Spike
nahm das Bild in die Hand und sah sich Buffy genau an. Sie trug ein
zart
rosafarbenes Ballkleid, das so aussah, als ob es um ihren
Körper genäht worden
wäre und ihre gold gebräunten Schultern waren
unbedeckt. `Sie sieht so glücklich
aus.´ Spike vermutete, dass es ein Schulball gewesen sein
musste, denn Xander
war ganz normal angezogen, aber ihm entging nicht, wie stolz Buffys
Bruder
aussah. Nachdem er das Bild wieder auf den Nachttisch gestellt hatte,
setzte
Spike sich auf ihr Bett. Er nahm das reichlich mitgenommene Stofftier
in die
Hand und lehnte sich zurück. Dabei legte er seinen Kopf auf
ihr Kissen. `Dieses
Mal werde ich nicht wieder gehen.´
Buffy
starrte die Treppe an und nicht zum ersten Mal wünschte sie
sich, dass ihr
Zimmer im ersten Stock wäre. Bei jeder Stufe fluchte sie leise
vor sich hin,
bis sie oben angekommen war. Buffy war zwar nur für zwei
Stunden arbeiten
gewesen, aber die ganze Zeit hatte sie zwischen der Küche und
den Tischen hin
und her rennen müssen, während die Kellnerin, die
sonst abends arbeitete, bei
einer Schulveranstaltung gewesen war. Buffy machte es nichts aus,
abends zu
arbeiten, doch der ganze Stress mit Spike und dann noch die zwei
Stunden Arbeit
zollten ihren Tribut. Ihre Füße taten weh und ihr
Kopf schmerzte. Während sie
sich selbst fragte, ob sie sofort unter die Dusche gehen sollte oder
später, öffnete
sie die Tür zu ihrem Zimmer, ließ ihre Tasche fallen
und sah auf.
„Spike!
Was machst du denn hier?“, fragte Buffy überrascht.
„Ich darf keine Männer
auf meinem Zimmer haben!“, fügte sie hinzu, als sie
ihn von ihrem Bett zog.
„Beruhige
dich, Pet. Tara weiß, dass ich hier bin“, sagte er.
„Oh.“
Buffy hörte auf, an ihm zu zerren. „Also, warum bist
du hier?“, fragte sie
und ihre Stimme war nicht mehr als ein Flüstern.
„Ich
bin zurückgekommen, um es dir zu erklären.“
„Die
Sache mit der Heirat?“
„Genau“,
sagte Spike und lächelte nervös.
„Okay,
also erklär es mir“, sagte Buffy und setzte sich
neben ihn.
Als er nun wieder allein mit ihr war, wurde seine Kehle wieder ganz trocken. `Ich muss es diesmal richtig machen.´ „Ich habe es ernst gemeint als ich dich fragte, ob du mich heiraten willst. Ich kann dir und unserem Kind ein gutes Leben bieten.“
Buffy wollte etwas dagegen sagen, doch Spike ließ sie nicht. „Nein, du hattest genug Zeit mit mir zu reden, bevor du abgehauen bist. Ich musste dich durch Xander und Willow kennen lernen. Ich weiß wie sehr sich dein Bruder um dich sorgt und ich kann auch verstehen, warum. Ich weiß von deinem Vater.“
Spike
sah, dass Buffy Tränen in den Augen stehen hatte, sprach aber
trotzdem weiter.
„Ich weiß auch, dass du denkst, dass es an der Zeit
ist, dass Xander sein
eigenes Leben leben muss und das finde ich löblich. Er hat mir
auch erzählt
dass du vorhast, aufs College zu gehen.“
Spike
atmete tief ein. „Ich möchte ein Teil in dem Leben
unseres Babys sein. Ich möchte
dabei sein, wenn es sich zum ersten Mal bewegt und ich möchte
für dich da
sein, wenn deine Füße so geschwollen sind, weil sich
Wasser darin angesammelt
hat. Ich will mitten in der Nacht aufstehen, um für dich
Gurken und Eiscreme zu
holen. Ich möchte dir helfen, deine Socken anzuziehen, wenn
dein Bauch so
geschwollen ist, dass du deine Füße nicht mehr
siehst.“
Spike
lächelte, als er Buffy grinsen sah. „Ich
möchte, dass du aufs College gehst
ohne dass die Leute dich ansehen, weil du eine unverheiratete,
schwangere Anfängerin
bist.“
Spike
erhob sich vom Bett und kniete sich vor Buffy hin. „Ich
möchte mich um dich
und unser Kind kümmern, also…würdest du
mich heiraten, Buffy?“
Tausend
Gedanken jagten Buffy durch den Kopf, aber das einzige, was sie tat,
war lachen.
Aufgrund dieser Reaktion zog Spike sich ein bisschen zurück.
„Was ist so
lustig?“
„Ich
habe nicht damit gerechnet, dass dies mein erster Antrag
wird!“
Spike
lächelte. „Technisch gesehen war es schon dein
zweiter.“
Buffy
wurde wieder etwas ernster. „Du hast niemals Liebe
erwähnt“, sagte sie und
die ganze Fröhlichkeit erstarb in ihren Augen.
„Brauchen
wir nicht.“ Spike machte eine Pause, um nach den richtigen
Worten zu suchen um
es ihr zu erklären. „Wir lieben uns nicht und ich
weiß auch nicht, ob es
jemals der Fall sein wird, aber wir bekommen ein Baby. Es
könnte sein, dass du
die Mutter meines einzigen Kindes sein wirst, Buffy. Ich will dass es
dir gut
geht und dass du dir um nichts Sorgen machen musst. Mein Vater hat
Recht. Ich könnte
dir Geld geben, aber ich muss auch emotional für dich da sein.
Ich kann dir das
alles geben, aber ich möchte auch all das, was ich zuvor
gesagt habe. Ich möchte
an der Schwangerschaft teilnehmen. Mein Gott…ich habe
bereits schon so viel
verpasst.“
Spike setzte sich wieder neben sie aufs Bett. Er schob sie vorsichtig zur Seite, damit sie ihn ansehen konnte. „Ich weiß dass es Menschen gibt, die uneheliche Kinder haben, aber nicht in meiner Familie. Falls du mich heiratest, würdest du auch mir helfen.“
Buffy
sah die Aufrichtigkeit in Spikes Augen.
„Okay.“
Seine
Augen begannen zu leuchten.
