu wecken entschieden sich beide Männer, sie schlafen zu lassen.

  Oz schlief auf der Couch, während Spike sich wieder in seinem Zimmer hinlegte…allein.

„Ich erinnere mich noch ganz genau an meinen ersten Tag im Kindergarten. Buffy und ich waren so aufgeregt. Endlich würden wir unser eigenes Leben beginnen. Wir saßen ganz hinten in Mrs. Graysons Klasse, als ich den gelben Wachsmalstift zerbrach…Ich hatte die Sonne gemalt. Ich habe mich so geschämt, also habe ich den Stift in meine Tasche gepackt und habe bis zum Ende der Stunde geweint.

Ich habe Buffy angelogen, denn ich erzählte ihr, dass ich meine Mom vermissen würde. Xander brachte uns nach Hause und er wusste, dass ich gelogen hatte. Er zog mich zur Seite und umarmte mich, als ich ihm alles beichtete.

Am nächsten Morgen als Xander Buffy und mich wieder zum Kindergarten brachte, umarmte er uns und wünschte uns einen schönen Tag. Als er mich umarmte, drückte er mir einen nagelneuen gelben Wachsmalstift in meine Hand.“

Willow lächelte.“ Xander hatte ihn gegen ein Scooby Doo Comic getauscht.“ Sie machte eine weitere Pause, als das Lächeln von ihrem Gesicht verschwand.

„Das war Xander, er hätte alles für einen Freund getan, alles für jemanden, den er liebte. Alexander Harris Summers war derjenige der zu mir sagte, dass es okay wäre, schlau zu sein, dass es okay wäre, ich selbst zu sein.“

Willow hatte nicht bemerkt, dass sie ihre Augen geschlossen hatte, bis sie sie wieder öffnete und sich in einer vollbesetzten Kirche wieder fand. Sie fokussierte ihren Blick auf Buffy, als sich ihre Augen mit Tränen füllten.

„Es gab niemanden den er mehr liebte als seine kleine Schwester. Der Tag an dem er sie zum Altar geführt hatte war der schönste in seinem Leben. Ich weiß ganz genau, dass er jetzt auf uns herabsieht und auf uns aufpasst, so als wäre er immer noch hier und ich danke Gott, dass ich Xander Summers als Freund hatte.“

Kapitel 24: The Space Between Needs

Manchmal nimmt das Leben eine neunzig Grad Wendung auf der sprichwörtlichen Straße, die alles ausweglos erscheinen lässt. Im Nachhinein betrachtet hatte Buffy sich nach Xanders Tod in eine Richtung verändert, die er an ihr nicht kannte und auch nie vermutet hatte.

Der Verlust ihres Bruders, die Stimme der Vernunft, der Ritter mit dem unmöglichen Haarschnitt machte aus dem bescheidenen und ruhigen Mädchen eine starke Frau.

In den folgenden Monaten nach dem fatalen Autounfall hatte Buffy ihre Prüfungen mit den Bestnoten bestanden. Und er war sichtlich überrascht als sie darauf bestand, Auto zu fahren, denn er konnte sich noch sehr gut daran erinnern, als Willow und Xander ihm gesagt hatten, dass Autos und Buffy nicht gerade eine gute Verbindung hatten.

Zwei Tage nachdem sie die Abschlussarbeiten hinter sich hatte, bestand sie die Fahrprüfung und ein nagelneuer, viertüriger Honda bedeutete einen weiteren Schritt in Buffys Unabhängigkeit.

Spike wusste nicht so recht, wo er nun stand. Er hielt sich zurück um Buffy den nötigen Abstand zu geben, den sie brauchte, um mit ihrer Trauer fertig zu werden.

Sie hatten nie wieder über die Nacht vor dem Unfall gesprochen. Buffy war mittlerweile im neunten Monat und jede Nacht schliefen sie in einem Bett; Buffy normalerweise Stunden vor Spike und sie war auch lange vor ihm wach.

Jede Nacht nachdem Spike ins Bett gegangen war, lehnte er sich über sie und beobachtete wie sie friedlich schlief. Er fragte sich wie sie wohl reagieren würde, wenn er sie in den Arm nehmen würde…sie küsste…sie streichelte…ihr sagte, was er fühlte.

Doch Willow und Oz rieten ihm, Buffy so viel Raum zu geben, wie sie brauchte um mit Xanders Tod fertig zu werden...also ließ er es.

Jeden Tag musste er mit ansehen, wie seine Liebe sich immer mehr von ihm entfernte…und das tat weh.

Es war wirklich kein Wunder, dass Buffy eine Woche nach dem Geburtstermin immer noch das Kind in sich trug. Allem Anschein nach waren Erstgeborene dafür bekannt, den Eltern noch etwas mehr Zeit zu geben, um sich darauf vorzubereiten.

An einem Morgen hatte sie Spike erzählt, dass Willow mit zum Frauenarzt gehen würde und sie  sich danach mit Joyce im Spa treffen würde.

Joyce hatte entschieden, dass es für Buffy besser wäre, wenn sie drei Mal pro Woche eine Bein- und Rückenmassage bekommen würde…so würde sie sich besser fühlen.

Spike war sich sicher, dass alles auch ein Vorwand für Joyce war, ihre Schwiegertochter besser kennen zu lernen. Es würde ihn nicht wundern, wenn sie jedes Mal darauf bestand, den Massagetisch neben Buffys zu bekommen.

Willow begleitete sie nur mittwochs, weil sie dann ihren freien Tag hatte. Der Rotschopf hatte sich überlegt, Medizin oder Chemie zu studieren, also gab Buffys Schwangerschaft ihr einen guten Einblick in die Medizin. Es war verständlich, dass Willow bei den ärztlichen Untersuchen dabei war, schon allein deswegen weil die letzten beiden Termine auf einen Mittwoch fielen.

Nach dem Arztbesuch ließen Willow und Buffy Spike allein zurück und machten sich auf den Weg zum Spa.

Spike wusste, dass er sich deswegen keine Sorgen machen musste, aber er fühlte sich allein gelassen…so wie das fünfte Rad am Wagen…so als ob er nicht mehr gebraucht wurde. Das war ein weiterer Schritt, seine Frau zu verlieren.

Und es tat weh.

  Nachdem Buffy und Willow gegangen waren, lenkte Spike sich damit ab, die Wohnung zu putzen und sein altes Zimmer umzuräumen. Er wusste ganz genau, dass Joyce nach der Geburt des Kindes öfters vorbeikommen würde.

Er wusste, dass er es seiner Mutter erklären könnte, warum seine Sachen im zweiten Badezimmer stehen würden, er würde behaupten, dass seine Dinge nicht neben Buffys Sachen stellen wollte, doch bei seiner Kleidung sah das schon anders aus. Jede Ausrede, warum seine Sachen in dem Kleiderschrank waren, hörte sich selbst in seinen Ohren lahm an und würde nur noch weitere Fragen aufwerfen.

*Ich glaube es wäre besser, wenn ich alles umpacke*, dachte er.

Die nächsten paar Stunden war Spike damit beschäftigt, alle Spuren von seinen Nächten im Gästezimmer zu verwischen.

  Die Zeit war wirklich eine willkommene Ablenkung. Punkmusik dröhnte durch die Wohnung und hinderte Spike daran, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Aber nachdem er das Gästezimmer umgeräumt hatte, waren sie wieder da…lauter als je zuvor.

*Was ist bloß los…? Was will sie überhaupt…? Braucht sie mich noch?*

Der letzte Gedanke war der lauteste. Ihre Abmachung beruhte nur auf Bedürftigkeit. Buffy brauchte ihn mehr als er sie. Nun schien es so, als ob jeder Schritt, den sie ohne ihn machte, um unabhängiger zu werden, sie mehr und mehr von ihm entfernte. Es tat weh. Jeden Tag kämpfte er mit dem Verlangen, sie festzuhalten…sie zu kontrollieren…sie ganz nah bei sich zu halten. Er wollte ihr zu zeigen, dass sie ihn immer noch brauchte, um sie von seiner Liebe zu überzeugen. Er zwang sich die Worte zu sagen…immer wieder….*Ich liebe dich….Ich brauche dich…Bleib bei mir.*

  Es tat weh zu wissen, dass sie in ein paar Monaten nicht mehr bei ihm sein würde. Buffy liebte ihn nicht. Sie hatte ihn gebraucht und Spike hatte sie aufgrund dessen gefragt, ob sie ihn heiraten würde. Nun hatte sich alles geändert und Spike wusste nicht, wie er mit diesen Veränderungen umgehen sollte.

  Grübelnd ging er in die Küche und begann das Abendessen zu machen. Als er eine Pfanne aus dem unteren Schrank holte, schoss ihm eine Lösung durch den Kopf.

Er griff sich den Hörer vom Küchentelefon und rief seinen Vater an. „Dad, ich brauche deine Hilfe.“ Spike schwieg zuerst als sein Vater ihn fragte, wofür er seine Hilfe benötigen würde. Nachdem Spike seinem Vater erklärt hatte, dass er jemanden brauchte, der bestimmte Sachen so schnell wie möglich besorgen konnte, fügte er leise hinzu: „Ich muss ihr sagen, dass ich sie liebe.“

  „Wenn ich das richtig verstehe, wird es das erste Mal sein?“, war die Frage seines Vaters.