„Aber
nur für ein Jahr. Wir heiraten, du erlebst mit mir die
Schwangerschaft und das
ganze Zeug, ich fange mit dem College an und ich habe ein ehelich
geborenes
Kind, wenn wir uns scheiden lassen…ein Jahr, nachdem das
Baby geboren ist.“
„Ein
Jahr und einen Monat.“ Nach ihrem irritierten Blick
fügte er hinzu: „Wir müssen
doch den Schein wahren.“
„Also, wie machen wir das jetzt? Fahren wir nach Vegas, heiraten, lassen uns dann nach zwanzig Monaten scheiden und gehen dann unsere eigenen Wege?“
„Zwanzig
Monate?“ Spike rechnete noch einmal nach. „Du
bekommst das Baby in ungefähr
fünf Monaten und wir wollen uns ein Jahr später
scheiden lassen, dann sind das
nur achtzehn, Liebes.“
„Ich
habe noch ein paar Monate dran gehängt, bis die Scheidung
über die Bühne
ist.“ Buffy und Spike mussten kichern.
„Okay,
Pet. Schnapp dir deine Tasche. Las Vegas…wir
kommen.“
„Warte
mal einen Moment. Ich bin mir nicht sicher, ob das so eine gute Idee
ist. Sieht
das nicht etwas überstürzt aus?“
„Dann
sag mir, wie du dir schon immer deine Hochzeit vorgestellt
hast!“
Buffy
Blick wurde verträumt, als sie antwortete:
„Ich
wollte schon immer eine klassische Hochzeit. Wie in den ganzen
Zeitschriften und
Magazinen. Ich wollte immer ein langes weißen Kleid tragen
und meine
Brautjungfern sollen wunderschöne schwarze Kleider haben, die
dazu passen.“
Ein
breites Lächeln erhellte ihr Gesicht. „Ich habe
einmal ein Foto gesehen, wo
alle Männer schwarze Smokings anhatten und die Frauen schwarze
Kleider, bis auf
das Blumenmädchen und die Braut. Die Blumen waren
wunderschöne leuchtende
Gerbera. Leuchtende Blumen waren überall in der Kirche und der
Kuchen war ganz
in weiß…mit ein paar kleinen Gerbera
obendrauf.“
Plötzlich
zog Spike sein Handy aus der Jackentasche.
„Hey,
Mom. Ruf den Floristen an und bestell einhundert bunte
Gerbera…warte, mach
zweihundert draus.“ Er lächelte in das Telefon.
„Denn ich werde
heiraten.“

Nachdem
sie zwei Stunden lang darüber
diskutiert hatten, wie sie es ihnen beibringen könnten, kamen
sie zu dem
Entschluss, dass Buffy es ihnen alleine sagen sollte.
Also
hatte Buffy aus LA bei ihnen
angerufen und einen Treffpunkt ausgemacht.
Spike
machte sich keine Sorgen
darum, was Willow sagen würde, sie würde sich
garantiert für Buffy freuen,
doch er hatte Angst, dass die noch nicht gefestigte Freundschaft
zwischen ihm
und Xander zerbrechen könnte, wenn dieser von der Verlobung
erfuhr.
Buffy
versichte Spike, dass sie
ihrem älteren Bruder sagen würde, dass sie Spike
lieben würde. Er wusste,
dass Buffy ihm damit etwas die Sorgen nehmen wollte, doch er
fühlte sich
dadurch nur noch schuldiger an ihrem Schlamassel.
Einer
der Hauptgründe ihrer
Heirat war, dass Buffy dadurch ein einfacheres Leben haben
würde.
Spike
machte sich keine Sorgen um
seine Familie. Joyce war so euphorisch am Telefon gewesen, aber er war
sich ganz
sicher, dass Rupert die Lüge, dass sie sich liebten,
durchschauen würde. Er
hoffte nur, dass sein Vater es für sich behalten konnte.
Mit
diesem Gedanken bog er in die
Auffahrt zu seinem Eltern Haus, parkte den Wagen und ging zur
Haustür hinauf.
***
***
Buffy
überraschte es gar nicht,
dass Xander und Willow bereits im Restaurant waren. Sie saßen
ziemlich weit
hinten an einem Tisch.
Unbewusst
legte Buffy eine Hand
auf ihren leicht angeschwollenen Bauch und ging zum Tisch
herüber.
Als
Xander sie sah, sprang er
sofort von seinem Platz auf und umarmte sie heftig.
„Ich
habe dich so sehr
vermisst, Buffy. Bitte mach das nie wieder“,
flüsterte er in ihr Haar.
Als
er die Umarmung etwas
lockerte, zog Buffy sich ein wenig zurück und Tränen
liefen ihr über die
Wangen, als sie sah, dass Xanders Augen auch mit Tränen
gefüllt waren.
„Ich
verspreche dir, dass ich
niemals wieder weglaufen werde.“ Die beiden Geschwister
lachten fröhlich,
weil sie sich endlich wieder sahen.
„Okay,
nun bin ich aber
dran!“
Buffy
ließ ihren Bruder los und
umarmte ihre beste Freundin. Nachdem sich die drei hingesetzt hatten,
bestellte
Buffy bei der Kellnerin eine Sprite.
„Ich
weiß nicht, wie ich es
euch sagen soll, also werde ich nicht lange um den heißen
Brei herumreden und
euch alles sagen. Während ich weg war, hatte ich
genügend Zeit, über das
nachzudenken, was ich machen will. Die ganzen Mädchen, die in
dem Heim lebten,
wo ich war, waren entweder schwanger oder gerade erst Mutter geworden.
Einige
von ihnen hatten sich dazu entschlossen, ihr Kind zur Adoption frei zu
geben,
aber das ist nichts für mich. Ich könnte mich nicht
damit abfinden, dass
jemand anderes mein Kind großzieht. Ich könnte es
nicht ertragen, nicht zu
wissen, was mit ihm oder ihr passiert. Ich weiß ganz genau,
dass es hart ist,
ein Kind allein großzuziehen.“
Buffy
konnte sehen, dass Xander
etwas einwerfen wollte, also sprach sie schnell weiter.
„Ich
weiß, dass du mir helfen
würdest, Xander. Aber du musst endlich anfangen, dein eigenes
Leben zu leben
und jemanden finden, mit dem du eine eigene Familie gründest.
Ich liebe dich
sehr, aber ich will nicht, dass du dein Leben nur für mich
lebst.“
Buffy
nahm einen Schluck von
ihrer Sprite.
„Spike
hat mich in LA aufgespürt…und...“
Buffy holte tief Luft und beendete ihren Satz, „Wir werden
heiraten.“
Buffy
schloss ihre Augen und
wartete auf das Echo.
„Ist
es das, was du willst,
Buff?“, fragte Willow leise.
„Du
weißt, dass du diesen
Typen nicht heiraten musst. Ich meine, was weißt du denn
überhaupt von ihm?
Ich kenne ihn vermutlich besser als du.“ Frustration und ein
leichter Hauch
von Wut durchzogen Xanders Stimme.
„Ich
weiß, dass ihr drei sehr
viel Zeit miteinander verbracht habt, während ich weg war.
Wenn du ihn doch
besser kennst als ich, kann ich dich ja was fragen. Ist er ein guter
Mann,
Xander?“
Braune
Augen schaute in grüne,
als Buffy versuchte herauszubekommen, was ihr Bruder wirklich
fühlte und nach
einiger Zeit nickte Xander.
„Ich
kann mir keinen besseren
Mann für meine kleine Schwester vorstellen. Aber liebst du
ihn?“
„Glaubst
du wirklich, dass ich
ohne Liebe heiraten würde?“
Buffy
und Spike waren sich einig
gewesen, dass es schwer sein würde, Xander zu
belügen, aber es war notwendig.
Und es war auch keine komplette Lüge. Beide, Buffy und Spike,
liebten ihr Baby
über alles.
„Also,
lasst uns was essen. Ich
verhungere.“
***
***
Spike
wunderte es überhaupt
nicht, als er seine Mutter in seinem Zimmer vorfand. Sie hatte seinen
Smoking
aus dem Schrank geholt und betrachtete ihn sorgfältig,
während sie auf seinem
Bett saß.
„Wir
haben noch nicht einmal
einen Termin gemacht, Mom. Ich denke es ist etwas verfrüht,
meinen Anzug
anzuziehen.“ Er grinste sie an, als sie sich
überrascht zu ihm herumdrehte.
„Es
tut mir leid, Schatz. Ich
habe dich gar nicht kommen gehört. Wo ist Buffy? Ich kann es
kaum abwarten, mit
der Planung anzufangen. Wir müssen uns nämlich
beeilen, wenn ihr noch heiraten
wollt, bevor man etwas von dem Baby sieht.“
Joyce´
Begeisterung erfüllte
den kleinen Raum und plötzlich stand sie auf und umarmte ihren
Sohn fest.
„Ich
kann es nicht glauben,
dass mein Baby heiraten und schon bald ein eigenes Baby haben
wird!“
Plötzlich
hörte Spike ein
Schluchzen.
„Mom,
weinst du?“
Joyce
ließ Spike los und wischte
sich die Tränen aus dem Gesicht. „Ich habe nur nie
gedacht, dass dies
passieren würde. Ich meine, du warst jahrelang mit Dru
zusammen, doch ich
wusste, dass ihr beiden nie heiraten würdet.“
Nachdem
sie ihn noch einmal in
den Arm genommen hatte, verließ sie das Zimmer.
„Hast
du ihr schon einen Ring
besorgt?“, fragte sie, während Spike ihr in einen
Raum am Ende des Flurs
folgte.
„Nein,
ich hatte noch nicht die
Zeit dafür. Ich habe sie erst heute Morgen gefragt, ob sie
mich heiraten will.
Ich habe mir gedacht, dass wir beide morgen zusammen einen
kaufen.“
Um
die Wahrheit zu sagen hatte
Spike noch gar nicht daran gedacht.
Joyce
öffnete eine Schublade von
einem ihrer Sideboards und holte einen Schlüssel heraus.
„Könntest
du dies bitte abhängen,
Schatz?“, sagte sie und zeigte auf ein Gemälde an
der Wand.
Dahinter
befand sich ein Safe, in
dem seine Mutter ihren Schmuck und andere Sachen, die ihr am Herzen
lagen,
aufbewahrte.
Nachdem
sie den Schlüssel in das
Schlüsselloch gesteckt hatte, drehte sie das Zahlenschloss und
öffnete den
Safe. Joyce griff hinein und holte einen kleinen Beutel heraus.
„Er
gehörte deiner Großmutter.
Sie hat ihn mir am Tag deiner Geburt gegeben.“
In
dem Beutel war ein Ring mit
einem kleinen Diamanten.
„Wie
du weißt hatten deine Großeltern,
als sie geheiratet haben, nicht sehr viel Geld. Sie waren schon lange
verheiratet, als mein Vater reich wurde. Wie auch immer. Ich
weiß, er ist nicht
besonders groß, aber ich glaube Buffy würde lieber
diesen Ring nehmen als
einen neuen. Ich weiß dass sie garantiert etwas Zeit braucht,
um sich daran zu
gewöhnen, dass sie nun vermögend ist…ich
will nicht dass sie denkt, dass wir
Snobs sind, oder dass wir denken, Geld würde mehr bedeuten als
Liebe.“
Joyce
sah ihrem Sohn tief in die
Augen.
„Für
mich hat dieser Ring eine
ganz besondere Bedeutung. Er steht für die Liebe, auf die
Menschen bauen können…eine
Liebe, die wächst und ein wunderschönes
Gefühl nährt. Meine Mutter und mein
Vater verliebten sich jeden Tag aufs neue ineinander, genauso wie dein
Vater und
ich. Und obwohl dieser Ring der kleinste und schmalste and der Hand
meiner
Mutter war, war sie auf ihn besonders stolz.“
Lächelnd
gab sie ihrem Sohn den
Ring.
„Auch
wenn sie einen eigenen
Ring haben möchte, will ich, dass sie diesen hier auch
bekommt. Ich finde dass
es richtig ist, dass meine Tochter ihn bekommt. Vielleicht
fühlt sie sich dann
dieser Familie etwas näher.“
Spike
spürte wie ein Gefühl von
Schuld in seinen Adern brannte.
*Ich
hoffe, dass du in zwanzig
Monaten auch noch so denkst*, dachte er.

Buffy rollte mit den Augen und sah
ihren Bruder an. „Ich
denke es wäre nicht gerade freundlich, einen UNERWARTETEN Gast
mitzubringen. Es
ist doch nur ein Abendessen. Spike hat versprochen, mich danach bei
Willow
abzusetzen, also brauchst du dir keine Sorgen zu machen.“
Buffy fummelte an ihrem Shirt herum
und zog daran, um die
leichte Wölbung ihres Bauches zu verbergen.
„Okay…wie sehe ich aus?“
Xander rollte ebenfalls mit seinen
Augen, als er
antwortete: „Du siehst gut aus…nun mach aber, dass
du wegkommst, sonst
kommst du zu spät.“
Buffy schaute auf die Uhr auf dem
Armaturenbrett.
„Verdammt! Okay…wir sehen uns morgen?“
Bevor er antworten konnte, hatte
Buffy ihm ganz schnell ein Küsschen auf die Wange
gedrückt und war aus dem
Auto gestiegen.
*** ***
Ein wenig später
öffnete das Hausmädchen, Amy, Buffy die
Tür und geleitete sie durch das Anwesen. Sie kamen an mehreren
Räumen vorbei,
auch an einem der so aussah wie ein großes Esszimmer.