  „Ja“, antwortete Spike

„Das wurde auch Zeit, Sohn.“

Kapitel 25: Too Late

Buffy wusste, dass Spike sich für Xanders Tod verantwortlich fühlte. Er hatte das Gefühl, seinen Freund getötet zu haben, weil er genau wusste, dass Xander nicht bei der Sache gewesen sein musste. Jeder wusste natürlich, dass es nicht stimmte.

Xander war von einem Mann angefahren worden, dem man den Führerschein schon vor Jahren hätten wegnehmen müssen. Der Vierundneunzigjährige war über eine Ampel gefahren, die schon lange rot gewesen war. Einige Autos hatten es noch geschafft, ihm auszuweichen, doch Xander leider nicht. Er war eben zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen.

Buffy versuchte erst gar nicht, ihm die Schuld an seinem Tod zu geben. Sie bereute es nur, ihm niemals die Wahrheit über sich und Spike gesagt zu haben. Seit Spike ihr das Autofahren beigebracht hatte, fuhr sie jeden Tag nach der Schule zum Friedhof und besuchte Xanders Grab.

Als Buffy den Flur zum Appartement entlang ging, begann sie an die Probleme in ihrer Ehe zu denken. Sie hatten niemals über die Nacht gesprochen, in der sie sich geliebt hatten. Es schien so, als ob gar nichts passiert wäre und Buffy war eigentlich glücklich darüber. Die Nacht mit Spike war wundervoll gewesen, aber unglücklicherweise wusste sie nicht was sie fühlte. Jede Nacht nach jener Nacht teilten sie ihr Bett und fast jede Nacht wartete Buffy darauf, dass Spike irgendetwas machte, aber das tat er nicht.

„Vielleicht hast du etwas falsch verstanden, Buffy“, sagte sie laut vor sich hin. Als sie die Wohnungstür erreichte, spürte sie einen Krampf in ihrem Unterleib. Sie hatte sie schon den ganzen Tag über gehabt, aber der Doktor hatte ihr gesagt, solange sie nicht in kurzen, regelmäßigen Abständen kamen, sollte sie sich keine Sorgen machen. Als der Krampf nachließ, steckte sie den Schlüssel ins Schlüsselloch und öffnete die Tür.

„Spike?“, rief Buffy als sie das Appartement betrat. „Ich bin wieder da.“

Sie ging ins Wohnzimmer, ihr stockte der Atem und sie legte eine Hand vor ihren Mund. „Spike?“, rief sie noch einmal.

Im ganzen Raum brannten Kerzen und sanfte Klaviermusik spielte im Hintergrund. Aber das, was ihr wirklich den Atem raubte, waren die Blumen. Jede erdenkliche Oberfläche war mit Blumenblüten übersät.

„Spike, das ist wunderschön.“

Vom Flur aus hatte Spike beobachtet, wie seine Liebste den Raum betrat. Ein kleines Lächeln legte sich auf sein Gesicht als er sah, wie ihr Blick sich veränderte. Als er langsam in den Raum trat und zu ihr hinüberging, hielt er kurz inne und räusperte sich. Als er ihre volle Aufmerksamkeit hatte, fragte er: „Bist du hungrig?“

„Ausgehungert, aber ich glaube nicht, dass du das alles nur fürs Abendessen gemacht hast.“ Buffy drehte sich zu ihrem Ehemann um. „Was hast du geplant?“

Spike kämpfte mit der Röte, die in seinen Wangen aufstieg. Mit einem schüchternen Ton antwortete er: „ Ich dachte wir können über alles reden.“  Als er an Buffy vorbeiging, hauchte er ihr einen Kuss auf die Lippen und ging in die Küche. Bevor er das Essen aus dem Backofen holte, musste er sich erst einmal sammeln. Da der Raum offen war, beobachtete er wie Buffy ihre Jacke aufhängte und in Richtung Schlafzimmer verschwand. Er unterdrückte ein Grinsen, als er einen Schrei aus ihrem Zimmer hörte.

Es hatte fast eine Stunde gedauert, bis Spike und Rupert das Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer hergerichtet hatten. Giles war zwar nicht gerade begeistert davon  gewesen, den ganzen Blumen die Blüten abzuschneiden, aber er stimmte seinem Sohn zu, dass es dazu beitragen würde, Buffys Herz zu erobern. Spike hoffte nur, dass er Recht hatte.

Buffy zog schnell ihre Schwangerschaftshose aus und schlüpfte in das seidenweiche Kleid, das Spike ihr aufs Bett gelegt hatte. Sie drückte ihre Hand gegen ihren Bauch, als sie einen weiteren Krampf verspürte. „Denk dran, Summers, das hat nichts zu bedeuten.“

Mit einem Schulterzucken folgte sie dem betörenden Geruch des Abendessens.