„Ich dachte wir würden
hier drin essen?“
„Nein, William wollte, dass
das Essen in dem Gartenzimmer
serviert wird. Es war schon immer sein Lieblingsraum.“ Als
sie in dem
Gartenzimmer ankamen, konnte Buffy genau sehen warum. Sie war von der
riesigen
Auswahl an verschiedenen Blumen und kleinen Bäumen, die sich
dort befanden, überwältigt.
Eine Wand war komplett aus Glas und
Buffys Blick wanderte
hinaus. Sie war beeindruckt von dem üppigen Garten, der sich
vor ihr
erstreckte.
„Gefällt es
dir?“, flüsterte eine sanfte Stimme in
ihr Ohr.
Buffy lächelte, bevor sie
sich umdrehte. “Spike, ich
glaube ich kann mit Worten nicht sagen, wie wunderschön es
hier ist. Es ist
atemberaubend. Es sieht aus wie…“ Buffy
errötete, „…ich weiß nicht was
ich damit vergleichen könnte, aber ich kann verstehen, warum
es dein
Lieblingsraum ist.“
Spike führte Buffy zu dem
kleinen Tisch, der in der Mitte
des Raumes stand. Nachdem er ihr einen Stuhl angeboten hatte und sie
Platz nahm,
setzte er sich ihr gegenüber.
„Was hältst du
davon, wenn wir hier die Hochzeit
abhalten?“ Spike versuchte, seine Nervosität zu
verbergen. „Wenn du in
einer Kirche heiraten möchtest, ist das auch in Ordnung. Ich
bin sicher meine
Mutter kann alles machen, was du willst. Aber sie muss es bald wissen,
denn die
Kirchen und Parks werden immer im Voraus gebucht. Meine Mom sagte, dass
du
sicherlich heiraten willst, bevor…du weißt
schon…man den Babybauch
sieht.“
Buffy lächelte, als Spike
immer schneller redete und immer
mehr abschweifte.
„Spike, mach langsam. Ich
denke es wäre perfekt, wenn
wir hier heiraten würden. Ich gehöre keiner Kirche an
und ich will so schnell
wie möglich heiraten.“
Ein breites Grinsen legte sich
über sein Gesicht, als er
aufstand und zum Eingang herüber ging. „Mom, sie
sagt, dass es okay wäre, du
kannst jetzt rein kommen.“
Man konnte einen schrillen Schrei
hören, bevor Joyce den
Raum betrat.
„Elizabeth, ich bin so
froh, dich endlich kennen zu
lernen! Oh William, geh und hole deinen Vater, das Essen ist gleich
fertig.“
Mit diesen Worten scheuchte Joyce
ihren Sohn zur Tür
hinaus.
„Nun, da wir beiden Frauen
nun alleine sind, kann ich dir
ja ein Geheimnis verraten.“ Joyce setzte sich neben Buffy
Sie lehnte sich zu ihr
herüber. „William war so nervös,
dich zu fragen, ob du hier heiraten möchtest,
denn…“, ihre Stimme wurde
leiser, „seitdem wir in dieses Haus eingezogen sind, will er
in diesem Zimmer
heiraten. Ich meine, er würde es nie zugeben.“
Sie lehnte sich in ihrem Stuhl
zurück. „Richtige Männer
würden doch an so etwas nicht denken.“
Die beiden
Frauen
lachten über diese Aussage.
„Ich denke er hat schon
öfters davon geträumt, dass er
in diesem Raum heiraten würde, mit seinen Kindern spielen und
ganz andere
Sachen machen würde, von denen eine Mutter garantiert nichts
wissen will.“
Mit einen Grinsen sprach Joyce
weiter: „Einige Leute
werden denken, dass eure Verlobung zu schnell passierte, aber
weißt du warum
ich denke, dass am Ende alles gut werden wird?“
Buffy traute sich fast nicht zu
fragen, aber sie zwang
sich, etwas zu sagen, als sie bemerkte, dass Joyce nicht weiter sprach.
„Warum?“
„Weil William nie einem
Mädchen, mit dem er ausging,
dieses Zimmer gezeigt hat. Nicht für ein Dinner, oder ein
Techtelmechtel, noch
nicht einmal für ein ganz normales
Gespräch…und wir verbringen die meiste
Zeit in diesem Raum. Für mich ist das ein Zeichen, dass
William dich schon zur
Familie zählt.“
Joyce hob ihre Hand und legte sie an
Buffys Wange. „Ich
bin sehr stolz, dich in unserer Familie begrüßen zu
dürfen, Elizabeth.“
„Da kann ich mich nur
anschließen.“
Mit Tränen in den Augen
drehte sich Buffy zur Tür um.
Rupert Giles und Spike standen dort und ihre Augen folgen ihnen, als
sie das
Zimmer betraten.
„Ich gehörte auch
zu den Leuten, die dachten, dass alles
zu schnell ging, aber dann erinnerte mich jemand daran, dass ich mich
auf den
ersten Blick in meine Frau verliebt hatte.“
Rupert und Spike setzten sich, als
Amy begann aufzutischen.
„Also ich denke, dass sich
alles zum Guten wenden wird,
aber lasst uns nicht über die ganzen kitschigen Sachen
sprechen, über die Männer
niemals ein Wort verlieren würden, und lasst uns
essen.“
*** ***
Nach dem Essen geleitete Spike Buffy
in den Garten hinaus.
„Also, ist es bei euch immer so, wenn ihr zu Abend
esst?“, fragte Buffy, als
sie auf einen großen Pavillon zugingen.
„Was meinst du?“
„Alles…das
Lachen, die Witze, das großartige Essen“,
sagte sie und setzte sich auf eine der Bänke.
„Nun, Amy ist eine
ausgezeichnete Köchin. Mom kann höchstens
ein ungenießbares Rührei machen, mehr aber auch
nicht“, witzelte er. Spike
drehte sich so, dass er Buffy ansehen konnte. Er war für einen
Moment verblüfft,
wie wunderschön sie aussah, wenn das Mondlicht über
ihr Haar und ihr Gesicht
schien. Als er ihr in die Augen sah, konnte er ein bisschen Traurigkeit
in ihnen
erkennen.
„Warum so
traurig?“
Buffy brauchte einen Moment, bevor
sie antwortete. „Ich fühle
mich schrecklich, weil wir sie anlügen.“
„Buffy, ich
möchte, dass du etwas weißt.“ Er machte
eine Pause, um die Gefühle in seinem Herzen zum Ausdruck
bringen zu können.
„Ich weiß, dass dies keine richtige Hochzeit ist,
ich weiß, dass wir nichts
für einander fühlen, aber was meine Mutter gesagt hat
stimmt. Für mich gehörst
du zur Familie. Du bist die Mutter meines Kindes. Du bist für
mich wie eine
Freundin und wer weiß, vielleicht verlieben wir uns ja noch
ineinander.“
Grinsend sprach er weiter: „Du weiß nie was
passiert.“
Er lächelte immer noch, als
er sich vor Buffy hinkniete
und eine kleine Schachtel aus seiner Tasche holte.
„Was machst du
da?“
„Etwas, das ich schon
längst hätte tun sollen.“ Er
nahm ihre Hand und sprach weiter: „Meine Mutter hatte Recht
als sie sagte,
dass ich mir vorgestellt habe, in dem Gartenzimmer zu heiraten und mit
meinen
Kinder zu spielen, aber sie hat eine Sache vergessen. Ich habe mein
ganzes Leben
darauf gewartet, hier in diesem Pavillon beim Mondschein eine Frau zu
fragen, ob
sie mich heiraten will. Also, Elizabeth Summers, würdest du
mir diesem Traum
erfüllen und mich heiraten?“
„Ja“, sagte Buffy.
Spike steckte den Ring seiner
Großmutter an Buffys Finger
und regte seinen Kopf soweit, bis sein Gesicht nur wenige Zentimeter
von ihrem
entfernt war. Er legte seine Hände an ihre Wangen und sah die
Überraschung und
Freude in ihren Augen.
„Danke“,
flüsterte er, bevor sich ihre Lippen trafen.

Kapitel
14: Something old, something new
„Also,
was sind deine Pläne für
heute?“, fragte Willow, als sie sich auf einen der
Stühle an der Küchentheke
setzte.
„Nun,
holde Trauzeugin, zuerst
müssen wir bei Spike vorbei- Joyce wollte sich mit uns
treffen, damit wir mit
der Hochzeitsplanung anfangen können. Sie hat einen
Hochzeitsplaner engagiert,
der dort auf uns wartet.“ Nachdem Buffy einen Pfannkuchen in
der Pfanne
gewendet hatte, sprach sie weiter. „Kannst du das glauben,
dass sie einen
Hochzeitsplaner für solch eine kleine Hochzeit
beauftragt?“
„Wie
viele Leute sind denn
eingeladen? Oh, kannst du mir den Kaffee
herüberreichen?“ Buffy lächelte
ihre Freundin an, als sie ihr eine Tasse gab. „Ah, bittere,
koffeinhaltige
Köstlichkeit.“
Buffy
holte zwei Teller aus dem Hängeschrank
und füllte diese mit den Pfannkuchen. „Wills, wo ist
der Sirup?“
Willow
versteckte ein Gähnen
hinter ihrer Hand. „Hinter der Milch, ziemlich weit
hinten.“
„Lass
mal sehen. Wir haben
beschlossen, dass nur die Familie und ein paar Freunde eingeladen
werden.
Gestern Abend kamen wir auf zwanzig Leute. Ich will nur deine Eltern,
Cordy,
zwei Mädchen aus dem Heim in LA und ein paar Leutchen von der
High School
einladen. Obwohl ich mir bei denen nicht so sicher bin. Ich hasse den
Gedanken
daran, dass sie wissen, dass ich geschwängert worden
bin.“
Ein
leises Seufzen entwich Buffy,
bevor sie alles für das Frühstück auf dem
Tisch ausbreitete. „Das nervt,
ich wünschte, ich hätte mehr richtige
Freunde.“
Willow
beobachtete Buffy wie
diese anfing, mit ihrem Pfannkuchen herumzuspielen. „Ich
denke wir haben es
niemals richtig versucht, uns mit anderen anzufreunden. In der
Highschool war es
schön, sich nicht darum zu kümmern, ob man in
irgendeine Sparte passte. Nichts
von alldem war bedeutend, denn wir hatten uns. Was ist mit deinen
Eltern? Kommen
die auch?“
Willow
wusste die Antwort
eigentlich schon, aber sie wollte es von Buffy wissen, bevor Joyce sie
fragen
konnte.
„Ich
denke meine Mutter würde
kommen, wenn ich sie einladen würde, aber ich habe Angst, dass
sie sich vor den
ganzen Leuten blamiert. Ich kann sie genau vor mir sehen, wie sie schon
vor der
Zeremonie an der Bar steht. Xander hat mir versprechen müssen,
ihnen nichts
davon zu sagen.“
Buffy
sah sich ihre Pfannkuchen
an und warf sie in den Abfalleimer. „Langsam aber sicher
fange ich an es zu
bereuen, dass wir nicht nach Vegas abgehauen sind, denn dann
müsste ich mir um
solche Sachen keine Gedanken machen.“
Als
sie anfing, sauber zu machen,
merkte Buffy, wie ihr Tränen in die Augen stiegen und langsam
begannen, über
ihre Wangen zu rollen.
Willow
sprang von ihrem Stuhl
auf. „Oh Süße, es wird alles gut
werden.“ Sie strich langsam über Buffys
Schultern und Rücken. „Komm schon, lach wieder. Mir
ist gerade etwas
eingefallen.“
Buffy
sah Willow an. „Oz spielt
doch auf eurer Hochzeit, richtig?“ Die verweinte Blonde
nickte. „Nun, dann
kannst du schon fünf Leute auf deine Liste
schreiben.“
„Vier“,
sagte Buffy lächelnd.
„Vier?“
„Spike
denkt, dass es passend wäre,
Oz als seinen Trauzeugen zu haben, denn es ist in erster Hinsicht EURE
Schuld,
dass wir heiraten.“
***
***
„Mom,
bist du sicher, dass ich
nicht doch hier bleiben soll?“, fragte Spike, der vor der
Tür zu Joyces
Zimmer stand.
„Nein,
Schatz. Das ist nur
etwas für uns Frauen. Du musst nur in deinem Smoking
erscheinen. Oh, und ruf
Daniel und Alexander an, du musst zusehen, dass sie auch ihre
Anzüge
bekommen.“ Joyce zog einen Cardigan aus ihrem Kleiderschrank.
„Müssen wir für
seine Band auch noch Anzüge besorgen? Wie heißen sie
noch mal? Baby Eaters.“
Sie sah nachdenklich an die Decke. „Denkst du, dass sie etwas
dagegen haben,
wenn sie ihren Namen für die Hochzeit ändern? Ich
denke nicht, dass er sehr
passend ist.“
Spike
versuchte sein Lachen zu
unterdrücken, als er ihr antwortete. „Wie
hört sich
„Dingo´s Ate My Baby“
an?“
„Ich
denke, das ist besser.“
Joyce klatschte in die Hände, als es an der Tür
klingelte. „Oh, das müssen
sie sein!“
Sie
sah auf die Uhr, als sie
Spike folgte, der den Flur hinunter ging. Als sie das Ende der Treppe
erreicht
hatten, öffnete Amy gerade die Tür.