Sie aßen in unerträglicher Stille, bevor Buffy schließlich fragte: „Also, worüber wolltest du mit mir reden?“

Spikes Augen trafen die ihrigen. „Umm…ja. Ich habe mich gefragt…“, seine Stimmer wurde immer leiser.

„Lass es schon raus, Spike.“ Buffy versuchte ihn zu ermutigen, aber es kam doch spitzer heraus, als sie wollte. Ihre linke Hand rutschte vom Tisch und begann Kreise auf ihrem prallen Bauch zu machen, als ein weiteres Stechen durch sie jagte.

Spike versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass er über ihren Ton sehr überrascht war und versuchte es noch einmal. „Ich wollte mit dir über Sex reden.“

„Ich glaube nicht, dass dies der richtige Zeitpunkt ist, um darüber zu reden, Spike.“ Buffy stand auf als eine weitere Wehe einsetzte.

„Warum nicht, wir haben noch nicht darüber gesprochen und ich denke, wir müssen es irgendwann mal tun.“ Plötzlich war Spike wütend. Wütend auf sich selbst, weil er dies nicht alles schon viel früher gemacht hatte, und wütend auf Buffy, weil sie nicht mit ihm darüber reden wollte.

„Ich glaube jetzt ist genau die richtige Zeit. Ich habe es satt nicht beachtet zu werden und nicht zu wissen, was ich machen soll, wenn ich abends ins Bett komme. Verdammt, Buffy…ich weiß ja nicht einmal, ob du mich überhaupt in deinem Bett haben willst.“

Buffy begann im Wohnzimmer auf und abzugehen. „Du musst dich beruhigen, Spike“, sagte sie und ihre Stimme klang wie ein tiefes Knurren.

„Mich beruhigen? Meine Frau entfernt sich immer mehr von mir und sagt, ich soll mich beruhigen.“ Spike begann damit den Tisch abzuräumen.

„Ich entferne mich nicht von dir, Spike.“ Buffy ging zur Couch herüber und versuchte sich nicht zu krümmen. „Ich habe alles getan, um dich bei mir zu halten. Wir leben in dieser Wohnung zusammen und teilen uns jede Nacht dasselbe Bett.“

„Ja, wir teilen uns ein Bett…aber ich habe es satt, es nur mit dir zu teilen, ich brauche mehr.“

„Wenn das so ist, tut es mir Leid, Spike. Ich hätte mich auch um deine Bedürfnisse kümmern müssen. Ich hatte vergessen, dass wir eine Abmachung hatten ich jederzeit unterwürfig zu sein habe, wenn du geil bist.“ Buffy hätte ihm am liebsten eine Ohrfeige verpasst, doch dann fiel ihr noch etwas Besseres ein. „Lass uns aber nicht vergessen, dass DEINE Geilheit uns diesen Schlamassel erst eingebrockt hat.“

Spike schloss den Abstand zwischen sich und Buffy. „Oh Baby, du weißt ganz genau, dass du es damals auch wolltest.“ Seine Stimme war ein leises, sanftes Flüstern, als er sich zu Buffy herunterlehnte. „Du brauchtest mich, um den Stock in deinem Arsch mit meinem….“

Buffy Hand schlug ihm quer übers Gesicht, bevor er den Satz beenden konnte. Eine weitere Wehe jagte durch sie.

  Verwundert machte Spike einen Schritt zurück und hob abwinkend seine Hand. Er hielt inne während er Buffys Hand beobachtete, wie sie sich auf ihren Bauch legte. „Weißt du was? Du willst nicht mehr mit mir schlafen, okay. Warum gehe ich dann nicht einfach. Du kannst das Appartement und das Auto behalten und kannst dein Leben leben.“ Er stürmte an ihr vorbei und machte sich auf den Weg ins Schlafzimmer. Bevor er das Zimmer betrat, sah er über die Schulter und fügte noch hinzu: „Ohne mich.“

  Buffy sah auf die Uhr, als sie einen weiteren Krampf verspürte. Fünfzehn Minuten. „Spike“, rief sie, als die Intensität der Wehe nachließ. „Spike! Schnapp dir die Tasche.“ *Atme, Buffy…Ein…Aus…* Spike betrat den Raum mit einem Koffer in der Hand. „Gut…du bist soweit.“ Buffy ging zur Tür und öffnete sie.

  „Kannst es wohl kaum erwarten, mich los zu werden, huh?“, sagte Spike und stürmte aus der Tür.

  „SPIKE!“, schrie Buffy und er blieb auf dem Flur stehen.

  „Was denn jetzt noch?“

  „MEINE FRUCHTBLASE IST GEPLATZT!“


 

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