„Elizabeth,
Willow, ich bin ja
so froh, dass ihr hier seid. Die Hopes müssen auch jeden
Moment hier sein.“
„Die
Hopes?“ Die beiden Mädchen
sahen sich verwirrt an.
„Betsy
Hope und ihr Sohn. Sie
ist die Hochzeitsplanerin. Ihr Sohn hilft ihr ein wenig,
während ihre
Assistentin ein paar Monate nicht da ist, um sich um ihre Mutter zu
kümmern.“
Joyce erzählte ihnen alles über die arme Assistentin,
die nach Florida gereist
war, während Willow und Buffy sich das Lachen verkneifen
mussten.
„Was
ist denn so lustig?“,
fragte Spike.
Willow
lehnte sich etwas zu Spike
herüber. „Scott Hope ist Buffys alter Freund von der
Highschool.“
Joyce
zeigte den Mädchen an,
dass sie ihr in das Gartenzimmer folgen sollten.
*Freund?
Oh…nun bleibe ich erst
recht hier*, dachte Spike als er den drei Frauen folgte. Spike blieb in
dem Türrahmen
zum Zimmer stehen und hörte den Frauen zu, wie sie sich
über die Hochzeit
unterhielten. Buffy, Joyce und Spike hatten schon entschieden, dass die
Hochzeit
in zwei Wochen stattfinden sollte. Er wusste zwar nicht, wie seine
Mutter das
alles hinbekommen wollte, aber er war sich sicher, dass sie es
irgendwie
schaffen würde.
Er
sah wie Buffys Gesicht sich
auf einmal erhellte, als seine Mutter sie irgendetwas fragte. Buffy
hielt ihr
ihre linke Hand entgegen und zeigte ihr den Ring, den er ihr am Abend
zuvor
angesteckt hatte.
Für
einen Moment stellte Spike
sich vor, dass die Hochzeit echt wäre. *Sie sieht aus wie eine
richtige Braut*,
dachte er. *Eine richtige Braut, die stolz ihren Verlobungsring
vorzeigt.* Stolz
schwoll in Spikes Brust, welcher sich sehr schnell in Scham
verwandelte, als ihm
klar wurde, dass seine Gedanken ihn fehlgeleitet hatten. *Wir tun es
nur des
Kindes wegen.*
Er
hatte nicht viel Zeit, seine
Gefühle zu deuten, denn abermals ertönte die
Hausklingel.
„Das
wird Betsy sein!“, sagte
Joyce und ging in Richtung Haustür. „William, was
machst du denn noch hier?
Ich dachte, du würdest dich mit den Jungs treffen und ihr
würdet eure Anzüge
aussuchen?“
„Nun,
ich dachte ich beteilige
mich an der Damen Hochzeitsparty, allerdings nur, wenn meine
zukünftige Frau
nichts dagegen hat?“ Er wusste ganz genau, in welchen Winkel
er seinen Kopf
drehen musste, um wie ein trauriger Hund auszusehen. Spike
vergrößerte seine
Augen und schaute Buffy magisch an.
Buffy
schluckte den Köder und
antwortete: „Natürlich habe ich nichts
dagegen.“. Das triumphierende
Grinsen, welches er seiner Mutter schenkte, wurde durch das Erscheinen
der Hopes
unterbrochen.
„Schön,
aber vergiss nicht die
Smokings“, sagte Joyce und sah ihren Sohn ernst an, bevor sie
sich abwandte.
„Betsy, komm und lerne meine zukünftige
Schwiegertochter, Elizabeth Summers,
kennen.“
Joyce
wurde unterbrochen, als Mrs
Hope Buffy erblickte. „Buffy! Ich kann es nicht
fassen!“ Die leicht
pummelige ältere Frau schlang Buffy fest in ihre Arme.
„Sieh mal, Scott!
Buffy wird heiraten!“
Spike
sah zu, wie Betsy Buffy
losließ und stattdessen Scott seine Arme um sie legte.
„Buffy,
es ist so schön, dich
wieder zu sehen.“ Scott löste seine Umarmung ein
wenig, aber seine Arme lagen
immer noch auf den Hüften der zierlichen Frau. „Wow!
Heiraten.“ Ein Hauch
von Eifersucht keimte in Spike auf, als er sah, dass Buffy in den Armen
des
anderen Mannes errötete.
„Ja,
wir können nicht warten.
Ich bin übrigens Spike.“ Spike wollte, dass er Buffy
losließ, deswegen
streckte er Scott seine Hand entgegen. Nach einem unkomfortablen
Händedruck
schickte Spike alle zum Tisch herüber. Schnell arrangierte er
die Plätze so,
das Buffy und Scott über Eck saßen und er sich neben
sie setzten konnte.
Später
als Joyce und Willow die
Liste der Gäste durchgingen, sah Spike, wie Scott sich zu
Buffy herüberlehnte
und ihr etwas ins Ohr flüsterte. *Mein Gott, Junge, sie wird
in ein paar Wochen
heiraten*. Die beiden Highschool Verliebten hatten den ganzen Abend
miteinander
getuschelt und immer wenn Buffy in Spikes Richtung sah, wandte er
schnell den
Kopf in eine andere Richtung.
„Wir
gehen in die Küche, um
etwas zu trinken zu holen, will noch jemand etwas?“, fragte
Buffy. Spike stand
sofort mit auf und wollte ihr dabei helfen. „Ist schon okay,
Spike. Scott und
ich machen das schon.“
Nachdem
jeder gesagt hatte, was
er trinken wollte, verschwanden Buffy und Scott durch die weit offen
stehenden
Flügeltüren.
„Hey
Spike, Komm mal her für
´ne Sekunde. Ich brauche deine Meinung“, rief
Willow.
„Sofort
Wills, ich will nur
etwas kontrollieren.“
Spike
verließ schnell den Raum.
Joyce und Willow sahen sich an und wussten ganz genau, was vor sich
ging. *Ich
bespitzle sie nicht. Ich will nur sichergehen, dass es ihr gut geht und
sie
nicht die schweren Getränke trägt. Sie sollte
stattdessen getragen werden.*
Spike Gedanken machten eine Pause, als er sich vorstellte, wie er die
wunderschöne
Blonde auf seinen Armen trug. Als er der Küchentür
immer näher kam, wurden
seine Schritte langsamer. *Ich bespitzle sie nicht*, wiederholte er
noch einmal.
Er
stand nun neben der Tür und
konnte gerade eben in die Küche sehen. In dem riesigen Raum
sah er, wie Buffy
Scott umarmte. Dann musste er beobachten, wie Scott seine Hand auf
Buffys Bauch
legte und ihre Stirn küsste…langsam stieg die Wut
in Spike hoch, als er auch
noch mit ansehen musste, wie Scott ihr etwas ins Ohr flüsterte.
Spike
war drauf und dran, in die
Küche zu stürmen um zu fragen, was dort vor sich ging.
*Hat
sie ihm von der Hochzeit erzählt?
Will er sie zurück? Werde ich sie verlieren?*
Er
hatte nicht die Zeit, über
den letzten Gedanken nachzugrübeln, denn er spürte
eine Hand auf seiner
Schulter und er wurde leicht zurückgezogen.
„HEY!“,
sagte Spike als er
sah, dass es Willow war, die hinter ihm stand.
„Ich
warne dich nur ein Mal.
Lass sie allein.“
Spike
war sichtlich überrascht
über den harschen Ton, in dem der kleine Rotschopf sprach.
„Du brauchst dir
keine Sorgen machen, sie haben sich niemals geliebt.“ Sie
machte eine nickende
Bewegung in Richtung Küche.
„Es
war alles nur zum
Schein.“ Als Willow den verwirrten Gesichtsausdruck von Spike
sah, versuchte
sie es zu erklären. „Buffy hatte immer Angst davor,
sich zu verabreden, denn
die Typen dachten immer, dass sie die kleinen blonden hübschen
Highschool Mädchen
beschützen müssten. Buffy hat das gehasst. Ich denke
das hat sehr viel mit
ihrem Vater zu tun. Scott und Buffy brauchten sich gegenseitig, so
brauchten sie
sich keine Gedanken über das Ausgehen mit anderen Sorgen zu
machen.“
„Warum?“
„Nun,
Buffy traute den Jungs
nicht wirklich, um mit ihnen allein zu sein, bis sie dich kennen
gelernt hat,
und Scott wollte nicht, dass alle wissen, dass er nicht so
männlich war wie es
schien.“
Willow
musste grinsen, als Spike
kapierte, was sie versuchte ihm zu erklären.
„Du
willst mir also sagen, dass
er…“, Spike brach ab.
„Japp.
Ich hatte es zwar schon
immer vermutet, aber seine Mutter war schlussendlich diejenige, die es
aufdeckte. Scott Hope ist homosexuell.“
Spike
grinste, als er die Küche
betrat. „Hey, ich dachte, ihr könntet doch meine
Hilfe gebrauchen.“ Er ging
zu Buffy herüber und nahm sie in seinen Arm. „Ich
hoffe, dass Buffy dich zur
Hochzeit eingeladen hat?“
Buffy,
die die Spikes Eifersucht
natürlich mitbekommen hatte, sah ihn überrascht an
und der Blonde zwinkerte
ihr zu.
„Sicher,
ich werde sehr gerne
kommen“, antwortete Scott.
„Großartig,
dann ist ja alles
geklärt. Ich denke, wir gehen besser zurück. Wer
weiß, was meine Mom alles so
entschieden hat, während wir weg waren.“

Kapitel
15: The Day before the Day…And the Day
Morgens:
Frühstücken, denn es könnte sein, dass sie
später
keine Zeit mehr zum Essen hätte. Letzte Anprobe des Kleides.
Maniküre und
Pediküre.
Nachmittags: Einkaufen für
die Hochzeitsreise. Packen für
die Hochzeitsreise. Noch mal zum Einkaufen, um das zu kaufen, was sie
beim
ersten Mal vergessen hatten.
Abends: Probedinner.
Buffy fand es sehr amüsant,
dass Oz derjenige war, der die
Zeremonie Probe leitete. Willows Freund überstand eine
weinende Mutter und ein
sehr nervöses Brautpaar. Der stoische
junge Mann gab Anweisungen und half allen damit sie genau wussten, was
sie während
der Hochzeit machen mussten.
Das Dinner war wundervoll. Es gab
eine gebratene Ente mit
verschiedenen Beilagen. Der Abend klang aus mit einem Glas Champagner
(Apfelsaft
für Buffy) von Spike mit seiner Familie und Braut.
Nach der Probe gingen alle nach Hause
und Buffy befand sich
ganz allein in dem riesigen Anwesen. Buffy und Willow hatten eigentlich
geplant,
die Nacht vor der Hochzeit zusammen dort zu verbringen. Spike war bei
Oz für
den „Jungsellenabend“.
Aus dem Plan der Mädchen
wurde nichts, als Willow
bemerkte, dass sie die Tasche mit ihrem Schlafzeug zu Hause vergessen
hatte.
Willow wohnte am anderen Ende von Sunnydale und sie beschlossen
deswegen, dass
es das Beste wäre, wenn Willow die Nacht zu Hause verbrachte
und dann ganz früh
morgens wiederkam.
Joyce zeigte Buffy ihr Zimmer im
dritten Stock. Buffy war
überrascht, eine große Standbadewanne in dem
angrenzenden Badezimmer zu
finden. Nach einem schönen langen Bad legte Buffy sich auf das
Bett. Als sie
merkte, dass sie keinen Schlaf finden würde, entschied sie
sich aufzustehen und
nach unten zu gehen. *Vielleicht ist David Letterman genau das, was ich
brauche.*
Sie wunderte sich, als sie leise
Musik aus Ruperts
Arbeitszimmer hörte, während sie dort vorbeiging. Sie
klopfte leise an die Tür.
„Komm herein“,
rief Rupert von innen. „Ah, Elizabeth.
Ich kann nicht sagen, dass ich sonderlich überrascht bin, dass
du noch zu solch
später Stunde auf bist“, sagte er und ein sanftes
Lächeln spiegelte sich auf
seinem Gesicht. „Ich denke mal das ist normal für
eine Braut, dass sie die
Nacht vor ihrer Hochzeit nicht schlafen kann. Ich frage mich ob das der
Grund
ist, dass alle einen Tag vorher feiern gehen.“
Buffy erwiderte sein
Lächeln. „Womöglich. Was haben Sie
denn die Nacht vor Ihrer Hochzeit gemacht, Mr. Giles?“,
fragte sie, als sie
sich in den Ledersessel ihm gegenüber setzte.
„Ich habe mich sinnlos
betrunken, als mir klar wurde,
dass ich vor allen tanzen muss.“
Beide lachten.
„Hat es
geholfen?“, fragte Buffy.
Anstatt ihr zu antworten,
überraschte Rupert sie, indem er
die Fernbedienung nahm, die neben ihm lag. Nach einem Moment wechselte
der
CD-Player zu einem Frank Sinatra Song.
Rupert stand auf und hielt Buffy
seine Hand entgegen. Sie
stand ebenfalls auf, ergriff sie und die beiden tanzten zu
„Young at Heart“.
Sie kicherte als er sie einmal um ihre Achse drehte. „Und
das ist die schönste Stelle: You have a head start, if you are
the among the
very young at heart”, flüsterte er in ihr Ohr, als
der Song endete.
“Ich denke da wartet jemand
auf den nächsten Tanz”,
sagte er und deutete hinter sie. Buffy drehte sich um und sah Spike in
dem Türrahmen
stehen.
„Ich dachte du
wärst bei…“, fing sie an.
„Ich habe beschlossen, die
Nacht in meinem Bett zu
verbringen“, sagte Spike, als er Buffy in seine Arme zog.
Keiner von beiden
bemerkte, dass Rupert den nächsten Song auf Wiederholung
stellte.
{Let's take it
nice 'n'
easy}
{It's gonna be so easy for us to fall in love}
{Hey, baby, what's your hurry?}
{Relax 'n' don't you worry, we're gonna fall in love}
Sie starrten sich in die Augen,
während sie durch den Raum
tanzten.
(We're on the
road to
romance, that's safe to say}
{But let's make all the stops along the way}
Sie schienen in ihrer eigenen Welt zu
sein, während sie
sich in den Armen hielten.
{ The problem
now, of
course, is to simply hold your horses}
{To rush would be a crime 'cause nice 'n' easy does it every time}
Er sah, wie sie sich mit der Zunge
über ihre Lippen
leckte, und schloss seine Augen, um nicht die Feuchtigkeit auf ihnen
sehen zu müssen.
(We're on the
road to
romance, that's safe to say}
(But let's make all the stops along the way}
Sie sah, wie er seine Augen schloss
und ihre Hand wanderte
nach oben und legte sich in seinen Nacken.
(The problem
now, of
course, is to simply hold your horses}
(To rush would be a crime 'cause nice 'n' easy does it}
(Nice 'n' easy does it}
(Nice 'n' easy does it every time}
Sie gaben sich dem Kampf geschlagen
und ihre Gesichter
kamen sich näher. Gerade als ihre Lippen sich
berührten….
„WAS TUT IHR DENN
DA?“
Sie sprangen auseinander wie Kinder,
die dabei erwischt
wurden, während sie mit dreckigen Schuhen über den
frisch gewischten Boden
liefen.
„Mutter! Was ist
denn?“ Spike sah in dem Moment rot,
als er seine Mutter anstarrte. Anstatt ihm zu antworten, ging Joyce zu
Buffy herüber
und entriss sie aus Spikes Armen.
„Es ist fast Mitternacht!
Das heißt, dass es bald Morgen
ist. Der Morgen eurer Hochzeit! Du darfst Elizabeth nicht sehen! Das
gibt Unglück!“
Sie schob Buffy zur Tür
herüber. „Wenn du die Nacht
hier verbringst, William, solltest du spätestens bis acht Uhr
verschwunden
sein. Danach muss Buffy nämlich damit anfangen sich fertig zu
machen.“
Joyce geleitete Buffy schnellstens zu
ihrem Zimmer. Spike
konnte noch ein leises „Ehrlich, William“,
vernehmen, als er den beiden
Frauen hinterher sah.
Er drehte sich um, sah in den leeren
Raum und hörte sich
noch einmal „The Magic Of Old Blue Eyes“ von Frank
Sinatra an.
(Nice 'n' easy
does it}
(Nice 'n' easy does it}
(Nice 'n' easy does it every time}
*** *** ***
Buffy wurde so gegen neun von Willow
geweckt, die ein Frühstückstablett
in den Händen hielt. „Also ist Spike immer noch
da?“
„Jupp, er sagte irgendwas
davon, dass es doch mehr Sinn
ergibt, wenn er sich hier umzieht und fertig macht. Mir wurde
aufgetragen, dass
ich dich hier oben festhalten soll bis die Hochzeit
anfängt.“
„Was? Die findet doch erst
heute Abend um sechs Uhr
statt!“ Buffys Augen wurden riesig vor Überraschung.
„Was soll ich denn bis
dahin machen?“
„Was du bis dahin machen
sollst?“
Beide Mädchen sahen auf und
entdeckten Joyce in der Tür
stehen. „Nun, du wirst verwöhnt und wie eine
Königin behandelt. Zuerst kommt
die Masseurin um Zehn, dann gegen Mittag oder gegen eins, je nachdem
wie lange
die Massage dauert, hatte ich ein leichtes Mittagessen geplant. Dann
kannst du
dich für ein Weilchen hinlegen, so bis drei Uhr. Danach
beginnt der richtige
Spaß. Dann kommen die Frauen, die deine Haare und dein
Make-up machen. Wir
sollten dann um sechs Uhr fertig sein, damit du vor den Altar treten
kannst.“
Mit einem Händeklatschen beendete sie ihre Rede und sagte
Buffy, dass sie zu
Ende frühstücken sollte, was sie auch tat.
*** *** ***
Für Buffy schien es, als ob
sie bei der Massage
eingeschlafen wäre und erst dann aufgewacht war, als Xander
ihren Arm genommen
hatte. Sie starrte in den Wintergarten. Unzählige Bouquets mit
Gerbera erfüllten
den Raum. Sie schaute an den Menschen vorbei, die gekommen waren, um an
der
Hochzeit teilzunehmen, vorbei an ihrem Bräutigam, seinem
Trauzeugen, ihrer
Trauzeugin und dem Geistlichen. Sie sah durch die Fenster in den
Garten, der von
klitzekleinen Lichtern erhellt wurde. Es sah so aus, als ob tausende
von Glühwürmchen
vor Freude in der Luft tanzten.
Buffy schaute zu Xander auf.
„Du bist
wunderschön“, flüsterte er.
Als die Musik begann, gingen Xander
und Buffy Schritt für
Schritt den Gang hinunter. Als sie am Ende der weichen weißen
Seide unter ihren
Füßen erreicht hatten, spürte sie, wie
Xander ihre Hand an Spike weitergab.
Sie schaute auf und sah in funkelnde
blaue Augen. Ganz in
seinen Augen gefangen, konnte Buffy sich nur noch schemenhaft erinnern,
dass sie
geantwortet und die Wörter wiederholt hatte, wenn sie es
musste.
Doch plötzlich
hörte sie ganz deutlich, wie Spike seinen
Trauspruch aufsagte.
„Ich, William, nehme dich,
Elizabeth, zur Frau, weil du
immer du selbst sein wirst. Ich liebe das, was ich von dir
weiß, vertraue dir
in dem, was ich nicht weiß, respektiere deine
Rechtschaffenheit und vertraue in
deine Liebe. Durch all die Jahre und was das Leben uns noch bescheren
wird.“
Überwältigt von
seinen Worten spürte Buffy, wie ihr eine
Träne über die Wange lief, die ganz schnell von
seinem Finger aufgefangen
wurde.
TBC